Nr. 102005269

Verkauft
Ahnenfigur - Mahafaly - Madagaskar - Kopf einer Grabstele
Höchstgebot
€ 170
Vor 1 Tag

Ahnenfigur - Mahafaly - Madagaskar - Kopf einer Grabstele

MF356 Kopfteil einer AloAlo Grabstele der Mahafaly, heiliges Zebu ca. 1950 Region Ampanihy 30 x 10 x 14 cm, 445 Gr. Die Totenstelen (AloAlo) werden bei der Ethnie der Mahafaly nach alten Riten als Erinnerung an den Verstorbenen und als spirituelle Aufgabe für die nächste Generation aufgestellt. Die Pfähle werden nach Vorgaben des Familienoberhauptes als Auftragsarbeit vergeben und künden vom Leben oder von Lebenswünschen der Toten. Die Mahafaly sind materiell nicht stark verhaftet, aber geistig/seelisch sehr aktiv. Die Seele (Razana) aller Menschen geht für Sie nach dem Tode in heilige Tiere über um dann in mehreren Etappen eine universelle Einigkeit mit dem Schöpfergott (Andriamanitra) zu erreichen. Dargestellt werden diese Ahnenwesen (meist Ibis, Zebu, Krokodil) oft auf dem wichtigen Kopfteil der AloAlo. Der Pfahl darunter zeigt stets astrologische Motive. Diese Stelen werden auf dem, im Vergleich zu den Wohnhäusern, stattlichen und steinernen Kastengrab drapiert und umgeben oft das mittige Totenhaus als Wächter und Botschafter. Die vielen aufgesteckten Zebuhörner stammen von geopferten Rindern und zeugen vom reichen Erbe des Mannes. Desto prunkvoller ein Grab umso angesehener die Familie. Sehr oft kommt als Kopfteil ein Zebu (Omby) zur Darstellung. Diese Rinder bilden im trockenen Süden einesteils die Lebensgrundlage für Familien und sind gleichzeitig Statussymbol. Das Weiterbestehen der Clans hängt vom Viehbestand ab, auch deshalb wird dieser als heilig verehrt. Das trockene Klima konserviert das Holz recht lange, aber die Elemente zeichnen ihre Spuren auf die Skulpturen. Verrottete oder zerbrochene Pfähle werden dann von der Familie entfernt, sofern noch ansässig. Die Oberteile (Kopf) der Statue ist jedoch wichtig und wird so, manchmal abgetrennt und weiter aufbewahrt oder auch verkauft. Manchmal erfolgt auch eine "Geschichtsumschreibung" durch nachfolgende Familienmitglieder und es werden Fragmente der Ahnenstelen herausgeschnitten, ergänzt oder zerstört. Bei dieser Stele ist nach 50 Jahren Außenaufenthalt der Geist der Zerstörung schon eingedrungen, aber insgesamt erhöht das die Authenzität der Figur. Die Hörner sind stets sehr bruchgefährdet, so gibt es auch hier 2 kaum sichtbare Reperaturstellen aus den 70 er Jahren. Wir liefern einen schlichten Stahlständer dazu, ansonsten kippelt das Objekt. Die echten AloAlo sind eine künstlerische Rarität, weil der Ahnenkult, welcher aus Papa Neuginea stammt weltweit nur in Madagaskar in diesen Stelen körperlichen Ausdruck fand. Die Ausfuhr von Kulturgut / Antiquitäten ist in Madagaskar streng limitiert. Unsere alten Originale sind teilweise schon seit 1975 im Familienbesitz und stellen durch den steigenden Sammlerwert auch eine fruchtbare Investition dar. Dieses Objekt eignet sich für den normalen, versicherten Paketversand und wird von uns bruchsicher und sorgfältig verpackt.

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Ahnenfigur - Mahafaly - Madagaskar - Kopf einer Grabstele

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MF356 Kopfteil einer AloAlo Grabstele der Mahafaly, heiliges Zebu ca. 1950 Region Ampanihy
30 x 10 x 14 cm, 445 Gr.
Die Totenstelen (AloAlo) werden bei der Ethnie der Mahafaly nach alten Riten als Erinnerung an den Verstorbenen und als spirituelle Aufgabe für die nächste Generation aufgestellt. Die Pfähle werden nach Vorgaben des Familienoberhauptes als Auftragsarbeit vergeben und künden vom Leben oder von Lebenswünschen der Toten. Die Mahafaly sind materiell nicht stark verhaftet, aber geistig/seelisch sehr aktiv. Die Seele (Razana) aller Menschen geht für Sie nach dem Tode in heilige Tiere über um dann in mehreren Etappen eine universelle Einigkeit mit dem Schöpfergott (Andriamanitra) zu erreichen. Dargestellt werden diese Ahnenwesen (meist Ibis, Zebu, Krokodil) oft auf dem wichtigen Kopfteil der AloAlo. Der Pfahl darunter zeigt stets astrologische Motive. Diese Stelen werden auf dem, im Vergleich zu den Wohnhäusern, stattlichen und steinernen Kastengrab drapiert und umgeben oft das mittige Totenhaus als Wächter und Botschafter. Die vielen aufgesteckten Zebuhörner stammen von geopferten Rindern und zeugen vom reichen Erbe des Mannes. Desto prunkvoller ein Grab umso angesehener die Familie.
Sehr oft kommt als Kopfteil ein Zebu (Omby) zur Darstellung. Diese Rinder bilden im trockenen Süden einesteils die Lebensgrundlage für Familien und sind gleichzeitig Statussymbol. Das Weiterbestehen der Clans hängt vom Viehbestand ab, auch deshalb wird dieser als heilig verehrt.
Das trockene Klima konserviert das Holz recht lange, aber die Elemente zeichnen ihre Spuren auf die Skulpturen. Verrottete oder zerbrochene Pfähle werden dann von der Familie entfernt, sofern noch ansässig. Die Oberteile (Kopf) der Statue ist jedoch wichtig und wird so, manchmal abgetrennt und weiter aufbewahrt oder auch verkauft. Manchmal erfolgt auch eine "Geschichtsumschreibung" durch nachfolgende Familienmitglieder und es werden Fragmente der Ahnenstelen herausgeschnitten, ergänzt oder zerstört.
Bei dieser Stele ist nach 50 Jahren Außenaufenthalt der Geist der Zerstörung schon eingedrungen, aber insgesamt erhöht das die Authenzität der Figur. Die Hörner sind stets sehr bruchgefährdet, so gibt es auch hier 2 kaum sichtbare Reperaturstellen aus den 70 er Jahren. Wir liefern einen schlichten Stahlständer dazu, ansonsten kippelt das Objekt.


Die echten AloAlo sind eine künstlerische Rarität, weil der Ahnenkult, welcher aus Papa Neuginea stammt weltweit nur in Madagaskar in diesen Stelen körperlichen Ausdruck fand. Die Ausfuhr von Kulturgut / Antiquitäten ist in Madagaskar streng limitiert. Unsere alten Originale sind teilweise schon seit 1975 im Familienbesitz und stellen durch den steigenden Sammlerwert auch eine fruchtbare Investition dar.
Dieses Objekt eignet sich für den normalen, versicherten Paketversand und wird von uns bruchsicher und sorgfältig verpackt.

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€ 170
Julien Gauthier
Experte
Schätzung  € 250 - € 300

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