Ahnenfigur - Mahafaly - Madagaskar - Fragment einer Grabstele






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Fragment eines AloAlo Grabstele-Kopfstücks der Mahafaly aus Tulear, Madagaskar, aus Hartholz Menabe geschnitzt, 55 × 13 × 13 cm groß, ca. 1,78 kg schwer, historischer Zeitraum 1970–1980, 1996 auf dem Antikmarkt Androhavangy erworben, schlechter Zustand mit großen Rissen und erheblichen Fehlstellen, ohne Stand.
Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
MF03 Kopfteil einer AloAlo Grabstele der Mahafaly, Gendarm, ca. 1975 Region Tulear,
55 x 13 x 13 cm 1780 Gr. erworben 1996 auf dem Antikmarkt Androhavangy
Die Totenstelen (AloAlo) werden bei der Ethnie der Mahafaly nach alten Riten als Erinnerung an den Verstorbenen und als spirituelle Aufgabe für die nächste Generation aufgestellt. Die Pfähle werden nach Vorgaben des Familienoberhauptes als Auftragsarbeit vergeben und künden vom Leben oder von Lebenswünschen der Toten. Die Mahafaly sind materiell nicht stark verhaftet, aber geistig/seelisch sehr aktiv. Die Seele (Razana) aller Menschen geht für Sie nach dem Tode in heilige Tiere über um dann in mehreren Etappen eine universelle Einigkeit mit dem Schöpfergott (Andriamanitra) zu erreichen. Dargestellt werden diese Ahnenwesen (meist Ibis, Zebu, Krokodil) oft auf dem wichtigen Kopfteil der AloAlo. Der Pfahl darunter zeigt stets astrologische Motive. Diese Stelen werden auf dem, im Vergleich zu den Wohnhäusern, stattlichen und steinernen Kastengrab drapiert und umgeben oft das mittige Totenhaus als Wächter und Botschafter. Die vielen aufgesteckten Zebuhörner stammen von geopferten Rindern und zeugen vom reichen Erbe des Mannes. Desto prunkvoller ein Grab umso angesehener die Familie. Die Figur zeigt einen Gendarm mit Gewehr auf dem Rücken wie bei einem Streifgang. Dies ist eine oft wiederkehrende Szene bei AloAlo, welche den Respekt vor der kolonialen Macht bezeugt oder traumatische Erlebnisse darstellt. Bei Ethnien im Süden herrscht eine starke Neigung zum Viehdiebstahl und Fehden-Tradition, so hat sich die Staatsgewalt immer wieder versucht hart durchzusetzen.
Das trockene Klima konserviert das Holz recht lange, aber die Elemente zeichnen ihre Spuren auf die Skulpturen. Verrottete oder zerbrochene Pfähle werden dann von der Familie entfernt, sofern noch ansässig. Die Oberteile (Kopf) der Statue ist jedoch wichtig und wird so, manchmal abgetrennt und weiter aufbewahrt oder auch verkauft. Manchmal erfolgt auch eine "Geschichtsumschreibung" durch nachfolgende Familienmitglieder und es werden Fragmente der Ahnenstelen herausgeschnitten, ergänzt oder zerstört.
Diese Skulptur ist aus den 70 er Jahren, das nicht so hohe Alter erkannt man deutlich an der fehlenden Verwitterung.
Die echten AloAlo sind eine künstlerische Rarität, weil der Ahnenkult, welcher aus Papa Neuginea stammt weltweit nur in Madagaskar in diesen Stelen körperlichen Ausdruck fand. Die Ausfuhr von Kulturgut / Antiquitäten ist in Madagaskar streng limitiert. Unsere alten Originale sind teilweise schon seit 1975 im Familienbesitz und stellen durch den steigenden Sammlerwert auch eine fruchtbare Investition dar.
Dieses Objekt eignet sich für den normalen, versicherten Paketversand und wird von uns bruchsicher und sorgfältig verpackt.
Der Verkäufer stellt sich vor
MF03 Kopfteil einer AloAlo Grabstele der Mahafaly, Gendarm, ca. 1975 Region Tulear,
55 x 13 x 13 cm 1780 Gr. erworben 1996 auf dem Antikmarkt Androhavangy
Die Totenstelen (AloAlo) werden bei der Ethnie der Mahafaly nach alten Riten als Erinnerung an den Verstorbenen und als spirituelle Aufgabe für die nächste Generation aufgestellt. Die Pfähle werden nach Vorgaben des Familienoberhauptes als Auftragsarbeit vergeben und künden vom Leben oder von Lebenswünschen der Toten. Die Mahafaly sind materiell nicht stark verhaftet, aber geistig/seelisch sehr aktiv. Die Seele (Razana) aller Menschen geht für Sie nach dem Tode in heilige Tiere über um dann in mehreren Etappen eine universelle Einigkeit mit dem Schöpfergott (Andriamanitra) zu erreichen. Dargestellt werden diese Ahnenwesen (meist Ibis, Zebu, Krokodil) oft auf dem wichtigen Kopfteil der AloAlo. Der Pfahl darunter zeigt stets astrologische Motive. Diese Stelen werden auf dem, im Vergleich zu den Wohnhäusern, stattlichen und steinernen Kastengrab drapiert und umgeben oft das mittige Totenhaus als Wächter und Botschafter. Die vielen aufgesteckten Zebuhörner stammen von geopferten Rindern und zeugen vom reichen Erbe des Mannes. Desto prunkvoller ein Grab umso angesehener die Familie. Die Figur zeigt einen Gendarm mit Gewehr auf dem Rücken wie bei einem Streifgang. Dies ist eine oft wiederkehrende Szene bei AloAlo, welche den Respekt vor der kolonialen Macht bezeugt oder traumatische Erlebnisse darstellt. Bei Ethnien im Süden herrscht eine starke Neigung zum Viehdiebstahl und Fehden-Tradition, so hat sich die Staatsgewalt immer wieder versucht hart durchzusetzen.
Das trockene Klima konserviert das Holz recht lange, aber die Elemente zeichnen ihre Spuren auf die Skulpturen. Verrottete oder zerbrochene Pfähle werden dann von der Familie entfernt, sofern noch ansässig. Die Oberteile (Kopf) der Statue ist jedoch wichtig und wird so, manchmal abgetrennt und weiter aufbewahrt oder auch verkauft. Manchmal erfolgt auch eine "Geschichtsumschreibung" durch nachfolgende Familienmitglieder und es werden Fragmente der Ahnenstelen herausgeschnitten, ergänzt oder zerstört.
Diese Skulptur ist aus den 70 er Jahren, das nicht so hohe Alter erkannt man deutlich an der fehlenden Verwitterung.
Die echten AloAlo sind eine künstlerische Rarität, weil der Ahnenkult, welcher aus Papa Neuginea stammt weltweit nur in Madagaskar in diesen Stelen körperlichen Ausdruck fand. Die Ausfuhr von Kulturgut / Antiquitäten ist in Madagaskar streng limitiert. Unsere alten Originale sind teilweise schon seit 1975 im Familienbesitz und stellen durch den steigenden Sammlerwert auch eine fruchtbare Investition dar.
Dieses Objekt eignet sich für den normalen, versicherten Paketversand und wird von uns bruchsicher und sorgfältig verpackt.
