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Icoană - Hristos Atotputernicul - Lemn
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Icoană - Hristos Atotputernicul - Lemn

Russisches Ikonen-Bildnis des Christus Pantokrator – Sakrale Tafelmalerei (ca. 20. Jahrhundert) Detaillierte Objektidentifikation und technische Spezifikationen Bei dem vorliegenden Objekt handelt es sich um eine sakrale Tafelmalerei auf Holz, ausgeführt als orthodoxe Ikone. Die Darstellung folgt dem klassischen Typus des „Christus Pantokrator“ (Weltherrscher), einer der zentralen Ikonografien der christlich-orthodoxen Kunst. Material und Träger: Die Malerei wurde auf einer massiven, rückseitig handbebeilten Nadelholztafel (vermutlich Kiefer oder Esche) aufgebracht. Die Rückseite weist zwei historische Bohrungen für eine ehemalige Aufhängung sowie einen fragmentarischen Papieraufkleber in kyrillischer Schrift auf, was die osteuropäische, höchstwahrscheinlich russische Provenienz bestätigt. Maße: Die Tafel misst circa 34 × 27 cm. Diese Abmessungen entsprechen einem klassischen Format für Hausikonen („Krasny Ugol“), die für den privaten Andachtsbereich bestimmt waren. Technik: Tempera auf Kreidegrund (Levkas). Die Ausführung zeigt eine reliefierte Bearbeitung des Heiligenscheins (Nimbe), der durch Punzierung und Vergoldung (oder Goldimitat/Silber mit Goldlacküberzug) plastisch hervorgehoben wurde. Analyse der künstlerischen Darstellung (Ikonografie) Die Ikone zeigt Christus in frontaler Halbbildansicht, was den direkten Dialog mit dem Betrachter betont: Segensgestus: Die rechte Hand ist im griechischen Segensgestus erhoben (Daumen und Ringfinger berühren sich), was das Monogramm IC XC (Jesus Christus) symbolisiert. Die anatomische Ausführung der Finger wirkt stilisiert, was typisch für die spät-imperiale Ikonenmalerei des 19. Jahrhunderts ist. Das Evangelium: In der linken Hand hält Christus das geschlossene Buch des Lebens. Der Buchdeckel ist mit einer aufwendigen Punkt- und Linienornamentik in Goldfarbe verziert, die Edelsteinbesatz und metallene Beschläge (Oklad-Imitation) suggeriert. Antlitz und Nimbe: Das Gesicht ist durch dunkle Inkarnatstöne und eine markante Linienführung der Augenbrauen und des Bartes geprägt. Der Heiligenschein ist kreisförmig punziert und weist florale sowie geometrische Ornamente auf, die das göttliche Licht reflektieren sollen. Ikonografie und grafische Gestaltung der Tafel Die visuelle Struktur der Ikone ist streng hierarchisch und folgt jahrhundertealten Kanon-Vorgaben: Farbpalette: Vorherrschend sind Erdtöne wie Umbra und Ocker für das Gewand (Chiton und Himation), die mit Goldhöhungen („Assist“) akzentuiert wurden, um die göttliche Natur zu visualisieren. Der Hintergrund ist in einem tiefen Rotbraun gehalten, was die Zentralfigur optisch nach vorne treten lässt. Randgestaltung (Kovtscheg): Die Tafel verfügt über eine flache Vertiefung (das „Arche“-Motiv), wobei der äußere Rand (Polya) weißlich-hell abgesetzt ist. An den Rändern sind deutliche Abplatzungen der Grundierung und Farbschichten sichtbar, die den Blick auf das darunterliegende Holz und das grobe Leinentuch (Pavoloka) freigeben, welches zur Stabilisierung des Malgrundes diente. Rückseite und Epigraphik: Der rückseitige Aufkleber ist stark fragmentiert. Lesbar sind kyrillische Zeichen und Zahlen (u.a. „16 be“), die auf eine Inventarisierung, eine Zollfreigabe oder eine kirchliche Registrierung hindeuten könnten. Die dunkle Patina des Holzes spricht für eine über Jahrzehnte erfolgte Rußexposition (Kerzenrauch) in einem sakralen oder häuslichen Kontext. Kunsthistorischer Kontext: Die russische Ikonenmalerei des 19. Jahrhunderts Das Werk ist in die Spätphase der traditionellen russischen Ikonenkunst einzuordnen: Stilmischung: Es finden sich Einflüsse des „Guss-Stils“ (Imitation von Metallarbeiten durch Malerei) und der Volkskunst. Während das Gesicht eher flächig bleibt, wird durch die Ornamentik des Buches und des Scheins ein hoher dekorativer Wert erzielt. Handwerkliche Einordnung: Es handelt sich nicht um eine höfische Werkstattarbeit (wie z.B. Palekh oder Mstera), sondern um eine solide, handwerkliche Produktion, wie sie in den großen Ikonen-Zentren für das gläubige Bürgertum oder das wohlhabende Bauerntum gefertigt wurde. Materialzustand und sammlerische Bewertung (Zustandsbericht) Der Erhaltungszustand ist als „authentisch mit signifikanten Altersspuren“ zu beschreiben: Substanzverluste: Es gibt erhebliche Fehlstellen im Bereich der Ränder und Ecken. Die weiße Grundierung liegt an den Kanten großflächig frei. Dies mindert zwar die ästhetische Geschlossenheit, unterstreicht jedoch das Alter und die Unverfälschtheit des Objekts. Oberfläche (Krakelee): Die Farbschicht weist ein feines, altersbedingtes Krakelee auf. Es gibt punktuelle Aufwölbungen der Farbschicht (Blasenbildung), was auf klimatische Schwankungen während der Lagerung hindeutet. Patina: Die gesamte Oberfläche ist von einem gealterten Firnis (Olifa) überzogen, der nachgedunkelt ist und der Ikone ihre charakteristische, tiefe Tönung verleiht. Eine professionelle Restaurierung (Reinigung des Firnis, Festigung der Malschicht) könnte den Wert erheblich steigern, da die darunterliegenden Farben und Goldpartien vermutlich deutlich lebendiger sind als derzeit sichtbar. Zusammenfassung für das Archiv Dieses Objekt ist ein charakteristisches Zeugnis orthodoxer Frömmigkeit. Es besticht weniger durch feingliedrige Miniaturmalerei als vielmehr durch seine archaische Präsenz und die materielle Ehrlichkeit der jahrhundertealten Technik. Ein klassisches Sammlerstück für Kenner russischer Sakralkunst. Titel „Christus Pantokrator“ – Russische Hausikone auf Holztafel mit punziertem Heiligenschein, 19. Jahrhundert Objekt Sakrale Tafelmalerei (Ikone) auf handbebeiltem Holzträger. Maße: ca. 34 × 27 cm. Herkunft: Russland (Zarenreich). Fazit Eine authentische russische Ikone des 19. Jahrhunderts. Trotz der Randbeschädigungen stellt sie ein sammelwürdiges Original dar, das die handwerkliche Tradition der orthodoxen Weltanschauung eindrucksvoll widerspiegelt. Die punzierte Ausführung des Nimbe und die ornamentale Gestaltung des Evangeliums machen sie zu einem markanten Beleg spät-imperialer Volksfrömmigkeit. N

