Nr. 100186290

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Hinterglasmalerei - Madonna cu Pruncul - 26,9 x 35,5 cm - Lemn, Sticlă - 1950-1960
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Hinterglasmalerei - Madonna cu Pruncul - 26,9 x 35,5 cm - Lemn, Sticlă - 1950-1960

Kunsthistorische Expertise – Hinterglasmalerei „Madonna mit Kind“ Vermutlich Balkanraum / Karpatenregion, möglicherweise Rumänien, Bulgarien, Serbien oder Griechenland Datierung: wahrscheinlich Mitte bis zweite Hälfte 20. Jahrhundert, jedoch ohne gesicherte Zuschreibung Der Rahmen ist etwas aus dem Leim gegangen, hält aber bis dato noch, beschrieben wird er zur Sicherheit als schwach und beschädigt! Er dient nur als Transportsicherung und kann mit etwas Geschick vielleicht wieder repariert (geleimt) werden. Diese Hinterglasmalerei zeigt die Ikonentypologie der Gottesmutter Hodegetria, auch „Die Wegweiserin“ genannt, eine der bekanntesten Darstellungsformen Mariens in der orthodoxen Tradition. Die Christusdarstellung auf ihrem linken Arm, der Segensgestus und die klare frontale Ausrichtung der Figuren entsprechen der traditionellen byzantinischen und postbyzantinischen Ikonentheologie. Die griechischen Buchstaben MP lassen sich als „Mtr Theou“ (Mutter Gottes) deuten, eine typische Bezeichnung der orthodoxen Ikonenmalerei. Auch der Christusknabe trägt die üblichen ikonographischen Elemente wie Nimbus und segnende Handhaltung. Die Malweise ist von dekorativer Linienführung geprägt, die Gesichter sind grafisch stilisiert, klar konturiert und ohne plastische Modellierung. Die Farbaufträge erscheinen flächig und streng umrissen, was im Bereich der Hinterglasmalerei eine übliche Technik ist, da die Farbe auf der Rückseite des Glases in umgekehrter Reihenfolge aufgetragen werden muss. Der Einsatz goldfarbener Bereiche und ornamental strukturierter Elemente verstärkt den sakralen Charakter. Die sichtbaren feinen Linien und dekorativen Verzierungen der Gewandpartien sowie die ornamental eingerichtete Heiligenscheinausführung sind stilistische Merkmale, wie sie häufig in Werkstätten religiöser Volkskunst des 20. Jahrhunderts vorkommen. Auch das Material und die Art der Rahmung unterstützen die Annahme eines Entstehungszeitraumes zwischen etwa 1950 und 1960, vielleicht sogar noch später bis 1980 aber auch ein früherer Zeitpunkt wäre möglich. Der Rahmen zeigt eine handwerklich verzierte Fassung mit künstlich erzeugter Patina, die ältere historische Rahmen imitiert, jedoch in ihrer Bearbeitung eher auf eine jüngere Herstellung verweist. Die Kombination von farbig gebeiztem Holz und goldfarbener Staffierung ist typisch für Devotional- und Wallfahrtskunst des 20. Jahrhunderts, die zur Ausstattung von Privathaushalten, kleinen Kapellen und Pilgerstätten verwendet wurde. Die Herkunft lässt sich ohne Provenienznachweis nicht abschließend bestimmen, doch ähnliche Hinterglasikonen sind in zahlreichen orthodox geprägten Regionen Mittel- und Südosteuropas überliefert. Besonders Rumänien und Siebenbürgen waren bis weit ins 20. Jahrhundert hinein Zentren der Hinterglasikonenproduktion. Auch im serbischen, bulgarischen und griechischen Raum existierten zahlreiche Werkstätten, die traditionelle liturgische Motive bewahrten und für religiöse Haushalte, Wallfahrtsorte und kirchliche Feste herstellten. Die vereinfachte Gestaltungsweise und ornamentale Natur des Werkes sprechen dafür, dass es sich um ein Objekt der religiösen Volkskunst und nicht um ein Werk einer professionellen Ikonenmalerschule handelt. Bezüglich der Datierung ist derzeit keine absolute Sicherheit gegeben. Zwar sprechen stilistische Kriterien, Ausführungstechnik, Materialität und der Gestaltungscharakter deutlich für eine Entstehung im mittleren bis späten 20. Jahrhundert, jedoch kann ohne materiale oder technologische Analyse keine endgültige Aussage getroffen werden. Einzelne Merkmale, wie die bewusst erzeugte Alterung des Rahmens und die dekorative Gestaltung, lassen vermuten, dass diese Ikone möglicherweise bewusst traditionell gehalten wurde, um einen älteren Eindruck zu erzeugen. Es wäre denkbar, dass das Stück auch aus einer späteren handwerklichen Produktion oder aus dem Umfeld religiöser Souvenirläden stammt, in denen populäre Ikonenmotive weiterhin in klassischer Weise reproduziert wurden. Somit handelt es sich um ein devotionales, kunsthandwerklich ansprechendes Objekt mit kulturhistorischem Charakter, wahrscheinlich entstanden in einer orthodox beeinflussten Region Südosteuropas, vermutlich in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, ohne Garantie für eine exakte zeitliche Einordnung. Die Hinterglasmalerei ist ein authentisches Beispiel gelebter religiöser Tradition und Volkskunst, die im 20. Jahrhundert eine bedeutende Rolle für religiöse Identität und häusliche Frömmigkeit spielte. Das Werk wird mit dem passenden gefassten Holzrahmen angeboten. Gesamtmaß mit Rahmen: circa 35,55 × 26,9 cm. WE45Hnsc

