Eine Holzskulptur - Senufo - Elfenbeinküste (Ohne mindestpreis)

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Surya Rutten
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Holzschnitzerei aus Côte d’Ivoire von den Senufo, Titel A wooden sculpture, original/offiziell, Höhe 29 cm, Gewicht 600 g.

KI-gestützte Zusammenfassung

Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung

Die Senufo-Pferdereiter-Statue aus der Region Korhogo in der Elfenbeinküste präsentiert eine markante Artikulation von Status, Mobilität und spiritueller Vermittlung innerhalb der Senufo-Visuellen Kultur. Obwohl die reitende Bildsprache in den Senufo-Skulpturtraditionen weniger zentral ist als in bestimmten Sahel-Kontexten, signalisiert ihr Auftreten das Zusammentreffen lokaler Autoritätssysteme mit weiterreichenden westafrikanischen Ikonographien von Macht, wobei die gerittene Figur oft Prestige, Kontrolle und Zugang zu Kräften jenseits des gewöhnlichen menschlichen Bereichs bedeutet.

Unter Senufo-sprachigen Gemeinschaften ist künstlerische Produktion eng mit initiatorischen Institutionen wie der Poro-Gesellschaft verknüpft, die Sozialisierung, moralische Erziehung und die Weitergabe esoterischen Wissens regelt. Bildhauerische Formen sind selten autonom; sie funktionieren innerhalb ritueller Sequenzen und dienen als Fokuspunkte für Unterricht, Gedenken oder spirituelle Einbindung. Die Senufo-Pferdereiter-Statue kann in diesem Rahmen als Objekt verstanden werden, dessen Bedeutung sich nicht nur aus seiner Form, sondern aus seiner Aktivierung in einem Netz von Praktiken ableitet, die das gemeinschaftliche Leben strukturieren.

Das reiterische Motiv führt eine vielschichtige Referenzmenge ein. Historisch ist das Pferd im Westen Afrikas mit Kriegsführung, Handel und aristokratischer Identität verknüpft, insbesondere in Regionen, die von mandischen und sudanischen Machtgefügen beeinflusst sind. Seine Präsenz in der Senufo-Skulptur spiegelt daher möglicherweise Prozesse kultureller Austausch und Anpassung wider, bei denen äußere Autoritätssymbole innerhalb lokaler Kosmologien neu interpretiert werden. Der Reiter, vom Boden erhoben und physisch mit dem Tier verschmolzen, verkörpert eine hybride Figur, deren Autorität sowohl irdisch als auch transzendent ist. Diese Dualität korrespondiert mit breiteren senufo-Konzeptionen der Vermittlung zwischen sichtbaren und unsichtbaren Bereichen.

Formal zeigen solche Skulpturen oft einen stilisierten Zugang zur Anatomie, gekennzeichnet durch verlängerte Proportionen, schematiche Merkmale und ein rhythmisches Gleichgewicht zwischen menschlichen und tierischen Komponenten. Der Schwerpunkt liegt nicht auf naturalistischer Abbildung, sondern auf der Artikulation von Beziehungen – zwischen Reiter und Tier, oben und unten, Kontrolle und Bewegung. Die Oberfläche kann Spuren von Benutzung tragen, einschließlich Patina, die durch Handhaben, Trankopfer oder Exposition in rituellen Umgebungen entwickelt wurde. Diese materiellen Qualitäten verweisen auf die Teilnahme der Skulptur am gelebten Praxisleben und kennzeichnen sie als Objekt, das im Laufe der Zeit durch Interaktion geformt wurde, statt als statisches Artefakt.

Holz, das primäre Medium der Senufo-Schnitzkunst, wird aus praktischen und symbolischen Gründen ausgewählt und bearbeitet. Die Schnitzkunst selbst ist in ein Wissenssystem eingebettet, das oft mit spezialisierten Linien oder Individuen verbunden ist, die rituelle Autorität besitzen. Das resultierende Objekt ist zum Moment seiner physischen Form nicht vollständig; es tritt in Zyklen von Nutzung, Instandhaltung und Neuerinterpretation ein, die seine Rolle kontinuierlich neu definieren. In diesem Sinne sollte die Senufo-Pferdereiter-Statue als Prozesswesen betrachtet werden, dessen Sinn von Kontext und Handlung abhängt.

