Gazzola - Ippologia - 1842





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Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
DAS PFERD ALS WISSENSCHAFT, STATUS UND MILITÄRKUNDE IM VOR-EINIGTEILIGEN ITALIEN
Splendide Farbillustrationen von zeitgenössischer Hand. Monumentale Arbeit der Pferdekultur, diese Ippologia von Giovanni Antonio Maria Gazzola liegt am Schnittpunkt von wissenschaftlichem Wissen, militärischer Tradition und aristokratischer Pferdekultur. Veröffentlicht in Neapel im Jahr 1842, in einem Kontext, der noch von den Gleichgewichten der vorunierten Staaten geprägt war, spiegelt das Werk eine systematische und „vollständige“ Sicht des Pferdes wider: als Tier, als kriegerisches Instrument, Symbol von Rang und Gegenstand technischer Studien. Der elegant gravierte Frontispiz und die Anwesenheit illustrativer Tafeln bestätigen den Willen, nicht nur einen Traktat zu schaffen, sondern ein prestigevolles Editionsobjekt, bestimmt für Offiziere, Züchter und Gentiluomini. Die Ippologia wird hier zur encyclopedischen Disziplin und zugleich zur Sprache der Macht.
MARKTWERT
Für Exemplare der vollständigen zweiten neapolitanischen Ausgabe von 1842, gut erhalten und mit intakten Tafeln, verzeichnet der Markt allgemein Werte zwischen 800 und 2.200 Euro, mit Höchstwerten für Exemplare in edler Lederbindung oder mit farblich besonders frischem und lebendigem Tafelwerk.
PHYSICAL DESCRIPTION AND CONDITION - COLLECTOR'S COPY
Splendide Farbillustrationen von zeitgenössischer Hand. Frontispiz graviert mit kalligraphischen Elementen und einer kupferstichartigen Vignette, die drei Pferde zeigt; Vorhandensein illustrativer Tafeln. Exemplar in eleganter neunzehnhundertschen Ledereinband in hellem Pergament mit reichen Goldverzierungen am Rücken und rotem Ledertresorchen mit goldenem Titel „Gazzola Ippologia“. Allgemein in sehr guter Verfassung: stabiler Einband. In alten Büchern, die eine jahrhundertealte Geschichte haben, können einige Mängel auftreten, die in der Beschreibung nicht immer erfasst werden. S. (2); 576; (2).
VOLLSTÄNDIGER TITEL UND AUTOR
Ippologia oder Trattato Universale dei Cavalli. Von Gio. Ant. Maria Gazzola di Torino, ehemaliger Kavallerieoffizier im Ruhestand. Zweite Ausgabe. Neapel, Typografia e Calcografia Batelli e Comp., 1842.
KONTEXT UND BEDEUTUNG
Das Werk fügt sich in die lange europäische Tradition der Reittraktate ein, von Federico Grisone bis zu den systematisierenden Arbeiten des 17. bis 18. Jahrhunderts, aber mit einer spezifischen ottozentoresenten Prägung: der Rationalisierung durch Wissenschaft. Gazzola behandelt das Pferd nicht nur als Übungsthema, sondern als komplexen Organismus, der anatomisch, physiologisch und verhaltensbezogen studiert wird. Der Text gliedert sich in Abschnitte über Zucht, Rassenauswahl, Tierkrankheiten, Training und militäres Einsatzgebiet. Die militärische Dimension bleibt zentral: Das Pferd ist im Jahr 1842 noch ein strategisches Element in europäischen Armeen. Zugleich reflektiert das Werk einen feinen editorialen Geschmack: Tafeln und Frontispiz belegen einen ästhetischen Anspruch, der den Traktat zu einem Repräsentationsobjekt macht. In diesem Sinne wird die Ippologia auch zu einem kulturellen Code der Eliten.
