Oliviero Toscani - Facce, Facces [First Edition] - 1997
![Oliviero Toscani - Facce, Facces [First Edition] - 1997 #1.0](https://assets.catawiki.com/image/cw_ldp_l/plain/assets/catawiki/assets/2026/3/2/3/4/4/344e98b6-954c-496e-a3da-afe04984fc81.jpg)
![Oliviero Toscani - Facce, Facces [First Edition] - 1997 #1.0](https://assets.catawiki.com/image/cw_ldp_l/plain/assets/catawiki/assets/2026/3/2/f/2/5/f25d9e3b-d5c8-42dd-a68f-95f2231affe2.jpg)
![Oliviero Toscani - Facce, Facces [First Edition] - 1997 #2.1](https://assets.catawiki.com/image/cw_ldp_l/plain/assets/catawiki/assets/2026/3/2/5/4/1/5417007f-1d19-4552-a392-d9cc1552bc80.jpg)
![Oliviero Toscani - Facce, Facces [First Edition] - 1997 #3.2](https://assets.catawiki.com/image/cw_ldp_l/plain/assets/catawiki/assets/2026/3/2/b/6/9/b69a4010-61e9-4550-a961-f2f17dcce17b.jpg)
![Oliviero Toscani - Facce, Facces [First Edition] - 1997 #4.3](https://assets.catawiki.com/image/cw_ldp_l/plain/assets/catawiki/assets/2026/3/2/c/5/a/c5af5451-eacf-4023-bf44-6fafda03e171.jpg)
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Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
King Size Book 30x40 cm Das Buch befindet sich in sehr gutem Zustand, abgesehen von zwei Rissen im klaren Acryl-Überziehschutz. Bitte sehen Sie sich die Fotos vor dem Bieten an.
Facce, Faces, Facce, Faces ist ein fesselnder visueller und konzeptioneller Begleiter zur Ausstellung, die Oliviero Toscani 1997–1998 in den Städten Florenz und Kopenhagen präsentierte. Das Buch spiegelt Toscanis langfristige Faszination für menschliche Identität, Vielfalt und die kommunikative Kraft des Gesichts wider. Durch eine umfangreiche Portraitsammlung wird die Universalität menschlicher Ausdrucksformen erforscht, während gleichzeitig soziale, kulturelle und politische Spaltungen herausgefordert werden.
Im Kern ist Facce, Faces, Facce, Faces sowohl ein künstlerischer Ausdruck als auch ein soziologisches Dokument. Toscani entfernt kontextuelle Ablenkungen und präsentiert Gesichter in einer direkten, fast konfrontativen Art. Die im Titel angedeutete Wiederholung unterstreicht eine zentrale These: jenseits von Nationalität, Rasse oder Ideologie bleibt das menschliche Gesicht eine gemeinsame Sprache. Doch diese scheinbare Einfachheit trägt ein erhebliches konzeptionelles Gewicht, insbesondere im breiteren Kontext von Toscanis Karriere.
Jede Diskussion über dieses Buch führt unausweichlich zu Toscanis umstrittenem Schaffen der 1990er Jahre für die Mode-Marke United Colors of Benetton. Als kreative treibende Kraft hinter einigen der provozierendsten Werbekampagnen des Jahrzehnts definierte Toscani die Grenzen kommerzieller Fotografie radikal neu. Anstatt Kleidung in konventioneller Modefotografie zu zeigen, nutzte er Werbeflächen, um Tabu- und gesellschaftlich aufgeladene Themen anzusprechen: AIDS, Rassismus, Krieg, Todesstrafe und religiöse Konflikte.
Diese Kampagnen wurden heftig debattiert. Kritiker beschuldigten Toscani, Leid auszubeuten, um Pullover zu verkaufen, und argumentierten, der Schockwert übertünche die Produkte selbst. Befürworter hingegen lobten ihn dafür, Werbung in eine Plattform globaler Dialoge zu verwandeln. Durch die Platzierung harten, dokumentarischen Bildmaterials im Mainstream-Medien verwischte er die Trennung zwischen Handel und Aktivismus. Die Kampagnen lösten Entrüstung, Boykotte und Zensur in mehreren Ländern aus, doch sie zogen auch internationales Aufsehen auf sich und definieren die visuelle Sprache der Werbung der 1990er Jahre neu.
Facce, Faces, Facce, Faces kann als Fortführung dieses Ethos verstanden werden. Obwohl sie weniger offensichtlich konfrontativ sind als einige Benetton-Kampagnen, fordert das Buch die Betrachter dennoch heraus, sich mit Differenz auseinanderzusetzen, ohne Vermittlung. Die Porträts betonen Vielfalt nicht als Marketing-Slogan, sondern als gelebte, sichtbare Realität, die in jedem Gesicht eingeschrieben ist. In diesem Sinne erweitert das Projekt Toscani’s breiter angelegte philosophische Fragestellung: Wie formt Bildmaterial unsere Wahrnehmung, und wie kann Massensmedien entweder Vorurteile verstärken oder ihnen entgegenwirken.
Die Ausstellungen in Florenz und Kopenhagen kontextualisierten diese Ideen innerhalb eines europäischen kulturellen Rahmens am Ende des 20. Jahrhunderts – ein Moment, der von Globalisierung, Migration und erneuten Debatten über Identität geprägt war. Das Buch bewahrt diesen Moment, indem es nicht nur einzelne Gesichter einfängt, sondern auch das intellektuelle Klima, in dem Toscani’s Arbeit so stark nachhallte.
