Stefanie Schneider - Lollipop II (Beachshoot) featuring Radha Mitchell






Über 35 Jahre Erfahrung; ehemaliger Galeriebesitzer und Kurator am Museum Folkwang.
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Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
Lollipop (Beachshoot) - 2005
mit der australischen Schauspielerin Radha Mitchell
78x77cm.
Edition 4/5.
Analog C-Print, vom Künstler handentwickelt auf Fuji Crystal Archive Paper, matte Oberfläche. Vintage Print.
Basierend auf dem ursprünglichen Polaroid.
Zertifikat und Signaturetikett.
Artist Inventory 1419.04.
Ausgezeichneter Zustand.
Nicht montiert.
Beachshoot
Diese fotografischen Fantasien werden durch sorgfältig gewählte Zwänge und den Einsatz symbolischer Attribute bestimmt. Telegraphenmasten, Flugzeuge, weite Wüstenlandschaften, eine Eisenbahnbrücke oder ein amerikanischer 50er-Jahre-Wagen erzählen auf ähnliche Weise unterschiedliche Geschichten, genauso wie grelle Perücken, Kinderspielzeug, ein Kopftuch oder eine alte Super-8-Kamera. Schneiders Arbeit speist sich aus Anekdoten und storytelling, aber auch aus ihrer spezifischen europäischen Perspektive auf Amerika. Die Welt ihrer Fotografien wird von schmalbrüstigen Jungen und zerbrechlichen Mädchen bevölkert, die nicht zu erkennen scheinen, wie jung und schön sie sind. Ihre Leichtfüßigkeit wird von einer bedrohlichen erwachsenen Welt durchdrungen, der sie ihren jugendlichen Mut zur Kompromisslosigkeit entgegensetzen. Und eigentlich trägt ihre Arbeit auch einen autobiografischen Aspekt in sich, da die Künstlerin sich und ihre Freundinnen zum Fokus der Kamera macht.
Stefanie Schneider fotografiert ihre ‘mises en scène’ mit einer Polaroid-Kamera, ausgerechnet mit dem Medium, das üblicherweise als Mittel zur Bewahrung dokumentarischer Unmittelbarkeit verstanden wird, in seinem gegenteiligen Sinn verwendet wird, da Orte, Haltungen, Kostüme und insbesondere die auffälligen Bildabschnitte inszeniert sind. Dieses technische ‘Plot Device’ spiegelt sowohl ihre Methode als auch ihren Zweck wider: Die Trägerin der Gotenkammer der Folkwangschule Essen verwendet ausschließlich abgelaufenes Polaroid-Material. Spuren, Funken, schwarze leere Schmierflecken und massive Farbveränderungen verleihen den Aufnahmen eine zweite Realitäts-Ebene und hinterfragen die Gültigkeit von Bildern, die Symbole und die Relevanz richtiger Erinnerungen.
Aus diesen Bildern, die amateurhaft und lässig wirken, entsteht der Eindruck von Authentizität, dem wir von Moment zu Moment begegnen. - Petra Prahl
Lollipop (Beachshoot) - 2005
mit der australischen Schauspielerin Radha Mitchell
78x77cm.
Edition 4/5.
Analog C-Print, vom Künstler handentwickelt auf Fuji Crystal Archive Paper, matte Oberfläche. Vintage Print.
Basierend auf dem ursprünglichen Polaroid.
Zertifikat und Signaturetikett.
Artist Inventory 1419.04.
Ausgezeichneter Zustand.
Nicht montiert.
Beachshoot
Diese fotografischen Fantasien werden durch sorgfältig gewählte Zwänge und den Einsatz symbolischer Attribute bestimmt. Telegraphenmasten, Flugzeuge, weite Wüstenlandschaften, eine Eisenbahnbrücke oder ein amerikanischer 50er-Jahre-Wagen erzählen auf ähnliche Weise unterschiedliche Geschichten, genauso wie grelle Perücken, Kinderspielzeug, ein Kopftuch oder eine alte Super-8-Kamera. Schneiders Arbeit speist sich aus Anekdoten und storytelling, aber auch aus ihrer spezifischen europäischen Perspektive auf Amerika. Die Welt ihrer Fotografien wird von schmalbrüstigen Jungen und zerbrechlichen Mädchen bevölkert, die nicht zu erkennen scheinen, wie jung und schön sie sind. Ihre Leichtfüßigkeit wird von einer bedrohlichen erwachsenen Welt durchdrungen, der sie ihren jugendlichen Mut zur Kompromisslosigkeit entgegensetzen. Und eigentlich trägt ihre Arbeit auch einen autobiografischen Aspekt in sich, da die Künstlerin sich und ihre Freundinnen zum Fokus der Kamera macht.
Stefanie Schneider fotografiert ihre ‘mises en scène’ mit einer Polaroid-Kamera, ausgerechnet mit dem Medium, das üblicherweise als Mittel zur Bewahrung dokumentarischer Unmittelbarkeit verstanden wird, in seinem gegenteiligen Sinn verwendet wird, da Orte, Haltungen, Kostüme und insbesondere die auffälligen Bildabschnitte inszeniert sind. Dieses technische ‘Plot Device’ spiegelt sowohl ihre Methode als auch ihren Zweck wider: Die Trägerin der Gotenkammer der Folkwangschule Essen verwendet ausschließlich abgelaufenes Polaroid-Material. Spuren, Funken, schwarze leere Schmierflecken und massive Farbveränderungen verleihen den Aufnahmen eine zweite Realitäts-Ebene und hinterfragen die Gültigkeit von Bildern, die Symbole und die Relevanz richtiger Erinnerungen.
Aus diesen Bildern, die amateurhaft und lässig wirken, entsteht der Eindruck von Authentizität, dem wir von Moment zu Moment begegnen. - Petra Prahl
