Berthoud - Horlogerie - 1763





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Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
BERTHOUD UND DIE VERBORGENE ARCHITEKTUR DES UHRGUTES IM SPANNUNGSFELD VON WISSENSCHAFT, NAVIGATION UND MACHT
Dieses Volumen des Essai sur l’Horlogerie von Ferdinand Berthoud, veröffentlicht in Paris im Jahr 1763, gehört zu den absoluten Höhepunkten der technisch-wissenschaftlichen Literatur zur Uhrenmacherei im XVIII. Jahrhundert. Es ist nicht nur ein Traktat, sondern ein wahres System der Zeit: Berthoud, Uhrmacher des Königs und zentrale Figur im europäischen Wettlauf um die Bestimmung der Länge, entwickelt hier eine rigorose Synthese aus mathematischer Theorie, physikalischer Experimentierung und mechanischer Anwendung. Das Werk vertieft das Verständnis der Funktionsweisen von Zahnrädern, Oszillationen und antreibenden Kräften und ergänzt den Text durch einen außergewöhnlichen Bestand von Kupferstichen, die die Uhr als perfekte Maschine zerlegen und neu zusammensetzen. Das Werk verankert sich vollständig im aufgeklärten Kontext, in dem die Kontrolle der Zeit mit der Kontrolle des Raums, der Navigation und letztlich der Macht einhergeht.
MARKET VALUE
Exemplare des Essai sur l’Horlogerie (1763), vollständig mit den Kupferstichen, liegen auf dem Antiquariatsmarkt in der Regel zwischen 600 und 1.500 Euro, mit Höchstständen für Ausgaben in sehr gutem Zustand und mit allen faltenbaren Tafeln vollständig. Der Zustand der Bindung, hier eher abgenutzt aber original, sowie das Vorhandensein der 19 Tafeln wirken sich signifikant auf die Bewertung aus und halten sie in einer mittel-hohen Spanne.
PHYSICAL DESCRIPTION AND CONDITION
Zweiter Band. Zeitgenössischer Einband aus Vollleder, Einbanddeckel und Rücken mit Gebrauchsspuren, Einbandbeschriftung in Gold. Das Buch enthält 19 falzbare Kupferstifttafeln, die Uhrwerkmechanismen, Zahnräder, Fliehkraftregler, Maschinen und Geräte zur Zeitmessung darstellen. Das Papier weist eine physiologische Vergilbung und einige Braunflecken auf. Bei alten Büchern mit einer jahrhundertelangen Geschichte können einige Unregelmäßigkeiten auftreten, die in der Beschreibung nicht immer erfasst werden. Seitenzahlen: Pp. 2nn; 8; 452.
FULL TITLE AND AUTHOR
Essai sur l’Horlogerie. Tome Second.
Paris, J. Cl. Jombert; Musier; Ch. J. Panckoucke, 1763.
Ferdinand Berthoud.
CONTEXT AND SIGNIFICANCE
Das Werk von Berthoud steht im Zentrum der großen wissenschaftlichen Herausforderung des XVIII. Jahrhunderts: die Bestimmung der Longitude auf See. In diesem Kontext wird die Uhr zu einem geopolitischen Instrument ebenso wie zu einem technischen. Der zweite Band vertieft die komplexesten Aspekte der Berechnung der Oszillationen, der Übertragung der Bewegung und des Aufbaus der Mechanismen und bietet praxisnahe Lösungen, die auf Experimenten basieren. Die Kupferstichtafeln bilden ein wahres Atlas der Uhrwerksmechanik, das es ermöglicht, jede Komponente mit Präzision zu visualisieren. Das Werk steht im Dialog mit den zeitgleichen Engländern (Harrison) und Franzosen und fügt sich in ein internationales Netz wissenschaftlicher Innovation ein. Kulturell gesehen repräsentiert es einen Moment, in dem Technik zu systematischem, kodifiziertem Wissen wird.
BIOGRAPHY OF THE AUTHOR
Ferdinand Berthoud (1727–1807) war einer der bedeutendsten Uhrmacher des XVIII. Jahrhunderts, zum Uhrmacher des Königs ernannt und Mitglied der Académie des Sciences. Spezialist für die Konstruktion von Marinechronometern, trug er wesentlich zur Lösung des Longitude-Problems bei. Seine theoretischen Arbeiten verbreiteten sich weit und beeinflussten die Entwicklung der modernen Uhrenkunst maßgeblich.
PRINTING HISTORY AND CIRCULATION
Das Essai sur l’Horlogerie wurde in mehreren Bänden zwischen 1763 und den folgenden Jahren veröffentlicht und entwickelte sich rasch zu einem Referenztext für Uhrmacher, Wissenschaftler und Navigatoren. Gedruckt in Paris von führenden Verlegern wie Jombert und Panckoucke, erlangte der Traktat weite Verbreitung in Europa. Heutzutage sind vollständige Kopien mit Tafeln besonders gefragt, da diese oft im Laufe der Zeit getrennt oder verstreut wurden.
