Ikone - Großes Triptychon (Skladen) mit Darstellungen des Heiligen Nikolaus und Szenen aus seinem Leben - Holz





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Großes russisches Triptychon (Skladen) in Tempera auf Holztafeln mit Goldgrund, Darstellung des Heiligen Nikolaus und Szenen aus seinem Leben, ca. 1850–1900, mit originalen Metallscharniere.
Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
Großes Triptychon (Skladen) mit Darstellungen des Heiligen Nikolaus und Szenen aus seinem Leben. Russland, Ende 19 Jahrhundert.
Material/Technik: Tempera auf Holztafeln, Goldgrund, originale Metallscharniere.
Zustand: Alters- und Gebrauchsspuren, alte Restaurierungen sowie vereinzelte Fehlstellen (hauptsächlich an den Außenrändern, Ecken und im Bereich der Flügelgelenke), welche die Lesbarkeit und die tiefe spirituelle Ausdruckskraft des Gesamtkunstwerks nicht beeinträchtigen.
Maße (geöffnet): 71 x 43 cm.
Das zentrale Paneel zeigt eine feierliche und majestätische Brustdarstellung des Heiligen Nikolaus des Wundertäters (Swjatoy Nikolay Chudotvorets) vor einem strahlenden Goldgrund, der das göttliche Licht und die Ewigkeit symbolisiert. Der Heilige, dargestellt mit dem für die feine russische Spätzarzeit typischen durchdringenden Blick und präzise ausgearbeitetem Barthaar, erhebt die rechte Hand im Segensgestus und hält in der linken Hand das geöffnete Evangelium. Er trägt das bischöfliche Omophorion, das mit kontrastreichen geometrischen Kreuzen verziert ist. Die Darstellung wird von zwei Nimbus-Medaillons flankiert: Links reicht Christus ihm das heilige Buch, rechts präsentiert die Gottesmutter das Pallium (Wurfband), was seine legitime Würde als Bischof von Myra besiegelt. Die untere Kartusche trägt die Namensinschrift in kirchenslawischer Schrift.
Seitenflügel (Hagiografie / Viten-Szenen):
Die beiden klappbaren Seitenflügel sind in jeweils zwei Register unterteilt und illustrieren in feiner grafischer Ausführung die traditionellen Schlüsselszenen aus der Vita des Heiligen:
* Linker Flügel: Die oberen und unteren Felder zeigen seine frühe Berufung, seine theologische Unterweisung und seine feierliche Priesterweihe.
* Rechter Flügel: Das obere Register zeigt Nikolaus bei der Entgegennahme kirchlicher Ehren. Das untere Register stellt eines seiner berühmtesten Wunder dar – das Wunder der Stratelaten (die Rettung der drei unschuldig zum Tode Verurteilten), bei dem der Heilige im letzten Moment eingreift und das Schwert des Henkers aufhält.
Jede Szene wird von einer präzise in schwarzer Tinte kalligrafierten, kirchenslawischen Erläuterung überragt.
Diese Art von faltbaren Holztriptychen wird in Russland traditionell als Skladen bezeichnet und diente sowohl als privater Andachtsaltar als auch als zentrales Herzstück der häuslichen Ikonenecke (dem sogenannten „Schönen Winkel“). Werke dieser monumentalen Envergure (über 70 cm Breite im geöffneten Zustand) sind auf dem Kunstmarkt äußerst selten, da es sich bei der Mehrheit der erhaltenen Skladens um kleinere Reise- oder Militärikonen handelt. Die Detailfülle der architektonischen Elemente in den Viten-Szenen und die meisterhafte Ausführung der Schriftzüge zeugen vom hohen Niveau der russischen Werkstätten des späten 19. Jahrhunderts, welche die orthodoxen byzantinischen Kanons mit großer Rigorosität fortführten.
Großes Triptychon (Skladen) mit Darstellungen des Heiligen Nikolaus und Szenen aus seinem Leben. Russland, Ende 19 Jahrhundert.
Material/Technik: Tempera auf Holztafeln, Goldgrund, originale Metallscharniere.
Zustand: Alters- und Gebrauchsspuren, alte Restaurierungen sowie vereinzelte Fehlstellen (hauptsächlich an den Außenrändern, Ecken und im Bereich der Flügelgelenke), welche die Lesbarkeit und die tiefe spirituelle Ausdruckskraft des Gesamtkunstwerks nicht beeinträchtigen.
Maße (geöffnet): 71 x 43 cm.
Das zentrale Paneel zeigt eine feierliche und majestätische Brustdarstellung des Heiligen Nikolaus des Wundertäters (Swjatoy Nikolay Chudotvorets) vor einem strahlenden Goldgrund, der das göttliche Licht und die Ewigkeit symbolisiert. Der Heilige, dargestellt mit dem für die feine russische Spätzarzeit typischen durchdringenden Blick und präzise ausgearbeitetem Barthaar, erhebt die rechte Hand im Segensgestus und hält in der linken Hand das geöffnete Evangelium. Er trägt das bischöfliche Omophorion, das mit kontrastreichen geometrischen Kreuzen verziert ist. Die Darstellung wird von zwei Nimbus-Medaillons flankiert: Links reicht Christus ihm das heilige Buch, rechts präsentiert die Gottesmutter das Pallium (Wurfband), was seine legitime Würde als Bischof von Myra besiegelt. Die untere Kartusche trägt die Namensinschrift in kirchenslawischer Schrift.
Seitenflügel (Hagiografie / Viten-Szenen):
Die beiden klappbaren Seitenflügel sind in jeweils zwei Register unterteilt und illustrieren in feiner grafischer Ausführung die traditionellen Schlüsselszenen aus der Vita des Heiligen:
* Linker Flügel: Die oberen und unteren Felder zeigen seine frühe Berufung, seine theologische Unterweisung und seine feierliche Priesterweihe.
* Rechter Flügel: Das obere Register zeigt Nikolaus bei der Entgegennahme kirchlicher Ehren. Das untere Register stellt eines seiner berühmtesten Wunder dar – das Wunder der Stratelaten (die Rettung der drei unschuldig zum Tode Verurteilten), bei dem der Heilige im letzten Moment eingreift und das Schwert des Henkers aufhält.
Jede Szene wird von einer präzise in schwarzer Tinte kalligrafierten, kirchenslawischen Erläuterung überragt.
Diese Art von faltbaren Holztriptychen wird in Russland traditionell als Skladen bezeichnet und diente sowohl als privater Andachtsaltar als auch als zentrales Herzstück der häuslichen Ikonenecke (dem sogenannten „Schönen Winkel“). Werke dieser monumentalen Envergure (über 70 cm Breite im geöffneten Zustand) sind auf dem Kunstmarkt äußerst selten, da es sich bei der Mehrheit der erhaltenen Skladens um kleinere Reise- oder Militärikonen handelt. Die Detailfülle der architektonischen Elemente in den Viten-Szenen und die meisterhafte Ausführung der Schriftzüge zeugen vom hohen Niveau der russischen Werkstätten des späten 19. Jahrhunderts, welche die orthodoxen byzantinischen Kanons mit großer Rigorosität fortführten.

