Cesare - Quae Extant Omnia - 1737






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Quae Extant Omnia von Cesare, eine illustrierte lateinische Ausgabe, Venezia Albrizzi 1737, erste Ausgabe in diesem Format, Halbledereinband, 732 Seiten, 305 × 227 mm, in gutem Zustand.
Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
BRITANNIA DURCH HISTORIE, PROPAGANDA UND MYTHOS: CAESAR ILLUSTRIERT, IM ZEICHEN DES IMPERIUM
Diese elegante venezianische Ausgabe von 1737 der Werke Caesars repräsentiert einen der raffiniertesten Momente der reception des klassischen Textes im 18. Jahrhundert, in dem Gelehrsamkeit, ikonografischer Apparat und editorielle Ambition sich zu einem Produkt von hohem Niveau verbinden. Die Anwesenheit von Kupferstichtafeln, wie jener, die die römische Britannia mit ethnografischen Figuren zeigt, übersetzt den cesarianischen Bericht visuell, verwandelt den historischen Text in eine nahezu theatrale und symbolische Erzählung der römischen Herrschaft. Die zweisprachige lateinisch-italienische Ausgabe, betreut von Francesco Baldelli, spiegelt einen didaktischen und populärwissenschaftlichen Willen wider, der typisch für das venezianische Aufklärungstreiben ist, bewahrt aber zugleich eine starke Feierstimmung der römischen Imperialmacht, gefiltert durch die spätbarocke Ästhetik der Kupferstiche.
MARKET VALUE
Die vollständigen Exemplare dieser venezianischen Ausgabe von 1737, mit Kupferstichen und in gutem Zustand, befinden sich in einer Regelspanne von ca. 700 bis 1.000 Euro, mit Höchstpreisen für besonders frische Exemplare, mit intakten Randbemerkungen und zeitgenössischen Bindungen gut erhalten.
PHYSICAL DESCRIPTION AND CONDITION
Zeitgenössische Bindung in hellbraunem Kalbsleder mit Ecken, Goldprägung auf dem Rückentitel. Frontispiz in Kupferstich mit Porträt Caesars, Titelblatt in Rot und Schwarz mit kupferstichartiger Vignette, 5 zwischen dem Text stehende Tafeln (einige gefaltet), zahlreiche mit dem Text eingelegte Kupferstiche. Blätter mit einzelnen Bräunungen und Flecken. In alten Büchern, deren Geschichte mehrere Jahrhunderte umfasst, können einige Unvollkommenheiten auftreten, die in der Beschreibung nicht immer hervorgehoben sind. Pp. (2); 2nn; 686; 2nn; 40; (2).
FULL TITLE AND AUTHOR
Quae Extant Omnia, Italische Version.
Venezia, Albrizzi, 1737.
Gaius Julius Caesar.
CONTEXT AND SIGNIFICANCE
Diese Ausgabe reiht sich in die lange bibliographische Tradition der cesarianischen Werke ein, die von der römischen princeps des 15. Jahrhunderts durch das Humanismus bis ins 18. Jahrhundert als fundamentaler Text der europäischen historischen und politischen Kultur reicht. Der Wert dieser venezianischen Druckausgabe liegt nicht nur in der Typografik der Albrizzi-Werkstatt, sondern vor allem im ikonografischen Apparat, der die Erzählung von der Eroberung Galliens und Britanniens in Bilder übersetzt. Die hier vorgestellte Tafel, der Britannia Romana gewidmet, ist besonders bedeutend: Sie verbindet Kartografie, Ethnografie und die symbolische Konstruktion von Otherschaft. Die Figuren der Britanni — Druiden, Kriegerinnen und dargestellte Frauen — verkörpern eine zugleich anthropologische und propagandistische Sicht, in der die barbarische Welt durch den römischen Blick geordnet und lesbar gemacht wird. Das Bild ist nicht bloß Illustration, sondern Instrument historischer und ideologischer Interpretation: Caesar wird somit nicht nur Autor, sondern Regisseur einer imperialen Vorstellung, die durch die Jahrhunderte hindurchgeht.
