Lucke - Sylloge Numismatum - 1620





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Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
PRIMA EDIZIONE - DIE SYLLOGE NUMISMATUM Elegantiorum von Lucke und die Geburt der modernen Numismatik
Erste Ausgabe der Sylloge Numismatum Elegantiorum von Johann Jacob Lucke, veröffentlicht in Straßburg im Jahr 1620, ein grundlegendes Werk in der Entstehung der Numismatik als eigenständige und wissenschaftliche Disziplin. In diesem Band ist die Münze nicht mehr bloß antiquarisches Objekt oder Sammlerlaune, sondern wird zur primären historischen Quelle, zum Instrument politischer, genealogischer und ikonografischer Untersuchung. Das Werk zeichnet sich durch seinen systematischen Ansatz und den umfangreichen bildlichen Apparat aus, der die europäische dynastische Macht des 16. Jahrhunderts visuell übersetzt. Die Kupferstiche von Friedrich Brentel, von außerordentlicher Präzision, verwandeln das Buch in einen wahren Atlas der Macht, eingefasst ins Metall. Diese Erstauflage markiert einen entscheidenden Moment in der Formalisierung der Numismatik als Gelehrtenwissen.
MARKTWERT
Die ersten illustrierteren numismatischen Traktate des 17. Jahrhunderts sind sehr gefragt. Vollständige Exemplare liegen in der Regel zwischen 1.000 und 4.000 Euro.
PHYSISCHE BESCHREIBUNG UND ZUSTAND
Erstausgabe. Im Folioband. Historischer Lederband in voller Oberfläche, mit altersbedingten Gebrauchsspuren. Vorderdeckel graviert; Wappen auf dem Papier a2 graviert; Initialen- und Kopfzeilenholzschnitte. Zahlreiche Münzabbildungen im Text.
Drei zusätzlich unnummerierte Blätter vorhanden. Blatt mit intensiven physiologischen Braunfärbungen, stärker am Titelblatt und an den ersten Blättern. Exemplar insgesamt solide und fest gebunden.
In alten Büchern, die eine jahrhundertealte Geschichte haben, können einige Mängel vorhanden sein, die in der Beschreibung nicht immer berücksichtigt werden.
Zusammenstellung: pp. (2); 6 nn.; 384; 2 nn.; (4).
VOLLSTÄNDIGER TITEL UND AUTOR
Sylloge Numismatum Elegantiorum.
Argentinae, Typis Reggianis, 1620.
Johann Jacob Lucke.
KONTEXT UND BEDEUTUNG
Die Sylloge Numismatum Elegantiorum gehört zu den ersten systematischen Versuchen, Münzen als historische Quellen zur Rekonstruktion der Vergangenheit zu nutzen. Im Kontext der protestantischen Gelehrsamkeit Mittel-Europas nimmt die Numismatik eine zentrale Rolle neben Philologie und Genealogie ein.
Lucke baut eine wahre Erzählung der europäischen Geschichte des 16. Jahrhunderts durch Münzausgaben auf und verwendet Porträts, Wappen und Legenden als Instrumente zur Identifizierung von Herrschern, Dynastien und politischen Nachfolgen. Die Münze wird so zum offiziellen Dokument von Macht, das mehr verlässliche Informationen über literarische Quellen transmissioniert.
Die Kupferstiche von Friedrich Brentel, gekennzeichnet durch große Präzision und Klarheit, bilden ein essentielles Element des Werks: Sie ermöglichen nicht nur die Beschreibung, sondern auch den visuellen Vergleich von Münztypen. Das Buch erweist sich somit als Brücke zwischen Renaissance-Antiquarien und moderner Geschichtsmethode.
BIOGRAPHIE DES AUTORS
Johann Jacob Lucke (1574–1653) war deutschsprachiger Numismatiker, Genealoge und Gelehrter, tätig im Kontext der protestantischen Gelehrsamkeit. Sein Werk trug wesentlich zur Transformation der Numismatik von einer Antiquarwissenschaft zu einem wissenschaftlichen Instrument für historische Rekonstruktion bei.
