Yamaguchi Yoshitsugu — Weiße Porzellan-Guinomi, kaskadierende Glasur und schimmerndes kristallines - Porzellan - Yamaguchi Yoshitsugu - Japan - Reiwa-Zeit (2019-heute)





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Yamaguchi Yoshitsugu keramische Guinomi aus Porzellan mit gewebtem Guss, warm weißem Glanz, kippenartigen Glaskratzern im oberen Bereich, funkelnder Kristalluntergrund und druckvolle Feurigkeit im Reiwa-Zeitraum; Höhe 6,5 cm, Breite 6 cm, ausgezeichnet erhalten, Originalauthentizität.
Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
– Drehporzellan-Guinomi mit dramatischen Glasuren-Tropfen, die organische, skulpturale Rillen am Körper bilden
– Leuchtend kriechende Glasur in warmem Elfenbein-Weiß, durchzogen von feinen funkelnden Kristallen auf der unteren Fläche
– Zarte Crackle-Netzwerk in der oberen Glasurszonen, kontrastierend mit dem fließenden, vulkanischen Drama darunter
Zusammenfassung:
Ein Guinomi-Sake-Becher von Yamaguchi Yoshitsugu, der das Glasurprozessieren in eine Form von Landschaftsmalerei verwandelt. Der zylindrische Porzellanrumpf, der sich leicht nach unten zu einer ordentlichen runden Fußfläche verjüngt, dient als Bühne für eine lagrige Glasurkomposition von außergewöhnlicher Komplexität. Drei unterschiedliche Oberflächenzonen — ein rissiges Oberregister, eine mittlere Körperrippe aus eingefrorenen Glasurtropfen und ein funkelndes unteres Feld — schaffen eine vertikale Reise über die Oberfläche der Tasse, die eine ausgedehnte Betrachtung belohnt.
Die obere Hälfte der Tasse ist mit einer glatten, hochglänzenden Glasur in warmem Elfenbeinweiß versehen. Innerhalb dieses Feldes breitet sich ein feines Netz aus Crackle-Linien über die Oberfläche aus wie Frostmuster auf Glas oder der ausgetrocknete Bettrand eines uralten Sees. Die Rissbildung ist subtil — nur dort sichtbar, wo das Licht die feinen Spalten trifft —, doch sie führt zu einer zarten grafischen Komplexität, die sonst als reines Weiß gelesen werden könnte. Dieser Craquelure-Effekt, der durch das absichtlich uneinheitliche Schrumpfen von Glasur und Ton beim Abkühlen erzielt wird, ist in der ostasiatischen Keramik seit über tausend Jahren geschätzt. Hier wird er zurückhaltend behandelt und dient eher als Textur denn als Spektakel.
Das visuell dramatischste Element ist der Glaspfropfen-Band, der die Tasse in Mittelhöhe umschließt. Mehrere runde Glasschlüsse haben sich gesammelt, nach unten geflossen und sich während des Brennens festgefroren — ihre unteren Kanten bilden glatte, kuppelförmige Auswüchse, die über die Oberfläche hinausragen. Diese Anhäufungen besitzen eine deutlich geologische Qualität, die Lavaflüsse an einer Klippenwand, Stalaktiten in einer Kalksteinhöhle oder die Mineralablagerungen um eine heiße Quelle suggeriert. Wo die Tropfen am dicksten geworden sind, treten warme Bernsteinbraun-Töne aus dem Weißen hervor — Eisengehalt in der Glasur wandert und konzentriert sich unter Hitze, wodurch flüchtige Passagen von Honig und Rotbraun zwischen dem dominierenden Elfenbein entstehen.
Unterhalb der Tropfenlinie ändert sich die Oberflächencharakteristik grundlegend. Hier nimmt die Glasur eine fein granulare, fast kristalline Qualität an — eine dichte Streuung winziger Glassblasen oder Kristallformationen, die Licht einfängt und mit bemerkenswerter Intensität funkelt. Unter natürlichem Licht schimmert diese Zone mit winzigen Glanzpunkten, als sei die Oberfläche mit grobem Glasstaub oder feinem Meersalz bestäubt. Der Effekt ist sowohl taktil als auch visuell; man spürt, dass die untere Oberfläche sich beim Anfassen leicht rau und texturiert anfühlen würde, im Gegensatz zur glatten Glanzfläche oben.
Der Fuß ist sauber gedreht, glatt und am Boden unglasiert — eine praktische Notwendigkeit, die zugleich das feinkörnige weiße Porzellan darunter offenbart und dem Stück stille materielle Ehrlichkeit verleiht. Der Rand ist eben und sorgfältig verarbeitet, bietet eine saubere Trinkkante, die dem kontrollierten Chaos der dekorierten Oberfläche unten widerspricht.
