Tasso - Gerusalemme Liberata - 1771

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Ilaria Colombo
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Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung

VERZAUBERUNG, DUELLE, LIEBE UND VERRAT: WUNDERSCHÖNE GANZSEITIGE ILLUSTRATIONEN
Die Pariser Ausgabe von 1771 der Jerusalem naeh der Befreiung (Jerusalem liberata) gehört zu den höchsten und bewusstesten Momenten der Transformation des tassischen Gedichts zu einem Gesamtkunstwerk, in dem Wort, Bild und editorische Kunstfertigkeit in einer Leseerfahrung von vornehmlich spektakulärem Charakter zusammenlaufen. In ihr wird die italienische episch-ritterliche Tradition durch den französischen Geschmack des 18. Jahrhunderts neu verfasst, wodurch ein Buch entsteht, das den Text nicht nur übermittelt, sondern ihn als visuelle und theatralische Sequenz neu erfindet. Der illustrativen Zyklus, von Gravelot konzipiert, beschränkt sich nicht darauf zu übersetzen: Er interpretiert, verstärkt, dramatisiert und baut eine echte ikonografische Regie auf, die im Dialog mit der Rokoko-Sensibilität und der neoklassizistischen Vorprägung steht. Das Ergebnis ist ein wissenschaftlich anspruchsvolles Druckobjekt, bestimmt für ein gebildetes, raffiniertes Publikum, das tief in der Buchkultur als Kunstform eingetaucht ist.
MARKTWERT
Die illustrirten Ausgaben des 18. Jahrhunderts der Jerusalem liberata, insbesondere die französischen mit vollständigem und kohärentem kupferstichartigen Apparat, nehmen eine stabile und wachsende Stellung auf dem internationalen Antiquariatsmarkt ein. Vollständige Exemplare der Tafeln, mit vorhandenen, gut erhaltenen Vorwänden, liegen in der Regel in einer Preisspanne von 1.000 bis 2.000 Euro; besonders frische Kopien auf starkem Papier, mit breiten Rändern und zeitgemäßer, dekorierter Bindung können über 2.500 Euro erreichen, vor allem wenn sie bekannte Provenienzen oder signifikante Exlibris aufweisen. Die Qualität der Kupferstiche, die Schärfe der Abdrücke und die Vollständigkeit des ikonografischen Zyklus beeinflussen die endgültige Bewertung maßgeblich.
GEGENSTANDLICHE BESCHREIBUNG UND ZUSTAND
Zeitgenössische Bindung in Bazzana mit eleganter Goldrahmen an Vorder- und Rückdeckel, Rücken reich verziert durch goldene Pflanzenornamente und Titel in Druck auf doppeltem Schild; Um- und Randverzierungen dekoriert; goldene Schnittkanten. Schwache, aber noch funktionsfähige Schnittechniken. Vollständiges und hochwertiges illustratives Zubehör: 2 kupferstichliche Vorwände mit Porträts von Torquato Tasso und Gravelot; kupferstichartige Vignetten auf den Titelseiten; eingravierte Widmung; 20 großformatige kupferstichische Tafeln außerhalb des Textes von hervorragender Ausführung; 20 incisierten Kopfbildern, die die Protagonisten des Gedichts zeigen, mit italienischen Namen; ornamentale Endblätter in Kupfer graviert. Blätter mit leichten Vergilbungstönen und vereinzelt Flecken, entsprechend dem Alter des Exemplars. Vorhandensein eines Ex Libris von Pietro Volpato und eines Bibliotheksstempels der antiquarischen Bibliothek Gay (Straßburg), Elemente, die das Sammler- und Historieninteresse steigern. Kollation: pp. (4); 8 unnummeriert; 332; (4). Bei antiken Büchern, die eine jahrhundertelange Geschichte haben, können einige Unregelmäßigkeiten vorhanden sein, die in der Beschreibung nicht immer erfasst werden.
VOLLSTÄNDIGER TITEL UND AUTOR
Jerusalem naeh der Befreiung.
Paris, Delalain, Durand, Molini, 1771.
Torquato Tasso.