Friedrich Brentel (1580–1651), bedeutender Graveur, tätig in Straßburg, ist bekannt für die technische Qualität seiner Gravuren, besonders geschätzt in heraldik- und numismatischen Repertoires des 17. Jahrhunderts.
DRUCKGESCHICHTE UND VERBREITUNG
Nachdruck in Straßburg im Jahr 1620; diese Erstauflage markiert den Ausgangspunkt des verlegerischen Erfolgs der Arbeit. Straßburg, kulturelles und typografisches Zentrum der reformierten europäischen Welt, begünstigte die Verbreitung des Bandes unter Gelehrten, Sammlern und Antiquaren.
Das Werk beeinflusste die spätere numismatische Produktion tiefgreifend und legte die Grundlagen für eine Disziplin, die sich im Verlauf des 17. Jahrhunderts zunehmend zu einem eigenständigen Forschungsfeld entwickelte.
BIBLIOGRAPHY UND VERWEISE
Cicognara, Leopoldo, Catalogo ragionato dei libri d’arte e d’antichità, Pisa, 1821, n. 2910.
VD17 – Verzeichnis der im deutschen Sprachraum erschienenen Drucke des 17. Jahrhunderts, 3:653580D.
Grierson, Philip, Numismatics, Oxford University Press, 1975, pp. 15–28 (zur Ausbildung der Numismatik als historisches Fach).
Kluge, Bernd, Numismatik des Mittelalters und der Neuzeit, Berlin, Akademie Verlag, 1991, pp. 112–130 (zur Nutzung der Münze als historische Quelle).
Weiss, Roberto, The Renaissance Discovery of Classical Antiquity, Oxford, Blackwell, 1969, pp. 176–185 (zur Geburt der Antiquarischen und modernen Numismatik).
Pollard, Graham, Early Numismatic Literature and Its Influence, in Journal of the Warburg and Courtauld Institutes, vol. 42, 1979, pp. 198–210.
British Museum, Department of Coins and Medals, Catalogue of Printed Books on Numismatics, London, 1880, s.v. Lucke.
Der Verkäufer stellt sich vor
Übersetzt mit Google ÜbersetzerPRIMA EDIZIONE - DIE SYLLOGE NUMISMATUM Elegantiorum von Lucke und die Geburt der modernen Numismatik
Erste Ausgabe der Sylloge Numismatum Elegantiorum von Johann Jacob Lucke, veröffentlicht in Straßburg im Jahr 1620, ein grundlegendes Werk in der Entstehung der Numismatik als eigenständige und wissenschaftliche Disziplin. In diesem Band ist die Münze nicht mehr bloß antiquarisches Objekt oder Sammlerlaune, sondern wird zur primären historischen Quelle, zum Instrument politischer, genealogischer und ikonografischer Untersuchung. Das Werk zeichnet sich durch seinen systematischen Ansatz und den umfangreichen bildlichen Apparat aus, der die europäische dynastische Macht des 16. Jahrhunderts visuell übersetzt. Die Kupferstiche von Friedrich Brentel, von außerordentlicher Präzision, verwandeln das Buch in einen wahren Atlas der Macht, eingefasst ins Metall. Diese Erstauflage markiert einen entscheidenden Moment in der Formalisierung der Numismatik als Gelehrtenwissen.
MARKTWERT
Die ersten illustrierteren numismatischen Traktate des 17. Jahrhunderts sind sehr gefragt. Vollständige Exemplare liegen in der Regel zwischen 1.000 und 4.000 Euro.
PHYSISCHE BESCHREIBUNG UND ZUSTAND
Erstausgabe. Im Folioband. Historischer Lederband in voller Oberfläche, mit altersbedingten Gebrauchsspuren. Vorderdeckel graviert; Wappen auf dem Papier a2 graviert; Initialen- und Kopfzeilenholzschnitte. Zahlreiche Münzabbildungen im Text.
Drei zusätzlich unnummerierte Blätter vorhanden. Blatt mit intensiven physiologischen Braunfärbungen, stärker am Titelblatt und an den ersten Blättern. Exemplar insgesamt solide und fest gebunden.