BIOGRAPHY OF THE AUTHOR
Gajus Iulius Caesar (100 v. Chr. – 44 v. Chr.) war römischer General, Politiker und Schriftsteller, eine zentrale Figur in der Transformation der Republik in das Imperium. Seine Werke, besonders die Commentarii de bello Gallico und de bello civili, gelten als Muster lateinischer Prosa in Klarheit und Strenge, dienen aber auch als Propagandainstrumente, mit dem Ziel, seine militärischen Feldzüge und seine persönliche Macht zu legitimieren.
PRINTING HISTORY AND CIRCULATION
Caesars Werke gehörten zu den am häufigsten gedruckten klassischen Texten seit der Erfindung des Buchdrucks. Die zweisprachigen Ausgaben mit volkssprachlicher Übersetzung verbreiteten sich vor allem zwischen dem 17. und 18. Jahrhundert und richteten sich an ein breiteres, weniger spezialisiertes Publikum. Die Albrizzi-Ausgabe von 1737 zeichnet sich durch die Qualität der Kupferstiche und die didaktische Anordnung des Gegenübertextes aus und fügt sich ein in die lebendige venezianische Produktion jener Zeit, die Humanismus-Tradition und illustratives Geschmackserlebnis verband.
BIBLIOGRAPHY AND REFERENCES
EDIT16 (für cesarianische Tradition des 16. Jahrhunderts, typologischem Vergleich);
ICCU / OPAC SBN: Einträge zu venezianischen Ausgaben Caesars im 18. Jahrhundert (Suche nach Albrizzi, 1737);
Brunet, Manuel du libraire, II, col. 482-486 (Einträge zu Caesar und Hauptausgaben);
Graesse, Trésor de livres rares, II, S. 58;
Adams, Catalogue of Books Printed on the Continent, C-432 (für cesarianische EDITOR-Tradition);
British Library Catalogue, Einträge zu illustrierten Ausgaben Caesars des 18. Jahrhunderts;
USTC (Universal Short Title Catalogue), vergleichende Daten zu europäischen Ausgaben des 18. Jahrhunderts.
Der Verkäufer stellt sich vor
Übersetzt mit Google ÜbersetzerBRITANNIA DURCH HISTORIE, PROPAGANDA UND MYTHOS: CAESAR ILLUSTRIERT, IM ZEICHEN DES IMPERIUM
Diese elegante venezianische Ausgabe von 1737 der Werke Caesars repräsentiert einen der raffiniertesten Momente der reception des klassischen Textes im 18. Jahrhundert, in dem Gelehrsamkeit, ikonografischer Apparat und editorielle Ambition sich zu einem Produkt von hohem Niveau verbinden. Die Anwesenheit von Kupferstichtafeln, wie jener, die die römische Britannia mit ethnografischen Figuren zeigt, übersetzt den cesarianischen Bericht visuell, verwandelt den historischen Text in eine nahezu theatrale und symbolische Erzählung der römischen Herrschaft. Die zweisprachige lateinisch-italienische Ausgabe, betreut von Francesco Baldelli, spiegelt einen didaktischen und populärwissenschaftlichen Willen wider, der typisch für das venezianische Aufklärungstreiben ist, bewahrt aber zugleich eine starke Feierstimmung der römischen Imperialmacht, gefiltert durch die spätbarocke Ästhetik der Kupferstiche.
MARKET VALUE
Die vollständigen Exemplare dieser venezianischen Ausgabe von 1737, mit Kupferstichen und in gutem Zustand, befinden sich in einer Regelspanne von ca. 700 bis 1.000 Euro, mit Höchstpreisen für besonders frische Exemplare, mit intakten Randbemerkungen und zeitgenössischen Bindungen gut erhalten.
