Deutsche Schule (XIX) - Portrait einer jungen Dame

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Giulia Santoro
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Spezialistin für 17. Jahrhundert Alte Meister Gemälde und Zeichnungen mit Auktionshaus-Erfahrung.

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Porträt einer jungen Dame, Ölgemälde aus dem 19. Jahrhundert, Deutschland, gerahmt.

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Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung

Bildnis der Amalia Baur (verheiratete Reinhard) als junges Mädchen – Biedermeier-Ölgemälde im Prunkrahmen (ca. 1825 / 19. Jahrhundert)
Bei dem vorliegenden Objekt handelt es sich um ein feines, in Öl auf Leinwand oder Holz gemaltes Porträt, das als kunst- und kulturhistorisches Dokument der deutschen Biedermeierzeit einzustufen ist.
Provenienz und Beschriftung: Die rückseitige Inschrift „Amalia Baur (?) verheiratet mit Joseph Reinhard als junges Mädchen geb. 1825 in Hüfingen“ gibt einen konkreten orts- und familiengeschichtlichen Kontext vor. Hüfingen, eine traditionsreiche Stadt im Schwarzwald-Baar-Kreis (Baden-Württemberg), war im frühen 19. Jahrhundert von einer bürgerlichen Handwerker- und Kaufmannskultur geprägt, deren Wohlstand sich in solchen Auftragswerken widerspiegelte.
Maße:
H: 27,7 cm
B: 23,85 cm
Physikalische Beschaffenheit: Das Werk ist in einen zeittypischen, schwarz-gold gefassten Prunkrahmen mit plastischem Akanthusblatt- und Rollwerkdekor eingefasst. Die Innengröße des Gemäldes (exklusive Rahmen) beträgt H 17,85 cm x B 14,25 cm. Die Malerei zeichnet sich durch eine detailreiche Pinselführung aus, insbesondere bei der Wiedergabe der Texturen und des Kopfschmucks.
Analyse der Dargestellten und der Tracht (Biedermeier-Ästhetik)
Dieses Porträt ist von herausragendem Wert, da es die typische Bildniskunst und Modeströmung der 1830er/1840er Jahre für eine junge Bürgerin dokumentiert:
Amalia Baur (verh. Reinhard): Die Dargestellte ist im jugendlichen Alter dargestellt, gekleidet nach der Mode der Zeit. Die akribisch frisierte Biedermeier-Haartracht mit den seitlichen, flach anliegenden Schleifenlocken („Angelsachsen“) rahmen das Gesicht perfekt ein und datieren den Entstehungsstil präzise in die Epoche zwischen 1830 und 1845.
Schmuckausstattung (Granatschmuck): Von besonderer kunsthandwerklicher Bedeutung ist der detailgetreu gemalte Schmuck. Die junge Frau trägt ein mehrreihiges Granat-Collier mit zentraler Rosette sowie filigrane, tropfenförmige Granat-Ohrringe (sog. Brandenburger oder böhmischer Granatschmuck). Granatschmuck war im 19. Jahrhundert im süddeutschen Raum äußerst beliebt und galt als Ausdruck bürgerlicher Eleganz.
Das Kleid: Das dunkle, schulterfreie Kleid mit feinem Spitzenbesatz am Dekolleté entspricht der Fest- oder Sonntagstracht einer wohlhabenden Bürgerstochter jener Epoche.
Ikonografie und grafische Gestaltung des Rahmens
Das visuelle Design bildet eine harmonische Einheit mit dem Bildnis:
Zentralmotiv: Die Porträtmalerei nutzt eine dezente, fokussierte Lichtführung, um das Gesicht der jungen Amalia Baur plastisch hervortreten zu lassen. Der dunkle, neutrale Hintergrund lässt die Inkarnat-Töne und die dunklen Haare kontrastreich leuchten.
Rahmung: Der aufwendig profilierte und goldgehöhte Schwarzrahmen unterstreicht den intimen Charakter des Kleinods. Die florale Eck- und Leistenornamentik greift die Formensprache des Spätbiedermeier auf.