Die regionale Lage von Korhogo setzt die Skulptur in eine historisch dynamische Zone, geprägt von Handelsrouten, landwirtschaftlicher Produktion und dem Austausch zwischen verschiedenen Ethnien. Diese Bedingungen haben eine visuelle Kultur gefördert, die sowohl lokal verankert als auch empfänglich für äußere Einflüsse ist. Die reiterische Figur ist zwar nicht allgegenwärtig, veranschaulicht jedoch diese Reaktionsfähigkeit, indem sie ein weithin anerkanntes Symbol von Autorität in ein eindeutig senufo-ästhetisches und rituelles Rahmenwerk integriert.

Im Kontext von Sammlung und Ausstellung wurden solche Skulpturen oft als Beispiele „afrikanischer Kunst“ neu klassifiziert, eine Kategorie, die formale Qualitäten bevorzugt, während ursprüngliche Funktionen potenziell verschleiert werden. Von ihren performativen Kontexten losgelöst, begegnet man ihnen in erster Linie durch den Blick, doch ihre volle Bedeutung kann nicht auf visuelle Analyse allein reduziert werden. Die Berücksichtigung ihrer materiellen Spuren, stilistischen Entscheidungen und historischen Positionierung ermöglicht eine nuanciertere Interpretation, die sowohl ihre ästhetische Gegenwart als auch ihre Eingebundenheit in Wissens- und Praxisstrukturen anerkennt.

Die Senufo-Pferdereiter-Statue wirkt somit am Schnittpunkt lokaler Tradition und regionalem Austausch, verkörpern eine Auffassung von Autorität, die gleichzeitig sozial, symbolisch und spirituell ist. Ihre Untersuchung lädt zu einem Ansatz ein, der aufmerksam ist auf die Weisen, in denen Form, Material und Kontext zusammenkommen, um Bedeutung im senufo-kulturellen Leben zu erzeugen.

References

Jaenicke-Njoya Archive MAZ09840
Glaze, Anita J. Art and Death in a Senufo Village. Indiana University Press, 1981.
Himmelheber, Hans. Negerkunst und Negerkünstler. Braunschweig, 1960.
Goldwater, Robert. Senufo Sculpture from West Africa. Museum of Primitive Art, 1964.
Vogel, Susan Mullin. Senufo: Art and Identity in West Africa. The Metropolitan Museum of Art, 1997.
McNaughton, Patrick R. The Mande Blacksmiths: Knowledge, Power, and Art in West Africa. Indiana University Press, 1988.

Dieser Beschreibung liegt eine KI-Bearbeitung zugrunde. Trotz sorgfältiger individueller Prüfung können bei der Beschreibung Fehler oder Ungenauigkeiten auftreten.

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Die Senufo-Pferdereiter-Statue aus der Region Korhogo in der Elfenbeinküste präsentiert eine markante Artikulation von Status, Mobilität und spiritueller Vermittlung innerhalb der Senufo-Visuellen Kultur. Obwohl die reitende Bildsprache in den Senufo-Skulpturtraditionen weniger zentral ist als in bestimmten Sahel-Kontexten, signalisiert ihr Auftreten das Zusammentreffen lokaler Autoritätssysteme mit weiterreichenden westafrikanischen Ikonographien von Macht, wobei die gerittene Figur oft Prestige, Kontrolle und Zugang zu Kräften jenseits des gewöhnlichen menschlichen Bereichs bedeutet.

Unter Senufo-sprachigen Gemeinschaften ist künstlerische Produktion eng mit initiatorischen Institutionen wie der Poro-Gesellschaft verknüpft, die Sozialisierung, moralische Erziehung und die Weitergabe esoterischen Wissens regelt. Bildhauerische Formen sind selten autonom; sie funktionieren innerhalb ritueller Sequenzen und dienen als Fokuspunkte für Unterricht, Gedenken oder spirituelle Einbindung. Die Senufo-Pferdereiter-Statue kann in diesem Rahmen als Objekt verstanden werden, dessen Bedeutung sich nicht nur aus seiner Form, sondern aus seiner Aktivierung in einem Netz von Praktiken ableitet, die das gemeinschaftliche Leben strukturieren.

Das reiterische Motiv führt eine vielschichtige Referenzmenge ein. Historisch ist das Pferd im Westen Afrikas mit Kriegsführung, Handel und aristokratischer Identität verknüpft, insbesondere in Regionen, die von mandischen und sudanischen Machtgefügen beeinflusst sind. Seine Präsenz in der Senufo-Skulptur spiegelt daher möglicherweise Prozesse kultureller Austausch und Anpassung wider, bei denen äußere Autoritätssymbole innerhalb lokaler Kosmologien neu interpretiert werden. Der Reiter, vom Boden erhoben und physisch mit dem Tier verschmolzen, verkörpert eine hybride Figur, deren Autorität sowohl irdisch als auch transzendent ist. Diese Dualität korrespondiert mit breiteren senufo-Konzeptionen der Vermittlung zwischen sichtbaren und unsichtbaren Bereichen.

