Javanische Wayang Kulit-Schattenpuppen - Leder, Knochen, Holz - Indonesien - Anfang des 20. Jahrhunderts






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Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
EINE GRUPPE VON JAVANISCHEN WAYANG KULIT SCHATTENPUPPEN
Indonesien, Java (und möglicherweise Bali), frühes 20. Jahrhundert
Eine vielfältige und feingearbeitete Gruppe von neun Leder-Schattenspiel-Puppen (Wayang Kulit), jede kunstvoll von Hand ausgeschnitten, durchbrochen und bemalt, bestehend aus Höfischen Figuren, Tieren und symbolischen Formen. Das Los umfasst eine hochdetaillierte Adelsfigur mit verlängerten Armen und feinem Öffnungsgitter-Ornament, Reste von Vergoldung und Polychromie; eine eindrucksvolle Komposition eines mythischen Tieres, das einen Wagen mit einem großen strahlenden Rad zieht; eine sitzende Lederfigur ungewöhnlicher Form; ein rot bemaltes Pferd oder Reh mit eingeschnittenen Details; einen stilisierten Krieger; eine fein komponierte Kayon (Baum des Lebens) mit Vögeln in dichtem Laubwerk; und weitere Tierfiguren, darunter eine tigerähnliche Kreatur und zwei Vögel. Auf originalen oder frühen Horn- und Holzführungstangen montiert.
Technik und Materialien:
Ausgehöhlte und durchbrochene Büffelhaut (Kulit), mit polychromen Pigmenten und Akzenten; Horn- und Holzstangen.
Abmessungen:
Größte Figur ca. 70 cm hoch (einschließlich Stange); weitere Figuren von ca. 30 cm bis 70 cm.
Zustand:
Typische Abnutzung entsprechend Alter und Nutzung im Gelspiel, einschließlich Pigment- und Vergoldungsverlusten, kleineren Rissen und Reparaturen an Leder, leichte Verformungen, sowie Restaurierungen an den Stangen. Insgesamt stabil und visuell ansprechend.
Provenienz:
Privatsammlung
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Wayang Kulit-Schattenpuppenspiel gehört zu den meist verehrten künstlerischen Traditionen Indonesiens und verbindet visuelle Kunst, Musik und Erzählkunst. Die Figuren – sorgfältig aus Büffelhaut geschnitten und auf Hornstangen montiert – werden hinter einer von hinten beleuchteten Leinwand während Aufführungen bewegt, in denen Episoden aus den hinduistischen Epen, insbesondere Ramayana und Mahabharata, sowie indigenen javanischen Zyklen erzählt werden.
Die elongierten Proportionen und die feine Detailarbeit der Hauptfigur spiegeln die klassische Ästhetik des zentraljavanischen Hofstils wider, in dem die physische Form Charakter bedeutet: Schlanke, nach unten blickende Figuren verkörpern Adel und spirituelle Verfeinerung. Die Einbeziehung der Kayon (Baum des Lebens) – ein kosmologisches Symbol, das Markierungen von Übergängen innerhalb der Aufführungen dient – ist besonders interessant, ebenso wie die dynamische Wagen-Szene, ein weniger häufig vorkommendes Motiv.
Diese Gruppe, durch Handwerk vereinigt und dennoch inhaltlich vielfältig, bietet sowohl dekorativen Reiz als auch Einblick in den narrativen Reichtum des Wayang-Theaters.
Dies sind Wayang Kulit-Puppen aus Java/Bali, und obwohl exakte Bezeichnungen regional unterschiedlich ausfallen können, lassen sich mehrere Figuren in Ihrer Gruppe anhand ihrer Form, Haltung und Ikonografie vernünftig identifizieren:
1. Verfeinerte Adelige Figur
Wahrscheinlich: Arjuna (oder ein anderer alus-Held wie Rama)
• Schlanke, lange Körperform
• Herabgezogene Augen, feine Züge
• Hochkomplexe Kopfbedeckung und Kostüm
Diese Eigenschaften definieren den Typ des „alus“ (verfeinert) Charakters, am häufigsten mit Arjuna, dem idealen edlen Krieger aus dem Mahabharata, verbunden.
