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Bysantinska riket. Heraclius (AD 610-641). Solidus Constantinopolis
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Bysantinska riket. Heraclius (AD 610-641). Solidus Constantinopolis

Solidus des Heraclius, 610-641 mit Heraclius Constantinus und Heraclonas. AV-Solidus, 638/639, Constantinopolis, 8. Offizin; 4,38 g Drei Kaiser stehen v. v.//Kreuz auf Stufen. DOC 41 h; Sear 767. Kaiser Heraclius regierte ab 613 zusammen mit seinem Sohn aus erster Ehe, Heraclius Constantinus (Constantinus III.). Heraclonas, sein Sohn aus zweiter Ehe mit Martina, war ab 632 als Caesar und ab 638 auch als Augustus ebenfalls Mitglied des Kaiserkollegiums. Nach Heraclius' Tod am 11. Februar 641 sollten seine Söhne gleichberechtigt über das byzantinische Reich herrschen. Laut antiker Überlieferung soll die Kaiserwitwe Martina versucht haben, den Herrschaftsanspruch ihres Sohnes Heraclonas gegen seinen Halbbruder durchzusetzen. Kurz nach dem Tod des Constantinus III. am 25. Mai 641 machte Heraclonas dessen Sohn Flavios Heraclius (Constans II.) aufgrund des öffentlichen Drucks zum Mitregenten. Gerüchte über einen angeblichen Giftmord an Constantinus III. sowie der wiedererstarkte Monotheletismus, eine christliche Glaubensströmung, die Jesus zwei Naturen, aber nur einen Willen zuschrieb, führten zu Unruhen. Martina und Heraclonas wurden daraufhin im Zuge einer Palastrevolte verstümmelt und nach Rhodos verbannt. Constans II. übernahm im Anschluss die Alleinherrschaft des Imperiums. Die Dynastiebilder des Heraclius mit allen drei Herrschern zeigen diese im protokollarischen Darstellungsschema, das dem Auftreten der Kaiserfamilie bei wichtigen öffentlichen Zeremonien entsprach. Die Stellung des Hauptkaisers in der Mitte, seines älteren Ko-Regenten rechts daneben und seines wesentlich kleiner dargestellten Mitkaisers links wird durch die Größenverhältnisse deutlich unterstrichen. Münzen unseres Typs zeigen den jüngeren Heraclonas bereits ebenfalls mit Kreuzdiadem und damit als Augustus gekrönt auf der selben Herrschaftsstufe wie sein Bruder. Der gänzliche Verzicht auf eine Nennung des Herrschernamens in der Vorderseitenlegende unterstreicht zusätzlich den dynastischen Gedanken.

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Solidus des Heraclius, 610-641 mit Heraclius Constantinus und Heraclonas. AV-Solidus, 638/639, Constantinopolis, 8. Offizin; 4,38 g Drei Kaiser stehen v. v.//Kreuz auf Stufen. DOC 41 h; Sear 767.

Kaiser Heraclius regierte ab 613 zusammen mit seinem Sohn aus erster Ehe, Heraclius Constantinus (Constantinus III.). Heraclonas, sein Sohn aus zweiter Ehe mit Martina, war ab 632 als Caesar und ab 638 auch als Augustus ebenfalls Mitglied des Kaiserkollegiums. Nach Heraclius' Tod am 11. Februar 641 sollten seine Söhne gleichberechtigt über das byzantinische Reich herrschen. Laut antiker Überlieferung soll die Kaiserwitwe Martina versucht haben, den Herrschaftsanspruch ihres Sohnes Heraclonas gegen seinen Halbbruder durchzusetzen. Kurz nach dem Tod des Constantinus III. am 25. Mai 641 machte Heraclonas dessen Sohn Flavios Heraclius (Constans II.) aufgrund des öffentlichen Drucks zum Mitregenten. Gerüchte über einen angeblichen Giftmord an Constantinus III. sowie der wiedererstarkte Monotheletismus, eine christliche Glaubensströmung, die Jesus zwei Naturen, aber nur einen Willen zuschrieb, führten zu Unruhen. Martina und Heraclonas wurden daraufhin im Zuge einer Palastrevolte verstümmelt und nach Rhodos verbannt. Constans II. übernahm im Anschluss die Alleinherrschaft des Imperiums.
Die Dynastiebilder des Heraclius mit allen drei Herrschern zeigen diese im protokollarischen Darstellungsschema, das dem Auftreten der Kaiserfamilie bei wichtigen öffentlichen Zeremonien entsprach. Die Stellung des Hauptkaisers in der Mitte, seines älteren Ko-Regenten rechts daneben und seines wesentlich kleiner dargestellten Mitkaisers links wird durch die Größenverhältnisse deutlich unterstrichen. Münzen unseres Typs zeigen den jüngeren Heraclonas bereits ebenfalls mit Kreuzdiadem und damit als Augustus gekrönt auf der selben Herrschaftsstufe wie sein Bruder. Der gänzliche Verzicht auf eine Nennung des Herrschernamens in der Vorderseitenlegende unterstreicht zusätzlich den dynastischen Gedanken.

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Carmen Vera Gutiérrez
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