European Expressionist School (c.1950) - The Harlequin and the Lovers






Absolvierte als französische Auktionatorin und arbeitete in der Bewertungsabteilung von Sotheby’s Paris.
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Öl auf Leinwand mit dem Titel The Harlequin and the Lovers aus den 1950er Jahren, spanischer Herkunft, originale Edition, handschriftlich signiert, verkauft mit Rahmen; 61,5 × 50 cm (81 × 70 cm inkl. Rahmen).
Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
Europäische Schule, Mitte des 20. Jahrhunderts
Der Harlekin und die Liebenden
Technik: Öl auf Leinwand, auf beiden Seiten gemalt
Vorgeschlagene Chronologie: Mitte des 20. Jahrhunderts, ca. 1940–1960
Stil: expressiv figürlich
Autorschaft: zu bestimmen
Signatur: Bereich teilweise geraspelt/abradiert in der unteren linken Ecke, möglicherweise eine frühere Signatur entsprechend; derzeit unleserlich
Maße des Werkes: 61,5 × 50 cm
Gesamtmaße mit Rahmen: 81 × 70 cm
Rückseite: männliches Porträt in Öl gemalt
Provenienz: Privatsammlung
Beschreibung
Sinnlich auffälliges Öl auf Leinwand aus der Mitte des 20. Jahrhunderts, charakterisiert durch eine markante expressivistische Sensibilität, eine bemerkenswerte malerische Qualität und eine-intensive psychologische und symbolische Ladung.
Die Hauptkomposition zeigt einen großen Harlekin, der das Vordergrundfeld dominiert. Seine Figur, monumental und leicht nach rechts verschoben, wird vor dunklem, matérischem Hintergrund freigestellt. Dahinter, in einer sekundären Bildebene, zeichnen sich zwei Gestalten ab — eine Frau mit szenischem Erscheinungsbild und ein Mann — und bilden eine intime, bewusst mehrdeutige Szene.
Die Malerei scheint so ein kleines stilles Drama zu konstruieren.
Der Harlekin, traditionell mit dem Theater, der Maske, der Dualität und der dargestellten Identität assoziiert, wird hier nicht mehr als feierliche Figur gesehen. Sein teilweise verborgtes Gesicht, seine steife Haltung und die räumliche Distanz zur Figurengruppe im Hintergrund verwandeln ihn in eine melancholische, fast introspektive Präsenz.
Er kann als Szene über Verlangen, Einsamkeit, Beobachtung und die Abstand zwischen Erscheinung und Gefühl gelesen werden, wobei die Interpretation dem Betrachter offen bleibt.
Ein Gemälde, das aus der Materie geschaffen ist
Technisch gesehen zeigt das Werk eine besonders reiche Oberfläche.
Der schwarze Hintergrund ist nicht als gleichmäßige Fläche konzipiert: Er wurde durch Raspeln, Schleifen, Einschnitte, trockene Pinselstriche und Abdeckungen von unteren Lagen bearbeitet, wodurch eine komplexe Textur entsteht, die die Figuren umgibt.
Aus dieser Dunkelheit treten fast theatralisch Weiß-, Blau-, Gelb-, Grün- und Rottöne hervor.
Der Harlekin-Kostüm führt die einzigen intensiven Farbakzente der Komposition durch seine charakteristischen Rauten ein und verstärkt den Kontrast zur düsteren Umgebung.
Die Extremitäten sind mit einem schnellen, nervösen Pinselstrich konstruiert, der keine wissenschaftlich-akademische Anatomie anstrebt. Der Künstler scheint Geste, Spannung und psychologische Präsenz über naturgetreue Wiedergabe zu priorisieren.
Besonders ausdrucksstark sind die Hände, bewusst verlängert und blass, sowie das maskierte Gesicht des Protagonisten.
Das Universum des Harlekins
Die Harlekin-Figur besitzt eine lange Tradition in der europäischen Moderne.
Seit dem späten 19. Jahrhundert und bis weit ins 20. Jahrhundert hinein wurde sie wiederholt als Vehikel genutzt, um über den Künstler, das Theater, die soziale Maske, Liebe und die menschliche Condition zu reflektieren.
In diesem Bild erhält das Motiv eine besonders introspektive Ausprägung: Der Charakter erscheint dem physischen nah bei den anderen, emotional aber von ihnen getrennt.
Der Gegensatz zwischen Theaterbühne und intime Erfahrung gehört sicher zu den reizvollsten Elementen des Werks.
Ein Werk auf jeder Seite der Leinwand
Einer der singulärsten Aspekte des Stücks zeigt sich, wenn man die Rückseite untersucht.
Dasselbe Leinwand trägt ein zweites Öl: ein männliches Porträt, ausgeführt mit einer völlig anderen Technik und bemerkenswerter Sensibilität.