In alten Büchern, die eine jahrhundertealte Geschichte haben, können einige Mängel vorhanden sein, die in der Beschreibung nicht immer berücksichtigt werden.
Zusammenstellung: pp. (2); 6 nn.; 384; 2 nn.; (4).
VOLLSTÄNDIGER TITEL UND AUTOR
Sylloge Numismatum Elegantiorum.
Argentinae, Typis Reggianis, 1620.
Johann Jacob Lucke.
KONTEXT UND BEDEUTUNG
Die Sylloge Numismatum Elegantiorum gehört zu den ersten systematischen Versuchen, Münzen als historische Quellen zur Rekonstruktion der Vergangenheit zu nutzen. Im Kontext der protestantischen Gelehrsamkeit Mittel-Europas nimmt die Numismatik eine zentrale Rolle neben Philologie und Genealogie ein.
Lucke baut eine wahre Erzählung der europäischen Geschichte des 16. Jahrhunderts durch Münzausgaben auf und verwendet Porträts, Wappen und Legenden als Instrumente zur Identifizierung von Herrschern, Dynastien und politischen Nachfolgen. Die Münze wird so zum offiziellen Dokument von Macht, das mehr verlässliche Informationen über literarische Quellen transmissioniert.
Die Kupferstiche von Friedrich Brentel, gekennzeichnet durch große Präzision und Klarheit, bilden ein essentielles Element des Werks: Sie ermöglichen nicht nur die Beschreibung, sondern auch den visuellen Vergleich von Münztypen. Das Buch erweist sich somit als Brücke zwischen Renaissance-Antiquarien und moderner Geschichtsmethode.
BIOGRAPHIE DES AUTORS
Johann Jacob Lucke (1574–1653) war deutschsprachiger Numismatiker, Genealoge und Gelehrter, tätig im Kontext der protestantischen Gelehrsamkeit. Sein Werk trug wesentlich zur Transformation der Numismatik von einer Antiquarwissenschaft zu einem wissenschaftlichen Instrument für historische Rekonstruktion bei.
Friedrich Brentel (1580–1651), bedeutender Graveur, tätig in Straßburg, ist bekannt für die technische Qualität seiner Gravuren, besonders geschätzt in heraldik- und numismatischen Repertoires des 17. Jahrhunderts.
DRUCKGESCHICHTE UND VERBREITUNG
Nachdruck in Straßburg im Jahr 1620; diese Erstauflage markiert den Ausgangspunkt des verlegerischen Erfolgs der Arbeit. Straßburg, kulturelles und typografisches Zentrum der reformierten europäischen Welt, begünstigte die Verbreitung des Bandes unter Gelehrten, Sammlern und Antiquaren.
Das Werk beeinflusste die spätere numismatische Produktion tiefgreifend und legte die Grundlagen für eine Disziplin, die sich im Verlauf des 17. Jahrhunderts zunehmend zu einem eigenständigen Forschungsfeld entwickelte.
BIBLIOGRAPHY UND VERWEISE
Cicognara, Leopoldo, Catalogo ragionato dei libri d’arte e d’antichità, Pisa, 1821, n. 2910.
VD17 – Verzeichnis der im deutschen Sprachraum erschienenen Drucke des 17. Jahrhunderts, 3:653580D.
Grierson, Philip, Numismatics, Oxford University Press, 1975, pp. 15–28 (zur Ausbildung der Numismatik als historisches Fach).
Kluge, Bernd, Numismatik des Mittelalters und der Neuzeit, Berlin, Akademie Verlag, 1991, pp. 112–130 (zur Nutzung der Münze als historische Quelle).
Weiss, Roberto, The Renaissance Discovery of Classical Antiquity, Oxford, Blackwell, 1969, pp. 176–185 (zur Geburt der Antiquarischen und modernen Numismatik).
Pollard, Graham, Early Numismatic Literature and Its Influence, in Journal of the Warburg and Courtauld Institutes, vol. 42, 1979, pp. 198–210.
British Museum, Department of Coins and Medals, Catalogue of Printed Books on Numismatics, London, 1880, s.v. Lucke.
