Eine Holzskulptur - Prampram - Ghana (Ohne mindestpreis)






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Eine hölzerne Skulptur aus Prampram, Ghana, mit dem Titel 'A wooden sculpture', verwandt mit der Prampram/Ga-Adangbe-Tradition, original/offiziellen Zustand, Höhe 43 cm, Gewicht 1330 g, inklusive Stand.
Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
Dieses Paaar Skulpturen aus Prampram gehört zu der spezifischen und stark lokalisierten Bildhauerkunsttradition von Prampram an der southeastern Küste Ghanas und befindet sich im kulturellen Kontext der Ga-Adangbe-Gruppen. In diesem regionalen künstlerischen Feld erscheinen diese Figuren vorwiegend paarweise, oft interpretiert – wenn auch nicht immer eindeutig – als ergänzende Anhänger, die möglicherweise Geschlechterdualität, soziales Gleichgewicht oder genealogische Kontinuität heraufbeschwören. Incl. stand.
Die hier beschriebenen beiden Figuren stehen nebeneinander auf separaten Basen unterschiedlicher Farben und unterscheiden sich leicht in der Größe, wodurch eine subtile Hierarchie innerhalb der Gruppe entsteht. Die beiden Körper, strikt frontal, geben eine verfeinerte, fast archaische Formensprache wieder. Die Köpfe, kubisch und kompakt, präsentieren Gesichtszüge, die auf das Wesentliche reduziert sind: eng beieinander liegende Augen, ein leicht geöffnetes Maul und Ohren, die einfache Durchbrüche nahelegen. Diese radikale Abstraktion ist charakteristisch für die Prampram-Skulptur und bezieht sich weniger auf individuelle Physiognomie als auf eine allgemeine und transpersönliche Präsenz.
Die Form der Figur zeichnet sich durch eine aufrechte Vertikalität aus. Lange Hälse verschmelzen mit verlängerten Rumpfpartien, während die Arme und Beine, zu Punkten modelliert, nach unten verlängert sind. Diese formale Reduktion erzeugt eine Spannung zwischen Stabilität und Zerbrechlichkeit, verstärkt durch die lineare Orientierung. Die Darstellung von Brustwarzen und Nabel als winzige Öffnungen spiegelt eine formale Strategie wider, bei der wesentliche Körperschmisse durch negative Formen betont werden – ein Motiv, das sich auf die „Öffnungen“ des Körpers bezieht, sowohl physisch als auch symbolisch.
Der Gewandsatz, eine Lendenschur, bildet eine seltene Verbindung zwischen der skulptierten Form und dem tatsächlichen Material und deutet darauf hin, dass die Figur in einem rituellen Kontext aktiviert wird. Diese Zusätze unterstreichen, dass diese Skulpturen nicht einfach als autonome Kunstwerke konzipiert sind, sondern als Teil eines performativen und situativen Rahmens verstanden werden müssen.
Eine vertikale Rissspur im Dorsalbereich der linken Figur kann als Nutzungsmarkierung interpretiert werden. Diese Art von Beschädigung ist ein gängiger Indikator für langanhaltende Nutzung in einem rituellen Kontext, sei es in Schreinen, während Prozessionen oder als Teil saisonaler Zeremonien, von denen einige außerhalb des Dorfes stattfanden.
Aus funktionaler Sicht stehen Prampram-Figuren im Zusammenhang mit Ahnenverehrung, schützenden Praxisformen und möglicherweise Bestattungsritualen. Die genaue rituelle Integration dieser Figuren lässt sich jedoch aufgrund mangelnder Felddaten nur fragmentarisch rekonstruieren. Figuren, die in Paaren gestaltet sind, scheinen eine besondere Rolle zu spielen: Sie verkörpern nicht nur individuelle Identität, sondern auch relationale Identität, ein zentrales Prinzip in vielen westafrikanischen Gesellschaften.
Darüber hinaus deuten ethnografische Daten darauf hin, dass diese Skulpturen nicht statisch in den Schreinen blieben, sondern während spezifischer Zeremoniezyklen bewegt, versteckt oder wiederverwendet wurden, insbesondere im Kontext von Initiationen. Diese performative Dimension verleiht den Figuren eine Dynamik, die sich auch in ihrem formalen Design widerspiegelt, das sowohl scharf als auch von Spannung durchdrungen ist.
Literatur (Auswahl)
Herbert M. Cole & Doran H. Ross: The Arts of Ghana. Los Angeles 1977.
Kwame Arhin: „The Political and Cultural History of the Ga People.“ Transactions of the Historical Society of Ghana, 1974.
Mary H. Nooter & Allen F. Roberts: Memory: Luba Art and the Making of History. New York 1996 (im Vergleich zu Erinnerung und Ahnenrepräsentation).
