Ein Terrakottagefäß - Adamawa - Nigeria (Ohne mindestpreis)

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Julien Gauthier
Experte
Von Julien Gauthier ausgewählt

Mit fast einem Jahrzehnt Erfahrung in der Verbindung von Wissenschaft, Museumskuratierung und traditioneller Schmiedekunst hat Julien eine einzigartige Expertise in historischen Waffen, Rüstungen und afrikanischer Kunst entwickelt.

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Eine Terrakotta-Vase aus Nigeria der Adamawa-Kultur, 19 cm hoch, 900 g schwer, mit Ständer geliefert, in befriedigendem Zustand.

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Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung

Diese skulpturale, heilende Gefäßform aus der Adamawa-Region nimmt eine liminale Stellung zwischen Objekt und Akteur, Materie und Vermittlung ein. Entstanden aus einer Konstellation von Gesellschaften, deren künstlerische Produktion in der strikten Trennung zwischen ästhetischer Form und ritueller Wirksamkeit widersteht, müssen solche Gefäße nicht als passive Behälter, sondern als aktive Teilnehmer therapeutischer Prozesse verstanden werden. Ihre geschnitzten oder modellierten Körper artikulieren eine visuelle Sprache, durch die Krankheit, Unglück und Wiederherstellung konzeptualisiert, verhandelt und letztlich transformiert werden. In diesem Zusammenhang hält das Gefäß nicht nur Substanzen; es strukturiert Beziehungen – zwischen Heiler und Patient, Mensch und Geist, innerer Befleckung und äußerer Intervention. Bitte beachten Sie, dass bei Fehlen von Labortests die Zuordnung lediglich zur Referenz erfolgt, basierend auf unserem Wissen und unserer Feldforschung. Incl stand.

Materiell werden diese Werke meist aus Holz gefertigt, obwohl auch keramische Beispiele belegt sind; jedes Medium trägt unterschiedliche Konnotationen von Beständigkeit, Durchlässigkeit und Ahnenresonanz. Die Oberflächen tragen Spuren des Umgangs und wiederholter Nutzung: Ansammlungen von Libationen, Rückstände pflanzlicher Substanzen und die Patina der Zeit. Solche Markierungen sind weder zufällig noch degradierend; sie verweisen vielmehr auf die Biografie des Objekts innerhalb von Aktivierungs- und Ruhezyklen. Die Form des Gefäßes integriert häufig anthropomorphe oder zoomorphe Elemente, was auf eine Verschmelzung körperlicher und symbolischer Register hindeutet. Ein Oberkörper mag anschwellen, um eine Höhlung zu erzeugen; ein Kopf kann eine Öffnung versiegeln oder bewachen; Gliedmaßen können das Objekt in einer Haltung stabilisieren, die Wachsamkeit oder Anmutigung evoziert. Diese formalen Strategien artikulieren eine Konzeption des Körpers als verletzlich gegenüber Eingriffen und zugleich fähig zur Abgrenzung, und spiegeln damit breitere Auffassungen von Gesundheit als Gleichgewicht von Kräften statt als fester Zustand wider.

In Heilpraktiken fungiert das Gefäß als Brennpunkt für die Orchestrierung von Substanzen und Worten. Kräuterzubereitungen, Minerale oder Flüssigkeiten werden in sein Inneres eingeführt, deren Wirksamkeit durch Beschwörung, Gestik und die Anrufung von Ahnen- oder Schutzgeistern gesteigert wird. Die skulpturale Außenhaut ist dabei nicht bloß dekorativ, sondern rahmt und verstärkt diesen Prozess. Sie macht die sonst Unsichtbaren Dimensionen von Befall und Heilung sichtbar, formt Entitäten oder Energien, die man annimmt, den menschlichen Körper zu bewohnen oder zu beeinflussen. In diesem Sinn lässt sich das Gefäß als Transformationsdiagramm lesen, in dem Beherrschung und Freisetzung als komplementäre Bewegungen inszeniert werden. Die Öffnung des Behälters, ob wörtlich oder symbolisch, markiert den Moment, in dem Unordnung konfrontiert und neu konfiguriert wird.

Der Ansatz dieser Objekte im musealen oder katalogischen Kontext erfordert eine notwendige Perspektivenverschiebung. Aus ihrem ursprünglichen Nutzungskontext herausgenommen, drohen sie auf stilistische Musterbeispiele oder ethnografische Kuriositäten reduziert zu werden. Doch ihre formale Komplexität und materielle Spezifität kodieren nach wie vor die Bedingungen ihrer Herstellung und Nutzung. Die Spannung zwischen ästhetischer Präsenz und früherer ritueller Funktion lädt zu einer Neubewertung von Kategorien ein, die historisch die Darstellung afrikanischer Kunst bestimmt haben. Anstatt Form über Funktion zu privilegieren oder umgekehrt, besteht der Adamawa-Heilungsbehälter auf ihrer Unabtrennbarkeit. Er verkörpert eine Form künstlerischer Produktion, in der die Wirksamkeit eines Objekts untrennbar mit seinem Erscheinungsbild verbunden ist und in der das Sichtbare und das Unsichtbare in ein dynamisches, letztlich generatives Gleichgewicht gebracht werden.

