Brockwitz - Frisiertischset (3) - Uranglas - Uran-Toiletten-Set





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Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
Garnitur für Toilettenartikel aus gelb uraniumhaltigem Glas (Ouraline, Uran) – Glashütte Brockwitz – ca. 1915 – Deutschland.
Wird im Allgemeinen mit den Produktionen der Verreries de Scailmont (Manage, Belgien) verwechselt. Die einzige Abweichung im Vergleich zu Scailmont besteht darin, dass Brockwitz zwei feine vertikale Linien aufweist; Scailmont-Produkte haben nur eine.
Dieses Lot stammt aus dem Katalog von 1915
Lot bestehend aus:
2 Puderdosen ohne Deckel
1 Nadellage-Schale
Die Glashütte Brockwitz begann ihre Produktion im Jahr 1903 unter dem Namen « Glasfabrik AG ». Die Insolvenz der Vereinigte « Radeberger Glashütten AG » (Vereinigte Glashüttenwerke Radeberger AG) war ein Glücksfall für das junge Unternehmen. Durch diese Insolvenz konnte die Brockwitz-Fabrik qualifizierte Arbeiter und Angestellte einstellen. Dank guten Auftragsmanagements und der Rentabilität der Fabrik wurde 1914 das in Ottendorf-Okrilla ansässige, damals insolvente Unternehmen « Glashüttenwerke Heinrich Plötz & Co. » übernommen, um das Unternehmen auszubauen. Die Glashütte Brockwitz setzte ihre Expansion fort. Im Jahr 1923 wurde die Glasproduktion der « Steingutfabrik AG Sörnewitz », spezialisiert auf geschliffenes Glas, in die Glashütte Brockwitz integriert. Das Unternehmen Brockwitz verfügte zu dieser Zeit über sieben Schmelzöfen: einen in der Ottendorf-Okrilla-Fabrik, drei in Sörnewitz und sieben in Brockwitz. Aufgrund der weltweiten Wirtschaftskrise sah sich die Glashütte Brockwitz 1929 gezwungen, ihre Ottendorf-Okrilla-Fabrik aufzugeben. Da die Werksleitung das in Ottendorf-Okrilla erworbene Know-how der dort arbeitenden Glasarbeiter jedoch nicht aufgeben wollte, wurde ein regelmäßiger Service für die Brockwitz-Glaser in Ottendorf-Okrilla eingerichtet.
Während des Zweiten Weltkriegs wurden sowjetische, polnische und französische Kriegsgefangene in der Fabrik zur Kriegsproduktion eingesetzt. Die Glashütte stellte Handgranaten und Glasminen her. Brockwitz produzierte außerdem Glas für die Luftfahrt. Nach dem Krieg wurde die Fabrik von den sowjetischen Streitkräften vollständig demontiert.
Sehr seltenes Ensemble, und UV-empfindlich bei 395 nm, was auf das Vorhandensein von Uran hindeutet.
Ein Muss für jeden Sammler von Ouraline
Garnitur für Toilettenartikel aus gelb uraniumhaltigem Glas (Ouraline, Uran) – Glashütte Brockwitz – ca. 1915 – Deutschland.
Wird im Allgemeinen mit den Produktionen der Verreries de Scailmont (Manage, Belgien) verwechselt. Die einzige Abweichung im Vergleich zu Scailmont besteht darin, dass Brockwitz zwei feine vertikale Linien aufweist; Scailmont-Produkte haben nur eine.
Dieses Lot stammt aus dem Katalog von 1915
Lot bestehend aus:
2 Puderdosen ohne Deckel
1 Nadellage-Schale
Die Glashütte Brockwitz begann ihre Produktion im Jahr 1903 unter dem Namen « Glasfabrik AG ». Die Insolvenz der Vereinigte « Radeberger Glashütten AG » (Vereinigte Glashüttenwerke Radeberger AG) war ein Glücksfall für das junge Unternehmen. Durch diese Insolvenz konnte die Brockwitz-Fabrik qualifizierte Arbeiter und Angestellte einstellen. Dank guten Auftragsmanagements und der Rentabilität der Fabrik wurde 1914 das in Ottendorf-Okrilla ansässige, damals insolvente Unternehmen « Glashüttenwerke Heinrich Plötz & Co. » übernommen, um das Unternehmen auszubauen. Die Glashütte Brockwitz setzte ihre Expansion fort. Im Jahr 1923 wurde die Glasproduktion der « Steingutfabrik AG Sörnewitz », spezialisiert auf geschliffenes Glas, in die Glashütte Brockwitz integriert. Das Unternehmen Brockwitz verfügte zu dieser Zeit über sieben Schmelzöfen: einen in der Ottendorf-Okrilla-Fabrik, drei in Sörnewitz und sieben in Brockwitz. Aufgrund der weltweiten Wirtschaftskrise sah sich die Glashütte Brockwitz 1929 gezwungen, ihre Ottendorf-Okrilla-Fabrik aufzugeben. Da die Werksleitung das in Ottendorf-Okrilla erworbene Know-how der dort arbeitenden Glasarbeiter jedoch nicht aufgeben wollte, wurde ein regelmäßiger Service für die Brockwitz-Glaser in Ottendorf-Okrilla eingerichtet.
Während des Zweiten Weltkriegs wurden sowjetische, polnische und französische Kriegsgefangene in der Fabrik zur Kriegsproduktion eingesetzt. Die Glashütte stellte Handgranaten und Glasminen her. Brockwitz produzierte außerdem Glas für die Luftfahrt. Nach dem Krieg wurde die Fabrik von den sowjetischen Streitkräften vollständig demontiert.
Sehr seltenes Ensemble, und UV-empfindlich bei 395 nm, was auf das Vorhandensein von Uran hindeutet.
Ein Muss für jeden Sammler von Ouraline
