Jo Niemeyer (1946) - Archival n° 427





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Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
Jo Niemeyer: Untitled — Golden Section Spiral (1993), Archive no. 427
Ein ursprüngliches Gemälde von Jo Niemeyer, einer zentralen Figur der zeitgenössischen Konkreten Kunst, in dem die goldene Schnittlinie nicht nur Leitprinzip ist, sondern das sichtbare Subjekt des Bildes. Auf einem weißen Quadrat abstürzen vier farbige Quadrate — Rot, Gelb, Blau und Schwarz — in der Größe und winden sich nach innen in einer im Uhrzeigersinn drehenden Spirale. Jedes ist zum nächsten durch das goldene Verhältnis skaliert: Rot bei etwa 0,618 der Bildebene, Gelb bei 0,382, Blau bei 0,236, Schwarz bei 0,146. Ihre Reihenfolge gelesen, zeichnen sie die logarithmische Spirale nach, die Mathematiker aus dem goldenen Rechteck ableiten, desselben Verhältnisses, das auch der Nautilus-Schale, dem Sonnenblumenkopf und dem Verzweigen von Pflanzen zugrunde liegt.
Die Farbpalette — die Primärtriade und Schwarz auf Weiß — verweist bewusst auf De Stijl und Mondrian, doch die Komposition markiert einen entscheidenden Unterschied. Während Mondrian seine Felder von Hand ausbalancierte, bestimmt Niemeyer jede Position und Dimension durch eine einzige mathematische Regel. Das Ergebnis ist ein Bild, das zugleich intuitiv und beweisbar ist: Das, was das Auge als ruhig und unausweichlich wahrnimmt, lässt sich vom Lineal bestätigen. Das ist der Kern von Niemeyers Lebenswerk — durch Mathematik und vor allem durch die goldene Schnittlinie sichtbar zu machen, die Ordnung, die der Natur zugrunde liegt, und dadurch einen Dialog zwischen Kunst, Wissenschaft und natürlicher Welt zu eröffnen.
Das Werk ist ein Malprozess-Objekt: Acryl auf Leinwand, montiert auf einen hölzernen Körper, der im eigenen Atelier des Künstlers gefertigt wurde, 4,5 cm tief, sodass die Komposition der Wand eine skulpturale Gegenwart verleiht. 1993 gemalt, handunterzeichnet und mit dem Archivstempel und der Nummer des Künstlers versehen (Nr. 427). In ausgezeichnetem Zustand.
Titel: Untitled (Golden Section Spiral) — Archive no. 427
Jahr: 1993
Technik: Acryl auf Leinwand auf Holz; handbemalt an einem im Atelier gefertigten Holz-Korpus (einziges Werk)
Signatur: Handunterzeichnet; Archivstempel des Künstlers und Nummer 427
Maße: 49,5 × 49,5 × 4,5 cm
Zustand: Ausgezeichnet
provenance: Schweizer Privatsammlung
Jo Niemeyer (geboren 1946 in Alf, Deutschland) ist ein deutscher Konkreter Künstler und Designer, dessen Werk auf der Beobachtung der Natur durch Mathematik und vor allem durch die goldene Section fußt, deren zentrale Themen die Wahrnehmung von Raum, Zeit, Distanz und Verhältnis sind. Er hat Einzelausstellungen und Gruppenausstellungen in Skandinavien, Italien, Schweiz, Israel, den Vereinigten Staaten, England, Japan und Argentinien realisiert und Wandmalereien für öffentliche Gebäude in der Schweiz, Deutschland und Skandinavien geschaffen. Seine Arbeiten befinden sich in öffentlichen und privaten Sammlungen, darunter das Museum of Modern Art, New York, die Pinakothek der Moderne, München, das Bauhaus-Archiv Berlin, das Stedelijk Museum Amsterdam und das Louisiana Museum of Modern Art, Humlebæk. Er lebt und arbeitet in Deutschland, Frankreich und Finnland.
Ausgewählte Einzelausstellungen: Felluss Gallery, Washington D.C. (1976); Apogee Gallery, Princeton (1977); Art Package, Chicago (1978); Galerie von Bartha, Basel (1980); Galerie Wack, Kaiserslautern (1980); Artek, Helsinki (1983); Alvar Aalto Museum, Jyväskylä (1984); Hans-Thoma-Museum, Bernau (2002); Institut für Konstruktive Kunst, Rehau (2003); Vordemberge-Gildewart Museum, Osnabrück (2007); Arithmeum, Bonn (2009).
