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Bartolomeo Sacchi da Platina - Päpstliche Chronica. Das ist Warhafftige, gründliche und außführliche Beschreibung aller und jeder - 1603
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Bartolomeo Sacchi da Platina - Päpstliche Chronica. Das ist Warhafftige, gründliche und außführliche Beschreibung aller und jeder - 1603

Platina, Bartolomeo (d.i. B. Sacchi). Päpstliche Chronica. Das ist Warhafftige, gründliche und außführliche Beschreibung aller und jeder Römischen Päpst Leben, Geschlecht, Ankunfft, Regierung, Constitutionen, Ordnungen und Absterben [...] in unsere Teutsche Sprach verfertiget, Durch Ioannem Bentzium. Freiburg [und Frankfurt a. M.], Th. Schönwetter, 1603. Folio. 30.8 x 21.6 cm. Titel in Rot und Schwarz, [1] Bl., 764 (recte 762), 107 S. Mit Holzschnittvignette auf Titel, vielen Initialen, wenigen Kopf- und Schlussvignetten. Blindgeprägter Schweinslederband mit zwei erneuerten Schliessen (etwas bestossen). – VD17 3:321404B - Jöcher III, 1623. Selten. Die "Päpstliche Chronica" ist eine historische Beschreibung der römischen Päpste von Petrus bis Clemens VIII.. Sie enthält detaillierte Informationen über die Ankunft, Abstammung, Wappen, Symbole und die Beziehungen der Päpste zu weltlichen Herrschern. Sie enthält auch Beschreibungen von Kirchen, Klöstern, Palästen und Gebäuden in Rom. Ergänzt wird die Chronik durch eine zeitbeständige Chronologie aller römischen und konstantinopolitanischen Kaiser sowie aller Kardinäle. Bartolomeo Sacchi da Platina (1421 - 1481) war ein italienischer Humanist, der unter Papst Sixtus IV. zum Leiter der Vatikanischen Bibliothek ernannt wurde. Sein Hauptwerk setzte Maßstäbe in der Methodik (Quellenauswertung, -kritik) und wurde zum Vorbild für die nachfolgenden Generationen von Kirchenhistorikern. Platina zeigte die Päpste als politische Entscheidungsträger, die sich als weltliche Herrscher mit diesseitigen Ambitionen verstanden. Hierzu benutzte Platina Werke, die von außerhalb der Kirche stehenden Historikern verfasst wurden. Seine Bedenken gegen Legenden waren wegweisend (wie im Fall der Päpstin Johanna, S. 191ff und 34 Teil 2 weggelassen). Das Buch erfuhr aufgrund seiner offenen Kritik an kirchlicher Moral aber auch unter Protestanten eine breite Rezeption, wofür die intensive Benutzung durch Matthias Flacius (1520-75), der Platina zu den Zeugen der Wahrheit zählte, ein Beispiel ist" (BBKL XXII, 1098-1103). Das Werk gelangte 1580 aufgrund der humanistischen Sichtweise Platinas und seiner kritischen Beschreibung des Wirkens Paul II. auf den Index. Als Kind aus armem Hause war Platina zunächst als Soldat tätig, bis er eine Anstellung als Hauslehrer beim Marquis Ludovico Gonzaga erwarb, die ihm 1457 ein Studium in Florenz bei dem berühmten byzantinischen Humanisten Argyropulos ermöglichte, der auch schon Leonardo da Vinci unterrichtet hatte. 1462 begab sich Platina nach Rom, wo er die Protektion mehrere Kardinäle genoss und das Amt eines Abbreviators (Beamter der päpstlichen Kanzlei) unter dem humanistischen Papst Pius II. einnahm. Mit der Wahl von Papst Paul II. endete Platinas Gunst im Vatikan. Es folgten heftige Auseinandersetzungen und Einkerkerungen, die erst mit der Ernennung des humanistischen Papstes Sixtus IV. ein Ende fanden. Sixtus IV. ernannte Platina im Jahre 1475 zum ersten Bibliothekar der modernen Vatikanischen Bibliothek. Während dieser Zeit entstand auch das vorliegende Werk im Auftrag des Papstes. Seine später von Katholiken und Protestanten gleichermaßen geschätzte Papstchronik besitzt insbesondere in der Darstellung der eigenen Zeit hohen Quellenwert. Sie erschien 1479 erstmals im Druck, 1546 erschien die erste deutsche Ausgabe. Auf dem Vorderdeckel handschriftlich datiert "G H 1605". - Vorsätze erneuert. Innen gebräunt, vereinzelt fleckig und mit wenigen handschriftlichen Notizen. Paginierung springt. Letzte Seiten mit Wurmgängen (mit geringem Textverlust) und Seite 107 dubliert. - Exlibris auf Innendeckel. Gewicht: 2480 gr

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Bartolomeo Sacchi da Platina - Päpstliche Chronica. Das ist Warhafftige, gründliche und außführliche Beschreibung aller und jeder - 1603

Bartolomeo Sacchi da Platina - Päpstliche Chronica. Das ist Warhafftige, gründliche und außführliche Beschreibung aller und jeder - 1603

Platina, Bartolomeo (d.i. B. Sacchi). Päpstliche Chronica. Das ist Warhafftige, gründliche und außführliche Beschreibung aller und jeder Römischen Päpst Leben, Geschlecht, Ankunfft, Regierung, Constitutionen, Ordnungen und Absterben [...] in unsere Teutsche Sprach verfertiget, Durch Ioannem Bentzium.

