Tazio - Erotikon - 1640





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Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
AMORI, IRRTÜMER UND VERLOCKUNGEN IM GRESKEN ROMAN, DER JAHRHUNDERTE HERAUSFORDERT, VOR ERUDITION UND BEGIERDE
Die Liebe von Leucippe und Clitofonte — zwischen Fluchten, Verkleidungen, Gewalt, Entführungen und Leidenschaften — erscheint als eine der raffiniertesten und ambivalentesten Erzählungen der antiken Prosa, zwischen Erotik, Rhetorik und Theatralik schwebend.
Diese 1640er Ausgabe des Erotikon von Achille Tazio stellt einen der Schlüsselmomente in der modernen Wiederentdeckung des antiken griechischen Romans dar, dank der philologischen Arbeit von Claude Saumaise (Salmasius), einer der größten Gelehrten des europeischen Barock. Gedruckt in Leiden, einem zentralen Knotenpunkt humanistischer Verlagskunst, markiert diese erste Ausgabe den Übergang des Textes von der Handschriftentradition zur modernen Druckausgabe und hat eine starke Auswirkung auf die europäische literarische Kultur. Die geätzte Frontispiz führt visuell in ein Werk ein, das zugleich Abenteuerroman, implizierte Liebeslehre und Laboratorium der Narration ist.
MARKET VALUE
Die Sechziger-Editionen von Achille Tazio, insbesondere jene, die mit Salmasius’ Verlagsaktivität und der niederländischen Typographie verbunden sind, behalten einen stabilen, aber selektiven Markt. Kopien in mittleren Zuständen liegen in der Regel zwischen €1.300 und €1.500.
PHYSICAL DESCRIPTION AND CONDITION
Pergamentbindung der Zeit. Geätztes Frontispiz. Seiten mit einigen Braunfärbungen und Verkrustungen. Bei alten Büchern, die eine jahrhundertelange Geschichte haben, können einige Unvollkommenheiten vorhanden sein, die in der Beschreibung nicht immer erfasst sind. Pp. (6); 24nn; 752; 28nn; (6).
FULL TITLE AND AUTHOR
Erotikon, sive De Clitophontis et Leucippes amoribus libri VIII.
Lugd. Batavor., apud Franciscum Hegerum, 1640.
Achille Tazio.
CONTEXT AND SIGNIFICANCE
Der Roman von Achille Tazio, vermutlich zwischen dem 2. und 3. Jh. n.Chr. verfasst, gehört zu den fünf griechischen Romanen, die bis heute erhalten sind (neben Longos, Chariton, Xenophon Exēgios und Heliodorus). Seine Besonderheit liegt im gehobenen, teils ironischen Ton und im narrativen Aufbau, der reich an Wendungen, sinnlichen Beschreibungen und rhetorischen Digressionen ist. Die Ausgabe von 1640, kuratiert von Salmasius, markiert einen fundamentalen Schritt in der klassischen Philologie: Der Gelehrte reorganisiert den Text, ergänzt ihn und macht ihn der europäischen gelehrten Gemeinschaft zugänglich, womit der moderne Ruhm des antiken Romans begründet wird. In diesem Sinne ist der Band nicht nur ein literarisches Zeugnis, sondern auch ein Schlüsselobjekt in der Geschichte der Rezeption der Klassiker und in der Wiederentdeckung des antiken romanhaften Genres.
BIOGRAPHY OF THE AUTHOR
Achille Tazio war vermutlich ein griechischer Schriftsteller, der zwischen dem 2. und 3. Jahrhundert n.Chr. in Alexandria tätig war. Über ihn ist fast ausschließlich der Roman Leucippe und Clitofonte bekannt, ein Werk, das sich durch erzählerische Intensität, stilistische Raffinesse und starke descriptive und erotischen Komponenten auszeichnet. Der Text hatte im Mittelalter eine begrenzte Verbreitung und wurde erst in der humanistischen und modernen Epoche wiederentdeckt.
PRINTING HISTORY AND CIRCULATION
Diese Ausgabe von 1640, in Leiden gedruckt, gehört zum Kontext der großen niederländischen Verlagszeit des 17. Jahrhunderts, geprägt von philologischem Strenge und qualitativ hochwertiger Typografie. Basierend auf der Arbeit von Claude Saumaise (Salmasius) bildet sie die erste bedeutende moderne kritische Ausgabe des Textes und trug maßgeblich zu seiner Verbreitung in Europa bei. Kopien zirkulierten überwiegend in akademischen Kreisen und unter Sammlern klassischer Literatur und behielten im Laufe der Zeit ein konstantes, aber spezialisiertes Interesse.
BIBLIOGRAPHY AND REFERENCES
STCN (Short Title Catalogue Netherlands), Achilles Tatius, Erotikon, Leiden, 1640.
WorldCat/OCLC: mehrere Registrierungen für die 1640er Ausgabe von Leiden.
Graesse, Trésor de livres rares, s.v. Achilles Tatius.
Brunet, Manuel du libraire, I, col. 113–114 (Ausgaben von Achille Tazio).
Schmid-Stählin, Geschichte der griechischen Literatur, II, Teil 2, S. 812–820 (über den griechischen Roman).
Reardon, B.P., The Form of Greek Romance, Princeton, 1991.
ICCU/OPAC SBN: Exemplare in italienischen Bibliotheken erhalten (Einträge punktuell auf Kollation zu prüfen).