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2. Wagen mit mythischer Kreatur
Wahrscheinlich: Bhimas Wagen- Szene oder ein zeremonielles/prozessionales Motiv
• Großes Rad und ein Tier, das den Wagen zieht
• Stilisiertes Biest statt realistischer Hund
Kein Standard-Einzelcharakter; eher eine narrative oder symbolische Requisitenfigur, manchmal in Schlacht- oder यात्रा-Szenen verwendet.
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3. Sitzende dunkle Lederfigur
Wahrscheinlich: Panakawan (Klüngel-Diener), möglicherweise Semar
• Ziemlich bucklige Haltung, überzeichnete Figur
• Einfachere Schnitzerei, weniger Ornament
Die Panakawan sind komische und philosophische Diener.
• Wenn rundlicher Bauch und demütig → Semar (die heiligste Clownfigur)
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4. Rotes Pferd (oder Reh)
Wahrscheinlich: Turangga (allgemeines Pferd) oder Arjuna/ Bhimas Reittier
Pferde in Wayang sind in der Regel nicht klar benannte Reittiere, sie dienen in Schlacht- oder Reisesszenen und repräsentieren keinen festen Charakter.
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5. Kriegerfigur (mit Durchbrüchen, schildkrandähnliches Muster)
Wahrscheinlich: Bhima (Bhima)
• Breitere Standhaltung als verfeinerte Figuren
• Robusteres Schnitzwerk und Haltung
Bhima ist der starke, geradlinige Pandava-Held – weniger zart als Arjuna.
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6. Baum mit Vögeln (Gunungan / Kayon)
Kayon (Baum des Lebens / kosmischer Berg)
• Zentraler symbolischer Bestandteil jeder Aufführung
• Repräsentiert das Universum
• Anfang/Ende von Szenen
Keine Figur, sondern das wichtigste rituelle Objekt des Wayang-Theaters
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7. tigerähnliches Tier
Wahrscheinlich: Allgemeine Waldkreatur oder Symbol der Gefahr. Tiere dienen oft eher der Szenerie als bestimmten identifizierbaren Figuren.
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8 & 9. Vogel-Figuren
Vögel mit gekrümmtem Schnabel, stilisierte Flügel ( dekorative/erzählende Vögel )
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10. Kleines Gebüsch / Baum
EINE GRUPPE VON JAVANISCHEN WAYANG KULIT SCHATTENPUPPEN
Indonesien, Java (und möglicherweise Bali), frühes 20. Jahrhundert
Eine vielfältige und feingearbeitete Gruppe von neun Leder-Schattenspiel-Puppen (Wayang Kulit), jede kunstvoll von Hand ausgeschnitten, durchbrochen und bemalt, bestehend aus Höfischen Figuren, Tieren und symbolischen Formen. Das Los umfasst eine hochdetaillierte Adelsfigur mit verlängerten Armen und feinem Öffnungsgitter-Ornament, Reste von Vergoldung und Polychromie; eine eindrucksvolle Komposition eines mythischen Tieres, das einen Wagen mit einem großen strahlenden Rad zieht; eine sitzende Lederfigur ungewöhnlicher Form; ein rot bemaltes Pferd oder Reh mit eingeschnittenen Details; einen stilisierten Krieger; eine fein komponierte Kayon (Baum des Lebens) mit Vögeln in dichtem Laubwerk; und weitere Tierfiguren, darunter eine tigerähnliche Kreatur und zwei Vögel. Auf originalen oder frühen Horn- und Holzführungstangen montiert.
Technik und Materialien:
Ausgehöhlte und durchbrochene Büffelhaut (Kulit), mit polychromen Pigmenten und Akzenten; Horn- und Holzstangen.
Abmessungen:
Größte Figur ca. 70 cm hoch (einschließlich Stange); weitere Figuren von ca. 30 cm bis 70 cm.
Zustand:
Typische Abnutzung entsprechend Alter und Nutzung im Gelspiel, einschließlich Pigment- und Vergoldungsverlusten, kleineren Rissen und Reparaturen an Leder, leichte Verformungen, sowie Restaurierungen an den Stangen. Insgesamt stabil und visuell ansprechend.