BIBLIOGRAPHY AND REFERENCES
ICCU/OPAC SBN: zu prüfen (Berthoud, Essai sur l’Horlogerie, Paris 1763, tome II)
WorldCat: Berthoud, Essai sur l’Horlogerie, 1763, vol. II
Brunet, Manuel du libraire, I, col. 822 (Berthoud)
Graesse, Trésor de livres rares, I, p. 361
Houzeau & Lancaster, Bibliographie générale de l’astronomie, col. 4070–4075 (Berthoud)
Daumas, Les instruments scientifiques aux XVIIe et XVIIIe siècles, pp. 210–220
Der Verkäufer stellt sich vor
BERTHOUD UND DIE VERBORGENE ARCHITEKTUR DES UHRGUTES IM SPANNUNGSFELD VON WISSENSCHAFT, NAVIGATION UND MACHT
Dieses Volumen des Essai sur l’Horlogerie von Ferdinand Berthoud, veröffentlicht in Paris im Jahr 1763, gehört zu den absoluten Höhepunkten der technisch-wissenschaftlichen Literatur zur Uhrenmacherei im XVIII. Jahrhundert. Es ist nicht nur ein Traktat, sondern ein wahres System der Zeit: Berthoud, Uhrmacher des Königs und zentrale Figur im europäischen Wettlauf um die Bestimmung der Länge, entwickelt hier eine rigorose Synthese aus mathematischer Theorie, physikalischer Experimentierung und mechanischer Anwendung. Das Werk vertieft das Verständnis der Funktionsweisen von Zahnrädern, Oszillationen und antreibenden Kräften und ergänzt den Text durch einen außergewöhnlichen Bestand von Kupferstichen, die die Uhr als perfekte Maschine zerlegen und neu zusammensetzen. Das Werk verankert sich vollständig im aufgeklärten Kontext, in dem die Kontrolle der Zeit mit der Kontrolle des Raums, der Navigation und letztlich der Macht einhergeht.
MARKET VALUE
Exemplare des Essai sur l’Horlogerie (1763), vollständig mit den Kupferstichen, liegen auf dem Antiquariatsmarkt in der Regel zwischen 600 und 1.500 Euro, mit Höchstständen für Ausgaben in sehr gutem Zustand und mit allen faltenbaren Tafeln vollständig. Der Zustand der Bindung, hier eher abgenutzt aber original, sowie das Vorhandensein der 19 Tafeln wirken sich signifikant auf die Bewertung aus und halten sie in einer mittel-hohen Spanne.
PHYSICAL DESCRIPTION AND CONDITION
Zweiter Band. Zeitgenössischer Einband aus Vollleder, Einbanddeckel und Rücken mit Gebrauchsspuren, Einbandbeschriftung in Gold. Das Buch enthält 19 falzbare Kupferstifttafeln, die Uhrwerkmechanismen, Zahnräder, Fliehkraftregler, Maschinen und Geräte zur Zeitmessung darstellen. Das Papier weist eine physiologische Vergilbung und einige Braunflecken auf. Bei alten Büchern mit einer jahrhundertelangen Geschichte können einige Unregelmäßigkeiten auftreten, die in der Beschreibung nicht immer erfasst werden. Seitenzahlen: Pp. 2nn; 8; 452.
FULL TITLE AND AUTHOR
Essai sur l’Horlogerie. Tome Second.
Paris, J. Cl. Jombert; Musier; Ch. J. Panckoucke, 1763.
Ferdinand Berthoud.
CONTEXT AND SIGNIFICANCE
Das Werk von Berthoud steht im Zentrum der großen wissenschaftlichen Herausforderung des XVIII. Jahrhunderts: die Bestimmung der Longitude auf See. In diesem Kontext wird die Uhr zu einem geopolitischen Instrument ebenso wie zu einem technischen. Der zweite Band vertieft die komplexesten Aspekte der Berechnung der Oszillationen, der Übertragung der Bewegung und des Aufbaus der Mechanismen und bietet praxisnahe Lösungen, die auf Experimenten basieren. Die Kupferstichtafeln bilden ein wahres Atlas der Uhrwerksmechanik, das es ermöglicht, jede Komponente mit Präzision zu visualisieren. Das Werk steht im Dialog mit den zeitgleichen Engländern (Harrison) und Franzosen und fügt sich in ein internationales Netz wissenschaftlicher Innovation ein. Kulturell gesehen repräsentiert es einen Moment, in dem Technik zu systematischem, kodifiziertem Wissen wird.
BIOGRAPHY OF THE AUTHOR
Ferdinand Berthoud (1727–1807) war einer der bedeutendsten Uhrmacher des XVIII. Jahrhunderts, zum Uhrmacher des Königs ernannt und Mitglied der Académie des Sciences. Spezialist für die Konstruktion von Marinechronometern, trug er wesentlich zur Lösung des Longitude-Problems bei. Seine theoretischen Arbeiten verbreiteten sich weit und beeinflussten die Entwicklung der modernen Uhrenkunst maßgeblich.
PRINTING HISTORY AND CIRCULATION
Das Essai sur l’Horlogerie wurde in mehreren Bänden zwischen 1763 und den folgenden Jahren veröffentlicht und entwickelte sich rasch zu einem Referenztext für Uhrmacher, Wissenschaftler und Navigatoren. Gedruckt in Paris von führenden Verlegern wie Jombert und Panckoucke, erlangte der Traktat weite Verbreitung in Europa. Heutzutage sind vollständige Kopien mit Tafeln besonders gefragt, da diese oft im Laufe der Zeit getrennt oder verstreut wurden.
BIBLIOGRAPHY AND REFERENCES
ICCU/OPAC SBN: zu prüfen (Berthoud, Essai sur l’Horlogerie, Paris 1763, tome II)
WorldCat: Berthoud, Essai sur l’Horlogerie, 1763, vol. II
Brunet, Manuel du libraire, I, col. 822 (Berthoud)
Graesse, Trésor de livres rares, I, p. 361
Houzeau & Lancaster, Bibliographie générale de l’astronomie, col. 4070–4075 (Berthoud)
Daumas, Les instruments scientifiques aux XVIIe et XVIIIe siècles, pp. 210–220
