Petronio - Satyricon - 1709





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Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
SATYRICON DI PETRONIO LO SPUDORATO
Monumentale und philologisch ehrgeizige Ausgabe des Satyricon von Petronius, eines der rätselhaftesten und zynischsten Texte der lateinischen Literatur, hier wiedergegeben in seiner gelehrten und kommentierten Form innerhalb der großen Epoche des holländischen kritischen Humanismus. Das Werk, fragmentarisch und flüchtig, wird in dieser Ausgabe zu einem Interpretationslabor, in dem der antike Text mit Anmerkungen, Abhandlungen und gelehrten Beilagen verflochten wird, die seine Tragweite vergrößern. Zwischen lizensierten Szenen, sozialer Satire und Reflexion über Macht und Dekadenz tritt das Satyricon als deformierender, aber außerordentlich klarer Spiegel der römischen Zivilisation hervor — und indirekt jeder Zivilisation.
MARKET VALUE
Exemplare dieser bedeutenden holländischen Ausgabe des Satyricon, vollständig in zwei Bänden, erzielen auf dem Antiquariatsmarkt üblicherweise zwischen 800 und 1.000 Euro, mit Höchstwerten für Exemplare in exzellenter Bindung oder mit besonders feinen Einbänden.
PHYSICAL DESCRIPTION AND CONDITION
2 Bände. Zeitgenössische Ganzlederbandigkeit, mit doppeltem Goldrand auf den Tafeln; Rücken mit goldenen Ziernähten, Vorderdeckel des ersten Bandes gelöst, schwache Buchkanten, Gebrauchsspuren, Farbstiche; Marmorpapier-Einbandpapiere. Vorderer Vorsatz graviert, Titelblatt in Rot und Schwarz, Initialen holzschnittartig. Fehler bei der Paginierung im zweiten Band auf Seite 251. Bei alten Büchern mit mehrhundertjähriger Geschichte können einige Ungenauigkeiten auftreten, die in der Beschreibung nicht immer Berücksichtigung finden. Seitenzählung: (4); 38; 688; (4). (4); (4); 4nn; 368; 116nn; (4).
FULL TITLE AND AUTHOR
Satyricon quae supersunt.
Trajecti ad Rhenum, apud Guilielmum Vande Water, 1709.
Titi Petronii Arbitri.
CONTEXT AND SIGNIFICANCE
Diese Ausgabe verankert sich im Zentrum der holländischen Philologie zwischen dem 17. und 18. Jahrhundert, als Gelehrte wie Burman, Heinsius und weitere die klassischen Texte in systematische Analysen verwandelten und sie durch komplexe kritische Apparate bereicherten. Das Satyricon, von Haus aus ein problematischer und lückenhafter Text, findet hier eine neue Form der „Totalität“: nicht nur literarisches Werk, sondern Schlachtfeld der Interpretation. Die Anwesenheit mehrerer Kommentatoren spiegelt die Schichtung humanistischen Wissens wider, in der jedes Fragment diskutiert, korrigiert und neu interpretiert wird. Literarisch bleibt die Petronius-Schrift einzigartig: eine episodische, ironische und zutiefst ambigue Erzählung, die Höheres und Niederes, Philosophie und Trivialität, Mythos und Alltagsleben mischt. Die eingeprägte Antiporta und die Illustrationen im Text verstärken die theatralische und visuelle Dimension der Erzählung und verwandeln das Lesen in eine fast szenische Erfahrung.
BIOGRAPHY OF THE AUTHOR
Petronius Arbiter, im 1. Jahrhundert n. Chr. am Hofe Neros tätig, wird traditionell mit dem raffinierten Hofmann beschrieben, wie Tacitus ihn schildert. Als „arbiter elegantiae“ galt er als oberster Richter über Geschmack und Luxus im römischen Imperium. Sein Werk, das Satyricon, ist eines der wenigen lateinischen Romane, die uns erhalten sind, bekannt für seinen rohen Realismus, seine beißende Ironie und die unzensierte Darstellung der römischen Gesellschaft. Sein Tod – so berichten die Quellen – war ein Selbstmord, der mit eleganter Theatralität inszeniert wurde und damit seiner ästhetischen, desillusionierten Gestalt entsprochen hat.
PRINTING HISTORY AND CIRCULATION
Gedruckt in Utrecht (Trajectum ad Rhenum) im Jahr 1709 von Guilielmus Vande Water, repräsentiert diese Ausgabe einen der höchsten Punkte der Verlagskultur des Satyricon in der modernen Epoche. Die holländischen Ausgaben dieser Periode sind bekannt für präzise Typografie und den Umfang der kritischen Apparate. Die Verbreitung war breit unter Gelehrten und Sammlern, doch die Komplexität des Werkes und das 4to-Format machen sie heute weniger gängig auf dem Markt als spätere oder vereinfachte Ausgaben.