Materialzustand und sammlerische Bewertung (Grading)
Der Erhaltungszustand ist für ein über 150 Jahre altes Kunstwerk als gut zu bezeichnen:
Malgrund und Farbschicht: Es zeigt sich ein feines, altersgemäßes Krakelüre-Netz, das die Authentizität des Ölfarbauftrags unterstreicht. Die Farben sind stabil und zeigen keine größeren Abplatzungen.
Rahmung: Der Rahmen weist altersübliche, minimale Bestoßungen auf, die jedoch den antiken Charakter charmant unterstreichen.
Marktwert-Analyse und Ausblick 2026
Während standardmäßige dekorative Ölbilder oft im unteren Preissegment liegen, hebt sich dieses Exemplar durch die detaillierte Darstellung von Granatschmuck und die konkrete namentliche Rückseitenbeschriftung (Hüfingen, 1825) deutlich ab.
Kriterium Bewertung Einfluss auf den Wert
Künstlerischer und dokumentarischer Rang Lokalgeschichtliches Unikat mit Trachtendetails Hoch
Physischer Zustand Altersentsprechend gut erhalten Solide
Seltenheit des Motivs Personifiziertes Biedermeier-Porträt Positiv
Markttrend 2026 Beständige Nachfrage nach regionaler Porträtmalerei Stabil
Markteinschätzung: Für einen spezialisierten Sammler von süddeutscher Porträtmalerei oder regionaler Volkskunde (Schwarzwald / Baar-Kreis) liegt der Wert aufgrund der präzisen Provenienz und des feinen Granatschmucks zwischen 1200 € und 1600 €. Ein anonymes Porträt ohne Rückseitenbeschriftung würde geringer bewertet werden – der Mehrwert ergibt sich aus der namentlichen Zuordnung und der detailgetreuen Schmuckdarstellung.
Zusammenfassung für das Archiv
Dieses Objekt ist mehr als ein Gemälde; es ist ein familiengeschichtliches Zeitkapsel-Dokument. Es vereint die bürgertypische Porträtkunst des 19. Jahrhunderts mit einer dokumentierten Herkunft aus Hüfingen. Ein Highlight für jede Sammlung zum Thema „Bürgerliche Porträtmalerei und Schmuckkultur des Biedermeier“.
Titel
Porträt der Amalia Baur (geb. 1825 in Hüfingen) – Öl auf Leinwand/Holz im originalen Prunkrahmen, 19. Jahrhundert
Objekt
Gemälde (Öl) in patiniertem Holzrahmen mit Goldakzenten.
Maße inklusive Rahmen: H 27,7 cm, B 23,85 cm.
Maße exklusive Rahmen: H 17,85 cm, B 14,25 cm (Inklusive Rahmen!).
Rückseitig beschriftet mit biographischen Angaben zur Dargestellten.
Darstellung
Das Bild zeigt das Brustbild einer jungen Frau mit dunklem, in der Mitte gescheitertem und seitlich gelocktem Haar. Sie trägt ein dunkles Kleid mit tiefem Ausschnitt, geschmückt mit feiner Spitze, sowie ein mehrreihiges rotes Granat-Collier und passende Ohrgehänge. Der Blick ist freundlich und direkt auf den Betrachter gerichtet.
Technik und Ausführung
Bei dem Objekt handelt es sich um ein handgemaltes Ölgemälde auf einem festen Malgrund (Leinwand oder Holztafel).
Malsaorte: Ölfarben mit feiner Nuancierung im Gesichtsbereich und pastosem Auftrag beim Schmuck.
Rahmung: Zeitgenössischer, schwarz-gold gefasster Holzrahmen mit floralem Reliefdekor.
Datierung und Kontext
Das Werk lässt sich aufgrund von Tracht, Frisur und der rückseitigen Angabe (geboren 1825, Darstellung als junges Mädchen) in die Zeit um 1840/1845 datieren. Die namentliche Nennung von Amalia Baur und deren Verbindung nach Hüfingen verleiht dem Objekt einen hohen genealogischen Wert.
Stilistische Einordnung
Das Porträt folgt der Tradition der bürgerlichen Biedermeier-Malkunst, die Wert auf Wiedererkennbarkeit, saubere handwerkliche Ausführung und die detailgetreue Wiedergabe von Statussymbolen (wie dem wertvollen Granatschmuck) legte.
Erhaltungszustand
