Giovenale - Satyrae Sexdecim - 1602-1603






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Iuvenalis Satyrae sexdecim, lateinische Ausgabe in Pergament gebunden von Claude Morel (Lutetiae, 1602–1603), 1. Ausgabe in diesem Format, 832 Seiten, 228 × 164 mm, guter Zustand.
Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
DIE ALTEN SATIRE ALS INSTRUMENT DER KRITIK AN DER REGIERUNG, IM PARIS VON HEINRICH IV.
Diese raffinierte Pariser Ausgabe von 1603 der Satiren von Juvenal stellt einen der höchsten Momente der humanistischen Überlieferung des lateinischen Textes in der Blütezeit der französischen Druckkultur nach der Renaissance dar. Veröffentlicht von Claude Morel, einer zentralen Figur des klassischen Verlagswesens in Paris, verbindet das Werk den Text der sechzehn Satiren mit einem anspruchsvollen exegetischen Apparat, der Jahrhunderte des Lesens und der Auslegung schichtet. Juvenal tritt hier nicht nur als moralischer und oft zynischer Dichter hervor, sondern als kanonischer Autor, gefiltert durch Schule, Kommentar und erudite Tradition. Der Band verkörpert perfekt den Übergang vom „antiken“ zum modernen Lesen: Der Text ist nicht mehr nur Stimme, sondern Gegenstand des Studiums, des Vergleichs und intellektueller Disziplin.
MARKET VALUE
Die pariser Ausgaben von Juvenal aus den ersten Jahren des 17. Jahrhunderts, besonders jene, die aus den Druckereien von Claude Morel stammen, liegen in der Regel zwischen 500 und 700 Euro; innere Zustände, Frische des Papiers und Vorhandensein alter Anmerkungen können die Bewertung deutlich beeinflussen.
PHYSICAL DESCRIPTION AND CONDITION
Alte Bindung in halblederner Halbpergamentbindung mit handschriftlichem Titel am Rücken, die Deckel mit dekoriertem Papier bezogen (wahrscheinlicher späterer Eingriff oder zusammengesetzte Bindung); Gebrauchsspuren. Vorderdeckel mit rotem und schwarzem Druck und Typografemarke; lateinischer Text. Blätter mit einigen Blüten, Vergilbungen, Wellen und Flecken.
Index omnium vocabulorum... Vorderer Titel mit eleganter Typografenmarke Morel in der Mitte; sauberer Druck auf gesprenkeltem Papier. Übliche Altersspuren mit leichten Blüten und minimaler Vergilbung an den Rändern.
In alten Büchern, die eine jahrhundertelange Geschichte haben, können einige Ungenauigkeiten auftreten, die in der Beschreibung nicht immer berücksichtigt werden. Pp. (2); 16nn; 714; 98nn; (2).
FULL TITLE AND AUTHOR
Iunii Iuvenalis Satyrae sexdecim.
Lutetiae, apud Claudium Morellum, 1603.
[Bound w:]
Index omnium vocabulorum.
Lutetiae, apud Claudium Morellum, 1602.
Decimo Giunio Giovenale.
CONTEXT AND SIGNIFICANCE
Die Satiren von Juvenal bilden einen der Höhepunkte der imperialen lateinischen Literatur, berühmt für ihren Tonfall von Wucht, Moralismus und oft verzweifelter Kritik an der römischen Gesellschaft. Die Ausgabe von 1603 fügt sich in die große französische philologische Tradition ein, die zwischen dem 16. und 17. Jahrhundert Paris zu einem der Hauptzentren der Verbreitung der Klassiker machte. Claude Morel, Erbe der großen humanistischen Drucktradition, schafft hier eine Ausgabe zum Studium, bei der der Text von einem anspruchsvollen Kommentarsystem begleitet wird: vom alten Scholiaste bis zu den humanisten der Renaissance, wie Pithou und Pulmann. Dieser Apparat macht den Band zu einem grundlegenden didaktischen Werkzeug, bestimmt für Studierende und Gelehrte, und bezeugt die Verwandlung des klassischen Textes in ein Objekt systematischer Analyse.