Abschließend ist Facce, Faces, Facce, Faces mehr als ein Katalog; es ist ein visuelles Manifest. Es fasst Oliviero Toscanis Engagement zusammen, Bequemlichkeiten herauszufordern, zum Nachdenken anzuregen und die Rolle der Fotografie im öffentlichen Diskurs neu zu definieren. Im Licht seiner bahnbrechenden – und kontroversen – Arbeit für United Colors of Benetton steht das Buch als kraftvolles Zeugnis dafür, dass Bilder verstören, irritieren und letztlich die Art und Weise, wie wir einander sehen, transformieren können.
Der Verkäufer stellt sich vor
Übersetzt mit Google ÜbersetzerKing Size Book 30x40 cm Das Buch befindet sich in sehr gutem Zustand, abgesehen von zwei Rissen im klaren Acryl-Überziehschutz. Bitte sehen Sie sich die Fotos vor dem Bieten an.
Facce, Faces, Facce, Faces ist ein fesselnder visueller und konzeptioneller Begleiter zur Ausstellung, die Oliviero Toscani 1997–1998 in den Städten Florenz und Kopenhagen präsentierte. Das Buch spiegelt Toscanis langfristige Faszination für menschliche Identität, Vielfalt und die kommunikative Kraft des Gesichts wider. Durch eine umfangreiche Portraitsammlung wird die Universalität menschlicher Ausdrucksformen erforscht, während gleichzeitig soziale, kulturelle und politische Spaltungen herausgefordert werden.
Im Kern ist Facce, Faces, Facce, Faces sowohl ein künstlerischer Ausdruck als auch ein soziologisches Dokument. Toscani entfernt kontextuelle Ablenkungen und präsentiert Gesichter in einer direkten, fast konfrontativen Art. Die im Titel angedeutete Wiederholung unterstreicht eine zentrale These: jenseits von Nationalität, Rasse oder Ideologie bleibt das menschliche Gesicht eine gemeinsame Sprache. Doch diese scheinbare Einfachheit trägt ein erhebliches konzeptionelles Gewicht, insbesondere im breiteren Kontext von Toscanis Karriere.
Jede Diskussion über dieses Buch führt unausweichlich zu Toscanis umstrittenem Schaffen der 1990er Jahre für die Mode-Marke United Colors of Benetton. Als kreative treibende Kraft hinter einigen der provozierendsten Werbekampagnen des Jahrzehnts definierte Toscani die Grenzen kommerzieller Fotografie radikal neu. Anstatt Kleidung in konventioneller Modefotografie zu zeigen, nutzte er Werbeflächen, um Tabu- und gesellschaftlich aufgeladene Themen anzusprechen: AIDS, Rassismus, Krieg, Todesstrafe und religiöse Konflikte.
Diese Kampagnen wurden heftig debattiert. Kritiker beschuldigten Toscani, Leid auszubeuten, um Pullover zu verkaufen, und argumentierten, der Schockwert übertünche die Produkte selbst. Befürworter hingegen lobten ihn dafür, Werbung in eine Plattform globaler Dialoge zu verwandeln. Durch die Platzierung harten, dokumentarischen Bildmaterials im Mainstream-Medien verwischte er die Trennung zwischen Handel und Aktivismus. Die Kampagnen lösten Entrüstung, Boykotte und Zensur in mehreren Ländern aus, doch sie zogen auch internationales Aufsehen auf sich und definieren die visuelle Sprache der Werbung der 1990er Jahre neu.
Facce, Faces, Facce, Faces kann als Fortführung dieses Ethos verstanden werden. Obwohl sie weniger offensichtlich konfrontativ sind als einige Benetton-Kampagnen, fordert das Buch die Betrachter dennoch heraus, sich mit Differenz auseinanderzusetzen, ohne Vermittlung. Die Porträts betonen Vielfalt nicht als Marketing-Slogan, sondern als gelebte, sichtbare Realität, die in jedem Gesicht eingeschrieben ist. In diesem Sinne erweitert das Projekt Toscani’s breiter angelegte philosophische Fragestellung: Wie formt Bildmaterial unsere Wahrnehmung, und wie kann Massensmedien entweder Vorurteile verstärken oder ihnen entgegenwirken.
Die Ausstellungen in Florenz und Kopenhagen kontextualisierten diese Ideen innerhalb eines europäischen kulturellen Rahmens am Ende des 20. Jahrhunderts – ein Moment, der von Globalisierung, Migration und erneuten Debatten über Identität geprägt war. Das Buch bewahrt diesen Moment, indem es nicht nur einzelne Gesichter einfängt, sondern auch das intellektuelle Klima, in dem Toscani’s Arbeit so stark nachhallte.
Abschließend ist Facce, Faces, Facce, Faces mehr als ein Katalog; es ist ein visuelles Manifest. Es fasst Oliviero Toscanis Engagement zusammen, Bequemlichkeiten herauszufordern, zum Nachdenken anzuregen und die Rolle der Fotografie im öffentlichen Diskurs neu zu definieren. Im Licht seiner bahnbrechenden – und kontroversen – Arbeit für United Colors of Benetton steht das Buch als kraftvolles Zeugnis dafür, dass Bilder verstören, irritieren und letztlich die Art und Weise, wie wir einander sehen, transformieren können.