Gemälde: Altersentsprechend guter Zustand mit feinem Krakelüre. Keine gravierenden Farbverluste.
Rahmen: Stabiler Zustand mit leichten Altersspuren an den Kanten, die Patina ist authentisch.
Kulturhistorische Bedeutung und Interpretation
Dieses Gemälde ist ein wichtiges Dokument der süddeutschen Bürgerkultur im 19. Jahrhundert. Es veranschaulicht das Selbstverständnis einer jungen Frau aus bürgerlichem Hause, unterstrichen durch die kostbaren Granat-Schmuckstücke, die zu jenen Zeiten einen beträchtlichen Wert darstellten.
Fazit
Ein charmantes und authentisches Porträt der Amalia Baur aus Hüfingen, das durch seine präzise Ausarbeitung des Schmucks und die erhaltene Rückseitenbeschriftung besticht.
Künstler: Anonymus / Regionaler Meister des 19. Jahrhunderts
Titel: Bildnis der Amalia Baur als junges Mädchen
Technik: Öl auf Malgrund in Prunkrahmen
Maße: 27,7 × 23,85 cm (mit Rahmen)
Zustand: Gut (altersentsprechende Patina)
Bedeutung: Familien- und kulturgeschichtliches Dokument der Biedermeierzeit
Hier ist die Einschätzung zum Wert des vorliegenden Objekts:
Marktlage und Nachfrage
Handgemalte Porträts des 19. Jahrhunderts mit namentlicher Herkunft und lokalem Bezug (wie hier zu Hüfingen) haben einen stabilen Liebhabermarkt, auch wenn sie im Vergleich zu Werken bekannter Meister moderate Preise erzielen.
Wertbestimmende Faktoren
Zustand: Das Gemälde und der Rahmen sind in einem altersgemäß guten, unverbauten Zustand.
Provenienz: Die lesbare Rückseitenbeschriftung erhöht den sammlerischen Wert durch die eindeutige Verortung und Personifizierung.
Details: Die exakte Darstellung des historischen Granatschmucks ist ein starkes Verkaufsargument für Schmuck- und Trachtensammler.
Schätzwerte (Stand 2026)
Zustand Geschätzter Marktwert
Einfaches anonymes Porträt 300 € bis 500 €
Guter Zustand mit Rahmung 600 € bis 900 €
Mit lokalgeschichtlicher Provenienz & Schmuck-Detail 1200 € bis 1600 €
Hinweis: Der Wert bewegt sich im höheren Segment für feine regionale Porträtmalerei. Auf spezialisierten Kunst- und Antiquitätenplattformen lässt sich bei passender Zielgruppe ein Erlös in diesem Rahmen erzielen.
Fazit zur Verwertung
Ein Verkauf über allgemeine Plattformen greift zu kurz; am besten aufgehoben ist das Stück bei einem auf das 19. Jahrhundert spezialisierten Antiquar, einem regionalen Auktionshaus für Kunst und Antiquitäten oder direkt an Sammler mit Bezug zur Region Schwarzwald-Baar / Hüfingen.
Beachten Sie betreffend der Beurteilung der Maße vor allem die Fotos (habe die Maße oftmals mit Maßband fotografiert). Die Maße sind durch die elektronische Verarbeitung oftmals ungenau und manchmal falsch in der Beschreibung extrahiert - bitte erkundigen Sie sich vor dem Kauf nochmal, wenn Ihnen exakte Maße auf den Milimeter oder Zentimeter genau, sehr wichtig sind.
Die Beschreibung wurde mithilfe von elektronischen Mitteln gefertigt. Fehler und Irrtümer vorbehalten. Die Beschreibung dient als Hilfe zur Recherche und stellt keine Sicherheit einer Bewertung dar.
Beachten Sie ausschließlich die Fotos als maßgeblich relevante Grundlage für den vertraglichen Kauf und kaufen Sie nur wenn Sie anhand des Fotos eine persönliche Bewertung und Abwägung treffen können und ausreichend Expertise besitzen um es zu bewerten.
Beachten Sie, dass alle Angaben zur Zeitlichen Einordnung dieses Werkes nach bestem Wissen gemacht wurden, aber keine Garantie und Anspruch auf Richtigkeit und Exaktheit abgegeben werden kann.

