Autori vari - Saincte Bible - 1598





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Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
DIE FRANZÖSISCHE BIBEL IM ZEITSPANN VON REFORMATION UND KONTERREFORMATION
Pariser Ausgabe von 1598 der Bibel in Französisch, gedruckt von Monstreuil und Richer, zu einer Schlüsselfase in der französischen Religionsgeschichte, dem Jahr der Edikts von Nantes. Monumentale Zweiband-Ausgabe im Oktavformat, reich gearbeitet und mit illustrierten Titeln versehen, zeugt von der Vitalität des französischen Bibelmarktes am Ende des 16. Jahrhunderts. Das Exemplar weist eindeutige Lese- und Gebrauchsvermerke auf, darunter ein am Rändern geringfügig gefräßiger Käfergang und eine signifikante Lücke, Elemente, die seine materielle Geschichte kennzeichnen, aber seinen dokumentarischen und sammlerischen Wert nicht mindern.
MARKTWERT
Französische Bibeln des späten 16. Jahrhunderts in zwei Oktavbänden, vollständig und in gutem Zustand, erzielen auf dem internationalen Antiquariatsmarkt üblicherweise einen Preisrahmen von 500 bis 1.500 Euro.
PHYSISCHE BESCHREIBUNG UND ZUSTAND
Zwei Bände. Rückenbindung in brauner Roßholz- bzw. Halbledernote, fünf Nähte am Rücken. Vorhanden Käfergang im oberen Rand des ersten Teils von Band I, mit leichter Textbeeinflussung. Weißes Papier 705-706. Blätter mit einigen Vergilbungen und Färbungen. Bei alten Büchern mit historischer Mehrfachgeschichte können einzelne Unregelmäßigkeiten auftreten, die in der Beschreibung nicht immer sichtbar sind. Pp. (2); 20 nn; 800; (2). - (4); 2 nn; 801-1444; 4 nn; 388; 8 nn; (2).
VOLLSTÄNDIGER TITEL UND AUTOR
La Saincte Bible contenant le vieil et le nouveau Testament.
Paris, Claude de Monstreuil und Iean Richer, 1598.
AA.VV.
KONTEXT UND BEDEUTUNG
1598 ist das Jahr des Edikts von Nantes, das von Heinrich IV. von Frankreich erlassen wurde und die Religionskriege beendete, indem es den Protestanten eine begrenzte Toleranz gewährte. In diesem Klima gewinnt der französische Bibeldruck eine Bedeutung, die nicht nur religiös, sondern auch politisch und kulturell ist. Die Ausgaben im Oktavformat dienten dem Bedürfnis nach häuslicher und persönlicher Verbreitung der Schrift, im Einklang mit der steigenden Alphabetisierung und der Zentralität des heiligen Textes im privaten Leben. Die eingeritzten Titel bestätigten eine bedeutende verlegerische Investition: Der figürliche Apparat diente dazu, das Werk zu adeln und auf dem Markt konkurrenzfähig zu machen. Die Zweibandstruktur mit durchgehender Numerierung im ersten Band deutet auf ein kohärentes und ausgearbeitetes Verlagprojekt hin. Die französischen Bibeln dieser Periode spiegeln den Konkurrenzkampf zwischen katholischen Übersetzungen (verbunden mit der Vulgata) und reformierten Versionen wider, wie jener, der aus der Genfer Tradition stammt. Eine philologische Prüfung der Vorworte und der Psalmen würde es ermöglichen, die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Konfession präzise zu identifizieren.
BIOGRAFIE DES AUTORS
Der biblische Text umfasst die Bücher des Alten und Neuen Testaments, in einem historischen Bogen von dem 1. Jahrtausend v. Chr. bis zum 1. Jahrhundert n. Chr. Für die christliche Tradition ist die Autorschaft vielfältig und inspiriert; aus moderner Sicht sind die Texte das Ergebnis komplexer redaktioneller Schichtungen. Die Ausgabe von 1598 fügt sich in die lange Geschichte der Drucküberlieferung der Bibel ein, die im 15. Jahrhundert mit den ersten lateinischen Ausgaben begann und rasch auf die volkssprachlichen Sprachen ausgedehnt wurde.
