Hugone - Pia Desideria - 1636





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Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
FEUER IN FLAMME UND MYSTISCHE DISziplin: DIE HINGABE IN DER BAROCKEN ERLEBNISCHARAKTER
Die Pia Desideria von Herman Hugo markiert einen der Höhepunkte der illustrierten devotionalen Literatur des XVII. Jahrhunderts: ein Werk, in dem Wort und Bild sich verbinden, um die Seele auf einem strukturierten und tief emotionalen spirituellen Weg zu führen. Durch scharfe Embleme und meditierende Verse baut der Text eine wahrhaftige Pedagogik der Hingabe auf, begründet auf visueller Kontemplation und affektiver Innerlichkeit. Diese Anverser Ausgabe von 1636 gibt die ursprüngliche Kraft des Projekts zurück: ein kleines, intensives Buch, dafür gedacht, getragen, meditieren und fast täglich erlebt zu werden. Das brennende Herz der Antiporta ist nicht nur Symbol, sondern Programm: Entfachen, disziplinieren und das menschliche Verlangen zum Göttlichen hin ausrichten.
MARKTVOLUMEN
Die sechzehnhundertjährigen Ausgaben der Pia Desideria, insbesondere vollständig mit gedruckten Tafeln und einer zeitgenössischen Einbandausstattung, bewegen sich in der Regel zwischen 300 und 800 Euro; Exemplare in gutem Erhaltungszustand, mit vollständigem ikonografischem Apparat und guter innerer Frische, können höhere Werte erreichen, insbesondere aufgrund der starken Nachfrage auf dem Markt der illustrierten barocken Spiritualität.
PHYSISCHE BESCHREIBUNG UND ZUSTAND
Vollleder-zeitgemäßer Einband in Pergamentoptik, glatte Rückenschnitte; allgemeiner Zustand geprägt von Abnutzung und Verformungen des Einbandes. Kaligraphischer Frontispiz mit brennendem Herz, über dem ein Engel und eine devotionale Szene stehen. Illustrierte Ausgabe mit zahlreichen emblematischen Stichen im Text, jede begleitet von Versen und Meditationen. Text lateinisch. Innerhalb vergilbtes Papier, physiologische Vergilbung und Gebrauchsspuren. Bei alten Büchern, die eine jahrhundertelange Geschichte haben, können einige Unregelmäßigkeiten vorhanden sein, die in der Beschreibung nicht immer erfasst werden. Pp. (4); 24nn; 190; 2nn; (2).
VOLLSTÄNDIGER TITEL UND AUTOR
Pia Desideria.
Antverpiae, apud Henricum Aertssens, 1636.
Hermann Hugo.
KONTEXT UND BEMERKENSWERTHEIT
Die Pia Desideria stehen im Herzen der Gegenreformationskultur und repräsentieren eines der feinsten Werkzeuge der jesuitischen Spiritualität. Das Werk gliedert sich in eine Abfolge von Emblemen, die Bild, Motto und Poesie vereinen, nach einem Modell, das aus der Renaissance-Emblemik stammt, in devotionaler Lesart aber transformiert wird. Der Leser ist kein Passiv: Er wird aufgefordert zu meditieren, zu interpretieren und jede Szene zu interiorisieren. Der Einsatz des Bildes als Träger spiritueller Transformation antizipiert moderne Kommunikationsweisen und macht das Buch zu einem komplexen pädagogischen Instrument. In diesem Sinne baut Hugo eine symbolische Maschine, die die Vorstellungskraft diszipliniert und auf das Göttliche ausrichtet.
BIOGRAPHIE DES AUTORS
Hermann Hugo (1588–1629), j suggesto, flämischer Jesuit, war Theologe, Dichter und Prediger. Ausgebildet in der Gesellschaft Jesu, spiegelt sein Werk ideal die Bildungs- und Geisteswelt des Ordens wider, basierend auf der Verbindung von Rhetorik, Bild und innerer Disziplin. Die Pia Desideria, erstmals 1624 veröffentlicht, erfuhren einen außergewöhnlichen Erfolg in ganz Europa, wurden vielfach übersetzt und neu gedruckt.
PRINTING HISTORY AND CIRCULATION
Seit der ersten Ausgabe 1624 verbreiteten sich die Pia Desideria breit und wurden zu einem der am meisten gelesenen devotionalen Bücher des XVII. Jahrhunderts. Die Anverser Ausgaben, wie die von 1636, werden besonders geschätzt für ihre Typografie und Gravurqualität. Das Werk zirkulierte in religiösen Kreisen, aber auch unter gebildeten Laien, und trug zur Verbreitung einer visuell-emotionalen, typisch barocken Spiritualität bei.
BIBLIOGRAPHY AND REFERENCES
ICCU/OPAC SBN: zu verifizieren (Hugo, Pia Desideria, Antwerpen, 1636)
WorldCat: Hermann Hugo, Pia Desideria, Antwerp editions XVII sec.
