La Fontaine - Contes - 1795





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Zwei Bände Contes von La Fontaine, französische Stereotypedruck-Ausgabe um 1798–1800, Halblederbindung grün, 426 Seiten, gute Erhaltung.
Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
DAS GENUSS UND DIE MORAL: DIE FONTAINE ZWISCHEN EROS UND Ironie
Diese raffinierte, stereotypierte Ausgabe der Contes de La Fontaine, gedruckt nach dem berühmten Didot-Verfahren, stellt ein perfektes Beispiel für ein »modernes« Buch im vollen Sinn des Wortes dar: kompakt, zugänglich, technisch fortschrittlich und für eine breite, kultivierte Circulation bestimmt.
Die Contes, viel mutiger als die bekannten Fabeln, offenbaren einen lasziven, ironischen La Fontaine, der tief in der europäischen Erzähltradition der Anleihe bei Boccaccio verwurzelt ist. Hier verbinden sich die Leichtigkeit des Formats und die typografische Präzision mit einem moralisch ambivalenten Inhalt und schaffen ein Objekt, das zugleich Lesevergnügen und Zeugnis einer industriellen Revolution des Buches ist.
MARKTVALUE
Die Didot-Ausgaben der Contes, vor allem im Stereotyp-Format und in altertuemlicher Einband, sind am Markt recht präsent, aber wegen ihrer typografischen Qualität und historischen Wert geschätzt. Vollständige Exemplare in 2 Bänden liegen üblicherweise zwischen 300 und 800 Euro, mit Höchstpreisen bis zu 1.000 Euro für frische, gut erhaltene Exemplare oder auf hochwertigem Papier (vélin). Das gegenständliche Exemplar gehört aufgrund von Vollständigkeit und kohärentem Einband in die mittlere bis gute Preisklasse.
PHYSISCHE BESCHREIBUNG UND ZUSTAND
2 Bände, zeitgleicher Einband in halbledernem Grün mit auf leinen gebundenen Deckeln aus marmoriertem Papier, glatte Rücken mit Filetten und Titeln in Gold, Tommenzählung am Fuß, Abnutzungsspuren. Blätter mit leichten Vergilbungen und leichter Blattflaecken- bzw. Braunfärbung, deutlicher bei den ersten und letzten Blättern; Seitenränder regulär. Originalexemplar, mit Gebrauchsspuren an den Rückenpartien und kleinen Kratzern, aber insgesamt gut erhalten und stabil.
Pagination:
Tome I: [4], 226 S.
Tome II: [4], 198 S.
In alten Büchern, mit einer jahrhundertelangen Geschichte, können einige Mängel vorhanden sein, die in der Beschreibung nicht immer erfasst werden.
VOLLSTÄNDIGER TITEL UND AUTOR
Contes de La Fontaine.
Tome premier [et second].
Paris, chez P. Didot l’aîné, imprimeur; et Firmin Didot, libraire, rue de Thionville, n° 1850.
Édition stéréotype, d’après le procédé de Firmin Didot.
Data: Ende des XVIII. – Anfang des XIX. Jahrhunderts (ca. 1798–1800).
KONTEXT UND BEDEUTUNG
Die Contes von Jean de La Fontaine gehören zu den raffiniertesten und subtil-provokativen Ausdrucksformen der französischen Kurzprosa. Von Boccaccio, Ariosto und der italienisch-novellen Tradition inspiriert, schildern diese Erzählungen ein Universum, das von Begierde, Täuschung und gesellschaftlichem Spiel bestimmt ist. Entfernt von der moralisierenden Dimension der Fabeln erforschen die Contes mit Leichtigkeit und Ironie die Grenzen der offiziellen Moral. Die Didot-Ausgabe fügt diesem Inhalt eine grundlegende historische Dimension hinzu: die Einführung der Stereotypie, die eine schnellere und kostengünstigere Reproduktion des Textes ermöglicht und einen Wendepunkt in der europäischen Buchproduktion markiert. Das Buch wird so nicht nur Träger von Ideen, sondern auch Symbol technischer Innovation.