Yamaguchis Glasuransatz zeigt ein anspruchsvolles Verständnis von Kachel-/K kiln-Chemie und Brenndynamik. Anstatt Glasur gleichmäßig aufzutragen, nutzt er das unberechenbare Verhalten flüssiger Glasur unter extremer Hitze — das Neigen zu Fließen, Tropfen, Kriechen und Kristallisieren —, um Oberflächen zu erzeugen, die die Energie geologischer Naturprozesse tragen. Jede Brennung produziert einzigartige Ergebnisse; keine zwei Tassen dieser Serie können identisch sein. Das Stück verkörpert somit eine kreative Philosophie, die die Zusammenarbeit zwischen Hersteller und Ofen, zwischen menschlicher Absicht und materiellem Zufall ehrt.
Die monochrome Farbpalette — alles in Weiß- und Cremetönen, warme Bernsteinfarben — besitzt eine ruhige Vielseitigkeit. Gegen eine Holzablage oder eine dunkle Keramikstütze wirkt die Elfenbein-Glasur leuchtend und raffiniert. Im rinnenen Licht aktiviert die funkelnde, untere Zone dramatisch und verwandelt die Tasse in ein Gefäß, das anscheinend sein eigenes inneres Leuchten erzeugt. Das Stück eignet sich für kontemplativen Gebrauch — die Art von Sake-Becher, den man mit beiden Händen hält, langsam dreht und mit jeder Umdrehung neue Details entdeckt.
Der Zustand ist ausgezeichnet. Das Crackle-Muster ist absichtlich und vollständig; die Tropfformen weisen keine Absplitterungen oder Verluste auf; die funkelnde untere Oberfläche ist unbeschädigt. Das Stück steht eben und stabil auf seinem Fuß.
Für europäische Sammler japanischer Atelierkeramik bietet dieser Guinomi einen zugänglichen Einstieg in die komplexe Welt der japanischen Brennglasurtechnik. Er ist klein genug, um in jedem Raum gezeigt zu werden, aber visuell reich genug, um eine dedizierte Keramiksammlung zu verankern. Gleich gut geeignet sowohl zur Verwendung im Tee-Zeremonie-Kontext als auch als Sake-Becher oder als eigenständiges skulpturales Objekt.
Versand & Abwicklung
Wir versenden weltweit via DHL oder EMS mit voller Versicherung und Sendungsverfolgung. Professionelle Verpackung sorgt für eine sichere Ankunft; Kombiversand bei mehreren Käufen möglich. Lokale Zollabgaben gehen zu Lasten des Käufers.
Verkäufer-Garantie
Wir spezialisieren uns auf authentische japanische Keramik und garantieren die Echtheit dieses Stücks. Fragen willkommen — wir antworten innerhalb von 24 Stunden.
Der Verkäufer stellt sich vor
– Drehporzellan-Guinomi mit dramatischen Glasuren-Tropfen, die organische, skulpturale Rillen am Körper bilden
– Leuchtend kriechende Glasur in warmem Elfenbein-Weiß, durchzogen von feinen funkelnden Kristallen auf der unteren Fläche
– Zarte Crackle-Netzwerk in der oberen Glasurszonen, kontrastierend mit dem fließenden, vulkanischen Drama darunter
Zusammenfassung:
Ein Guinomi-Sake-Becher von Yamaguchi Yoshitsugu, der das Glasurprozessieren in eine Form von Landschaftsmalerei verwandelt. Der zylindrische Porzellanrumpf, der sich leicht nach unten zu einer ordentlichen runden Fußfläche verjüngt, dient als Bühne für eine lagrige Glasurkomposition von außergewöhnlicher Komplexität. Drei unterschiedliche Oberflächenzonen — ein rissiges Oberregister, eine mittlere Körperrippe aus eingefrorenen Glasurtropfen und ein funkelndes unteres Feld — schaffen eine vertikale Reise über die Oberfläche der Tasse, die eine ausgedehnte Betrachtung belohnt.
Die obere Hälfte der Tasse ist mit einer glatten, hochglänzenden Glasur in warmem Elfenbeinweiß versehen. Innerhalb dieses Feldes breitet sich ein feines Netz aus Crackle-Linien über die Oberfläche aus wie Frostmuster auf Glas oder der ausgetrocknete Bettrand eines uralten Sees. Die Rissbildung ist subtil — nur dort sichtbar, wo das Licht die feinen Spalten trifft —, doch sie führt zu einer zarten grafischen Komplexität, die sonst als reines Weiß gelesen werden könnte. Dieser Craquelure-Effekt, der durch das absichtlich uneinheitliche Schrumpfen von Glasur und Ton beim Abkühlen erzielt wird, ist in der ostasiatischen Keramik seit über tausend Jahren geschätzt. Hier wird er zurückhaltend behandelt und dient eher als Textur denn als Spektakel.