Maße inklusive Rahmen:

H 27,7cm
B 23,85cm

Maße exklusive Rahmen:

H 17,85cm
B 14,25cm

Inklusive Rahmen!

Rückseitig beschriftet:
Amalia Baur (?)
verheiratet mit Joseph Reinhard als junges Mädchen geb. 1825 in Hüfingen

Versand weltweit!

Bildnis der Amalia Baur (verheiratete Reinhard) als junges Mädchen – Biedermeier-Ölgemälde im Prunkrahmen (ca. 1825 / 19. Jahrhundert)
Bei dem vorliegenden Objekt handelt es sich um ein feines, in Öl auf Leinwand oder Holz gemaltes Porträt, das als kunst- und kulturhistorisches Dokument der deutschen Biedermeierzeit einzustufen ist.
Provenienz und Beschriftung: Die rückseitige Inschrift „Amalia Baur (?) verheiratet mit Joseph Reinhard als junges Mädchen geb. 1825 in Hüfingen“ gibt einen konkreten orts- und familiengeschichtlichen Kontext vor. Hüfingen, eine traditionsreiche Stadt im Schwarzwald-Baar-Kreis (Baden-Württemberg), war im frühen 19. Jahrhundert von einer bürgerlichen Handwerker- und Kaufmannskultur geprägt, deren Wohlstand sich in solchen Auftragswerken widerspiegelte.
Maße:
H: 27,7 cm
B: 23,85 cm
Physikalische Beschaffenheit: Das Werk ist in einen zeittypischen, schwarz-gold gefassten Prunkrahmen mit plastischem Akanthusblatt- und Rollwerkdekor eingefasst. Die Innengröße des Gemäldes (exklusive Rahmen) beträgt H 17,85 cm x B 14,25 cm. Die Malerei zeichnet sich durch eine detailreiche Pinselführung aus, insbesondere bei der Wiedergabe der Texturen und des Kopfschmucks.
Analyse der Dargestellten und der Tracht (Biedermeier-Ästhetik)
Dieses Porträt ist von herausragendem Wert, da es die typische Bildniskunst und Modeströmung der 1830er/1840er Jahre für eine junge Bürgerin dokumentiert:
Amalia Baur (verh. Reinhard): Die Dargestellte ist im jugendlichen Alter dargestellt, gekleidet nach der Mode der Zeit. Die akribisch frisierte Biedermeier-Haartracht mit den seitlichen, flach anliegenden Schleifenlocken („Angelsachsen“) rahmen das Gesicht perfekt ein und datieren den Entstehungsstil präzise in die Epoche zwischen 1830 und 1845.
Schmuckausstattung (Granatschmuck): Von besonderer kunsthandwerklicher Bedeutung ist der detailgetreu gemalte Schmuck. Die junge Frau trägt ein mehrreihiges Granat-Collier mit zentraler Rosette sowie filigrane, tropfenförmige Granat-Ohrringe (sog. Brandenburger oder böhmischer Granatschmuck). Granatschmuck war im 19. Jahrhundert im süddeutschen Raum äußerst beliebt und galt als Ausdruck bürgerlicher Eleganz.
Das Kleid: Das dunkle, schulterfreie Kleid mit feinem Spitzenbesatz am Dekolleté entspricht der Fest- oder Sonntagstracht einer wohlhabenden Bürgerstochter jener Epoche.
Ikonografie und grafische Gestaltung des Rahmens
Das visuelle Design bildet eine harmonische Einheit mit dem Bildnis:
Zentralmotiv: Die Porträtmalerei nutzt eine dezente, fokussierte Lichtführung, um das Gesicht der jungen Amalia Baur plastisch hervortreten zu lassen. Der dunkle, neutrale Hintergrund lässt die Inkarnat-Töne und die dunklen Haare kontrastreich leuchten.
Rahmung: Der aufwendig profilierte und goldgehöhte Schwarzrahmen unterstreicht den intimen Charakter des Kleinods. Die florale Eck- und Leistenornamentik greift die Formensprache des Spätbiedermeier auf.
Materialzustand und sammlerische Bewertung (Grading)
Der Erhaltungszustand ist für ein über 150 Jahre altes Kunstwerk als gut zu bezeichnen:
Malgrund und Farbschicht: Es zeigt sich ein feines, altersgemäßes Krakelüre-Netz, das die Authentizität des Ölfarbauftrags unterstreicht. Die Farben sind stabil und zeigen keine größeren Abplatzungen.
Rahmung: Der Rahmen weist altersübliche, minimale Bestoßungen auf, die jedoch den antiken Charakter charmant unterstreichen.