PHYSICAL DESCRIPTION AND CONDITION
Zeitgenössische Bindung in hellbraunem Kalbsleder mit Ecken, Goldprägung auf dem Rückentitel. Frontispiz in Kupferstich mit Porträt Caesars, Titelblatt in Rot und Schwarz mit kupferstichartiger Vignette, 5 zwischen dem Text stehende Tafeln (einige gefaltet), zahlreiche mit dem Text eingelegte Kupferstiche. Blätter mit einzelnen Bräunungen und Flecken. In alten Büchern, deren Geschichte mehrere Jahrhunderte umfasst, können einige Unvollkommenheiten auftreten, die in der Beschreibung nicht immer hervorgehoben sind. Pp. (2); 2nn; 686; 2nn; 40; (2).
FULL TITLE AND AUTHOR
Quae Extant Omnia, Italische Version.
Venezia, Albrizzi, 1737.
Gaius Julius Caesar.
CONTEXT AND SIGNIFICANCE
Diese Ausgabe reiht sich in die lange bibliographische Tradition der cesarianischen Werke ein, die von der römischen princeps des 15. Jahrhunderts durch das Humanismus bis ins 18. Jahrhundert als fundamentaler Text der europäischen historischen und politischen Kultur reicht. Der Wert dieser venezianischen Druckausgabe liegt nicht nur in der Typografik der Albrizzi-Werkstatt, sondern vor allem im ikonografischen Apparat, der die Erzählung von der Eroberung Galliens und Britanniens in Bilder übersetzt. Die hier vorgestellte Tafel, der Britannia Romana gewidmet, ist besonders bedeutend: Sie verbindet Kartografie, Ethnografie und die symbolische Konstruktion von Otherschaft. Die Figuren der Britanni — Druiden, Kriegerinnen und dargestellte Frauen — verkörpern eine zugleich anthropologische und propagandistische Sicht, in der die barbarische Welt durch den römischen Blick geordnet und lesbar gemacht wird. Das Bild ist nicht bloß Illustration, sondern Instrument historischer und ideologischer Interpretation: Caesar wird somit nicht nur Autor, sondern Regisseur einer imperialen Vorstellung, die durch die Jahrhunderte hindurchgeht.
BIOGRAPHY OF THE AUTHOR
Gajus Iulius Caesar (100 v. Chr. – 44 v. Chr.) war römischer General, Politiker und Schriftsteller, eine zentrale Figur in der Transformation der Republik in das Imperium. Seine Werke, besonders die Commentarii de bello Gallico und de bello civili, gelten als Muster lateinischer Prosa in Klarheit und Strenge, dienen aber auch als Propagandainstrumente, mit dem Ziel, seine militärischen Feldzüge und seine persönliche Macht zu legitimieren.
PRINTING HISTORY AND CIRCULATION
Caesars Werke gehörten zu den am häufigsten gedruckten klassischen Texten seit der Erfindung des Buchdrucks. Die zweisprachigen Ausgaben mit volkssprachlicher Übersetzung verbreiteten sich vor allem zwischen dem 17. und 18. Jahrhundert und richteten sich an ein breiteres, weniger spezialisiertes Publikum. Die Albrizzi-Ausgabe von 1737 zeichnet sich durch die Qualität der Kupferstiche und die didaktische Anordnung des Gegenübertextes aus und fügt sich ein in die lebendige venezianische Produktion jener Zeit, die Humanismus-Tradition und illustratives Geschmackserlebnis verband.
BIBLIOGRAPHY AND REFERENCES
EDIT16 (für cesarianische Tradition des 16. Jahrhunderts, typologischem Vergleich);
ICCU / OPAC SBN: Einträge zu venezianischen Ausgaben Caesars im 18. Jahrhundert (Suche nach Albrizzi, 1737);
Brunet, Manuel du libraire, II, col. 482-486 (Einträge zu Caesar und Hauptausgaben);
Graesse, Trésor de livres rares, II, S. 58;
Adams, Catalogue of Books Printed on the Continent, C-432 (für cesarianische EDITOR-Tradition);
British Library Catalogue, Einträge zu illustrierten Ausgaben Caesars des 18. Jahrhunderts;
USTC (Universal Short Title Catalogue), vergleichende Daten zu europäischen Ausgaben des 18. Jahrhunderts.