Der Verkäufer stellt sich vor
Jo Niemeyer: Untitled — Golden Section Spiral (1993), Archive no. 427
Ein ursprüngliches Gemälde von Jo Niemeyer, einer zentralen Figur der zeitgenössischen Konkreten Kunst, in dem die goldene Schnittlinie nicht nur Leitprinzip ist, sondern das sichtbare Subjekt des Bildes. Auf einem weißen Quadrat abstürzen vier farbige Quadrate — Rot, Gelb, Blau und Schwarz — in der Größe und winden sich nach innen in einer im Uhrzeigersinn drehenden Spirale. Jedes ist zum nächsten durch das goldene Verhältnis skaliert: Rot bei etwa 0,618 der Bildebene, Gelb bei 0,382, Blau bei 0,236, Schwarz bei 0,146. Ihre Reihenfolge gelesen, zeichnen sie die logarithmische Spirale nach, die Mathematiker aus dem goldenen Rechteck ableiten, desselben Verhältnisses, das auch der Nautilus-Schale, dem Sonnenblumenkopf und dem Verzweigen von Pflanzen zugrunde liegt.
Die Farbpalette — die Primärtriade und Schwarz auf Weiß — verweist bewusst auf De Stijl und Mondrian, doch die Komposition markiert einen entscheidenden Unterschied. Während Mondrian seine Felder von Hand ausbalancierte, bestimmt Niemeyer jede Position und Dimension durch eine einzige mathematische Regel. Das Ergebnis ist ein Bild, das zugleich intuitiv und beweisbar ist: Das, was das Auge als ruhig und unausweichlich wahrnimmt, lässt sich vom Lineal bestätigen. Das ist der Kern von Niemeyers Lebenswerk — durch Mathematik und vor allem durch die goldene Schnittlinie sichtbar zu machen, die Ordnung, die der Natur zugrunde liegt, und dadurch einen Dialog zwischen Kunst, Wissenschaft und natürlicher Welt zu eröffnen.
Das Werk ist ein Malprozess-Objekt: Acryl auf Leinwand, montiert auf einen hölzernen Körper, der im eigenen Atelier des Künstlers gefertigt wurde, 4,5 cm tief, sodass die Komposition der Wand eine skulpturale Gegenwart verleiht. 1993 gemalt, handunterzeichnet und mit dem Archivstempel und der Nummer des Künstlers versehen (Nr. 427). In ausgezeichnetem Zustand.
Titel: Untitled (Golden Section Spiral) — Archive no. 427
Jahr: 1993
Technik: Acryl auf Leinwand auf Holz; handbemalt an einem im Atelier gefertigten Holz-Korpus (einziges Werk)
Signatur: Handunterzeichnet; Archivstempel des Künstlers und Nummer 427
Maße: 49,5 × 49,5 × 4,5 cm
Zustand: Ausgezeichnet
provenance: Schweizer Privatsammlung
Jo Niemeyer (geboren 1946 in Alf, Deutschland) ist ein deutscher Konkreter Künstler und Designer, dessen Werk auf der Beobachtung der Natur durch Mathematik und vor allem durch die goldene Section fußt, deren zentrale Themen die Wahrnehmung von Raum, Zeit, Distanz und Verhältnis sind. Er hat Einzelausstellungen und Gruppenausstellungen in Skandinavien, Italien, Schweiz, Israel, den Vereinigten Staaten, England, Japan und Argentinien realisiert und Wandmalereien für öffentliche Gebäude in der Schweiz, Deutschland und Skandinavien geschaffen. Seine Arbeiten befinden sich in öffentlichen und privaten Sammlungen, darunter das Museum of Modern Art, New York, die Pinakothek der Moderne, München, das Bauhaus-Archiv Berlin, das Stedelijk Museum Amsterdam und das Louisiana Museum of Modern Art, Humlebæk. Er lebt und arbeitet in Deutschland, Frankreich und Finnland.
Ausgewählte Einzelausstellungen: Felluss Gallery, Washington D.C. (1976); Apogee Gallery, Princeton (1977); Art Package, Chicago (1978); Galerie von Bartha, Basel (1980); Galerie Wack, Kaiserslautern (1980); Artek, Helsinki (1983); Alvar Aalto Museum, Jyväskylä (1984); Hans-Thoma-Museum, Bernau (2002); Institut für Konstruktive Kunst, Rehau (2003); Vordemberge-Gildewart Museum, Osnabrück (2007); Arithmeum, Bonn (2009).