BIOGRAPHY OF THE AUTHOR
Decimo Giunio Giovenale (I. Jh. n.Chr.) war römischer satirischer Dichter, bekannt für seine sechzehn Satiren in Hexametern. Sein Werk klagt mit oft heftigem Ton die moralische Korruption, die soziale Heuchelei und die Ungleichheiten des imperischen Rom an. Sein Stil, dicht und allusiv, beeinflusste die europäische satirische Tradition tiefgehend, von Dante bis zu modernen Autoren.
PRINTING HISTORY AND CIRCULATION
Die Ausgaben von Juvenal mit Kommentar vervielfältigen sich ab dem 15. Jahrhundert, doch erst im 16. Jahrhundert entwickelt sich eine echte kritische Verlagstradition, vor allem im französischen und flämischen Raum. Die pariser Ausgabe von 1603 von Claude Morel gehört zu dieser Linie und integriert alte und moderne Kommentare in einen einzigen Textkörper. Morel war eine der aktivsten Typografen bei der Verbreitung lateinischer Klassiker, trug dazu bei, den Text zu standardisieren und einem europäischen akademischen Publikum zugänglich zu machen.
BIBLIOGRAPHY AND REFERENCES
ICCU/OPAC SBN: Iuvenalis, Satyrae, Paris, Claude Morel, 1603 (Eintrag zur Überprüfung bezüglich des konkreten Exemplars)
WorldCat: Juvenal, Satires, Paris, Morel, 1603
Brunet, Manuel du libraire, III, col. 560
Graesse, Trésor de livres rares, III, p. 195
Schweiger, Handbuch der klassischen Bibliographie, II, pp. 512–520 (Verlagsgeschichte von Juvenal)
Cataloghi der Morel-Druckerei (Paris, Ende des 16. – Anfang des 17. Jahrhunderts)
Studi sulla ricezione umanistica di Giovenale e sulla tradizione degli scholia
Der Verkäufer stellt sich vor
DIE ALTEN SATIRE ALS INSTRUMENT DER KRITIK AN DER REGIERUNG, IM PARIS VON HEINRICH IV.
Diese raffinierte Pariser Ausgabe von 1603 der Satiren von Juvenal stellt einen der höchsten Momente der humanistischen Überlieferung des lateinischen Textes in der Blütezeit der französischen Druckkultur nach der Renaissance dar. Veröffentlicht von Claude Morel, einer zentralen Figur des klassischen Verlagswesens in Paris, verbindet das Werk den Text der sechzehn Satiren mit einem anspruchsvollen exegetischen Apparat, der Jahrhunderte des Lesens und der Auslegung schichtet. Juvenal tritt hier nicht nur als moralischer und oft zynischer Dichter hervor, sondern als kanonischer Autor, gefiltert durch Schule, Kommentar und erudite Tradition. Der Band verkörpert perfekt den Übergang vom „antiken“ zum modernen Lesen: Der Text ist nicht mehr nur Stimme, sondern Gegenstand des Studiums, des Vergleichs und intellektueller Disziplin.
MARKET VALUE
Die pariser Ausgaben von Juvenal aus den ersten Jahren des 17. Jahrhunderts, besonders jene, die aus den Druckereien von Claude Morel stammen, liegen in der Regel zwischen 500 und 700 Euro; innere Zustände, Frische des Papiers und Vorhandensein alter Anmerkungen können die Bewertung deutlich beeinflussen.
PHYSICAL DESCRIPTION AND CONDITION
Alte Bindung in halblederner Halbpergamentbindung mit handschriftlichem Titel am Rücken, die Deckel mit dekoriertem Papier bezogen (wahrscheinlicher späterer Eingriff oder zusammengesetzte Bindung); Gebrauchsspuren. Vorderdeckel mit rotem und schwarzem Druck und Typografemarke; lateinischer Text. Blätter mit einigen Blüten, Vergilbungen, Wellen und Flecken.