BIOGRAPHIE DES AUTORS
Giovanni Antonio Maria Gazzola, piemontesischer Kavallerieoffizier, wirkte gegen Ende des 18. Jahrhunderts bis in die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts. Seine direkte Erfahrung in der Militärwelt und in der Pferdezucht ermöglichte ihm, eine praktische und theoretische Kenntnis des Pferdes zu entwickeln, die in seiner Ippologia M Einfluss findet. Typische Figur eines technikorientierten Offiziers der Vorunzegungszeit, repräsentiert Gazzola jene Generation, die bestrebt war, traditionelles Wissen in moderneren und wissenschaftlicheren Formen zu systematisieren.
DURCHFÜHRUNGSGESCHICHTE UND VERBREITUNG
Das Werk erlebte mehrere Ausgaben, Zeichen einer gewissen Verbreitung und praktischen Nützlichkeit. Die zweite neapolitanische Ausgabe von 1842 bezeugt die Verbreitung des Textes auch im Königreich beider Sizilien und deutet auf ein transversales Interesse an Ippologie im vorunieriten Italien hin. Die Batelli-Werkstätten waren in der Herstellung technischer und illustrierter Werke tätig und trugen zur typografischen und ikonografischen Qualität des Bandes bei. Die heute auf dem Markt erhältlichen Kopien sind relativ gut zu finden, aber selten in ausgezeichneten Zuständen und vollständig mit allen Tafeln.
BIBLIOGRAPHIE UND VERZEICHNISSE
ICCU/OPAC SBN: Katalogkarten unter „Gazzola, Giovanni Antonio Maria – Ippologia“, Ausgabe Neapel 1842
WorldCat: Einträge zu „Ippologia ossia Trattato universale dei cavalli“, Neapel, Batelli, 1842
Ceresoli, Bibliografia ippologica italiana, S. 112-115 (Eintrag Gazzola)
Mennessier de La Lance, Essai de bibliographie hippique, Bd. I, S. 546-547 (zur Tradition der europäischen ippologischen Traktate)
Benezit (für die Holz- und Kupferstecher, die in Neapel in der Epoche tätig waren, im Zusammenhang mit den Tafeln)
Der Verkäufer stellt sich vor
DAS PFERD ALS WISSENSCHAFT, STATUS UND MILITÄRKUNDE IM VOR-EINIGTEILIGEN ITALIEN
Splendide Farbillustrationen von zeitgenössischer Hand. Monumentale Arbeit der Pferdekultur, diese Ippologia von Giovanni Antonio Maria Gazzola liegt am Schnittpunkt von wissenschaftlichem Wissen, militärischer Tradition und aristokratischer Pferdekultur. Veröffentlicht in Neapel im Jahr 1842, in einem Kontext, der noch von den Gleichgewichten der vorunierten Staaten geprägt war, spiegelt das Werk eine systematische und „vollständige“ Sicht des Pferdes wider: als Tier, als kriegerisches Instrument, Symbol von Rang und Gegenstand technischer Studien. Der elegant gravierte Frontispiz und die Anwesenheit illustrativer Tafeln bestätigen den Willen, nicht nur einen Traktat zu schaffen, sondern ein prestigevolles Editionsobjekt, bestimmt für Offiziere, Züchter und Gentiluomini. Die Ippologia wird hier zur encyclopedischen Disziplin und zugleich zur Sprache der Macht.
MARKTWERT
Für Exemplare der vollständigen zweiten neapolitanischen Ausgabe von 1842, gut erhalten und mit intakten Tafeln, verzeichnet der Markt allgemein Werte zwischen 800 und 2.200 Euro, mit Höchstwerten für Exemplare in edler Lederbindung oder mit farblich besonders frischem und lebendigem Tafelwerk.
PHYSICAL DESCRIPTION AND CONDITION - COLLECTOR'S COPY
Splendide Farbillustrationen von zeitgenössischer Hand. Frontispiz graviert mit kalligraphischen Elementen und einer kupferstichartigen Vignette, die drei Pferde zeigt; Vorhandensein illustrativer Tafeln. Exemplar in eleganter neunzehnhundertschen Ledereinband in hellem Pergament mit reichen Goldverzierungen am Rücken und rotem Ledertresorchen mit goldenem Titel „Gazzola Ippologia“. Allgemein in sehr guter Verfassung: stabiler Einband. In alten Büchern, die eine jahrhundertealte Geschichte haben, können einige Mängel auftreten, die in der Beschreibung nicht immer erfasst werden. S. (2); 576; (2).
