Eine Holzskulptur - Prampram - Ghana (Ohne mindestpreis)






Mit fast einem Jahrzehnt Erfahrung in der Verbindung von Wissenschaft, Museumskuratierung und traditioneller Schmiedekunst hat Julien eine einzigartige Expertise in historischen Waffen, Rüstungen und afrikanischer Kunst entwickelt.
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Eine hölzerne Skulptur, ein Paar Prampram-Figuren aus Ghana auf separaten Sockeln, ca. 74 cm hoch, in fairem Zustand.
Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
Die gegenwärtige Gruppe von Skulpturen, bestehend aus zwei Figuren auf separaten Sockeln, gehört zur seltenen und nur fragmentarisch erforschten Tradition der sogenannten PramPram-Figuren aus dem südlichen Ghana. Ihr Herkunftskontext liegt in der Küstenregion östlich von Accra, insbesondere in der Nähe der Stadt Prampram, die Teil des kulturellen Bereichs der Ga Dangme-Gesellschaften ist.
Die beiden Figuren erscheinen als bewusst als Paar konzipiert, wobei der Größen- und Haltungsunterschied eine dynamische Dualität schafft. Die kleinere Figur links legt die Hände in die Hüften, wodurch eine Pose des Selbstbehauptens oder der aktiven Gegenwart artikuliert wird, während die größere Figur rechts mit locker hängenden Armen einen ruhigeren, ausgleichenden Gegenpart bildet. Diese komplementäre Gegenübersetzung kann als visuelle Darstellung sozialer Beziehungen interpretiert werden – beispielsweise in Bezug auf Geschlechterunterschied, Hierarchie oder symbolisches Gleichgewicht.
Formal folgen beide Figuren einem deutlich reduzierten Kanon: Die Körper sind hoch abstraktiert, mit schlanken, spitzen Gliedmaßen und einer klaren Frontalität. Die Köpfe erscheinen als einfache, gerundete Volumen, leicht im Verhältnis zum Körper betont. Gesichtszüge sind auf elementare Zeichen reduziert – Augen als minimale Markierungen, eine angedeutete Nase und ein kreisförmig offener Mund. Letzterer, in Form eines „O“, kann als Zeichen von Sprache, Atem oder ritueller Artikulation interpretiert werden und verweist auf die performative Dimension solcher Figuren in ihrem ursprünglichen Kontext.
Charakteristisch ist die intensive, reichrote Färbung beider Figuren, die jedoch teilweise abblättert ist und so die materielle Geschichte des Objekts freilegt. Die Malerei spielte bei PramPram-Skulpturen offenbar nicht nur eine ästhetische, sondern auch eine symbolische Rolle. Verschiedene Farbschichten – wie die schwarze Pigmentierung auf der Rückseite des Kopfes der größeren Figur – könnten auf differenzierte Bedeutungszuweisungen, rituelle Aktivierungen oder zeitliche Nutzungsphasen hindeuten. Vergleichbare Beispiele zeigen, dass Farbtöne innerhalb dieser Tradition häufig mit ritueller Bedeutung assoziiert sind.
Die formale Reduktion der Anatomie – das Fehlen detailreicher Hände und Füße – ist keineswegs als technische Vereinfachung zu verstehen, sondern als bewusste Konzentration auf wesentliche expressive Elemente. Der Körper wird zum Träger von Haltung und Beziehung, nicht von individueller Physiognomie.
Die PramPram-Figuren gehören zu einer lokal begrenzten und vergleichsweise schlecht dokumentierten künstlerischen Tradition innerhalb der Ga Dangme-Kulturen der ostsüdostlichen Küste Ghans. Ihre stilistische Eigenständigkeit wird oft mit Einflüssen aus benachbarten Regionen verbunden – insbesondere Nordghana und Togo – was auf eine historische Mobilität von Künstlern und kulturellen Austausch hindeutet.
Paar-Figuren nehmen eine Sonderstellung innerhalb dieser Tradition ein. Sie werden als komplementäre Einheiten verstanden und stehen vermutlich im Zusammenhang mit lokalen Schreinpraktiken, Ahnenverehrung oder schützenden Ritualen. Ihre Funktion ist nicht vollständig geklärt, doch vorhandene Belege deuten darauf hin, dass sie in domestischen oder gemeinschaftlichen Kontexten platziert wurden und als Vermittler zwischen Lebenden und Ahnen fungierten.
Außerdem können solche Figuren als materielle Manifestationen sozialer Ordnung interpretiert werden: Die Paarung spiegelt grundlegende Dualitätskonzepte wider – wie männlich/weiblich, aktiv/passiv oder sichtbar/versteckt – und übersetzt diese in eine skulpturale Form. Der Einsatz von Farbe verstärkt diese symbolische Ebene, indem er die Figuren nicht nur sichtbar macht, sondern sie auch als Träger ritueller Energie kennzeichnet.
Literatur (Auswahl):
Cole, Herbert M.; Ross, Doran H.: The Arts of Ghana. Los Angeles 1977.
Arhin, Kwame: “The Political and Cultural History of the Ga People”, in: Transactions of the Historical Society of Ghana, 1974.
Nooter, Mary H.; Roberts, Allen F.: Memory: Luba Art and the Making of History. New York 1996.