Druckgeschichte UND VERBREITUNG
Im Verlauf des 16. Jahrhunderts war Paris eines der führenden Zentren des Bibel-Drucks in Frankreich, neben Lyon und Genf. Die Ausgaben in französischer Volkssprache nahmen vor allem nach der Mitte des Jahrhunderts zu, parallel zur Verbreitung reformierter Ideen und der katholischen Gegenreformation. Die Verleger Monstreuil und Richer arbeiteten in einem stark wettbewerbsorientierten Markt, in dem Druckqualität, der Einsatz eingeritzter Titel und die Tragbarkeit des Oktavformats entscheidende Faktoren für den kommerziellen Erfolg waren. Die Verbreitung solcher Bände war breit, doch das Überleben in intakten Zustand ist heute relativ begrenzt, bedingt durch den intensiven häuslichen Gebrauch.
LEKTÜRKUNDE UND VERWEISE
ICCU/OPAC SBN: zu überprüfen (Suche nach „La Saincte Bible contenant le vieil et le nouveau Testament“, Paris 1598, Monstreuil, Richer).
USTC (Universal Short Title Catalogue): Pariser Ausgaben der französischen Bibel 1598, mit konkreter Nummer zu identifizieren.
BnF Catalogue général: Suche nach Ausgabe Paris, Monstreuil et Richer, 1598.
Adams, H. M., Catalogue of Books Printed on the Continent of Europe, 1501–1600, Cambridge, 1967, s.v. Bible (französische Ausgaben des späten XVI. Jahrhunderts).
Darlow & Moule, Historical Catalogue of the Printed Editions of Holy Scripture, British and Foreign Bible Society, London, 1903–1911, Abschnitt French Bibles, XVI Jahrhundert (konkrete Nummer je nach Textvariante zu überprüfen).
Delaveau, M., Les Bibles en français au XVIe siècle, Paris, Studien zur französischen Bibeltradition.
Der Verkäufer stellt sich vor
DIE FRANZÖSISCHE BIBEL IM ZEITSPANN VON REFORMATION UND KONTERREFORMATION
Pariser Ausgabe von 1598 der Bibel in Französisch, gedruckt von Monstreuil und Richer, zu einer Schlüsselfase in der französischen Religionsgeschichte, dem Jahr der Edikts von Nantes. Monumentale Zweiband-Ausgabe im Oktavformat, reich gearbeitet und mit illustrierten Titeln versehen, zeugt von der Vitalität des französischen Bibelmarktes am Ende des 16. Jahrhunderts. Das Exemplar weist eindeutige Lese- und Gebrauchsvermerke auf, darunter ein am Rändern geringfügig gefräßiger Käfergang und eine signifikante Lücke, Elemente, die seine materielle Geschichte kennzeichnen, aber seinen dokumentarischen und sammlerischen Wert nicht mindern.
MARKTWERT
Französische Bibeln des späten 16. Jahrhunderts in zwei Oktavbänden, vollständig und in gutem Zustand, erzielen auf dem internationalen Antiquariatsmarkt üblicherweise einen Preisrahmen von 500 bis 1.500 Euro.
PHYSISCHE BESCHREIBUNG UND ZUSTAND
Zwei Bände. Rückenbindung in brauner Roßholz- bzw. Halbledernote, fünf Nähte am Rücken. Vorhanden Käfergang im oberen Rand des ersten Teils von Band I, mit leichter Textbeeinflussung. Weißes Papier 705-706. Blätter mit einigen Vergilbungen und Färbungen. Bei alten Büchern mit historischer Mehrfachgeschichte können einzelne Unregelmäßigkeiten auftreten, die in der Beschreibung nicht immer sichtbar sind. Pp. (2); 20 nn; 800; (2). - (4); 2 nn; 801-1444; 4 nn; 388; 8 nn; (2).
VOLLSTÄNDIGER TITEL UND AUTOR
La Saincte Bible contenant le vieil et le nouveau Testament.