Provenienz:
Privatsammlung
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Wayang Kulit-Schattenpuppenspiel gehört zu den meist verehrten künstlerischen Traditionen Indonesiens und verbindet visuelle Kunst, Musik und Erzählkunst. Die Figuren – sorgfältig aus Büffelhaut geschnitten und auf Hornstangen montiert – werden hinter einer von hinten beleuchteten Leinwand während Aufführungen bewegt, in denen Episoden aus den hinduistischen Epen, insbesondere Ramayana und Mahabharata, sowie indigenen javanischen Zyklen erzählt werden.
Die elongierten Proportionen und die feine Detailarbeit der Hauptfigur spiegeln die klassische Ästhetik des zentraljavanischen Hofstils wider, in dem die physische Form Charakter bedeutet: Schlanke, nach unten blickende Figuren verkörpern Adel und spirituelle Verfeinerung. Die Einbeziehung der Kayon (Baum des Lebens) – ein kosmologisches Symbol, das Markierungen von Übergängen innerhalb der Aufführungen dient – ist besonders interessant, ebenso wie die dynamische Wagen-Szene, ein weniger häufig vorkommendes Motiv.
Diese Gruppe, durch Handwerk vereinigt und dennoch inhaltlich vielfältig, bietet sowohl dekorativen Reiz als auch Einblick in den narrativen Reichtum des Wayang-Theaters.
Dies sind Wayang Kulit-Puppen aus Java/Bali, und obwohl exakte Bezeichnungen regional unterschiedlich ausfallen können, lassen sich mehrere Figuren in Ihrer Gruppe anhand ihrer Form, Haltung und Ikonografie vernünftig identifizieren:
1. Verfeinerte Adelige Figur
Wahrscheinlich: Arjuna (oder ein anderer alus-Held wie Rama)
• Schlanke, lange Körperform
• Herabgezogene Augen, feine Züge
• Hochkomplexe Kopfbedeckung und Kostüm
Diese Eigenschaften definieren den Typ des „alus“ (verfeinert) Charakters, am häufigsten mit Arjuna, dem idealen edlen Krieger aus dem Mahabharata, verbunden.
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2. Wagen mit mythischer Kreatur
Wahrscheinlich: Bhimas Wagen- Szene oder ein zeremonielles/prozessionales Motiv
• Großes Rad und ein Tier, das den Wagen zieht
• Stilisiertes Biest statt realistischer Hund
Kein Standard-Einzelcharakter; eher eine narrative oder symbolische Requisitenfigur, manchmal in Schlacht- oder यात्रा-Szenen verwendet.
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3. Sitzende dunkle Lederfigur
Wahrscheinlich: Panakawan (Klüngel-Diener), möglicherweise Semar
• Ziemlich bucklige Haltung, überzeichnete Figur
• Einfachere Schnitzerei, weniger Ornament
Die Panakawan sind komische und philosophische Diener.
• Wenn rundlicher Bauch und demütig → Semar (die heiligste Clownfigur)
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4. Rotes Pferd (oder Reh)
Wahrscheinlich: Turangga (allgemeines Pferd) oder Arjuna/ Bhimas Reittier
Pferde in Wayang sind in der Regel nicht klar benannte Reittiere, sie dienen in Schlacht- oder Reisesszenen und repräsentieren keinen festen Charakter.
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5. Kriegerfigur (mit Durchbrüchen, schildkrandähnliches Muster)
Wahrscheinlich: Bhima (Bhima)
• Breitere Standhaltung als verfeinerte Figuren
• Robusteres Schnitzwerk und Haltung
Bhima ist der starke, geradlinige Pandava-Held – weniger zart als Arjuna.
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6. Baum mit Vögeln (Gunungan / Kayon)
Kayon (Baum des Lebens / kosmischer Berg)
• Zentraler symbolischer Bestandteil jeder Aufführung
• Repräsentiert das Universum
• Anfang/Ende von Szenen
Keine Figur, sondern das wichtigste rituelle Objekt des Wayang-Theaters
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7. tigerähnliches Tier
Wahrscheinlich: Allgemeine Waldkreatur oder Symbol der Gefahr. Tiere dienen oft eher der Szenerie als bestimmten identifizierbaren Figuren.
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8 & 9. Vogel-Figuren
Vögel mit gekrümmtem Schnabel, stilisierte Flügel ( dekorative/erzählende Vögel )
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10. Kleines Gebüsch / Baum