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Russisches Ikonen-Bildnis des Christus Pantokrator – Sakrale Tafelmalerei (ca. 20. Jahrhundert)
Detaillierte Objektidentifikation und technische Spezifikationen
Bei dem vorliegenden Objekt handelt es sich um eine sakrale Tafelmalerei auf Holz, ausgeführt als orthodoxe Ikone. Die Darstellung folgt dem klassischen Typus des „Christus Pantokrator“ (Weltherrscher), einer der zentralen Ikonografien der christlich-orthodoxen Kunst.

Material und Träger: Die Malerei wurde auf einer massiven, rückseitig handbebeilten Nadelholztafel (vermutlich Kiefer oder Esche) aufgebracht. Die Rückseite weist zwei historische Bohrungen für eine ehemalige Aufhängung sowie einen fragmentarischen Papieraufkleber in kyrillischer Schrift auf, was die osteuropäische, höchstwahrscheinlich russische Provenienz bestätigt.

Maße: Die Tafel misst circa 34 × 27 cm. Diese Abmessungen entsprechen einem klassischen Format für Hausikonen („Krasny Ugol“), die für den privaten Andachtsbereich bestimmt waren.

Technik: Tempera auf Kreidegrund (Levkas). Die Ausführung zeigt eine reliefierte Bearbeitung des Heiligenscheins (Nimbe), der durch Punzierung und Vergoldung (oder Goldimitat/Silber mit Goldlacküberzug) plastisch hervorgehoben wurde.

Analyse der künstlerischen Darstellung (Ikonografie)
Die Ikone zeigt Christus in frontaler Halbbildansicht, was den direkten Dialog mit dem Betrachter betont:

Segensgestus: Die rechte Hand ist im griechischen Segensgestus erhoben (Daumen und Ringfinger berühren sich), was das Monogramm IC XC (Jesus Christus) symbolisiert. Die anatomische Ausführung der Finger wirkt stilisiert, was typisch für die spät-imperiale Ikonenmalerei des 19. Jahrhunderts ist.

Das Evangelium: In der linken Hand hält Christus das geschlossene Buch des Lebens. Der Buchdeckel ist mit einer aufwendigen Punkt- und Linienornamentik in Goldfarbe verziert, die Edelsteinbesatz und metallene Beschläge (Oklad-Imitation) suggeriert.