CAB47640
Höhe: 43 cm / 42 cm
Gewicht: 600 g / 730 g (inkl. Ständer)
Der Verkäufer stellt sich vor
Übersetzt mit Google ÜbersetzerDieses Paaar Skulpturen aus Prampram gehört zu der spezifischen und stark lokalisierten Bildhauerkunsttradition von Prampram an der southeastern Küste Ghanas und befindet sich im kulturellen Kontext der Ga-Adangbe-Gruppen. In diesem regionalen künstlerischen Feld erscheinen diese Figuren vorwiegend paarweise, oft interpretiert – wenn auch nicht immer eindeutig – als ergänzende Anhänger, die möglicherweise Geschlechterdualität, soziales Gleichgewicht oder genealogische Kontinuität heraufbeschwören. Incl. stand.
Die hier beschriebenen beiden Figuren stehen nebeneinander auf separaten Basen unterschiedlicher Farben und unterscheiden sich leicht in der Größe, wodurch eine subtile Hierarchie innerhalb der Gruppe entsteht. Die beiden Körper, strikt frontal, geben eine verfeinerte, fast archaische Formensprache wieder. Die Köpfe, kubisch und kompakt, präsentieren Gesichtszüge, die auf das Wesentliche reduziert sind: eng beieinander liegende Augen, ein leicht geöffnetes Maul und Ohren, die einfache Durchbrüche nahelegen. Diese radikale Abstraktion ist charakteristisch für die Prampram-Skulptur und bezieht sich weniger auf individuelle Physiognomie als auf eine allgemeine und transpersönliche Präsenz.
Die Form der Figur zeichnet sich durch eine aufrechte Vertikalität aus. Lange Hälse verschmelzen mit verlängerten Rumpfpartien, während die Arme und Beine, zu Punkten modelliert, nach unten verlängert sind. Diese formale Reduktion erzeugt eine Spannung zwischen Stabilität und Zerbrechlichkeit, verstärkt durch die lineare Orientierung. Die Darstellung von Brustwarzen und Nabel als winzige Öffnungen spiegelt eine formale Strategie wider, bei der wesentliche Körperschmisse durch negative Formen betont werden – ein Motiv, das sich auf die „Öffnungen“ des Körpers bezieht, sowohl physisch als auch symbolisch.
Der Gewandsatz, eine Lendenschur, bildet eine seltene Verbindung zwischen der skulptierten Form und dem tatsächlichen Material und deutet darauf hin, dass die Figur in einem rituellen Kontext aktiviert wird. Diese Zusätze unterstreichen, dass diese Skulpturen nicht einfach als autonome Kunstwerke konzipiert sind, sondern als Teil eines performativen und situativen Rahmens verstanden werden müssen.
Eine vertikale Rissspur im Dorsalbereich der linken Figur kann als Nutzungsmarkierung interpretiert werden. Diese Art von Beschädigung ist ein gängiger Indikator für langanhaltende Nutzung in einem rituellen Kontext, sei es in Schreinen, während Prozessionen oder als Teil saisonaler Zeremonien, von denen einige außerhalb des Dorfes stattfanden.
Aus funktionaler Sicht stehen Prampram-Figuren im Zusammenhang mit Ahnenverehrung, schützenden Praxisformen und möglicherweise Bestattungsritualen. Die genaue rituelle Integration dieser Figuren lässt sich jedoch aufgrund mangelnder Felddaten nur fragmentarisch rekonstruieren. Figuren, die in Paaren gestaltet sind, scheinen eine besondere Rolle zu spielen: Sie verkörpern nicht nur individuelle Identität, sondern auch relationale Identität, ein zentrales Prinzip in vielen westafrikanischen Gesellschaften.
Darüber hinaus deuten ethnografische Daten darauf hin, dass diese Skulpturen nicht statisch in den Schreinen blieben, sondern während spezifischer Zeremoniezyklen bewegt, versteckt oder wiederverwendet wurden, insbesondere im Kontext von Initiationen. Diese performative Dimension verleiht den Figuren eine Dynamik, die sich auch in ihrem formalen Design widerspiegelt, das sowohl scharf als auch von Spannung durchdrungen ist.
Literatur (Auswahl)
Herbert M. Cole & Doran H. Ross: The Arts of Ghana. Los Angeles 1977.
Kwame Arhin: „The Political and Cultural History of the Ga People.“ Transactions of the Historical Society of Ghana, 1974.
Mary H. Nooter & Allen F. Roberts: Memory: Luba Art and the Making of History. New York 1996 (im Vergleich zu Erinnerung und Ahnenrepräsentation).
CAB47640
Höhe: 43 cm / 42 cm
Gewicht: 600 g / 730 g (inkl. Ständer)
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