KONTEXT UND BEDEUTUNG
Jerusalem naeh der Befreiung, erstmals veröffentlicht 1581, gehört zu den absoluten Höhepunkten der europäischen epischen Poesie, in der die Erzählung vom ersten Kreuzzug zum Vorwand für eine tiefe Untersuchung innerer Konflikte, der Liebe, des Glaubens und der Verführung des Wunderbaren wird. Im 18. Jahrhundert, besonders in Frankreich, wird das Gedicht vor dem Hintergrund einer neuen Sensibilität neu interpretiert, die eher theatralisch, formal raffiniert und ästhetisch wertschätzend gegenüber dem Bild ist. Die Ausgabe von 1771 steht genau an diesem kulturellen Knotenpunkt: Die Abbildungen, abgeleitet von Gravelots Zeichnungen, sind nicht bloße Illustrationen, sondern echte erzählerische Instrumente, die zentrale Momente des Gedichts isolieren, betonen und neu interpretieren und damit einen visuellen Rhythmus neben dem des Textes erzeugen. Die Duell-Szenen, die Zauber der Armida, die Liebes- und spirituellen Spannungen werden zu eleganten, dynamischen und ausdrucksstarken Bildern transfiguriert, in denen der Rokoko-Geschmack mit einem wachsenden Bestreben nach kompositorischer Klarheit verflochten ist. Die Headsigns mit den Porträts der Protagonisten leiten jedes Kapitel als eine fast filmische Sequenz vor litteram ein und stärken die psychologische und ikonische Dimension der Figuren. Diese Ausgabe stellt somit eine wahre visuelle Neugründung des tassianischen Gedichts dar, in der das Wort zum Bild wird und die Epik zu spektakulärem, sinnlichem Theater verwandelt wird.
BIOGRAPHIE DES AUTORS
Torquato Tasso (1544–1595), geboren in Sorrent, war einer der größten Dichter der italienischen Renaissance. Er bildete sich an den wichtigsten Höfen Italiens aus und fand sein ideales Umfeld in Ferrara bei den Este, wo er Jerusalem naeh der Befreiung verfasste. Sein Werk zeichnet sich durch das Gleichgewicht zwischen formaler Strenge und emotionaler Spannung, zwischen klassischer Disziplin und innerer Unruhe aus. Sein Einfluss war enorm, durchdrang Jahrhunderte und formte die europäische literarische Vorstellung tiefgreifend, insbesondere zwischen dem 16. und dem 18. Jahrhundert.
DRUCKGESCHICHTE UND VERBREITUNG
Seit dem ersten Druck von 1581 erlebte Jerusalem naeh der Befreiung eine außergewöhnliche und andauernde Verbreitung, mit Hunderten von Ausgaben in ganz Europa. Im 18. Jahrhundert wurde Frankreich zu einem der Hauptzentren der verlegerischen Neuinterpretation des Werks, wobei illustriertes Hochglanzwerk bevorzugt wurde, das einem aristokratischen und bibliophilen Publikum zugedacht war. Die Ausgabe von 1771, mit Gravelot-Zeichnungen und den Stichen von Meistern wie Le Roy, Baquoy, Duclos, Le Veau, Lingée und Patas, markiert einen der Höhepunkte dieser Tradition. Sie reiht sich in eine Verlagstradition ein, die darauf abzielt, das Buch zu einem Luxus- und Repräsentationsobjekt zu verwandeln, wobei der visuelle Bestandteil eine zentrale und eigenständige Rolle übernimmt.
BIBLIOGRAPHIE UND VERZEICHNISSE
Brunet, Manuel du libraire et de l’amateur de livres, Paris, 1860–1865, t. V, col. 658–660, Stichwort “Tasse”.
Cohen, H. – De Ricci, S., Guide de l’amateur de livres à gravures du XVIIIe siècle, Paris, 1912, S. 986–989, Nr. 1014.
ICCU/OPAC SBN: Identifikationsdatensätze für Pariser Ausgabe 1771, mit Verfügbarkeiten in italienischen Bibliotheken (jeweils Einzelexemplare zu prüfen).
Catalogue général de la BnF, département Réserve des livres rares, detaillierte Notiz zur Ausgabe 1771.
USTC (Universal Short Title Catalogue), Datensatz zur Pariser Ausgabe 1771.
Antiquarische Kataloge und Verkaufsverzeichnisse (Sotheby’s, Christie’s, Librairie ancienne) in Bezug auf illustrirte Ausgaben der Jerusalem naeh der Befreiung im XVIII. Jahrhundert.