Paris, Claude de Monstreuil und Iean Richer, 1598.
AA.VV.
KONTEXT UND BEDEUTUNG
1598 ist das Jahr des Edikts von Nantes, das von Heinrich IV. von Frankreich erlassen wurde und die Religionskriege beendete, indem es den Protestanten eine begrenzte Toleranz gewährte. In diesem Klima gewinnt der französische Bibeldruck eine Bedeutung, die nicht nur religiös, sondern auch politisch und kulturell ist. Die Ausgaben im Oktavformat dienten dem Bedürfnis nach häuslicher und persönlicher Verbreitung der Schrift, im Einklang mit der steigenden Alphabetisierung und der Zentralität des heiligen Textes im privaten Leben. Die eingeritzten Titel bestätigten eine bedeutende verlegerische Investition: Der figürliche Apparat diente dazu, das Werk zu adeln und auf dem Markt konkurrenzfähig zu machen. Die Zweibandstruktur mit durchgehender Numerierung im ersten Band deutet auf ein kohärentes und ausgearbeitetes Verlagprojekt hin. Die französischen Bibeln dieser Periode spiegeln den Konkurrenzkampf zwischen katholischen Übersetzungen (verbunden mit der Vulgata) und reformierten Versionen wider, wie jener, der aus der Genfer Tradition stammt. Eine philologische Prüfung der Vorworte und der Psalmen würde es ermöglichen, die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Konfession präzise zu identifizieren.
BIOGRAFIE DES AUTORS
Der biblische Text umfasst die Bücher des Alten und Neuen Testaments, in einem historischen Bogen von dem 1. Jahrtausend v. Chr. bis zum 1. Jahrhundert n. Chr. Für die christliche Tradition ist die Autorschaft vielfältig und inspiriert; aus moderner Sicht sind die Texte das Ergebnis komplexer redaktioneller Schichtungen. Die Ausgabe von 1598 fügt sich in die lange Geschichte der Drucküberlieferung der Bibel ein, die im 15. Jahrhundert mit den ersten lateinischen Ausgaben begann und rasch auf die volkssprachlichen Sprachen ausgedehnt wurde.
Druckgeschichte UND VERBREITUNG
Im Verlauf des 16. Jahrhunderts war Paris eines der führenden Zentren des Bibel-Drucks in Frankreich, neben Lyon und Genf. Die Ausgaben in französischer Volkssprache nahmen vor allem nach der Mitte des Jahrhunderts zu, parallel zur Verbreitung reformierter Ideen und der katholischen Gegenreformation. Die Verleger Monstreuil und Richer arbeiteten in einem stark wettbewerbsorientierten Markt, in dem Druckqualität, der Einsatz eingeritzter Titel und die Tragbarkeit des Oktavformats entscheidende Faktoren für den kommerziellen Erfolg waren. Die Verbreitung solcher Bände war breit, doch das Überleben in intakten Zustand ist heute relativ begrenzt, bedingt durch den intensiven häuslichen Gebrauch.
LEKTÜRKUNDE UND VERWEISE
ICCU/OPAC SBN: zu überprüfen (Suche nach „La Saincte Bible contenant le vieil et le nouveau Testament“, Paris 1598, Monstreuil, Richer).
USTC (Universal Short Title Catalogue): Pariser Ausgaben der französischen Bibel 1598, mit konkreter Nummer zu identifizieren.
BnF Catalogue général: Suche nach Ausgabe Paris, Monstreuil et Richer, 1598.
Adams, H. M., Catalogue of Books Printed on the Continent of Europe, 1501–1600, Cambridge, 1967, s.v. Bible (französische Ausgaben des späten XVI. Jahrhunderts).
Darlow & Moule, Historical Catalogue of the Printed Editions of Holy Scripture, British and Foreign Bible Society, London, 1903–1911, Abschnitt French Bibles, XVI Jahrhundert (konkrete Nummer je nach Textvariante zu überprüfen).
Delaveau, M., Les Bibles en français au XVIe siècle, Paris, Studien zur französischen Bibeltradition.