Index omnium vocabulorum... Vorderer Titel mit eleganter Typografenmarke Morel in der Mitte; sauberer Druck auf gesprenkeltem Papier. Übliche Altersspuren mit leichten Blüten und minimaler Vergilbung an den Rändern.
In alten Büchern, die eine jahrhundertelange Geschichte haben, können einige Ungenauigkeiten auftreten, die in der Beschreibung nicht immer berücksichtigt werden. Pp. (2); 16nn; 714; 98nn; (2).
FULL TITLE AND AUTHOR
Iunii Iuvenalis Satyrae sexdecim.
Lutetiae, apud Claudium Morellum, 1603.
[Bound w:]
Index omnium vocabulorum.
Lutetiae, apud Claudium Morellum, 1602.
Decimo Giunio Giovenale.
CONTEXT AND SIGNIFICANCE
Die Satiren von Juvenal bilden einen der Höhepunkte der imperialen lateinischen Literatur, berühmt für ihren Tonfall von Wucht, Moralismus und oft verzweifelter Kritik an der römischen Gesellschaft. Die Ausgabe von 1603 fügt sich in die große französische philologische Tradition ein, die zwischen dem 16. und 17. Jahrhundert Paris zu einem der Hauptzentren der Verbreitung der Klassiker machte. Claude Morel, Erbe der großen humanistischen Drucktradition, schafft hier eine Ausgabe zum Studium, bei der der Text von einem anspruchsvollen Kommentarsystem begleitet wird: vom alten Scholiaste bis zu den humanisten der Renaissance, wie Pithou und Pulmann. Dieser Apparat macht den Band zu einem grundlegenden didaktischen Werkzeug, bestimmt für Studierende und Gelehrte, und bezeugt die Verwandlung des klassischen Textes in ein Objekt systematischer Analyse.
BIOGRAPHY OF THE AUTHOR
Decimo Giunio Giovenale (I. Jh. n.Chr.) war römischer satirischer Dichter, bekannt für seine sechzehn Satiren in Hexametern. Sein Werk klagt mit oft heftigem Ton die moralische Korruption, die soziale Heuchelei und die Ungleichheiten des imperischen Rom an. Sein Stil, dicht und allusiv, beeinflusste die europäische satirische Tradition tiefgehend, von Dante bis zu modernen Autoren.
PRINTING HISTORY AND CIRCULATION
Die Ausgaben von Juvenal mit Kommentar vervielfältigen sich ab dem 15. Jahrhundert, doch erst im 16. Jahrhundert entwickelt sich eine echte kritische Verlagstradition, vor allem im französischen und flämischen Raum. Die pariser Ausgabe von 1603 von Claude Morel gehört zu dieser Linie und integriert alte und moderne Kommentare in einen einzigen Textkörper. Morel war eine der aktivsten Typografen bei der Verbreitung lateinischer Klassiker, trug dazu bei, den Text zu standardisieren und einem europäischen akademischen Publikum zugänglich zu machen.
BIBLIOGRAPHY AND REFERENCES
ICCU/OPAC SBN: Iuvenalis, Satyrae, Paris, Claude Morel, 1603 (Eintrag zur Überprüfung bezüglich des konkreten Exemplars)
WorldCat: Juvenal, Satires, Paris, Morel, 1603
Brunet, Manuel du libraire, III, col. 560
Graesse, Trésor de livres rares, III, p. 195
Schweiger, Handbuch der klassischen Bibliographie, II, pp. 512–520 (Verlagsgeschichte von Juvenal)
Cataloghi der Morel-Druckerei (Paris, Ende des 16. – Anfang des 17. Jahrhunderts)
Studi sulla ricezione umanistica di Giovenale e sulla tradizione degli scholia