BIOGRAPHIE DES AUTORS
Jean de La Fontaine wurde 1621 in Château-Thierry geboren und starb 1695 in Paris. Dichter und Erzähler, berühmt vor allem für die Fabeln, bilden die Contes einen wesentlichen Teil seines Schaffens, gekennzeichnet durch einen eleganten, ironischen und oft-libinösen Stil. Von der italienischen und klassischen Tradition beeinflusst, vermochte La Fontaine Moralität und erzählerische Freude zu einer einzigartigen Form zu verbinden und übte einen tiefgreifenden Einfluss auf die europäische Literatur aus.
Druckgeschichte UND VERBREITUNG
Die Didot-Stereotyp-Ausgaben, entwickelt Ende des XVIII. bis Anfang des XIX. Jahrhunderts, revolutionierten die Druckwelt, ermöglichten größere und einheitliche Auflagen. Die Contes gehörten zu den Texten, die am stärksten von dieser Innovation profitierten, indem sie in praktikablen und relativ kostengünstigen Formaten verbreitet wurden. Die typografische Angabe im Band bestätigt die Verwendung des Didot-Verfahrens, ein Markenzeichen dieser Ausgaben, die sowohl für die Qualität der Zeichen als auch für ihre Rolle in der Geschichte des Drucks geschätzt werden.
BIBLIOGRAPHY UND VERWEISE
Brunet, Manuel du libraire, III, Spalten 734–740 (La Fontaine, Contes, Ausgaben und Varianten).
Tchemerzine, Bibliographie d’éditions originales et rares d’auteurs français, IV, S. 87–95.
ICCU/OPAC SBN: Eintrag zu Didot-stéréotype-Ausgaben der Contes (Suche nach Verlag und Drucktechnik).
BnF Catalogue général: La Fontaine, Contes, éditions Didot, fin XVIIIe – début XIXe siècle.
Upstone, The Didot Family and the Development of Stereotype Printing, Verweise auf die französische Stereotypenproduktion.
Der Verkäufer stellt sich vor
DAS GENUSS UND DIE MORAL: DIE FONTAINE ZWISCHEN EROS UND Ironie
Diese raffinierte, stereotypierte Ausgabe der Contes de La Fontaine, gedruckt nach dem berühmten Didot-Verfahren, stellt ein perfektes Beispiel für ein »modernes« Buch im vollen Sinn des Wortes dar: kompakt, zugänglich, technisch fortschrittlich und für eine breite, kultivierte Circulation bestimmt.
Die Contes, viel mutiger als die bekannten Fabeln, offenbaren einen lasziven, ironischen La Fontaine, der tief in der europäischen Erzähltradition der Anleihe bei Boccaccio verwurzelt ist. Hier verbinden sich die Leichtigkeit des Formats und die typografische Präzision mit einem moralisch ambivalenten Inhalt und schaffen ein Objekt, das zugleich Lesevergnügen und Zeugnis einer industriellen Revolution des Buches ist.
MARKTVALUE
Die Didot-Ausgaben der Contes, vor allem im Stereotyp-Format und in altertuemlicher Einband, sind am Markt recht präsent, aber wegen ihrer typografischen Qualität und historischen Wert geschätzt. Vollständige Exemplare in 2 Bänden liegen üblicherweise zwischen 300 und 800 Euro, mit Höchstpreisen bis zu 1.000 Euro für frische, gut erhaltene Exemplare oder auf hochwertigem Papier (vélin). Das gegenständliche Exemplar gehört aufgrund von Vollständigkeit und kohärentem Einband in die mittlere bis gute Preisklasse.