Das visuell dramatischste Element ist der Glaspfropfen-Band, der die Tasse in Mittelhöhe umschließt. Mehrere runde Glasschlüsse haben sich gesammelt, nach unten geflossen und sich während des Brennens festgefroren — ihre unteren Kanten bilden glatte, kuppelförmige Auswüchse, die über die Oberfläche hinausragen. Diese Anhäufungen besitzen eine deutlich geologische Qualität, die Lavaflüsse an einer Klippenwand, Stalaktiten in einer Kalksteinhöhle oder die Mineralablagerungen um eine heiße Quelle suggeriert. Wo die Tropfen am dicksten geworden sind, treten warme Bernsteinbraun-Töne aus dem Weißen hervor — Eisengehalt in der Glasur wandert und konzentriert sich unter Hitze, wodurch flüchtige Passagen von Honig und Rotbraun zwischen dem dominierenden Elfenbein entstehen.
Unterhalb der Tropfenlinie ändert sich die Oberflächencharakteristik grundlegend. Hier nimmt die Glasur eine fein granulare, fast kristalline Qualität an — eine dichte Streuung winziger Glassblasen oder Kristallformationen, die Licht einfängt und mit bemerkenswerter Intensität funkelt. Unter natürlichem Licht schimmert diese Zone mit winzigen Glanzpunkten, als sei die Oberfläche mit grobem Glasstaub oder feinem Meersalz bestäubt. Der Effekt ist sowohl taktil als auch visuell; man spürt, dass die untere Oberfläche sich beim Anfassen leicht rau und texturiert anfühlen würde, im Gegensatz zur glatten Glanzfläche oben.
Der Fuß ist sauber gedreht, glatt und am Boden unglasiert — eine praktische Notwendigkeit, die zugleich das feinkörnige weiße Porzellan darunter offenbart und dem Stück stille materielle Ehrlichkeit verleiht. Der Rand ist eben und sorgfältig verarbeitet, bietet eine saubere Trinkkante, die dem kontrollierten Chaos der dekorierten Oberfläche unten widerspricht.
Yamaguchis Glasuransatz zeigt ein anspruchsvolles Verständnis von Kachel-/K kiln-Chemie und Brenndynamik. Anstatt Glasur gleichmäßig aufzutragen, nutzt er das unberechenbare Verhalten flüssiger Glasur unter extremer Hitze — das Neigen zu Fließen, Tropfen, Kriechen und Kristallisieren —, um Oberflächen zu erzeugen, die die Energie geologischer Naturprozesse tragen. Jede Brennung produziert einzigartige Ergebnisse; keine zwei Tassen dieser Serie können identisch sein. Das Stück verkörpert somit eine kreative Philosophie, die die Zusammenarbeit zwischen Hersteller und Ofen, zwischen menschlicher Absicht und materiellem Zufall ehrt.
Die monochrome Farbpalette — alles in Weiß- und Cremetönen, warme Bernsteinfarben — besitzt eine ruhige Vielseitigkeit. Gegen eine Holzablage oder eine dunkle Keramikstütze wirkt die Elfenbein-Glasur leuchtend und raffiniert. Im rinnenen Licht aktiviert die funkelnde, untere Zone dramatisch und verwandelt die Tasse in ein Gefäß, das anscheinend sein eigenes inneres Leuchten erzeugt. Das Stück eignet sich für kontemplativen Gebrauch — die Art von Sake-Becher, den man mit beiden Händen hält, langsam dreht und mit jeder Umdrehung neue Details entdeckt.
Der Zustand ist ausgezeichnet. Das Crackle-Muster ist absichtlich und vollständig; die Tropfformen weisen keine Absplitterungen oder Verluste auf; die funkelnde untere Oberfläche ist unbeschädigt. Das Stück steht eben und stabil auf seinem Fuß.
Für europäische Sammler japanischer Atelierkeramik bietet dieser Guinomi einen zugänglichen Einstieg in die komplexe Welt der japanischen Brennglasurtechnik. Er ist klein genug, um in jedem Raum gezeigt zu werden, aber visuell reich genug, um eine dedizierte Keramiksammlung zu verankern. Gleich gut geeignet sowohl zur Verwendung im Tee-Zeremonie-Kontext als auch als Sake-Becher oder als eigenständiges skulpturales Objekt.
Versand & Abwicklung
Wir versenden weltweit via DHL oder EMS mit voller Versicherung und Sendungsverfolgung. Professionelle Verpackung sorgt für eine sichere Ankunft; Kombiversand bei mehreren Käufen möglich. Lokale Zollabgaben gehen zu Lasten des Käufers.
Verkäufer-Garantie
Wir spezialisieren uns auf authentische japanische Keramik und garantieren die Echtheit dieses Stücks. Fragen willkommen — wir antworten innerhalb von 24 Stunden.