Es wird ein junger Mann von halbem Kuss dargestellt, frontal, getragen von einem blauen Hemd und hellem Pullover auf grünlichem Hintergrund.
Das Porträt besitzt eine ruhigere und zurückhaltendere Ausführung als die Harlekin-Szene. Das Gesicht ist sorgfältig durch warme Töne modelliert, während bestimmte Bereiche der Kleidung absichtlich offener und skizziert bleiben.
Die Anwesenheit dieses zweiten Bildes macht das Stück zu einem echten bipolaren Werk, das zwei unterschiedliche kreative Momente im selben Träger bewahrt.
Dieses Element könnte besonders interessant für zukünftige Forschungen zur Identität des Künstlers sein.
Das verlorene Signatur
In der unteren linken Ecke der Vorderseite ist eine Stelle von Abnutzung oder Abschleifung sichtbar, gerade in einer häufigen Position für eine Signatur eines Gemäldes.
Die sichtbaren Spuren könnten einer früheren Inschrift oder Signatur entsprechen, die teilweise entfernt wurde, obwohl ihre Lesbarkeit derzeit unmöglich ist.
Es ist nicht allein durch fotographische Untersuchung feststellbar, wann diese Veränderung entstanden ist oder den ursprünglichen Inhalt mit Sicherheit zu bestätigen.
Dieses Detail, zusammen mit dem Vorhandensein des Porträts auf der Rückseite, lässt eine interessante Spur zur Provenienz und Autorschaft des Werks offen.
Erhaltungszustand
Allgemeiner Zustand entsprechend dem Alter und der absichtlich materialischen Technik des Künstlers.
Es zeigen sich Abnutzungen, Raspelspuren, Einschnitte und Oberflächenabnutzung, von denen einige offensichtlich Teil des kreativen Prozesses zu sein scheinen. Ebenso vorhanden ist der erwähnte Abnutzungsbereich in der unteren linken Ecke.
Die Rückseite bewahrt das zweite Gemälde, ein männliches Porträt.
Es wird empfohlen, alle Detailfotos sorgfältig zu prüfen, die Bestandteil der Beschreibung sind.
Maße des Werkes: 61,5 × 50 cm
Gesamtmaße mit Rahmen: 81 × 70 cm
Der Rahmen wird als Geschenk beigefügt und aufgrund seines Alters wird er nicht Gegenstand einer Reklamation.
Barcelona Art Gallery verschickt per professioneller Spezialfirma, die maßgeschneiderte Kartons und Schaumstoffschutz verwendet. Versand weltweit. Eventuelle Zuschläge aufgrund der Großformatigkeit oder bestimmter kontinentaler oder nicht-eu Destinationen gehen zu Lasten des Käufers.
Der Verkäufer stellt sich vor
Europäische Schule, Mitte des 20. Jahrhunderts
Der Harlekin und die Liebenden
Technik: Öl auf Leinwand, auf beiden Seiten gemalt
Vorgeschlagene Chronologie: Mitte des 20. Jahrhunderts, ca. 1940–1960
Stil: expressiv figürlich
Autorschaft: zu bestimmen
Signatur: Bereich teilweise geraspelt/abradiert in der unteren linken Ecke, möglicherweise eine frühere Signatur entsprechend; derzeit unleserlich
Maße des Werkes: 61,5 × 50 cm
Gesamtmaße mit Rahmen: 81 × 70 cm
Rückseite: männliches Porträt in Öl gemalt
Provenienz: Privatsammlung
Beschreibung
Sinnlich auffälliges Öl auf Leinwand aus der Mitte des 20. Jahrhunderts, charakterisiert durch eine markante expressivistische Sensibilität, eine bemerkenswerte malerische Qualität und eine-intensive psychologische und symbolische Ladung.
Die Hauptkomposition zeigt einen großen Harlekin, der das Vordergrundfeld dominiert. Seine Figur, monumental und leicht nach rechts verschoben, wird vor dunklem, matérischem Hintergrund freigestellt. Dahinter, in einer sekundären Bildebene, zeichnen sich zwei Gestalten ab — eine Frau mit szenischem Erscheinungsbild und ein Mann — und bilden eine intime, bewusst mehrdeutige Szene.
Die Malerei scheint so ein kleines stilles Drama zu konstruieren.
Der Harlekin, traditionell mit dem Theater, der Maske, der Dualität und der dargestellten Identität assoziiert, wird hier nicht mehr als feierliche Figur gesehen. Sein teilweise verborgtes Gesicht, seine steife Haltung und die räumliche Distanz zur Figurengruppe im Hintergrund verwandeln ihn in eine melancholische, fast introspektive Präsenz.
Er kann als Szene über Verlangen, Einsamkeit, Beobachtung und die Abstand zwischen Erscheinung und Gefühl gelesen werden, wobei die Interpretation dem Betrachter offen bleibt.
