Justiniani - Rerum Venetarum - 1610





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Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
LIBRO-MONUMENTO DER SERENISSIMA: DIE POLITISCHE MYTHOS VON VENEZIA IN DER VERGANGENHEIT
Werk mit breitem historischem und feierlichem Horizont, das Rerum Venetarum ab Urbe Condita von Pietro Giustiniani erweist sich als einer der ehrgeizigsten seicentesken Versuche, das Gedächtnis der Republik Venedig systematisch zu fixieren. Durch eine Erzählung, die Chronik, zivile Rhetorik und identitätsstiftende Konstruktion verwebt, gibt der Autor eine kompakte und fast mythische Vision der Serenissima wieder und hebt sie zu Muster politischer und moralischer Orientierung. Der Band etabliert sich als ein echtes Kultur-Device: nicht nur Geschichte, sondern Legitimation, nicht nur Archiv, sondern typografisches Monument, das darauf abzielt, die Größe Venedigs im Laufe der Zeit zu perpetuieren.
MARKTWERTE
Originalkopien dieser Ausgabe von 1610 sind auf dem Antiquariatsmarkt bemerkenswert rar, vor allem in der zeitgenössischen Einbandfassung. Die Auktionsspannen und aktuelle Verfügbarkeiten weisen auf eine Bewertungsspanne hin, die allgemein zwischen 1.000 und 3.000 Euro liegt, mit Spitzenwerten für gut erhaltene Exemplare, vollständige Ausgaben und mit relevanten Provenienzen. Exemplare mit strukturellen Mängeln, wie im vorliegenden Fall, liegen im unteren Mittelfeld, behalten aber aufgrund der Seltenheit der Arbeit dennoch ein Interesse.
PHYSICALE BESCHREIBUNG UND ZUSTAND
Lederband in Vollleder, Gebrauchsspuren, Mängel und lose Lebensnägel. Rote Schnitte. Fiorituren und graduelle Verfärbungen. Vorhandensein einer Initialholzschnitt-Druckintention und einer Typografischen Vignette auf dem Titelblatt. Bei alten Büchern mit einer jahrhundertelangen Geschichte können einige Unregelmäßigkeiten auftreten, die nicht immer in der Beschreibung erfasst sind. Pp. (2); 12nn; 354; 60nn; (8).
VOLLSTÄNDIGER TITEL UND AUTOR
Rerum Venetarum ab Urbe Condita.
Argentorati, Lazari Zetzneri, 1610.
Petri Justiniani.
KONTEXT UND BEDEUTUNG
Das Werk reiht sich in die Tradition der großen bürgerlich-humanistischen Chroniken ein, neben Modellen wie Sabellico und Paruta, unterscheidet sich jedoch durch seine umfassende chronologische Breite und systematische Ambition. Giustiniani konstruiert eine fortlaufende Erzählung der venezianischen Republik von ihrer mythischen Herkunft bis zur Gegenwart, wobei Chronistik, Dokumentation und Belletristik kombiniert werden. Der Text wechselt zwischen politischen Annalen, Militärberichten, Beschreibungen der Magistraturen und Porträts der Doge und trägt dazu bei, ein kohärentes und idealisiertes Bild des Staates zu festigen. In diesem Sinne ist das Werk nicht nur Geschichte, sondern ein Instrument politischer Selbstrepräsentation: ein Werk, das darauf abzielt, die venezianische Identität durch die Feier ihrer zivilen Tugenden, der institutionellen Stabilität und der historischen Kontinuität zu stärken. Die Drucklegung bei Zetzner, einem bedeutenden in Straßburg aktiven Verleger, positioniert das Werk außerdem in einem europäischen Wissensverbreitungsnetz, das seinen Einfluss über die Grenzen der Serenissima hinaus erweitert.
