Eine Bronzeskulptur - Benin - Nigeria






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Eine Bronzeskulptur aus Nigeria in der Benin-Kultur, betitelt 'A bronze sculpture', zeigt ein Paar aus Mann und Frau in ausgewogener Komposition, 53 cm hoch, 15,9 kg schwer, authentisch/originell, in fairer Erhaltung, ohne Standfuß verkauft.
Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
Die vorliegende Skulpturengruppe, die eine männliche und eine weibliche Figur in enger physischer und formaler Beziehung darstellt, regt einen Vergleich mit einem kleinen, aber bedeutenden Korpus gepaarter Figuren an, die den künstlerischen Traditionen von Ile-Ife zugeschrieben werden. Ein besonders relevanter Bezugspunkt ist das fragmentarische Beispiel, das Frank Willett in Ife in the History of West African Sculpture veröffentlicht hat, wo eine vergleichbare Gruppierung, die 1957 in Ita Yemoo ausgegraben wurde, veranschaulicht und diskutiert wird. Obgleich der ausgegrabene Fragmentteil ikonographisch weniger fortgeschritten ist, bestätigt sein archäologischer Kontext die Existenz gepaarter figuraler Kompositionen innerhalb der frühen Ife-Schnitzkunst und liefert eine wichtige Orientierung für den Vergleich.
Die vorliegende Arbeit, wie das ehemals von Wolfgang Jaenicke im Jahr 2018 gezeigte Beispiel, ist fragmentarisch, mit Verlusten an den unteren Gliedmaßen und einer Oberfläche, die von geschichteter Oxidation gezeichnet ist. Solche Zustandsschwierigkeiten, obwohl visuell mit ausgegrabenen Materialien vergleichbar, müssen vorsichtig betrachtet werden, da Fragmentierung allein keine archäologische Herkunft belegt. Dennoch vermitteln die verbleibenden Elemente eine hoch strukturierte Komposition, in der zwei Figuren mit bemerkenswertem formalen Gleichgewicht und konzeptioneller Unabhängigkeit wiedergegeben sind.
Die Männliche Figur zeichnet sich durch aufwändigen Kopfschmuck aus und hält einen Horn; ein Attribut, das weithin mit Herrschaft und ritueller Autorität in der yorubanischen visuellen Kultur assoziiert wird. Die weibliche Figur, ebenso monumental in der Konzeption, trägt ein Objekt, das als stilisierte Hand oder Emblem ritueller Wirksamkeit interpretiert werden kann. Ihre Gegenüberstellung, verbunden mit der Gleichheit des Maßstabs und der Symmetrie in ihrer Verzierung, deutet auf eine absichtliche Artikulation komplementärer Rollen hin, statt auf eine hierarchische oder rein narrative Beziehung.
Ob solche Paare oft als eheliche Darstellungen interpretiert wurden, erscheint eine überzeugendere Lesart, die die Figuren in einen Rahmen institutioneller Autorität stellt. In dieser Deutung kann die männliche Figur als der Ooni verstanden werden, der spirituelle und politische Führer von Ile-Ife, während die weibliche Figur eine entsprechende Machtstelle im Hofsystem verkörpert. Obwohl der Titel und die genaue Rolle einer Königinmutterfigur in Ife sich von der klar kodifizierten Iyoba-Institution im Königreich Benin unterscheiden, ist das breitere Prinzip der geschlechtsspezifischen Ergänzung bei der Ausübung von Autorität in mehreren südlichen nigerianischen Kulturen gut belegt.
Ein besonders auffälliges Merkmal der Komposition ist das Verweben der unteren Gliedmaßen der Figuren. Dieses Motiv ist zwar ungewöhnlich, scheint jedoch über eine wörtliche Vorstellung von Intimität hinauszugehen. Vielmehr kann es als visuelle Metapher für strukturelle Abhängigkeit gedeutet werden, die die Unvertrennbarkeit unterschiedlicher, aber sich gegenseitig bedingender Formen von Macht ausdrückt. Eine solche Lesart stimmt mit yorubischen Auffassungen von Balance und Relationalität in der Aufrechterhaltung sozialer und kosmischer Ordnung überein, in der Autorität nicht singular, sondern auf komplementäre Bereiche verteilt ist.
Die Frage der Datierung bleibt komplex. Wie in der breiteren Literatur über westafrikanische Metallarbeiten festgehalten wird, einschließlich der Arbeiten von Sylvia Dolz, kann die Festlegung der Chronologie nicht auf einer einzigen Beweislinie beruhen. Wissenschaftliche Analysen, wie Thermolumineszenz-Tests, müssen in Verbindung mit stilistischen und kunsthistorischen Überlegungen bewertet werden. Im vorliegenden Fall würde ein berichtetes Thermolumineszenz-Ergebnis von etwa 310 Jahren vor der Gegenwart, mit einem signifikanten Fehlbereich, das Objekt außerhalb des klassischen Floruits of Ife naturalistic sculpture platzieren, der typischerweise zwischen dem zwölften und dem fünfzehnten Jahrhundert datiert wird. Diese Diskrepanz unterstreicht die Notwendigkeit vorsichtiger Zuschreibung und hebt die Möglichkeit hervor, dass das Werk eine spätere Fortführung, Neuinterpretation oder regionale Variation früherer skulpturaler Traditionen widerspiegelt.
