Annibale Carracci (1560-1609), Aus dem Umkreis von - The Lamentation over the dead Christ






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Die Lamentation over the dead Christ, ein italienisches Ölbild auf Holztafel aus dem 17. Jahrhundert der Barockzeit, der Circle of Annibale Carracci zugeschrieben.
Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
Annibale Carracci (Bolognese Schule, 17. Jahrhundert) – Kreis von.
Der „Lamentation over the Dead Christ“ ca. 1630–1650.
Technik: Öl auf Holztafel (105 x 74 cm)
Zustandsbericht: Geringes, stabiles Craquelé mit normalen Alterungs- und Abnutzungsspuren. Leicht restauriert. Hartholztafel mit natürlicher, stabiler Krümmung.
Diese bemerkenswerte italienische Barocktafel des 17. Jahrhunderts ist stilistisch dem Kreis von Annibale Carracci innerhalb der Bolognese Schule zugeordnet. Die Komposition, die anatomische Struktur und das formale Design stimmen mit dieser Hauptzuordnung überein, während sekundäre regionale Merkmale als zeitgenössische Entscheidungen erscheinen. Die natürliche, historische Krümmung der schweren Hartholztafel liefert eindeutige Belege für Alter und Materialauthentizität.
Das strukturelle Fundament des Gemäldes beruht auf einem ausgeglichenen, klassischen Barockdesign, wie es von der Carracci-Familie vorangetrieben wird. Dieses Gerüst ist in der skulpturalen, idealisierten Modellierung des Christus-Leibs erkennbar, der noble Proportionen und eine athletische Anatomie bewahrt, die an Carraccis die Pietà- und Lamentation-Werke erinnert. Anstelle chaotischer Bewegungen präsentiert der Künstler eine gemessene, lesbare Darstellung des Schmerzes durch die ruhigen Posen der Jungfrau Maria und Maria Magdalena, ergänzt durch den fließenden Draper, der typisch für Carraccis unmittelbaren Kreis ist.
Während die Zeichnung im Bolognese Verfahren verankert bleibt, integriert der Künstler zwei weit verbreitete regionale Strömungen des Seicento. Die hochkontrastierte Beleuchtung fungiert als caravaggesker Einfluss des Chiaroscuro, wobei der dunkle Hintergrund des Grabs die helle Scheinwerferbeleuchtung des Grabtuchs isoliert. Dies zeigt, wie ein Maler aus dem Carracci-Kreis zeitgenössische Lichtdynamiken adaptieren konnte, ohne seine klassische Ausbildung zu verändern. Zusätzlich deuten die reichen Pigmente – insbesondere das Lapislazuli-Blau des Marias Mantels und der rote Stoff des unterstützenden Engels – auf ein Bewusstsein für die venezianisch-veronensische Farbpalette hin, was chromatische Brillanz und visuelle Tiefe verleiht, während es innerhalb eines mittelitalienischen Rahmens bleibt.
Die Komposition erfasst den Andachtsmoment direkt nach der Deposition (El descendimiento) und ist so gestaltet, dass der Betrachter zu ruhiger Besinnung angeregt wird. In Übereinstimmung mit den Standards der Gegenreformation ist Maria gelassen und aufrecht dargestellt, statt in Ohnmacht zu fallen; ihre gefalteten Hände stehen für stilles, gemeinsames geistiges Leiden. Die Behandlung von Christi Physis betont eine theologische Balance: Die blasse Haut und die Stigmata an Hand und Fuß markieren seinen physischen Tod, während der idealisierte Oberkörper seine göttliche Natur andeutet. Zentral positioniert ist Maria Magdalena, anhand ihrer offenen Haare identifizierbar, wie sie Christos Arm stützt, während der große, in Rot gekleidete Engel seine Schultern hebt und die Erzählung in eine heilige Szene überführt. In der unteren rechten Ecke ruhen die Nägel der Kreuzigung (Arma Christi) auf dem blutbefleckten Grabtuch und dienen als direkte visuelle Referenz auf die physische Realität der Kreuzigung.