BIOGRAPHIE DES AUTORS
Pietro Giustiniani,glied einer der angesehensten venezianischen Patrizierfamilien, war Historiker und Gelehrter, der zwischen dem Ende des 16. und dem Beginn des 17. Jahrhunderts wirkte. Seine humanistische Bildung und seine Verwurzelung in der venezianischen politischen Tradition kommen in seinem Hauptwerk deutlich zum Ausdruck, wo Gelehrtheit, Bürgertumssinn und feierlicher Wille zusammenfließen. Sein Schaffen spiegelt das Bedürfnis wider, wie in der postrenaissancischen Epoche typisch, das Gedächtnis der republikanischen Institutionen zu festigen und weiterzugeben.
PRINTING HISTORY UND VERBREITUNG
Die Ausgabe von 1610 stellt die erste und bedeutendste Druckversion des Werkes dar, geschaffen von Lazarus Zetzner, einem Verleger, der für die Verbreitung gelehrter und historischer Texte im europäischen Rahmen bekannt ist. Die wahrscheinlich begrenzte Auflage und der fachliche Gehalt trugen zur relativen Seltenheit der Kopien bis heute bei. Der Umlauf des Werkes war vermutlich auf gebildete und institutionelle Kreise beschränkt, heute eine wertvolle Zeugenschaft der venezianischen Geschichtskultur des frühen Siebenzehnten Jahrhunderts.
LITERATUR UND VERZEICHNIS
ICCU/OPAC SBN: Identifikation der vorliegenden Ausgabe in italienischen Katalogen (Eintrag prüfen basierend auf einem konkreten Exemplar)
WorldCat: Eintrag zur Ausgabe Argentorati, 1610 (ortsbezogene Institutionen überprüfen)
Graesse, Trésor de livres rares, Bd. III, S. 123 (Eintrag Justiniani)
Brunet, Manuel du libraire, III, Sp. 586 (Hinweis auf venezianische Historien)
Cicogna, Delle iscrizioni veneziane, im historischen Kontext der venezianischen Quellen
Arnaldi – Pastore Stocchi, Storia della cultura veneta, Bd. IV (zum historiografischen Kontext)
Der Verkäufer stellt sich vor
Übersetzt mit Google ÜbersetzerLIBRO-MONUMENTO DER SERENISSIMA: DIE POLITISCHE MYTHOS VON VENEZIA IN DER VERGANGENHEIT
Werk mit breitem historischem und feierlichem Horizont, das Rerum Venetarum ab Urbe Condita von Pietro Giustiniani erweist sich als einer der ehrgeizigsten seicentesken Versuche, das Gedächtnis der Republik Venedig systematisch zu fixieren. Durch eine Erzählung, die Chronik, zivile Rhetorik und identitätsstiftende Konstruktion verwebt, gibt der Autor eine kompakte und fast mythische Vision der Serenissima wieder und hebt sie zu Muster politischer und moralischer Orientierung. Der Band etabliert sich als ein echtes Kultur-Device: nicht nur Geschichte, sondern Legitimation, nicht nur Archiv, sondern typografisches Monument, das darauf abzielt, die Größe Venedigs im Laufe der Zeit zu perpetuieren.
MARKTWERTE
Originalkopien dieser Ausgabe von 1610 sind auf dem Antiquariatsmarkt bemerkenswert rar, vor allem in der zeitgenössischen Einbandfassung. Die Auktionsspannen und aktuelle Verfügbarkeiten weisen auf eine Bewertungsspanne hin, die allgemein zwischen 1.000 und 3.000 Euro liegt, mit Spitzenwerten für gut erhaltene Exemplare, vollständige Ausgaben und mit relevanten Provenienzen. Exemplare mit strukturellen Mängeln, wie im vorliegenden Fall, liegen im unteren Mittelfeld, behalten aber aufgrund der Seltenheit der Arbeit dennoch ein Interesse.