PHYSISCHE BESCHREIBUNG UND ZUSTAND
2 Bände, zeitgleicher Einband in halbledernem Grün mit auf leinen gebundenen Deckeln aus marmoriertem Papier, glatte Rücken mit Filetten und Titeln in Gold, Tommenzählung am Fuß, Abnutzungsspuren. Blätter mit leichten Vergilbungen und leichter Blattflaecken- bzw. Braunfärbung, deutlicher bei den ersten und letzten Blättern; Seitenränder regulär. Originalexemplar, mit Gebrauchsspuren an den Rückenpartien und kleinen Kratzern, aber insgesamt gut erhalten und stabil.
Pagination:
Tome I: [4], 226 S.
Tome II: [4], 198 S.
In alten Büchern, mit einer jahrhundertelangen Geschichte, können einige Mängel vorhanden sein, die in der Beschreibung nicht immer erfasst werden.
VOLLSTÄNDIGER TITEL UND AUTOR
Contes de La Fontaine.
Tome premier [et second].
Paris, chez P. Didot l’aîné, imprimeur; et Firmin Didot, libraire, rue de Thionville, n° 1850.
Édition stéréotype, d’après le procédé de Firmin Didot.
Data: Ende des XVIII. – Anfang des XIX. Jahrhunderts (ca. 1798–1800).
KONTEXT UND BEDEUTUNG
Die Contes von Jean de La Fontaine gehören zu den raffiniertesten und subtil-provokativen Ausdrucksformen der französischen Kurzprosa. Von Boccaccio, Ariosto und der italienisch-novellen Tradition inspiriert, schildern diese Erzählungen ein Universum, das von Begierde, Täuschung und gesellschaftlichem Spiel bestimmt ist. Entfernt von der moralisierenden Dimension der Fabeln erforschen die Contes mit Leichtigkeit und Ironie die Grenzen der offiziellen Moral. Die Didot-Ausgabe fügt diesem Inhalt eine grundlegende historische Dimension hinzu: die Einführung der Stereotypie, die eine schnellere und kostengünstigere Reproduktion des Textes ermöglicht und einen Wendepunkt in der europäischen Buchproduktion markiert. Das Buch wird so nicht nur Träger von Ideen, sondern auch Symbol technischer Innovation.
BIOGRAPHIE DES AUTORS
Jean de La Fontaine wurde 1621 in Château-Thierry geboren und starb 1695 in Paris. Dichter und Erzähler, berühmt vor allem für die Fabeln, bilden die Contes einen wesentlichen Teil seines Schaffens, gekennzeichnet durch einen eleganten, ironischen und oft-libinösen Stil. Von der italienischen und klassischen Tradition beeinflusst, vermochte La Fontaine Moralität und erzählerische Freude zu einer einzigartigen Form zu verbinden und übte einen tiefgreifenden Einfluss auf die europäische Literatur aus.
Druckgeschichte UND VERBREITUNG
Die Didot-Stereotyp-Ausgaben, entwickelt Ende des XVIII. bis Anfang des XIX. Jahrhunderts, revolutionierten die Druckwelt, ermöglichten größere und einheitliche Auflagen. Die Contes gehörten zu den Texten, die am stärksten von dieser Innovation profitierten, indem sie in praktikablen und relativ kostengünstigen Formaten verbreitet wurden. Die typografische Angabe im Band bestätigt die Verwendung des Didot-Verfahrens, ein Markenzeichen dieser Ausgaben, die sowohl für die Qualität der Zeichen als auch für ihre Rolle in der Geschichte des Drucks geschätzt werden.
BIBLIOGRAPHY UND VERWEISE
Brunet, Manuel du libraire, III, Spalten 734–740 (La Fontaine, Contes, Ausgaben und Varianten).
Tchemerzine, Bibliographie d’éditions originales et rares d’auteurs français, IV, S. 87–95.
ICCU/OPAC SBN: Eintrag zu Didot-stéréotype-Ausgaben der Contes (Suche nach Verlag und Drucktechnik).
BnF Catalogue général: La Fontaine, Contes, éditions Didot, fin XVIIIe – début XIXe siècle.
Upstone, The Didot Family and the Development of Stereotype Printing, Verweise auf die französische Stereotypenproduktion.