Formal zeigen solche Skulpturen oft einen stilisierten Zugang zur Anatomie, gekennzeichnet durch verlängerte Proportionen, schematiche Merkmale und ein rhythmisches Gleichgewicht zwischen menschlichen und tierischen Komponenten. Der Schwerpunkt liegt nicht auf naturalistischer Abbildung, sondern auf der Artikulation von Beziehungen – zwischen Reiter und Tier, oben und unten, Kontrolle und Bewegung. Die Oberfläche kann Spuren von Benutzung tragen, einschließlich Patina, die durch Handhaben, Trankopfer oder Exposition in rituellen Umgebungen entwickelt wurde. Diese materiellen Qualitäten verweisen auf die Teilnahme der Skulptur am gelebten Praxisleben und kennzeichnen sie als Objekt, das im Laufe der Zeit durch Interaktion geformt wurde, statt als statisches Artefakt.

Holz, das primäre Medium der Senufo-Schnitzkunst, wird aus praktischen und symbolischen Gründen ausgewählt und bearbeitet. Die Schnitzkunst selbst ist in ein Wissenssystem eingebettet, das oft mit spezialisierten Linien oder Individuen verbunden ist, die rituelle Autorität besitzen. Das resultierende Objekt ist zum Moment seiner physischen Form nicht vollständig; es tritt in Zyklen von Nutzung, Instandhaltung und Neuerinterpretation ein, die seine Rolle kontinuierlich neu definieren. In diesem Sinne sollte die Senufo-Pferdereiter-Statue als Prozesswesen betrachtet werden, dessen Sinn von Kontext und Handlung abhängt.

Die regionale Lage von Korhogo setzt die Skulptur in eine historisch dynamische Zone, geprägt von Handelsrouten, landwirtschaftlicher Produktion und dem Austausch zwischen verschiedenen Ethnien. Diese Bedingungen haben eine visuelle Kultur gefördert, die sowohl lokal verankert als auch empfänglich für äußere Einflüsse ist. Die reiterische Figur ist zwar nicht allgegenwärtig, veranschaulicht jedoch diese Reaktionsfähigkeit, indem sie ein weithin anerkanntes Symbol von Autorität in ein eindeutig senufo-ästhetisches und rituelles Rahmenwerk integriert.

Im Kontext von Sammlung und Ausstellung wurden solche Skulpturen oft als Beispiele „afrikanischer Kunst“ neu klassifiziert, eine Kategorie, die formale Qualitäten bevorzugt, während ursprüngliche Funktionen potenziell verschleiert werden. Von ihren performativen Kontexten losgelöst, begegnet man ihnen in erster Linie durch den Blick, doch ihre volle Bedeutung kann nicht auf visuelle Analyse allein reduziert werden. Die Berücksichtigung ihrer materiellen Spuren, stilistischen Entscheidungen und historischen Positionierung ermöglicht eine nuanciertere Interpretation, die sowohl ihre ästhetische Gegenwart als auch ihre Eingebundenheit in Wissens- und Praxisstrukturen anerkennt.

Die Senufo-Pferdereiter-Statue wirkt somit am Schnittpunkt lokaler Tradition und regionalem Austausch, verkörpern eine Auffassung von Autorität, die gleichzeitig sozial, symbolisch und spirituell ist. Ihre Untersuchung lädt zu einem Ansatz ein, der aufmerksam ist auf die Weisen, in denen Form, Material und Kontext zusammenkommen, um Bedeutung im senufo-kulturellen Leben zu erzeugen.

References

Jaenicke-Njoya Archive MAZ09840
Glaze, Anita J. Art and Death in a Senufo Village. Indiana University Press, 1981.
Himmelheber, Hans. Negerkunst und Negerkünstler. Braunschweig, 1960.
Goldwater, Robert. Senufo Sculpture from West Africa. Museum of Primitive Art, 1964.
Vogel, Susan Mullin. Senufo: Art and Identity in West Africa. The Metropolitan Museum of Art, 1997.
McNaughton, Patrick R. The Mande Blacksmiths: Knowledge, Power, and Art in West Africa. Indiana University Press, 1988.

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Details

Ethnie/ Kultur
Senufo
Herkunftsland
Elfenbeinküste
Material
Holz
Sold with stand
Nein
Zustand
Angemessener Zustand
Titel des Kunstwerks
A wooden sculpture
Höhe
29 cm
Gewicht
600 g
Authentizität
Original/offiziell
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