Freiburg [und Frankfurt a. M.], Th. Schönwetter, 1603. Folio. 30.8 x 21.6 cm. Titel in Rot und Schwarz, [1] Bl., 764 (recte 762), 107 S. Mit Holzschnittvignette auf Titel, vielen Initialen, wenigen Kopf- und Schlussvignetten. Blindgeprägter Schweinslederband mit zwei erneuerten Schliessen (etwas bestossen). – VD17 3:321404B - Jöcher III, 1623. Selten.

Die "Päpstliche Chronica" ist eine historische Beschreibung der römischen Päpste von Petrus bis Clemens VIII.. Sie enthält detaillierte Informationen über die Ankunft, Abstammung, Wappen, Symbole und die Beziehungen der Päpste zu weltlichen Herrschern. Sie enthält auch Beschreibungen von Kirchen, Klöstern, Palästen und Gebäuden in Rom. Ergänzt wird die Chronik durch eine zeitbeständige Chronologie aller römischen und konstantinopolitanischen Kaiser sowie aller Kardinäle.

Bartolomeo Sacchi da Platina (1421 - 1481) war ein italienischer Humanist, der unter Papst Sixtus IV. zum Leiter der Vatikanischen Bibliothek ernannt wurde.

Sein Hauptwerk setzte Maßstäbe in der Methodik (Quellenauswertung, -kritik) und wurde zum Vorbild für die nachfolgenden Generationen von Kirchenhistorikern. Platina zeigte die Päpste als politische Entscheidungsträger, die sich als weltliche Herrscher mit diesseitigen Ambitionen verstanden. Hierzu benutzte Platina Werke, die von außerhalb der Kirche stehenden Historikern verfasst wurden. Seine Bedenken gegen Legenden waren wegweisend (wie im Fall der Päpstin Johanna, S. 191ff und 34 Teil 2 weggelassen).

Das Buch erfuhr aufgrund seiner offenen Kritik an kirchlicher Moral aber auch unter Protestanten eine breite Rezeption, wofür die intensive Benutzung durch Matthias Flacius (1520-75), der Platina zu den Zeugen der Wahrheit zählte, ein Beispiel ist" (BBKL XXII, 1098-1103). Das Werk gelangte 1580 aufgrund der humanistischen Sichtweise Platinas und seiner kritischen Beschreibung des Wirkens Paul II. auf den Index.

Als Kind aus armem Hause war Platina zunächst als Soldat tätig, bis er eine Anstellung als Hauslehrer beim Marquis Ludovico Gonzaga erwarb, die ihm 1457 ein Studium in Florenz bei dem berühmten byzantinischen Humanisten Argyropulos ermöglichte, der auch schon Leonardo da Vinci unterrichtet hatte. 1462 begab sich Platina nach Rom, wo er die Protektion mehrere Kardinäle genoss und das Amt eines Abbreviators (Beamter der päpstlichen Kanzlei) unter dem humanistischen Papst Pius II. einnahm. Mit der Wahl von Papst Paul II. endete Platinas Gunst im Vatikan. Es folgten heftige Auseinandersetzungen und Einkerkerungen, die erst mit der Ernennung des humanistischen Papstes Sixtus IV. ein Ende fanden. Sixtus IV. ernannte Platina im Jahre 1475 zum ersten Bibliothekar der modernen Vatikanischen Bibliothek. Während dieser Zeit entstand auch das vorliegende Werk im Auftrag des Papstes. Seine später von Katholiken und Protestanten gleichermaßen geschätzte Papstchronik besitzt insbesondere in der Darstellung der eigenen Zeit hohen Quellenwert. Sie erschien 1479 erstmals im Druck, 1546 erschien die erste deutsche Ausgabe.

Auf dem Vorderdeckel handschriftlich datiert "G H 1605". - Vorsätze erneuert. Innen gebräunt, vereinzelt fleckig und mit wenigen handschriftlichen Notizen. Paginierung springt. Letzte Seiten mit Wurmgängen (mit geringem Textverlust) und Seite 107 dubliert. - Exlibris auf Innendeckel.
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Volker Riepenhausen
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