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VERZAUBERUNG, DUELLE, LIEBE UND VERRAT: WUNDERSCHÖNE GANZSEITIGE ILLUSTRATIONEN
Die Pariser Ausgabe von 1771 der Jerusalem naeh der Befreiung (Jerusalem liberata) gehört zu den höchsten und bewusstesten Momenten der Transformation des tassischen Gedichts zu einem Gesamtkunstwerk, in dem Wort, Bild und editorische Kunstfertigkeit in einer Leseerfahrung von vornehmlich spektakulärem Charakter zusammenlaufen. In ihr wird die italienische episch-ritterliche Tradition durch den französischen Geschmack des 18. Jahrhunderts neu verfasst, wodurch ein Buch entsteht, das den Text nicht nur übermittelt, sondern ihn als visuelle und theatralische Sequenz neu erfindet. Der illustrativen Zyklus, von Gravelot konzipiert, beschränkt sich nicht darauf zu übersetzen: Er interpretiert, verstärkt, dramatisiert und baut eine echte ikonografische Regie auf, die im Dialog mit der Rokoko-Sensibilität und der neoklassizistischen Vorprägung steht. Das Ergebnis ist ein wissenschaftlich anspruchsvolles Druckobjekt, bestimmt für ein gebildetes, raffiniertes Publikum, das tief in der Buchkultur als Kunstform eingetaucht ist.
MARKTWERT
Die illustrirten Ausgaben des 18. Jahrhunderts der Jerusalem liberata, insbesondere die französischen mit vollständigem und kohärentem kupferstichartigen Apparat, nehmen eine stabile und wachsende Stellung auf dem internationalen Antiquariatsmarkt ein. Vollständige Exemplare der Tafeln, mit vorhandenen, gut erhaltenen Vorwänden, liegen in der Regel in einer Preisspanne von 1.000 bis 2.000 Euro; besonders frische Kopien auf starkem Papier, mit breiten Rändern und zeitgemäßer, dekorierter Bindung können über 2.500 Euro erreichen, vor allem wenn sie bekannte Provenienzen oder signifikante Exlibris aufweisen. Die Qualität der Kupferstiche, die Schärfe der Abdrücke und die Vollständigkeit des ikonografischen Zyklus beeinflussen die endgültige Bewertung maßgeblich.
GEGENSTANDLICHE BESCHREIBUNG UND ZUSTAND
Zeitgenössische Bindung in Bazzana mit eleganter Goldrahmen an Vorder- und Rückdeckel, Rücken reich verziert durch goldene Pflanzenornamente und Titel in Druck auf doppeltem Schild; Um- und Randverzierungen dekoriert; goldene Schnittkanten. Schwache, aber noch funktionsfähige Schnittechniken. Vollständiges und hochwertiges illustratives Zubehör: 2 kupferstichliche Vorwände mit Porträts von Torquato Tasso und Gravelot; kupferstichartige Vignetten auf den Titelseiten; eingravierte Widmung; 20 großformatige kupferstichische Tafeln außerhalb des Textes von hervorragender Ausführung; 20 incisierten Kopfbildern, die die Protagonisten des Gedichts zeigen, mit italienischen Namen; ornamentale Endblätter in Kupfer graviert. Blätter mit leichten Vergilbungstönen und vereinzelt Flecken, entsprechend dem Alter des Exemplars. Vorhandensein eines Ex Libris von Pietro Volpato und eines Bibliotheksstempels der antiquarischen Bibliothek Gay (Straßburg), Elemente, die das Sammler- und Historieninteresse steigern. Kollation: pp. (4); 8 unnummeriert; 332; (4). Bei antiken Büchern, die eine jahrhundertelange Geschichte haben, können einige Unregelmäßigkeiten vorhanden sein, die in der Beschreibung nicht immer erfasst werden.
VOLLSTÄNDIGER TITEL UND AUTOR
Jerusalem naeh der Befreiung.
Paris, Delalain, Durand, Molini, 1771.
Torquato Tasso.