VOLLSTÄNDIGER TITEL UND AUTOR
Ippologia oder Trattato Universale dei Cavalli. Von Gio. Ant. Maria Gazzola di Torino, ehemaliger Kavallerieoffizier im Ruhestand. Zweite Ausgabe. Neapel, Typografia e Calcografia Batelli e Comp., 1842.
KONTEXT UND BEDEUTUNG
Das Werk fügt sich in die lange europäische Tradition der Reittraktate ein, von Federico Grisone bis zu den systematisierenden Arbeiten des 17. bis 18. Jahrhunderts, aber mit einer spezifischen ottozentoresenten Prägung: der Rationalisierung durch Wissenschaft. Gazzola behandelt das Pferd nicht nur als Übungsthema, sondern als komplexen Organismus, der anatomisch, physiologisch und verhaltensbezogen studiert wird. Der Text gliedert sich in Abschnitte über Zucht, Rassenauswahl, Tierkrankheiten, Training und militäres Einsatzgebiet. Die militärische Dimension bleibt zentral: Das Pferd ist im Jahr 1842 noch ein strategisches Element in europäischen Armeen. Zugleich reflektiert das Werk einen feinen editorialen Geschmack: Tafeln und Frontispiz belegen einen ästhetischen Anspruch, der den Traktat zu einem Repräsentationsobjekt macht. In diesem Sinne wird die Ippologia auch zu einem kulturellen Code der Eliten.
BIOGRAPHIE DES AUTORS
Giovanni Antonio Maria Gazzola, piemontesischer Kavallerieoffizier, wirkte gegen Ende des 18. Jahrhunderts bis in die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts. Seine direkte Erfahrung in der Militärwelt und in der Pferdezucht ermöglichte ihm, eine praktische und theoretische Kenntnis des Pferdes zu entwickeln, die in seiner Ippologia M Einfluss findet. Typische Figur eines technikorientierten Offiziers der Vorunzegungszeit, repräsentiert Gazzola jene Generation, die bestrebt war, traditionelles Wissen in moderneren und wissenschaftlicheren Formen zu systematisieren.
DURCHFÜHRUNGSGESCHICHTE UND VERBREITUNG
Das Werk erlebte mehrere Ausgaben, Zeichen einer gewissen Verbreitung und praktischen Nützlichkeit. Die zweite neapolitanische Ausgabe von 1842 bezeugt die Verbreitung des Textes auch im Königreich beider Sizilien und deutet auf ein transversales Interesse an Ippologie im vorunieriten Italien hin. Die Batelli-Werkstätten waren in der Herstellung technischer und illustrierter Werke tätig und trugen zur typografischen und ikonografischen Qualität des Bandes bei. Die heute auf dem Markt erhältlichen Kopien sind relativ gut zu finden, aber selten in ausgezeichneten Zuständen und vollständig mit allen Tafeln.
BIBLIOGRAPHIE UND VERZEICHNISSE
ICCU/OPAC SBN: Katalogkarten unter „Gazzola, Giovanni Antonio Maria – Ippologia“, Ausgabe Neapel 1842
WorldCat: Einträge zu „Ippologia ossia Trattato universale dei cavalli“, Neapel, Batelli, 1842
Ceresoli, Bibliografia ippologica italiana, S. 112-115 (Eintrag Gazzola)
Mennessier de La Lance, Essai de bibliographie hippique, Bd. I, S. 546-547 (zur Tradition der europäischen ippologischen Traktate)
Benezit (für die Holz- und Kupferstecher, die in Neapel in der Epoche tätig waren, im Zusammenhang mit den Tafeln)