PHYSICALE BESCHREIBUNG UND ZUSTAND
Lederband in Vollleder, Gebrauchsspuren, Mängel und lose Lebensnägel. Rote Schnitte. Fiorituren und graduelle Verfärbungen. Vorhandensein einer Initialholzschnitt-Druckintention und einer Typografischen Vignette auf dem Titelblatt. Bei alten Büchern mit einer jahrhundertelangen Geschichte können einige Unregelmäßigkeiten auftreten, die nicht immer in der Beschreibung erfasst sind. Pp. (2); 12nn; 354; 60nn; (8).
VOLLSTÄNDIGER TITEL UND AUTOR
Rerum Venetarum ab Urbe Condita.
Argentorati, Lazari Zetzneri, 1610.
Petri Justiniani.
KONTEXT UND BEDEUTUNG
Das Werk reiht sich in die Tradition der großen bürgerlich-humanistischen Chroniken ein, neben Modellen wie Sabellico und Paruta, unterscheidet sich jedoch durch seine umfassende chronologische Breite und systematische Ambition. Giustiniani konstruiert eine fortlaufende Erzählung der venezianischen Republik von ihrer mythischen Herkunft bis zur Gegenwart, wobei Chronistik, Dokumentation und Belletristik kombiniert werden. Der Text wechselt zwischen politischen Annalen, Militärberichten, Beschreibungen der Magistraturen und Porträts der Doge und trägt dazu bei, ein kohärentes und idealisiertes Bild des Staates zu festigen. In diesem Sinne ist das Werk nicht nur Geschichte, sondern ein Instrument politischer Selbstrepräsentation: ein Werk, das darauf abzielt, die venezianische Identität durch die Feier ihrer zivilen Tugenden, der institutionellen Stabilität und der historischen Kontinuität zu stärken. Die Drucklegung bei Zetzner, einem bedeutenden in Straßburg aktiven Verleger, positioniert das Werk außerdem in einem europäischen Wissensverbreitungsnetz, das seinen Einfluss über die Grenzen der Serenissima hinaus erweitert.
BIOGRAPHIE DES AUTORS
Pietro Giustiniani,glied einer der angesehensten venezianischen Patrizierfamilien, war Historiker und Gelehrter, der zwischen dem Ende des 16. und dem Beginn des 17. Jahrhunderts wirkte. Seine humanistische Bildung und seine Verwurzelung in der venezianischen politischen Tradition kommen in seinem Hauptwerk deutlich zum Ausdruck, wo Gelehrtheit, Bürgertumssinn und feierlicher Wille zusammenfließen. Sein Schaffen spiegelt das Bedürfnis wider, wie in der postrenaissancischen Epoche typisch, das Gedächtnis der republikanischen Institutionen zu festigen und weiterzugeben.
PRINTING HISTORY UND VERBREITUNG
Die Ausgabe von 1610 stellt die erste und bedeutendste Druckversion des Werkes dar, geschaffen von Lazarus Zetzner, einem Verleger, der für die Verbreitung gelehrter und historischer Texte im europäischen Rahmen bekannt ist. Die wahrscheinlich begrenzte Auflage und der fachliche Gehalt trugen zur relativen Seltenheit der Kopien bis heute bei. Der Umlauf des Werkes war vermutlich auf gebildete und institutionelle Kreise beschränkt, heute eine wertvolle Zeugenschaft der venezianischen Geschichtskultur des frühen Siebenzehnten Jahrhunderts.
LITERATUR UND VERZEICHNIS
ICCU/OPAC SBN: Identifikation der vorliegenden Ausgabe in italienischen Katalogen (Eintrag prüfen basierend auf einem konkreten Exemplar)
WorldCat: Eintrag zur Ausgabe Argentorati, 1610 (ortsbezogene Institutionen überprüfen)
Graesse, Trésor de livres rares, Bd. III, S. 123 (Eintrag Justiniani)
Brunet, Manuel du libraire, III, Sp. 586 (Hinweis auf venezianische Historien)
Cicogna, Delle iscrizioni veneziane, im historischen Kontext der venezianischen Quellen
Arnaldi – Pastore Stocchi, Storia della cultura veneta, Bd. IV (zum historiografischen Kontext)