Zusammengefasst verkörpert die Skulptur eine anspruchsvolle visuelle Sprache, in der Autorität als relational, geschlechtsspezifisch und rituell verankert gedacht wird. Durch ihre ausgewogene Komposition, emblematische Attribute und verschlungene Formen artikuliert sie ein Machtverständnis, das weder monolithisch noch hierarchisch ist, sondern fundamental dual und wechselseitig abhängig. Zugleich positionieren Spannungen zwischen archäologischen Vergleichsmaterialien, stilistischen Merkmalen und wissenschaftlicher Datierung das Werk in einen fortlaufenden wissenschaftlichen Diskurs, in dem Fragen von Ursprung, Chronologie und Bedeutung offen für kritische Prüfung bleiben.
Referenzen
Dolz, Sylvia. Treasures of Africa: Benin – The Donation Baessler. Dresden: Museum of Ethnology, 2006.
Jaenicke–Njoya, Catalogue Ci104, Objekt CAB 06943.
Willett, Frank. Ife in the History of West African Sculpture. London: Thames and Hudson, 1957.
Wolf, Siegfried. Studies on Benin Bronzes and Chronology. Verschiedene Veröffentlichungen.
In den letzten 15 Jahren haben wir zwei ähnliche Exemplare mit unterschiedlichen stilistischen Merkmalen verkauft, eines bei der Ife- und Benin-Ausstellung vor sechs Jahren, offensichtlich vom selben Künstler. Dieses Exemplar wurde 2019 in unserer Ausstellung gezeigt (letzte Fotoserie).
Diese Beschreibung ist mit KI erstellt. Trotz sorgfältiger einzelner Prüfung kann der Einsatz von Künstlicher Intelligenz zu Fehlern oder Ungenauigkeiten in der Beschreibung führen. Unsere Stückzuordnung und Datierung erfolgt im Rahmen unseres Wissens und dient nur zur Referenz. Ohne TL-Test bleibt das Stück der Authentifizierung unterworfen.
Nicht bindende TL-Analyse kann auf Anfrage separat von diesem Angebot durchgeführt werden.
Der Verkäufer stellt sich vor
Übersetzt mit Google ÜbersetzerDie vorliegende Skulpturengruppe, die eine männliche und eine weibliche Figur in enger physischer und formaler Beziehung darstellt, regt einen Vergleich mit einem kleinen, aber bedeutenden Korpus gepaarter Figuren an, die den künstlerischen Traditionen von Ile-Ife zugeschrieben werden. Ein besonders relevanter Bezugspunkt ist das fragmentarische Beispiel, das Frank Willett in Ife in the History of West African Sculpture veröffentlicht hat, wo eine vergleichbare Gruppierung, die 1957 in Ita Yemoo ausgegraben wurde, veranschaulicht und diskutiert wird. Obgleich der ausgegrabene Fragmentteil ikonographisch weniger fortgeschritten ist, bestätigt sein archäologischer Kontext die Existenz gepaarter figuraler Kompositionen innerhalb der frühen Ife-Schnitzkunst und liefert eine wichtige Orientierung für den Vergleich.
Die vorliegende Arbeit, wie das ehemals von Wolfgang Jaenicke im Jahr 2018 gezeigte Beispiel, ist fragmentarisch, mit Verlusten an den unteren Gliedmaßen und einer Oberfläche, die von geschichteter Oxidation gezeichnet ist. Solche Zustandsschwierigkeiten, obwohl visuell mit ausgegrabenen Materialien vergleichbar, müssen vorsichtig betrachtet werden, da Fragmentierung allein keine archäologische Herkunft belegt. Dennoch vermitteln die verbleibenden Elemente eine hoch strukturierte Komposition, in der zwei Figuren mit bemerkenswertem formalen Gleichgewicht und konzeptioneller Unabhängigkeit wiedergegeben sind.
Die Männliche Figur zeichnet sich durch aufwändigen Kopfschmuck aus und hält einen Horn; ein Attribut, das weithin mit Herrschaft und ritueller Autorität in der yorubanischen visuellen Kultur assoziiert wird. Die weibliche Figur, ebenso monumental in der Konzeption, trägt ein Objekt, das als stilisierte Hand oder Emblem ritueller Wirksamkeit interpretiert werden kann. Ihre Gegenüberstellung, verbunden mit der Gleichheit des Maßstabs und der Symmetrie in ihrer Verzierung, deutet auf eine absichtliche Artikulation komplementärer Rollen hin, statt auf eine hierarchische oder rein narrative Beziehung.