Landwehr, Emblem and Fable Books Printed in the Low Countries, nn. relativi a Hugo
Praz, Studies in Seventeenth-Century Imagery, pp. 350–360
Brunet, Manuel du libraire, III, col. 384–386
Graesse, Trésor de livres rares, III, p. 334
Der Verkäufer stellt sich vor
FEUER IN FLAMME UND MYSTISCHE DISziplin: DIE HINGABE IN DER BAROCKEN ERLEBNISCHARAKTER
Die Pia Desideria von Herman Hugo markiert einen der Höhepunkte der illustrierten devotionalen Literatur des XVII. Jahrhunderts: ein Werk, in dem Wort und Bild sich verbinden, um die Seele auf einem strukturierten und tief emotionalen spirituellen Weg zu führen. Durch scharfe Embleme und meditierende Verse baut der Text eine wahrhaftige Pedagogik der Hingabe auf, begründet auf visueller Kontemplation und affektiver Innerlichkeit. Diese Anverser Ausgabe von 1636 gibt die ursprüngliche Kraft des Projekts zurück: ein kleines, intensives Buch, dafür gedacht, getragen, meditieren und fast täglich erlebt zu werden. Das brennende Herz der Antiporta ist nicht nur Symbol, sondern Programm: Entfachen, disziplinieren und das menschliche Verlangen zum Göttlichen hin ausrichten.
MARKTVOLUMEN
Die sechzehnhundertjährigen Ausgaben der Pia Desideria, insbesondere vollständig mit gedruckten Tafeln und einer zeitgenössischen Einbandausstattung, bewegen sich in der Regel zwischen 300 und 800 Euro; Exemplare in gutem Erhaltungszustand, mit vollständigem ikonografischem Apparat und guter innerer Frische, können höhere Werte erreichen, insbesondere aufgrund der starken Nachfrage auf dem Markt der illustrierten barocken Spiritualität.
PHYSISCHE BESCHREIBUNG UND ZUSTAND
Vollleder-zeitgemäßer Einband in Pergamentoptik, glatte Rückenschnitte; allgemeiner Zustand geprägt von Abnutzung und Verformungen des Einbandes. Kaligraphischer Frontispiz mit brennendem Herz, über dem ein Engel und eine devotionale Szene stehen. Illustrierte Ausgabe mit zahlreichen emblematischen Stichen im Text, jede begleitet von Versen und Meditationen. Text lateinisch. Innerhalb vergilbtes Papier, physiologische Vergilbung und Gebrauchsspuren. Bei alten Büchern, die eine jahrhundertelange Geschichte haben, können einige Unregelmäßigkeiten vorhanden sein, die in der Beschreibung nicht immer erfasst werden. Pp. (4); 24nn; 190; 2nn; (2).
VOLLSTÄNDIGER TITEL UND AUTOR
Pia Desideria.
Antverpiae, apud Henricum Aertssens, 1636.
Hermann Hugo.
KONTEXT UND BEMERKENSWERTHEIT
Die Pia Desideria stehen im Herzen der Gegenreformationskultur und repräsentieren eines der feinsten Werkzeuge der jesuitischen Spiritualität. Das Werk gliedert sich in eine Abfolge von Emblemen, die Bild, Motto und Poesie vereinen, nach einem Modell, das aus der Renaissance-Emblemik stammt, in devotionaler Lesart aber transformiert wird. Der Leser ist kein Passiv: Er wird aufgefordert zu meditieren, zu interpretieren und jede Szene zu interiorisieren. Der Einsatz des Bildes als Träger spiritueller Transformation antizipiert moderne Kommunikationsweisen und macht das Buch zu einem komplexen pädagogischen Instrument. In diesem Sinne baut Hugo eine symbolische Maschine, die die Vorstellungskraft diszipliniert und auf das Göttliche ausrichtet.
BIOGRAPHIE DES AUTORS
Hermann Hugo (1588–1629), j suggesto, flämischer Jesuit, war Theologe, Dichter und Prediger. Ausgebildet in der Gesellschaft Jesu, spiegelt sein Werk ideal die Bildungs- und Geisteswelt des Ordens wider, basierend auf der Verbindung von Rhetorik, Bild und innerer Disziplin. Die Pia Desideria, erstmals 1624 veröffentlicht, erfuhren einen außergewöhnlichen Erfolg in ganz Europa, wurden vielfach übersetzt und neu gedruckt.
PRINTING HISTORY AND CIRCULATION
Seit der ersten Ausgabe 1624 verbreiteten sich die Pia Desideria breit und wurden zu einem der am meisten gelesenen devotionalen Bücher des XVII. Jahrhunderts. Die Anverser Ausgaben, wie die von 1636, werden besonders geschätzt für ihre Typografie und Gravurqualität. Das Werk zirkulierte in religiösen Kreisen, aber auch unter gebildeten Laien, und trug zur Verbreitung einer visuell-emotionalen, typisch barocken Spiritualität bei.
BIBLIOGRAPHY AND REFERENCES
ICCU/OPAC SBN: zu verifizieren (Hugo, Pia Desideria, Antwerpen, 1636)
WorldCat: Hermann Hugo, Pia Desideria, Antwerp editions XVII sec.
Landwehr, Emblem and Fable Books Printed in the Low Countries, nn. relativi a Hugo
Praz, Studies in Seventeenth-Century Imagery, pp. 350–360
Brunet, Manuel du libraire, III, col. 384–386
Graesse, Trésor de livres rares, III, p. 334