Dogbe, B. K.: “The Human Form as a Central Theme in Art”, in: Image (Journal of the College of Art), Kumasi 1977.
Höhe: 58 cm / 74 cm
Gewicht: 1,1 kg / 1,8 kg
Der Verkäufer stellt sich vor
Übersetzt mit Google ÜbersetzerDie gegenwärtige Gruppe von Skulpturen, bestehend aus zwei Figuren auf separaten Sockeln, gehört zur seltenen und nur fragmentarisch erforschten Tradition der sogenannten PramPram-Figuren aus dem südlichen Ghana. Ihr Herkunftskontext liegt in der Küstenregion östlich von Accra, insbesondere in der Nähe der Stadt Prampram, die Teil des kulturellen Bereichs der Ga Dangme-Gesellschaften ist.
Die beiden Figuren erscheinen als bewusst als Paar konzipiert, wobei der Größen- und Haltungsunterschied eine dynamische Dualität schafft. Die kleinere Figur links legt die Hände in die Hüften, wodurch eine Pose des Selbstbehauptens oder der aktiven Gegenwart artikuliert wird, während die größere Figur rechts mit locker hängenden Armen einen ruhigeren, ausgleichenden Gegenpart bildet. Diese komplementäre Gegenübersetzung kann als visuelle Darstellung sozialer Beziehungen interpretiert werden – beispielsweise in Bezug auf Geschlechterunterschied, Hierarchie oder symbolisches Gleichgewicht.
Formal folgen beide Figuren einem deutlich reduzierten Kanon: Die Körper sind hoch abstraktiert, mit schlanken, spitzen Gliedmaßen und einer klaren Frontalität. Die Köpfe erscheinen als einfache, gerundete Volumen, leicht im Verhältnis zum Körper betont. Gesichtszüge sind auf elementare Zeichen reduziert – Augen als minimale Markierungen, eine angedeutete Nase und ein kreisförmig offener Mund. Letzterer, in Form eines „O“, kann als Zeichen von Sprache, Atem oder ritueller Artikulation interpretiert werden und verweist auf die performative Dimension solcher Figuren in ihrem ursprünglichen Kontext.
Charakteristisch ist die intensive, reichrote Färbung beider Figuren, die jedoch teilweise abblättert ist und so die materielle Geschichte des Objekts freilegt. Die Malerei spielte bei PramPram-Skulpturen offenbar nicht nur eine ästhetische, sondern auch eine symbolische Rolle. Verschiedene Farbschichten – wie die schwarze Pigmentierung auf der Rückseite des Kopfes der größeren Figur – könnten auf differenzierte Bedeutungszuweisungen, rituelle Aktivierungen oder zeitliche Nutzungsphasen hindeuten. Vergleichbare Beispiele zeigen, dass Farbtöne innerhalb dieser Tradition häufig mit ritueller Bedeutung assoziiert sind.
Die formale Reduktion der Anatomie – das Fehlen detailreicher Hände und Füße – ist keineswegs als technische Vereinfachung zu verstehen, sondern als bewusste Konzentration auf wesentliche expressive Elemente. Der Körper wird zum Träger von Haltung und Beziehung, nicht von individueller Physiognomie.
Die PramPram-Figuren gehören zu einer lokal begrenzten und vergleichsweise schlecht dokumentierten künstlerischen Tradition innerhalb der Ga Dangme-Kulturen der ostsüdostlichen Küste Ghans. Ihre stilistische Eigenständigkeit wird oft mit Einflüssen aus benachbarten Regionen verbunden – insbesondere Nordghana und Togo – was auf eine historische Mobilität von Künstlern und kulturellen Austausch hindeutet.
Paar-Figuren nehmen eine Sonderstellung innerhalb dieser Tradition ein. Sie werden als komplementäre Einheiten verstanden und stehen vermutlich im Zusammenhang mit lokalen Schreinpraktiken, Ahnenverehrung oder schützenden Ritualen. Ihre Funktion ist nicht vollständig geklärt, doch vorhandene Belege deuten darauf hin, dass sie in domestischen oder gemeinschaftlichen Kontexten platziert wurden und als Vermittler zwischen Lebenden und Ahnen fungierten.
Außerdem können solche Figuren als materielle Manifestationen sozialer Ordnung interpretiert werden: Die Paarung spiegelt grundlegende Dualitätskonzepte wider – wie männlich/weiblich, aktiv/passiv oder sichtbar/versteckt – und übersetzt diese in eine skulpturale Form. Der Einsatz von Farbe verstärkt diese symbolische Ebene, indem er die Figuren nicht nur sichtbar macht, sondern sie auch als Träger ritueller Energie kennzeichnet.
Literatur (Auswahl):
Cole, Herbert M.; Ross, Doran H.: The Arts of Ghana. Los Angeles 1977.
Arhin, Kwame: “The Political and Cultural History of the Ga People”, in: Transactions of the Historical Society of Ghana, 1974.
Nooter, Mary H.; Roberts, Allen F.: Memory: Luba Art and the Making of History. New York 1996.
Dogbe, B. K.: “The Human Form as a Central Theme in Art”, in: Image (Journal of the College of Art), Kumasi 1977.
Höhe: 58 cm / 74 cm
Gewicht: 1,1 kg / 1,8 kg
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- Jaenicke Njoya GmbH
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- Jaenicke Njoya GmbH
Klausenerplatz 7
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