Marktwert-Analyse und Ausblick 2026
Während standardmäßige dekorative Ölbilder oft im unteren Preissegment liegen, hebt sich dieses Exemplar durch die detaillierte Darstellung von Granatschmuck und die konkrete namentliche Rückseitenbeschriftung (Hüfingen, 1825) deutlich ab.
Kriterium Bewertung Einfluss auf den Wert
Künstlerischer und dokumentarischer Rang Lokalgeschichtliches Unikat mit Trachtendetails Hoch
Physischer Zustand Altersentsprechend gut erhalten Solide
Seltenheit des Motivs Personifiziertes Biedermeier-Porträt Positiv
Markttrend 2026 Beständige Nachfrage nach regionaler Porträtmalerei Stabil
Markteinschätzung: Für einen spezialisierten Sammler von süddeutscher Porträtmalerei oder regionaler Volkskunde (Schwarzwald / Baar-Kreis) liegt der Wert aufgrund der präzisen Provenienz und des feinen Granatschmucks zwischen 1200 € und 1600 €. Ein anonymes Porträt ohne Rückseitenbeschriftung würde geringer bewertet werden – der Mehrwert ergibt sich aus der namentlichen Zuordnung und der detailgetreuen Schmuckdarstellung.
Zusammenfassung für das Archiv
Dieses Objekt ist mehr als ein Gemälde; es ist ein familiengeschichtliches Zeitkapsel-Dokument. Es vereint die bürgertypische Porträtkunst des 19. Jahrhunderts mit einer dokumentierten Herkunft aus Hüfingen. Ein Highlight für jede Sammlung zum Thema „Bürgerliche Porträtmalerei und Schmuckkultur des Biedermeier“.
Titel
Porträt der Amalia Baur (geb. 1825 in Hüfingen) – Öl auf Leinwand/Holz im originalen Prunkrahmen, 19. Jahrhundert
Objekt
Gemälde (Öl) in patiniertem Holzrahmen mit Goldakzenten.
Maße inklusive Rahmen: H 27,7 cm, B 23,85 cm.
Maße exklusive Rahmen: H 17,85 cm, B 14,25 cm (Inklusive Rahmen!).
Rückseitig beschriftet mit biographischen Angaben zur Dargestellten.
Darstellung
Das Bild zeigt das Brustbild einer jungen Frau mit dunklem, in der Mitte gescheitertem und seitlich gelocktem Haar. Sie trägt ein dunkles Kleid mit tiefem Ausschnitt, geschmückt mit feiner Spitze, sowie ein mehrreihiges rotes Granat-Collier und passende Ohrgehänge. Der Blick ist freundlich und direkt auf den Betrachter gerichtet.
Technik und Ausführung
Bei dem Objekt handelt es sich um ein handgemaltes Ölgemälde auf einem festen Malgrund (Leinwand oder Holztafel).
Malsaorte: Ölfarben mit feiner Nuancierung im Gesichtsbereich und pastosem Auftrag beim Schmuck.
Rahmung: Zeitgenössischer, schwarz-gold gefasster Holzrahmen mit floralem Reliefdekor.
Datierung und Kontext
Das Werk lässt sich aufgrund von Tracht, Frisur und der rückseitigen Angabe (geboren 1825, Darstellung als junges Mädchen) in die Zeit um 1840/1845 datieren. Die namentliche Nennung von Amalia Baur und deren Verbindung nach Hüfingen verleiht dem Objekt einen hohen genealogischen Wert.
Stilistische Einordnung
Das Porträt folgt der Tradition der bürgerlichen Biedermeier-Malkunst, die Wert auf Wiedererkennbarkeit, saubere handwerkliche Ausführung und die detailgetreue Wiedergabe von Statussymbolen (wie dem wertvollen Granatschmuck) legte.
Erhaltungszustand
Gemälde: Altersentsprechend guter Zustand mit feinem Krakelüre. Keine gravierenden Farbverluste.
Rahmen: Stabiler Zustand mit leichten Altersspuren an den Kanten, die Patina ist authentisch.
Kulturhistorische Bedeutung und Interpretation
Dieses Gemälde ist ein wichtiges Dokument der süddeutschen Bürgerkultur im 19. Jahrhundert. Es veranschaulicht das Selbstverständnis einer jungen Frau aus bürgerlichem Hause, unterstrichen durch die kostbaren Granat-Schmuckstücke, die zu jenen Zeiten einen beträchtlichen Wert darstellten.
Fazit
