Eine Holzskulptur - Akuaba - Ghana (Ohne mindestpreis)






Mit fast einem Jahrzehnt Erfahrung in der Verbindung von Wissenschaft, Museumskuratierung und traditioneller Schmiedekunst hat Julien eine einzigartige Expertise in historischen Waffen, Rüstungen und afrikanischer Kunst entwickelt.
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Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
Die vorliegende Figur ist eine Akuaba (auch Akua’ba), eine hölzerne Fruchtbarkeitsfigur aus dem kulturellen Kontext des Asante (Ashanti)-Volkes im Süden Ghanas, insbesondere aus der Region um Kumasi, dem historischen Zentrum des Asante-Reichs. Diese Art von Figur gehört zur Akan-Kunsttradition Westafrikas und gehört zu den ikonischsten skulpturalen Ausdrucksformen dieser Region.
Die Skulptur folgt dem kanonischen Formschema der Akuaba-Figuren mit bemerkenswerter Klarheit. Das dominierende Merkmal ist der unverhältnismäßig große, runde und flache Kopf, der als visueller Brennpunkt dient. Seine Scheibenform wird oft als Symbol kosmischer Ordnung oder in Verbindung mit lunarer Fruchtbarkeit interpretiert. Der Kopf wird durch einen geschnitzten, runden Haarkranz betont, der – wie in diesem Beispiel – zusätzlich mit aufgelegten Perlenketten geschmückt ist. Diese Kombination aus geschnitzter Form und ergänzten Materialien deutet auf eine ästhetische Aufwertung hin, die sowohl soziale als auch rituelle Bedeutungen tragen kann.
Die Skulptur zeichnet sich durch ihre plastische Form und die Materialzugabe aus. Das Gesicht ist stark stilisiert und folgt einem strengen, minimalistischen Formalcode: Eine mondförmige Stirn mit mittigen Erhebungen strukturiert die obere Gesichtshälfte. Die Augenbrauen bilden geschwungene Bögen, die in eine lange, lineare Nase übergehen – ein charakteristisches Merkmal vieler Akuaba-Typen. Der kleine, kreisförmig geöffnete Mund und lineare Vertiefungen auf den Wangen können als Bezüge zu Schönheitsidealen oder Schönheitsritualen interpretiert werden, die in der Akan-Kultur identitätsprägende Funktionen hatten.
Der Hals wird durch ringförmige Rippen terminiert, ein Motiv, das sowohl ornamental als auch symbolisch für Reichtum, Schmuck und körperliche Attraktivität stehen kann. Der vergleichsweise kleine, frontal orientierte Körper rückt hinter die Dominanz des Kopfes zurück – eine absichtliche Ungleichheit, die die Bedeutung des Kopfes als Sitz von Schönheit und spiritueller Essenz unterstreicht. Die Arme, locker an den Seiten hängend, und die Betonung von Hals- und Hübdudeln mit Perlenketten verstärken den Bezug zur Weiblichkeit und Fruchtbarkeit.
Die dunkle, glatte und glänzende Patina auf der Oberfläche weist auf langjährige Benutzung und rituelle Handhabung hin. Solche Patinas entstehen oft durch wiederholtes Berühren, Ölauftragen oder das Abtragen am Körper und sind daher nicht nur ästhetische, sondern auch funktionale Ergebnisse der Nutzung.
Akuaba-Figuren sind besonders mit dem Asante-Volk der Akan-Gruppe verbunden, dessen kulturelles Zentrum Kumasi ist. Innerhalb dieser Gesellschaft, die durch eine matrilineare Abstammungsstruktur gekennzeichnet ist, nehmen Fruchtbarkeit und Mutterschaft zentrale soziale und symbolische Bedeutungen ein.
Die Figuren wurden traditionell von Frauen getragen, die sich ein Kind wünschten oder eine Schwangerschaft sicherstellen wollten. Sie wurden wie echte Kinder behandelt – getragen, gepflegt und geschmückt – und verkörpern ein Ideal weiblicher Schönheit, das zugleich auf das gewünschte Erscheinungsbild des zukünftigen Kindes anspielt. Über ihre Funktion als Fruchtbarkeitssymbole hinaus dienen sie als Träger komplexer Vorstellungen von Wohlstand, sozialer Ordnung und harmonischen Geschlechterbeziehungen. Nach Erfüllung ihrer Aufgabe wurden sie oft in Hausaltäre integriert oder an die nächste Generation weitergegeben.
Thus ist die Akuaba nicht bloß ein Objekt der materiellen Kultur, sondern ein Medium sozialer Praxis und symbolischer Kommunikation: Sie vereint Körper, Ritual und Gemeinschaft in einer kompakten Form.
Literatur (Auswahl)
Cole, Herbert M.; Ross, Doran H.: The Arts of Ghana. Los Angeles 1977.
Garrard, Timothy F.: Akan Weights and the Gold Trade. London 1980.
Ross, Doran H.: Wrapped in Pride: Ghanaian Kente and African American Identity. UCLA 1998.
Weller, Malcolm P.: “Ashanti fertility dolls (Akua’ba)”, in: The British Journal of Psychiatry (2012).