Ob solche Paare oft als eheliche Darstellungen interpretiert wurden, erscheint eine überzeugendere Lesart, die die Figuren in einen Rahmen institutioneller Autorität stellt. In dieser Deutung kann die männliche Figur als der Ooni verstanden werden, der spirituelle und politische Führer von Ile-Ife, während die weibliche Figur eine entsprechende Machtstelle im Hofsystem verkörpert. Obwohl der Titel und die genaue Rolle einer Königinmutterfigur in Ife sich von der klar kodifizierten Iyoba-Institution im Königreich Benin unterscheiden, ist das breitere Prinzip der geschlechtsspezifischen Ergänzung bei der Ausübung von Autorität in mehreren südlichen nigerianischen Kulturen gut belegt.
Ein besonders auffälliges Merkmal der Komposition ist das Verweben der unteren Gliedmaßen der Figuren. Dieses Motiv ist zwar ungewöhnlich, scheint jedoch über eine wörtliche Vorstellung von Intimität hinauszugehen. Vielmehr kann es als visuelle Metapher für strukturelle Abhängigkeit gedeutet werden, die die Unvertrennbarkeit unterschiedlicher, aber sich gegenseitig bedingender Formen von Macht ausdrückt. Eine solche Lesart stimmt mit yorubischen Auffassungen von Balance und Relationalität in der Aufrechterhaltung sozialer und kosmischer Ordnung überein, in der Autorität nicht singular, sondern auf komplementäre Bereiche verteilt ist.
Die Frage der Datierung bleibt komplex. Wie in der breiteren Literatur über westafrikanische Metallarbeiten festgehalten wird, einschließlich der Arbeiten von Sylvia Dolz, kann die Festlegung der Chronologie nicht auf einer einzigen Beweislinie beruhen. Wissenschaftliche Analysen, wie Thermolumineszenz-Tests, müssen in Verbindung mit stilistischen und kunsthistorischen Überlegungen bewertet werden. Im vorliegenden Fall würde ein berichtetes Thermolumineszenz-Ergebnis von etwa 310 Jahren vor der Gegenwart, mit einem signifikanten Fehlbereich, das Objekt außerhalb des klassischen Floruits of Ife naturalistic sculpture platzieren, der typischerweise zwischen dem zwölften und dem fünfzehnten Jahrhundert datiert wird. Diese Diskrepanz unterstreicht die Notwendigkeit vorsichtiger Zuschreibung und hebt die Möglichkeit hervor, dass das Werk eine spätere Fortführung, Neuinterpretation oder regionale Variation früherer skulpturaler Traditionen widerspiegelt.
Zusammengefasst verkörpert die Skulptur eine anspruchsvolle visuelle Sprache, in der Autorität als relational, geschlechtsspezifisch und rituell verankert gedacht wird. Durch ihre ausgewogene Komposition, emblematische Attribute und verschlungene Formen artikuliert sie ein Machtverständnis, das weder monolithisch noch hierarchisch ist, sondern fundamental dual und wechselseitig abhängig. Zugleich positionieren Spannungen zwischen archäologischen Vergleichsmaterialien, stilistischen Merkmalen und wissenschaftlicher Datierung das Werk in einen fortlaufenden wissenschaftlichen Diskurs, in dem Fragen von Ursprung, Chronologie und Bedeutung offen für kritische Prüfung bleiben.
Referenzen
Dolz, Sylvia. Treasures of Africa: Benin – The Donation Baessler. Dresden: Museum of Ethnology, 2006.
Jaenicke–Njoya, Catalogue Ci104, Objekt CAB 06943.
Willett, Frank. Ife in the History of West African Sculpture. London: Thames and Hudson, 1957.
Wolf, Siegfried. Studies on Benin Bronzes and Chronology. Verschiedene Veröffentlichungen.
In den letzten 15 Jahren haben wir zwei ähnliche Exemplare mit unterschiedlichen stilistischen Merkmalen verkauft, eines bei der Ife- und Benin-Ausstellung vor sechs Jahren, offensichtlich vom selben Künstler. Dieses Exemplar wurde 2019 in unserer Ausstellung gezeigt (letzte Fotoserie).
Diese Beschreibung ist mit KI erstellt. Trotz sorgfältiger einzelner Prüfung kann der Einsatz von Künstlicher Intelligenz zu Fehlern oder Ungenauigkeiten in der Beschreibung führen. Unsere Stückzuordnung und Datierung erfolgt im Rahmen unseres Wissens und dient nur zur Referenz. Ohne TL-Test bleibt das Stück der Authentifizierung unterworfen.
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- w.jaenicke@jaenicke-njoya.com
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