Ein charmantes und authentisches Porträt der Amalia Baur aus Hüfingen, das durch seine präzise Ausarbeitung des Schmucks und die erhaltene Rückseitenbeschriftung besticht.
Künstler: Anonymus / Regionaler Meister des 19. Jahrhunderts
Titel: Bildnis der Amalia Baur als junges Mädchen
Technik: Öl auf Malgrund in Prunkrahmen
Maße: 27,7 × 23,85 cm (mit Rahmen)
Zustand: Gut (altersentsprechende Patina)
Bedeutung: Familien- und kulturgeschichtliches Dokument der Biedermeierzeit
Hier ist die Einschätzung zum Wert des vorliegenden Objekts:
Marktlage und Nachfrage
Handgemalte Porträts des 19. Jahrhunderts mit namentlicher Herkunft und lokalem Bezug (wie hier zu Hüfingen) haben einen stabilen Liebhabermarkt, auch wenn sie im Vergleich zu Werken bekannter Meister moderate Preise erzielen.
Wertbestimmende Faktoren
Zustand: Das Gemälde und der Rahmen sind in einem altersgemäß guten, unverbauten Zustand.
Provenienz: Die lesbare Rückseitenbeschriftung erhöht den sammlerischen Wert durch die eindeutige Verortung und Personifizierung.
Details: Die exakte Darstellung des historischen Granatschmucks ist ein starkes Verkaufsargument für Schmuck- und Trachtensammler.
Schätzwerte (Stand 2026)
Zustand Geschätzter Marktwert
Einfaches anonymes Porträt 300 € bis 500 €
Guter Zustand mit Rahmung 600 € bis 900 €
Mit lokalgeschichtlicher Provenienz & Schmuck-Detail 1200 € bis 1600 €
Hinweis: Der Wert bewegt sich im höheren Segment für feine regionale Porträtmalerei. Auf spezialisierten Kunst- und Antiquitätenplattformen lässt sich bei passender Zielgruppe ein Erlös in diesem Rahmen erzielen.
Fazit zur Verwertung
Ein Verkauf über allgemeine Plattformen greift zu kurz; am besten aufgehoben ist das Stück bei einem auf das 19. Jahrhundert spezialisierten Antiquar, einem regionalen Auktionshaus für Kunst und Antiquitäten oder direkt an Sammler mit Bezug zur Region Schwarzwald-Baar / Hüfingen.
Beachten Sie betreffend der Beurteilung der Maße vor allem die Fotos (habe die Maße oftmals mit Maßband fotografiert). Die Maße sind durch die elektronische Verarbeitung oftmals ungenau und manchmal falsch in der Beschreibung extrahiert - bitte erkundigen Sie sich vor dem Kauf nochmal, wenn Ihnen exakte Maße auf den Milimeter oder Zentimeter genau, sehr wichtig sind.
Die Beschreibung wurde mithilfe von elektronischen Mitteln gefertigt. Fehler und Irrtümer vorbehalten. Die Beschreibung dient als Hilfe zur Recherche und stellt keine Sicherheit einer Bewertung dar.
Beachten Sie ausschließlich die Fotos als maßgeblich relevante Grundlage für den vertraglichen Kauf und kaufen Sie nur wenn Sie anhand des Fotos eine persönliche Bewertung und Abwägung treffen können und ausreichend Expertise besitzen um es zu bewerten.
Beachten Sie, dass alle Angaben zur Zeitlichen Einordnung dieses Werkes nach bestem Wissen gemacht wurden, aber keine Garantie und Anspruch auf Richtigkeit und Exaktheit abgegeben werden kann.

Maße inklusive Rahmen:

H 27,7cm
B 23,85cm

Maße exklusive Rahmen:

H 17,85cm
B 14,25cm

Inklusive Rahmen!

Rückseitig beschriftet:
Amalia Baur (?)
verheiratet mit Joseph Reinhard als junges Mädchen geb. 1825 in Hüfingen

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Details

Angeboten mit Rahmen
Ja
Verkauft von
Eigentümer oder Wiederverkäufer
Künstler
Deutsche Schule (XIX)
Titel des Kunstwerks
Portrait einer jungen Dame
Technik
Ölgemälde
Signatur
Nicht signiert
Herkunftsland
Deutschland
Jahr
1843
Zustand
Angemessener Zustand
Höhe
17,8 cm
Breite
14,2 cm
Darstellung/Thema
Portrait
Stil
Biedermeier
Periode
19. Jahrhundert
Verkauft von
ÖsterreichVerifiziert
16
Verkaufte Objekte
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