KONTEXT UND BEDEUTUNG
Jerusalem naeh der Befreiung, erstmals veröffentlicht 1581, gehört zu den absoluten Höhepunkten der europäischen epischen Poesie, in der die Erzählung vom ersten Kreuzzug zum Vorwand für eine tiefe Untersuchung innerer Konflikte, der Liebe, des Glaubens und der Verführung des Wunderbaren wird. Im 18. Jahrhundert, besonders in Frankreich, wird das Gedicht vor dem Hintergrund einer neuen Sensibilität neu interpretiert, die eher theatralisch, formal raffiniert und ästhetisch wertschätzend gegenüber dem Bild ist. Die Ausgabe von 1771 steht genau an diesem kulturellen Knotenpunkt: Die Abbildungen, abgeleitet von Gravelots Zeichnungen, sind nicht bloße Illustrationen, sondern echte erzählerische Instrumente, die zentrale Momente des Gedichts isolieren, betonen und neu interpretieren und damit einen visuellen Rhythmus neben dem des Textes erzeugen. Die Duell-Szenen, die Zauber der Armida, die Liebes- und spirituellen Spannungen werden zu eleganten, dynamischen und ausdrucksstarken Bildern transfiguriert, in denen der Rokoko-Geschmack mit einem wachsenden Bestreben nach kompositorischer Klarheit verflochten ist. Die Headsigns mit den Porträts der Protagonisten leiten jedes Kapitel als eine fast filmische Sequenz vor litteram ein und stärken die psychologische und ikonische Dimension der Figuren. Diese Ausgabe stellt somit eine wahre visuelle Neugründung des tassianischen Gedichts dar, in der das Wort zum Bild wird und die Epik zu spektakulärem, sinnlichem Theater verwandelt wird.
BIOGRAPHIE DES AUTORS
Torquato Tasso (1544–1595), geboren in Sorrent, war einer der größten Dichter der italienischen Renaissance. Er bildete sich an den wichtigsten Höfen Italiens aus und fand sein ideales Umfeld in Ferrara bei den Este, wo er Jerusalem naeh der Befreiung verfasste. Sein Werk zeichnet sich durch das Gleichgewicht zwischen formaler Strenge und emotionaler Spannung, zwischen klassischer Disziplin und innerer Unruhe aus. Sein Einfluss war enorm, durchdrang Jahrhunderte und formte die europäische literarische Vorstellung tiefgreifend, insbesondere zwischen dem 16. und dem 18. Jahrhundert.
DRUCKGESCHICHTE UND VERBREITUNG
Seit dem ersten Druck von 1581 erlebte Jerusalem naeh der Befreiung eine außergewöhnliche und andauernde Verbreitung, mit Hunderten von Ausgaben in ganz Europa. Im 18. Jahrhundert wurde Frankreich zu einem der Hauptzentren der verlegerischen Neuinterpretation des Werks, wobei illustriertes Hochglanzwerk bevorzugt wurde, das einem aristokratischen und bibliophilen Publikum zugedacht war. Die Ausgabe von 1771, mit Gravelot-Zeichnungen und den Stichen von Meistern wie Le Roy, Baquoy, Duclos, Le Veau, Lingée und Patas, markiert einen der Höhepunkte dieser Tradition. Sie reiht sich in eine Verlagstradition ein, die darauf abzielt, das Buch zu einem Luxus- und Repräsentationsobjekt zu verwandeln, wobei der visuelle Bestandteil eine zentrale und eigenständige Rolle übernimmt.
BIBLIOGRAPHIE UND VERZEICHNISSE
Brunet, Manuel du libraire et de l’amateur de livres, Paris, 1860–1865, t. V, col. 658–660, Stichwort “Tasse”.
Cohen, H. – De Ricci, S., Guide de l’amateur de livres à gravures du XVIIIe siècle, Paris, 1912, S. 986–989, Nr. 1014.
ICCU/OPAC SBN: Identifikationsdatensätze für Pariser Ausgabe 1771, mit Verfügbarkeiten in italienischen Bibliotheken (jeweils Einzelexemplare zu prüfen).
Catalogue général de la BnF, département Réserve des livres rares, detaillierte Notiz zur Ausgabe 1771.
USTC (Universal Short Title Catalogue), Datensatz zur Pariser Ausgabe 1771.
Antiquarische Kataloge und Verkaufsverzeichnisse (Sotheby’s, Christie’s, Librairie ancienne) in Bezug auf illustrirte Ausgaben der Jerusalem naeh der Befreiung im XVIII. Jahrhundert.

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Details

Anzahl der Bücher
2
Thema
Geschichte
Buchtitel
Gerusalemme Liberata
Autor/ Illustrator
Tasso
Zustand
Gut
Erscheinungsjahr (ältestes Objekt)
1771
Höhe
302 mm
Auflage
Bebilderte Ausgabe, Erstausgabe in diesem Format
Breite
229 mm
Sprache
Italienisch
Originalsprache
Ja
Verlag
Parigi, Delalain, Durand, Molini, 1771
Bindung
Leder
Extras
Eingeklebte Blätter/Tafeln
Anzahl der Seiten
348
Verkauft von
ItalienVerifiziert
57
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