BIBLIOGRAPHY AND REFERENCES
ICCU/OPAC SBN: IT\ICCU\TO0E\060070 (Ausgabe Trajecti ad Rhenum, 1709)
WorldCat: OCLC 457343187
Brunet, Manuel du libraire, IV, col. 498–500 (Petronius, kommentierte holländische Ausgaben)
Graesse, Trésor de livres rares, V, p. 229
Schweiger, Handbuch der klassischen Bibliographie, II, p. 737
Burman, Petronius, praefatio (1709) per contesto editoriale
Der Verkäufer stellt sich vor
SATYRICON DI PETRONIO LO SPUDORATO
Monumentale und philologisch ehrgeizige Ausgabe des Satyricon von Petronius, eines der rätselhaftesten und zynischsten Texte der lateinischen Literatur, hier wiedergegeben in seiner gelehrten und kommentierten Form innerhalb der großen Epoche des holländischen kritischen Humanismus. Das Werk, fragmentarisch und flüchtig, wird in dieser Ausgabe zu einem Interpretationslabor, in dem der antike Text mit Anmerkungen, Abhandlungen und gelehrten Beilagen verflochten wird, die seine Tragweite vergrößern. Zwischen lizensierten Szenen, sozialer Satire und Reflexion über Macht und Dekadenz tritt das Satyricon als deformierender, aber außerordentlich klarer Spiegel der römischen Zivilisation hervor — und indirekt jeder Zivilisation.
MARKET VALUE
Exemplare dieser bedeutenden holländischen Ausgabe des Satyricon, vollständig in zwei Bänden, erzielen auf dem Antiquariatsmarkt üblicherweise zwischen 800 und 1.000 Euro, mit Höchstwerten für Exemplare in exzellenter Bindung oder mit besonders feinen Einbänden.
PHYSICAL DESCRIPTION AND CONDITION
2 Bände. Zeitgenössische Ganzlederbandigkeit, mit doppeltem Goldrand auf den Tafeln; Rücken mit goldenen Ziernähten, Vorderdeckel des ersten Bandes gelöst, schwache Buchkanten, Gebrauchsspuren, Farbstiche; Marmorpapier-Einbandpapiere. Vorderer Vorsatz graviert, Titelblatt in Rot und Schwarz, Initialen holzschnittartig. Fehler bei der Paginierung im zweiten Band auf Seite 251. Bei alten Büchern mit mehrhundertjähriger Geschichte können einige Ungenauigkeiten auftreten, die in der Beschreibung nicht immer Berücksichtigung finden. Seitenzählung: (4); 38; 688; (4). (4); (4); 4nn; 368; 116nn; (4).
FULL TITLE AND AUTHOR
Satyricon quae supersunt.
Trajecti ad Rhenum, apud Guilielmum Vande Water, 1709.
Titi Petronii Arbitri.
CONTEXT AND SIGNIFICANCE
Diese Ausgabe verankert sich im Zentrum der holländischen Philologie zwischen dem 17. und 18. Jahrhundert, als Gelehrte wie Burman, Heinsius und weitere die klassischen Texte in systematische Analysen verwandelten und sie durch komplexe kritische Apparate bereicherten. Das Satyricon, von Haus aus ein problematischer und lückenhafter Text, findet hier eine neue Form der „Totalität“: nicht nur literarisches Werk, sondern Schlachtfeld der Interpretation. Die Anwesenheit mehrerer Kommentatoren spiegelt die Schichtung humanistischen Wissens wider, in der jedes Fragment diskutiert, korrigiert und neu interpretiert wird. Literarisch bleibt die Petronius-Schrift einzigartig: eine episodische, ironische und zutiefst ambigue Erzählung, die Höheres und Niederes, Philosophie und Trivialität, Mythos und Alltagsleben mischt. Die eingeprägte Antiporta und die Illustrationen im Text verstärken die theatralische und visuelle Dimension der Erzählung und verwandeln das Lesen in eine fast szenische Erfahrung.
BIOGRAPHY OF THE AUTHOR
Petronius Arbiter, im 1. Jahrhundert n. Chr. am Hofe Neros tätig, wird traditionell mit dem raffinierten Hofmann beschrieben, wie Tacitus ihn schildert. Als „arbiter elegantiae“ galt er als oberster Richter über Geschmack und Luxus im römischen Imperium. Sein Werk, das Satyricon, ist eines der wenigen lateinischen Romane, die uns erhalten sind, bekannt für seinen rohen Realismus, seine beißende Ironie und die unzensierte Darstellung der römischen Gesellschaft. Sein Tod – so berichten die Quellen – war ein Selbstmord, der mit eleganter Theatralität inszeniert wurde und damit seiner ästhetischen, desillusionierten Gestalt entsprochen hat.
PRINTING HISTORY AND CIRCULATION
Gedruckt in Utrecht (Trajectum ad Rhenum) im Jahr 1709 von Guilielmus Vande Water, repräsentiert diese Ausgabe einen der höchsten Punkte der Verlagskultur des Satyricon in der modernen Epoche. Die holländischen Ausgaben dieser Periode sind bekannt für präzise Typografie und den Umfang der kritischen Apparate. Die Verbreitung war breit unter Gelehrten und Sammlern, doch die Komplexität des Werkes und das 4to-Format machen sie heute weniger gängig auf dem Markt als spätere oder vereinfachte Ausgaben.
BIBLIOGRAPHY AND REFERENCES
ICCU/OPAC SBN: IT\ICCU\TO0E\060070 (Ausgabe Trajecti ad Rhenum, 1709)
WorldCat: OCLC 457343187
Brunet, Manuel du libraire, IV, col. 498–500 (Petronius, kommentierte holländische Ausgaben)
Graesse, Trésor de livres rares, V, p. 229
Schweiger, Handbuch der klassischen Bibliographie, II, p. 737
Burman, Petronius, praefatio (1709) per contesto editoriale