Antlitz und Nimbe: Das Gesicht ist durch dunkle Inkarnatstöne und eine markante Linienführung der Augenbrauen und des Bartes geprägt. Der Heiligenschein ist kreisförmig punziert und weist florale sowie geometrische Ornamente auf, die das göttliche Licht reflektieren sollen.

Ikonografie und grafische Gestaltung der Tafel
Die visuelle Struktur der Ikone ist streng hierarchisch und folgt jahrhundertealten Kanon-Vorgaben:

Farbpalette: Vorherrschend sind Erdtöne wie Umbra und Ocker für das Gewand (Chiton und Himation), die mit Goldhöhungen („Assist“) akzentuiert wurden, um die göttliche Natur zu visualisieren. Der Hintergrund ist in einem tiefen Rotbraun gehalten, was die Zentralfigur optisch nach vorne treten lässt.

Randgestaltung (Kovtscheg): Die Tafel verfügt über eine flache Vertiefung (das „Arche“-Motiv), wobei der äußere Rand (Polya) weißlich-hell abgesetzt ist. An den Rändern sind deutliche Abplatzungen der Grundierung und Farbschichten sichtbar, die den Blick auf das darunterliegende Holz und das grobe Leinentuch (Pavoloka) freigeben, welches zur Stabilisierung des Malgrundes diente.

Rückseite und Epigraphik: Der rückseitige Aufkleber ist stark fragmentiert. Lesbar sind kyrillische Zeichen und Zahlen (u.a. „16 be“), die auf eine Inventarisierung, eine Zollfreigabe oder eine kirchliche Registrierung hindeuten könnten. Die dunkle Patina des Holzes spricht für eine über Jahrzehnte erfolgte Rußexposition (Kerzenrauch) in einem sakralen oder häuslichen Kontext.

Kunsthistorischer Kontext: Die russische Ikonenmalerei des 19. Jahrhunderts
Das Werk ist in die Spätphase der traditionellen russischen Ikonenkunst einzuordnen:

Stilmischung: Es finden sich Einflüsse des „Guss-Stils“ (Imitation von Metallarbeiten durch Malerei) und der Volkskunst. Während das Gesicht eher flächig bleibt, wird durch die Ornamentik des Buches und des Scheins ein hoher dekorativer Wert erzielt.

Handwerkliche Einordnung: Es handelt sich nicht um eine höfische Werkstattarbeit (wie z.B. Palekh oder Mstera), sondern um eine solide, handwerkliche Produktion, wie sie in den großen Ikonen-Zentren für das gläubige Bürgertum oder das wohlhabende Bauerntum gefertigt wurde.

Materialzustand und sammlerische Bewertung (Zustandsbericht)
Der Erhaltungszustand ist als „authentisch mit signifikanten Altersspuren“ zu beschreiben:

Substanzverluste: Es gibt erhebliche Fehlstellen im Bereich der Ränder und Ecken. Die weiße Grundierung liegt an den Kanten großflächig frei. Dies mindert zwar die ästhetische Geschlossenheit, unterstreicht jedoch das Alter und die Unverfälschtheit des Objekts.

Oberfläche (Krakelee): Die Farbschicht weist ein feines, altersbedingtes Krakelee auf. Es gibt punktuelle Aufwölbungen der Farbschicht (Blasenbildung), was auf klimatische Schwankungen während der Lagerung hindeutet.

Patina: Die gesamte Oberfläche ist von einem gealterten Firnis (Olifa) überzogen, der nachgedunkelt ist und der Ikone ihre charakteristische, tiefe Tönung verleiht.

Eine professionelle Restaurierung (Reinigung des Firnis, Festigung der Malschicht) könnte den Wert erheblich steigern, da die darunterliegenden Farben und Goldpartien vermutlich deutlich lebendiger sind als derzeit sichtbar.

Zusammenfassung für das Archiv
Dieses Objekt ist ein charakteristisches Zeugnis orthodoxer Frömmigkeit. Es besticht weniger durch feingliedrige Miniaturmalerei als vielmehr durch seine archaische Präsenz und die materielle Ehrlichkeit der jahrhundertealten Technik. Ein klassisches Sammlerstück für Kenner russischer Sakralkunst.

Titel
„Christus Pantokrator“ – Russische Hausikone auf Holztafel mit punziertem Heiligenschein, 19. Jahrhundert

Objekt
Sakrale Tafelmalerei (Ikone) auf handbebeiltem Holzträger.
Maße: ca. 34 × 27 cm.
Herkunft: Russland (Zarenreich).

Fazit
Eine authentische russische Ikone des 19. Jahrhunderts. Trotz der Randbeschädigungen stellt sie ein sammelwürdiges Original dar, das die handwerkliche Tradition der orthodoxen Weltanschauung eindrucksvoll widerspiegelt. Die punzierte Ausführung des Nimbe und die ornamentale Gestaltung des Evangeliums machen sie zu einem markanten Beleg spät-imperialer Volksfrömmigkeit.

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Clément Floch
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