Der Verkäufer stellt sich vor

Übersetzt mit Google Übersetzer

Diese skulpturale, heilende Gefäßform aus der Adamawa-Region nimmt eine liminale Stellung zwischen Objekt und Akteur, Materie und Vermittlung ein. Entstanden aus einer Konstellation von Gesellschaften, deren künstlerische Produktion in der strikten Trennung zwischen ästhetischer Form und ritueller Wirksamkeit widersteht, müssen solche Gefäße nicht als passive Behälter, sondern als aktive Teilnehmer therapeutischer Prozesse verstanden werden. Ihre geschnitzten oder modellierten Körper artikulieren eine visuelle Sprache, durch die Krankheit, Unglück und Wiederherstellung konzeptualisiert, verhandelt und letztlich transformiert werden. In diesem Zusammenhang hält das Gefäß nicht nur Substanzen; es strukturiert Beziehungen – zwischen Heiler und Patient, Mensch und Geist, innerer Befleckung und äußerer Intervention. Bitte beachten Sie, dass bei Fehlen von Labortests die Zuordnung lediglich zur Referenz erfolgt, basierend auf unserem Wissen und unserer Feldforschung. Incl stand.

Materiell werden diese Werke meist aus Holz gefertigt, obwohl auch keramische Beispiele belegt sind; jedes Medium trägt unterschiedliche Konnotationen von Beständigkeit, Durchlässigkeit und Ahnenresonanz. Die Oberflächen tragen Spuren des Umgangs und wiederholter Nutzung: Ansammlungen von Libationen, Rückstände pflanzlicher Substanzen und die Patina der Zeit. Solche Markierungen sind weder zufällig noch degradierend; sie verweisen vielmehr auf die Biografie des Objekts innerhalb von Aktivierungs- und Ruhezyklen. Die Form des Gefäßes integriert häufig anthropomorphe oder zoomorphe Elemente, was auf eine Verschmelzung körperlicher und symbolischer Register hindeutet. Ein Oberkörper mag anschwellen, um eine Höhlung zu erzeugen; ein Kopf kann eine Öffnung versiegeln oder bewachen; Gliedmaßen können das Objekt in einer Haltung stabilisieren, die Wachsamkeit oder Anmutigung evoziert. Diese formalen Strategien artikulieren eine Konzeption des Körpers als verletzlich gegenüber Eingriffen und zugleich fähig zur Abgrenzung, und spiegeln damit breitere Auffassungen von Gesundheit als Gleichgewicht von Kräften statt als fester Zustand wider.

In Heilpraktiken fungiert das Gefäß als Brennpunkt für die Orchestrierung von Substanzen und Worten. Kräuterzubereitungen, Minerale oder Flüssigkeiten werden in sein Inneres eingeführt, deren Wirksamkeit durch Beschwörung, Gestik und die Anrufung von Ahnen- oder Schutzgeistern gesteigert wird. Die skulpturale Außenhaut ist dabei nicht bloß dekorativ, sondern rahmt und verstärkt diesen Prozess. Sie macht die sonst Unsichtbaren Dimensionen von Befall und Heilung sichtbar, formt Entitäten oder Energien, die man annimmt, den menschlichen Körper zu bewohnen oder zu beeinflussen. In diesem Sinn lässt sich das Gefäß als Transformationsdiagramm lesen, in dem Beherrschung und Freisetzung als komplementäre Bewegungen inszeniert werden. Die Öffnung des Behälters, ob wörtlich oder symbolisch, markiert den Moment, in dem Unordnung konfrontiert und neu konfiguriert wird.

Der Ansatz dieser Objekte im musealen oder katalogischen Kontext erfordert eine notwendige Perspektivenverschiebung. Aus ihrem ursprünglichen Nutzungskontext herausgenommen, drohen sie auf stilistische Musterbeispiele oder ethnografische Kuriositäten reduziert zu werden. Doch ihre formale Komplexität und materielle Spezifität kodieren nach wie vor die Bedingungen ihrer Herstellung und Nutzung. Die Spannung zwischen ästhetischer Präsenz und früherer ritueller Funktion lädt zu einer Neubewertung von Kategorien ein, die historisch die Darstellung afrikanischer Kunst bestimmt haben. Anstatt Form über Funktion zu privilegieren oder umgekehrt, besteht der Adamawa-Heilungsbehälter auf ihrer Unabtrennbarkeit. Er verkörpert eine Form künstlerischer Produktion, in der die Wirksamkeit eines Objekts untrennbar mit seinem Erscheinungsbild verbunden ist und in der das Sichtbare und das Unsichtbare in ein dynamisches, letztlich generatives Gleichgewicht gebracht werden.

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Details

Ethnie/ Kultur
Adamawa
Herkunftsland
Nigeria
Material
Terracotta
Sold with stand
Ja
Zustand
Angemessener Zustand
Titel des Kunstwerks
A terracotta vessel
Höhe
19 cm
Gewicht
900 g
Verkauft von
DeutschlandVerifiziert
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Verkaufte Objekte
99,69 %
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Rechtliche Informationen des Verkäufers

Unternehmen:
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Repräsentant:
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Adresse:
Jaenicke Njoya GmbH
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