Annibale Carracci (Bolognese Schule, 17. Jahrhundert) – Kreis von.
Der „Lamentation over the Dead Christ“ ca. 1630–1650.
Technik: Öl auf Holztafel (105 x 74 cm)
Zustandsbericht: Geringes, stabiles Craquelé mit normalen Alterungs- und Abnutzungsspuren. Leicht restauriert. Hartholztafel mit natürlicher, stabiler Krümmung.
Diese bemerkenswerte italienische Barocktafel des 17. Jahrhunderts ist stilistisch dem Kreis von Annibale Carracci innerhalb der Bolognese Schule zugeordnet. Die Komposition, die anatomische Struktur und das formale Design stimmen mit dieser Hauptzuordnung überein, während sekundäre regionale Merkmale als zeitgenössische Entscheidungen erscheinen. Die natürliche, historische Krümmung der schweren Hartholztafel liefert eindeutige Belege für Alter und Materialauthentizität.
Das strukturelle Fundament des Gemäldes beruht auf einem ausgeglichenen, klassischen Barockdesign, wie es von der Carracci-Familie vorangetrieben wird. Dieses Gerüst ist in der skulpturalen, idealisierten Modellierung des Christus-Leibs erkennbar, der noble Proportionen und eine athletische Anatomie bewahrt, die an Carraccis die Pietà- und Lamentation-Werke erinnert. Anstelle chaotischer Bewegungen präsentiert der Künstler eine gemessene, lesbare Darstellung des Schmerzes durch die ruhigen Posen der Jungfrau Maria und Maria Magdalena, ergänzt durch den fließenden Draper, der typisch für Carraccis unmittelbaren Kreis ist.
Während die Zeichnung im Bolognese Verfahren verankert bleibt, integriert der Künstler zwei weit verbreitete regionale Strömungen des Seicento. Die hochkontrastierte Beleuchtung fungiert als caravaggesker Einfluss des Chiaroscuro, wobei der dunkle Hintergrund des Grabs die helle Scheinwerferbeleuchtung des Grabtuchs isoliert. Dies zeigt, wie ein Maler aus dem Carracci-Kreis zeitgenössische Lichtdynamiken adaptieren konnte, ohne seine klassische Ausbildung zu verändern. Zusätzlich deuten die reichen Pigmente – insbesondere das Lapislazuli-Blau des Marias Mantels und der rote Stoff des unterstützenden Engels – auf ein Bewusstsein für die venezianisch-veronensische Farbpalette hin, was chromatische Brillanz und visuelle Tiefe verleiht, während es innerhalb eines mittelitalienischen Rahmens bleibt.
Die Komposition erfasst den Andachtsmoment direkt nach der Deposition (El descendimiento) und ist so gestaltet, dass der Betrachter zu ruhiger Besinnung angeregt wird. In Übereinstimmung mit den Standards der Gegenreformation ist Maria gelassen und aufrecht dargestellt, statt in Ohnmacht zu fallen; ihre gefalteten Hände stehen für stilles, gemeinsames geistiges Leiden. Die Behandlung von Christi Physis betont eine theologische Balance: Die blasse Haut und die Stigmata an Hand und Fuß markieren seinen physischen Tod, während der idealisierte Oberkörper seine göttliche Natur andeutet. Zentral positioniert ist Maria Magdalena, anhand ihrer offenen Haare identifizierbar, wie sie Christos Arm stützt, während der große, in Rot gekleidete Engel seine Schultern hebt und die Erzählung in eine heilige Szene überführt. In der unteren rechten Ecke ruhen die Nägel der Kreuzigung (Arma Christi) auf dem blutbefleckten Grabtuch und dienen als direkte visuelle Referenz auf die physische Realität der Kreuzigung.