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Hinterglasmalerei - Madonna cu Pruncul - 26,9 x 35,5 cm - Lemn, Sticlă - 1950-1960

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Kunsthistorische Expertise – Hinterglasmalerei „Madonna mit Kind“
Vermutlich Balkanraum / Karpatenregion, möglicherweise Rumänien, Bulgarien, Serbien oder Griechenland
Datierung: wahrscheinlich Mitte bis zweite Hälfte 20. Jahrhundert, jedoch ohne gesicherte Zuschreibung

Der Rahmen ist etwas aus dem Leim gegangen, hält aber bis dato noch, beschrieben wird er zur Sicherheit als schwach und beschädigt! Er dient nur als Transportsicherung und kann mit etwas Geschick vielleicht wieder repariert (geleimt) werden.

Diese Hinterglasmalerei zeigt die Ikonentypologie der Gottesmutter Hodegetria, auch „Die Wegweiserin“ genannt, eine der bekanntesten Darstellungsformen Mariens in der orthodoxen Tradition. Die Christusdarstellung auf ihrem linken Arm, der Segensgestus und die klare frontale Ausrichtung der Figuren entsprechen der traditionellen byzantinischen und postbyzantinischen Ikonentheologie. Die griechischen Buchstaben MP lassen sich als „Mtr Theou“ (Mutter Gottes) deuten, eine typische Bezeichnung der orthodoxen Ikonenmalerei. Auch der Christusknabe trägt die üblichen ikonographischen Elemente wie Nimbus und segnende Handhaltung.

Die Malweise ist von dekorativer Linienführung geprägt, die Gesichter sind grafisch stilisiert, klar konturiert und ohne plastische Modellierung. Die Farbaufträge erscheinen flächig und streng umrissen, was im Bereich der Hinterglasmalerei eine übliche Technik ist, da die Farbe auf der Rückseite des Glases in umgekehrter Reihenfolge aufgetragen werden muss. Der Einsatz goldfarbener Bereiche und ornamental strukturierter Elemente verstärkt den sakralen Charakter. Die sichtbaren feinen Linien und dekorativen Verzierungen der Gewandpartien sowie die ornamental eingerichtete Heiligenscheinausführung sind stilistische Merkmale, wie sie häufig in Werkstätten religiöser Volkskunst des 20. Jahrhunderts vorkommen.

Auch das Material und die Art der Rahmung unterstützen die Annahme eines Entstehungszeitraumes zwischen etwa 1950 und 1960, vielleicht sogar noch später bis 1980 aber auch ein früherer Zeitpunkt wäre möglich. Der Rahmen zeigt eine handwerklich verzierte Fassung mit künstlich erzeugter Patina, die ältere historische Rahmen imitiert, jedoch in ihrer Bearbeitung eher auf eine jüngere Herstellung verweist. Die Kombination von farbig gebeiztem Holz und goldfarbener Staffierung ist typisch für Devotional- und Wallfahrtskunst des 20. Jahrhunderts, die zur Ausstattung von Privathaushalten, kleinen Kapellen und Pilgerstätten verwendet wurde.

Die Herkunft lässt sich ohne Provenienznachweis nicht abschließend bestimmen, doch ähnliche Hinterglasikonen sind in zahlreichen orthodox geprägten Regionen Mittel- und Südosteuropas überliefert. Besonders Rumänien und Siebenbürgen waren bis weit ins 20. Jahrhundert hinein Zentren der Hinterglasikonenproduktion. Auch im serbischen, bulgarischen und griechischen Raum existierten zahlreiche Werkstätten, die traditionelle liturgische Motive bewahrten und für religiöse Haushalte, Wallfahrtsorte und kirchliche Feste herstellten. Die vereinfachte Gestaltungsweise und ornamentale Natur des Werkes sprechen dafür, dass es sich um ein Objekt der religiösen Volkskunst und nicht um ein Werk einer professionellen Ikonenmalerschule handelt.

Bezüglich der Datierung ist derzeit keine absolute Sicherheit gegeben. Zwar sprechen stilistische Kriterien, Ausführungstechnik, Materialität und der Gestaltungscharakter deutlich für eine Entstehung im mittleren bis späten 20. Jahrhundert, jedoch kann ohne materiale oder technologische Analyse keine endgültige Aussage getroffen werden. Einzelne Merkmale, wie die bewusst erzeugte Alterung des Rahmens und die dekorative Gestaltung, lassen vermuten, dass diese Ikone möglicherweise bewusst traditionell gehalten wurde, um einen älteren Eindruck zu erzeugen. Es wäre denkbar, dass das Stück auch aus einer späteren handwerklichen Produktion oder aus dem Umfeld religiöser Souvenirläden stammt, in denen populäre Ikonenmotive weiterhin in klassischer Weise reproduziert wurden.

Somit handelt es sich um ein devotionales, kunsthandwerklich ansprechendes Objekt mit kulturhistorischem Charakter, wahrscheinlich entstanden in einer orthodox beeinflussten Region Südosteuropas, vermutlich in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, ohne Garantie für eine exakte zeitliche Einordnung. Die Hinterglasmalerei ist ein authentisches Beispiel gelebter religiöser Tradition und Volkskunst, die im 20. Jahrhundert eine bedeutende Rolle für religiöse Identität und häusliche Frömmigkeit spielte.

Das Werk wird mit dem passenden gefassten Holzrahmen angeboten.

Gesamtmaß mit Rahmen: circa 35,55 × 26,9 cm.

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