Sieber, Roy; Herreman, Frank: Hair in African Art and Culture. New York 2000.
Der Verkäufer stellt sich vor
Übersetzt mit Google ÜbersetzerDie vorliegende Figur ist eine Akuaba (auch Akua’ba), eine hölzerne Fruchtbarkeitsfigur aus dem kulturellen Kontext des Asante (Ashanti)-Volkes im Süden Ghanas, insbesondere aus der Region um Kumasi, dem historischen Zentrum des Asante-Reichs. Diese Art von Figur gehört zur Akan-Kunsttradition Westafrikas und gehört zu den ikonischsten skulpturalen Ausdrucksformen dieser Region.
Die Skulptur folgt dem kanonischen Formschema der Akuaba-Figuren mit bemerkenswerter Klarheit. Das dominierende Merkmal ist der unverhältnismäßig große, runde und flache Kopf, der als visueller Brennpunkt dient. Seine Scheibenform wird oft als Symbol kosmischer Ordnung oder in Verbindung mit lunarer Fruchtbarkeit interpretiert. Der Kopf wird durch einen geschnitzten, runden Haarkranz betont, der – wie in diesem Beispiel – zusätzlich mit aufgelegten Perlenketten geschmückt ist. Diese Kombination aus geschnitzter Form und ergänzten Materialien deutet auf eine ästhetische Aufwertung hin, die sowohl soziale als auch rituelle Bedeutungen tragen kann.
Die Skulptur zeichnet sich durch ihre plastische Form und die Materialzugabe aus. Das Gesicht ist stark stilisiert und folgt einem strengen, minimalistischen Formalcode: Eine mondförmige Stirn mit mittigen Erhebungen strukturiert die obere Gesichtshälfte. Die Augenbrauen bilden geschwungene Bögen, die in eine lange, lineare Nase übergehen – ein charakteristisches Merkmal vieler Akuaba-Typen. Der kleine, kreisförmig geöffnete Mund und lineare Vertiefungen auf den Wangen können als Bezüge zu Schönheitsidealen oder Schönheitsritualen interpretiert werden, die in der Akan-Kultur identitätsprägende Funktionen hatten.
Der Hals wird durch ringförmige Rippen terminiert, ein Motiv, das sowohl ornamental als auch symbolisch für Reichtum, Schmuck und körperliche Attraktivität stehen kann. Der vergleichsweise kleine, frontal orientierte Körper rückt hinter die Dominanz des Kopfes zurück – eine absichtliche Ungleichheit, die die Bedeutung des Kopfes als Sitz von Schönheit und spiritueller Essenz unterstreicht. Die Arme, locker an den Seiten hängend, und die Betonung von Hals- und Hübdudeln mit Perlenketten verstärken den Bezug zur Weiblichkeit und Fruchtbarkeit.
Die dunkle, glatte und glänzende Patina auf der Oberfläche weist auf langjährige Benutzung und rituelle Handhabung hin. Solche Patinas entstehen oft durch wiederholtes Berühren, Ölauftragen oder das Abtragen am Körper und sind daher nicht nur ästhetische, sondern auch funktionale Ergebnisse der Nutzung.
Akuaba-Figuren sind besonders mit dem Asante-Volk der Akan-Gruppe verbunden, dessen kulturelles Zentrum Kumasi ist. Innerhalb dieser Gesellschaft, die durch eine matrilineare Abstammungsstruktur gekennzeichnet ist, nehmen Fruchtbarkeit und Mutterschaft zentrale soziale und symbolische Bedeutungen ein.
Die Figuren wurden traditionell von Frauen getragen, die sich ein Kind wünschten oder eine Schwangerschaft sicherstellen wollten. Sie wurden wie echte Kinder behandelt – getragen, gepflegt und geschmückt – und verkörpern ein Ideal weiblicher Schönheit, das zugleich auf das gewünschte Erscheinungsbild des zukünftigen Kindes anspielt. Über ihre Funktion als Fruchtbarkeitssymbole hinaus dienen sie als Träger komplexer Vorstellungen von Wohlstand, sozialer Ordnung und harmonischen Geschlechterbeziehungen. Nach Erfüllung ihrer Aufgabe wurden sie oft in Hausaltäre integriert oder an die nächste Generation weitergegeben.
Thus ist die Akuaba nicht bloß ein Objekt der materiellen Kultur, sondern ein Medium sozialer Praxis und symbolischer Kommunikation: Sie vereint Körper, Ritual und Gemeinschaft in einer kompakten Form.
Literatur (Auswahl)
Cole, Herbert M.; Ross, Doran H.: The Arts of Ghana. Los Angeles 1977.
Garrard, Timothy F.: Akan Weights and the Gold Trade. London 1980.
Ross, Doran H.: Wrapped in Pride: Ghanaian Kente and African American Identity. UCLA 1998.
Weller, Malcolm P.: “Ashanti fertility dolls (Akua’ba)”, in: The British Journal of Psychiatry (2012).
Sieber, Roy; Herreman, Frank: Hair in African Art and Culture. New York 2000.
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