Der Verkäufer stellt sich vor
AMORI, IRRTÜMER UND VERLOCKUNGEN IM GRESKEN ROMAN, DER JAHRHUNDERTE HERAUSFORDERT, VOR ERUDITION UND BEGIERDE
Die Liebe von Leucippe und Clitofonte — zwischen Fluchten, Verkleidungen, Gewalt, Entführungen und Leidenschaften — erscheint als eine der raffiniertesten und ambivalentesten Erzählungen der antiken Prosa, zwischen Erotik, Rhetorik und Theatralik schwebend.
Diese 1640er Ausgabe des Erotikon von Achille Tazio stellt einen der Schlüsselmomente in der modernen Wiederentdeckung des antiken griechischen Romans dar, dank der philologischen Arbeit von Claude Saumaise (Salmasius), einer der größten Gelehrten des europeischen Barock. Gedruckt in Leiden, einem zentralen Knotenpunkt humanistischer Verlagskunst, markiert diese erste Ausgabe den Übergang des Textes von der Handschriftentradition zur modernen Druckausgabe und hat eine starke Auswirkung auf die europäische literarische Kultur. Die geätzte Frontispiz führt visuell in ein Werk ein, das zugleich Abenteuerroman, implizierte Liebeslehre und Laboratorium der Narration ist.
MARKET VALUE
Die Sechziger-Editionen von Achille Tazio, insbesondere jene, die mit Salmasius’ Verlagsaktivität und der niederländischen Typographie verbunden sind, behalten einen stabilen, aber selektiven Markt. Kopien in mittleren Zuständen liegen in der Regel zwischen €1.300 und €1.500.
PHYSICAL DESCRIPTION AND CONDITION
Pergamentbindung der Zeit. Geätztes Frontispiz. Seiten mit einigen Braunfärbungen und Verkrustungen. Bei alten Büchern, die eine jahrhundertelange Geschichte haben, können einige Unvollkommenheiten vorhanden sein, die in der Beschreibung nicht immer erfasst sind. Pp. (6); 24nn; 752; 28nn; (6).
FULL TITLE AND AUTHOR
Erotikon, sive De Clitophontis et Leucippes amoribus libri VIII.
Lugd. Batavor., apud Franciscum Hegerum, 1640.
Achille Tazio.
CONTEXT AND SIGNIFICANCE
Der Roman von Achille Tazio, vermutlich zwischen dem 2. und 3. Jh. n.Chr. verfasst, gehört zu den fünf griechischen Romanen, die bis heute erhalten sind (neben Longos, Chariton, Xenophon Exēgios und Heliodorus). Seine Besonderheit liegt im gehobenen, teils ironischen Ton und im narrativen Aufbau, der reich an Wendungen, sinnlichen Beschreibungen und rhetorischen Digressionen ist. Die Ausgabe von 1640, kuratiert von Salmasius, markiert einen fundamentalen Schritt in der klassischen Philologie: Der Gelehrte reorganisiert den Text, ergänzt ihn und macht ihn der europäischen gelehrten Gemeinschaft zugänglich, womit der moderne Ruhm des antiken Romans begründet wird. In diesem Sinne ist der Band nicht nur ein literarisches Zeugnis, sondern auch ein Schlüsselobjekt in der Geschichte der Rezeption der Klassiker und in der Wiederentdeckung des antiken romanhaften Genres.
BIOGRAPHY OF THE AUTHOR
Achille Tazio war vermutlich ein griechischer Schriftsteller, der zwischen dem 2. und 3. Jahrhundert n.Chr. in Alexandria tätig war. Über ihn ist fast ausschließlich der Roman Leucippe und Clitofonte bekannt, ein Werk, das sich durch erzählerische Intensität, stilistische Raffinesse und starke descriptive und erotischen Komponenten auszeichnet. Der Text hatte im Mittelalter eine begrenzte Verbreitung und wurde erst in der humanistischen und modernen Epoche wiederentdeckt.
PRINTING HISTORY AND CIRCULATION
Diese Ausgabe von 1640, in Leiden gedruckt, gehört zum Kontext der großen niederländischen Verlagszeit des 17. Jahrhunderts, geprägt von philologischem Strenge und qualitativ hochwertiger Typografie. Basierend auf der Arbeit von Claude Saumaise (Salmasius) bildet sie die erste bedeutende moderne kritische Ausgabe des Textes und trug maßgeblich zu seiner Verbreitung in Europa bei. Kopien zirkulierten überwiegend in akademischen Kreisen und unter Sammlern klassischer Literatur und behielten im Laufe der Zeit ein konstantes, aber spezialisiertes Interesse.
BIBLIOGRAPHY AND REFERENCES
STCN (Short Title Catalogue Netherlands), Achilles Tatius, Erotikon, Leiden, 1640.
WorldCat/OCLC: mehrere Registrierungen für die 1640er Ausgabe von Leiden.
Graesse, Trésor de livres rares, s.v. Achilles Tatius.
Brunet, Manuel du libraire, I, col. 113–114 (Ausgaben von Achille Tazio).
Schmid-Stählin, Geschichte der griechischen Literatur, II, Teil 2, S. 812–820 (über den griechischen Roman).
Reardon, B.P., The Form of Greek Romance, Princeton, 1991.
ICCU/OPAC SBN: Exemplare in italienischen Bibliotheken erhalten (Einträge punktuell auf Kollation zu prüfen).