Ein Gemälde, das aus der Materie geschaffen ist
Technisch gesehen zeigt das Werk eine besonders reiche Oberfläche.
Der schwarze Hintergrund ist nicht als gleichmäßige Fläche konzipiert: Er wurde durch Raspeln, Schleifen, Einschnitte, trockene Pinselstriche und Abdeckungen von unteren Lagen bearbeitet, wodurch eine komplexe Textur entsteht, die die Figuren umgibt.
Aus dieser Dunkelheit treten fast theatralisch Weiß-, Blau-, Gelb-, Grün- und Rottöne hervor.
Der Harlekin-Kostüm führt die einzigen intensiven Farbakzente der Komposition durch seine charakteristischen Rauten ein und verstärkt den Kontrast zur düsteren Umgebung.
Die Extremitäten sind mit einem schnellen, nervösen Pinselstrich konstruiert, der keine wissenschaftlich-akademische Anatomie anstrebt. Der Künstler scheint Geste, Spannung und psychologische Präsenz über naturgetreue Wiedergabe zu priorisieren.
Besonders ausdrucksstark sind die Hände, bewusst verlängert und blass, sowie das maskierte Gesicht des Protagonisten.
Das Universum des Harlekins
Die Harlekin-Figur besitzt eine lange Tradition in der europäischen Moderne.
Seit dem späten 19. Jahrhundert und bis weit ins 20. Jahrhundert hinein wurde sie wiederholt als Vehikel genutzt, um über den Künstler, das Theater, die soziale Maske, Liebe und die menschliche Condition zu reflektieren.
In diesem Bild erhält das Motiv eine besonders introspektive Ausprägung: Der Charakter erscheint dem physischen nah bei den anderen, emotional aber von ihnen getrennt.
Der Gegensatz zwischen Theaterbühne und intime Erfahrung gehört sicher zu den reizvollsten Elementen des Werks.
Ein Werk auf jeder Seite der Leinwand
Einer der singulärsten Aspekte des Stücks zeigt sich, wenn man die Rückseite untersucht.
Dasselbe Leinwand trägt ein zweites Öl: ein männliches Porträt, ausgeführt mit einer völlig anderen Technik und bemerkenswerter Sensibilität.
Es wird ein junger Mann von halbem Kuss dargestellt, frontal, getragen von einem blauen Hemd und hellem Pullover auf grünlichem Hintergrund.
Das Porträt besitzt eine ruhigere und zurückhaltendere Ausführung als die Harlekin-Szene. Das Gesicht ist sorgfältig durch warme Töne modelliert, während bestimmte Bereiche der Kleidung absichtlich offener und skizziert bleiben.
Die Anwesenheit dieses zweiten Bildes macht das Stück zu einem echten bipolaren Werk, das zwei unterschiedliche kreative Momente im selben Träger bewahrt.
Dieses Element könnte besonders interessant für zukünftige Forschungen zur Identität des Künstlers sein.
Das verlorene Signatur
In der unteren linken Ecke der Vorderseite ist eine Stelle von Abnutzung oder Abschleifung sichtbar, gerade in einer häufigen Position für eine Signatur eines Gemäldes.
Die sichtbaren Spuren könnten einer früheren Inschrift oder Signatur entsprechen, die teilweise entfernt wurde, obwohl ihre Lesbarkeit derzeit unmöglich ist.
Es ist nicht allein durch fotographische Untersuchung feststellbar, wann diese Veränderung entstanden ist oder den ursprünglichen Inhalt mit Sicherheit zu bestätigen.
Dieses Detail, zusammen mit dem Vorhandensein des Porträts auf der Rückseite, lässt eine interessante Spur zur Provenienz und Autorschaft des Werks offen.
Erhaltungszustand
Allgemeiner Zustand entsprechend dem Alter und der absichtlich materialischen Technik des Künstlers.
Es zeigen sich Abnutzungen, Raspelspuren, Einschnitte und Oberflächenabnutzung, von denen einige offensichtlich Teil des kreativen Prozesses zu sein scheinen. Ebenso vorhanden ist der erwähnte Abnutzungsbereich in der unteren linken Ecke.
Die Rückseite bewahrt das zweite Gemälde, ein männliches Porträt.
Es wird empfohlen, alle Detailfotos sorgfältig zu prüfen, die Bestandteil der Beschreibung sind.
Maße des Werkes: 61,5 × 50 cm
Gesamtmaße mit Rahmen: 81 × 70 cm
Der Rahmen wird als Geschenk beigefügt und aufgrund seines Alters wird er nicht Gegenstand einer Reklamation.
Barcelona Art Gallery verschickt per professioneller Spezialfirma, die maßgeschneiderte Kartons und Schaumstoffschutz verwendet. Versand weltweit. Eventuelle Zuschläge aufgrund der Großformatigkeit oder bestimmter kontinentaler oder nicht-eu Destinationen gehen zu Lasten des Käufers.
