Hans Pruijn (XX) - Paaldansen

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Originales Acrylbild Paaldansen von Hans Pruijn (XX), 2011, 70 × 90 cm, gerahmt, in hervorragendem Zustand.

KI-gestützte Zusammenfassung

Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

Hiermit biete ich ein wunderbares Acrylbild auf Leinwand mit dem Titel „Paaldansen“ von Hans Pruijn an.
Maße: h70 x b90 cm.
Signatur Hans Pruijn vorne und hinten.
2011 gekauft für 2250 €, (siehe Foto der Rechnung).

Befindet sich in sehr gutem Zustand.

Gedicht zu Hans Pruijn „Palen“ (siehe Foto)
Artikel „Hans Pruijn lässt dich allein mit den Kräften der Natur“ (siehe Foto).

Rezensionen unter anderem aus Art-garden Drenthe (1); Gemeente Zeist Beeldende Kunst (2); De Gelderlander (3); Martin Pieterse Kunstrezensent (4); De Gelderlander während Ausstellung Velp (5); Struktureller Zwiespalt (6).

1.
Hans Pruijn ist eine Repräsentantfigur der figurativen Malerei auf nationaler Bühne. Seine Figuration wurzelt im Surrealismus und trägt eine humorvolle Note. Die Figuren besitzen durch ihre Erscheinungsform, ihre Haltung (meist von hinten oder seitlich gesehen) sowie durch die Umgebung, in der sie erscheinen, eine realistische und dramatische Ausstrahlung. Es ist ein Werk mit stark emotionalem Ausdruck, das nicht auf komplizierte Absichten basiert, sondern einfach auf der Kraft der Vorstellungskraft und handwerklichen Fähigkeiten, um Emotionen zu vermitteln und so Stimmungen zu erzeugen. Es gelingt ihm, das handwerkliche Malen nicht so absolut zu machen, dass die Gemälde daran scheitern würden. Seine Leinwände zeigen viel Varianz, auch stilistisch. Das Werk ist sowohl realistisch und sorgfältig detailreich – kultiviert – als auch wild und abstrakt – roh. Diese Kombination macht sein Werk attraktiv und sorgt oft für visuelles Spektakel. Hans gelingt es immer, eine richtige Portion Leichtigkeit in seine Arbeiten zu legen, die den Bildern eine zeitgenössische Relevanz verleiht.

2.
Der Mensch und die Natur in seiner/ihrer Umgebung bilden den Ausgangspunkt in Hans Pruijns Werk. Die Räumlichkeit und das Zugehörigkeitsgefühl dazu fesseln ihn. Diese Faszination setzt er in äußerst fesselnde und oft expressive Bilder um. Ein Mensch, landschaftliche Elemente, eine Verweisung auf Architektur. „Malen ist, seine eigene Geschichte zu erzählen. Ich halte die Wirklichkeit auf Distanz, damit ich sie nach meinen Vorstellungen formen und manipulieren kann.“ Als Betrachter kannst du der Fantasie freien Lauf lassen und immer wieder andere Interpretationen an sein Werk herantragen. Die angedeuteten Elemente verleihen dem Werk manchmal eine untergründige Ladung. Offen komponiert und mit einer manchmal unverhohlenen materialhaften Behandlung wird eine bestimmte Stimmung im Werk erzeugt. Die Figuren platziert er oft in einer mythischen Umgebung, sodass manche Bilder etwas ‘träumerisch’ wirken, trotz seiner direkten und reinen Arbeitsweise. Er verwendet die Farbe oft direkt aus der Tube. Ein anderes Mal arbeitet er in stark verdünnter Form oder nutzt Spraydosen. Das verleiht mehr Kraft und Geschwindigkeit. An einem bestimmten Moment scheinen seine Gefühle eindeutig, ein winziger Moment später ist dieser Moment wieder vorbei. Es ist monumentale Arbeit, die eine vornehme, aber bewegte expressive Qualität besitzt. Lässt man die Augen wandern, begibst du dich auf eine Entdeckungsreise, die dich immer wieder vor neue Überraschungen stellt.

3.
Als wären wir in höheren Regionen...
Aber zugegeben, Kunstbetrachtung ist eine Anstrengung. Wie schaut man? Wie lange? Mit welchem Blick und aus welchem Hintergrund heraus. Die Gemälde von Hans Pruijn (1957) lassen dich nicht einfach gehen. Er ist ein Farbbegeisterter von Ausstrahlung. Und Farbbegeister kommen gerne zu Guus Dijkhuizen in Klas Vijf. Da ist nach neun Ausstellungen wohl jeder so weit darüber im Bilde. Pruijn malt. Er malt unablässig, vibrierend und mit seinen Pinselstrichen und Farben. Heftige Werke. Trau dich hineinzusehen, sie saugen dich auf. Und ziehen dich mit. Was sehen wir? Bei Pruijn ist das nicht nur eine handwerkliche Angelegenheit. Seine Gemälde, die schön groß sind, relativieren, deuten, analysieren, träumen und verführen. Und es stehen Menschen darauf. Es passiert immer etwas, aber du bekommst es nicht geschenkt. Wenn ein Gemälde von Pruijn dich berührt, bist du verkauft. Nimm das Tuch „Drei Meter vor dem Lunch“. Gebogene Figuren arbeiten auf dem Feld. Es wird rodet, geerntet. Bald wird es gegessen. Die Nahrung. Roh oder gekocht. Spielt keine Rolle. Für wen? Das musst du nicht wissen. Im Vordergrund sehen wir eine Aktenkoffer. Ein Bürokoffer, in dem man neben Dokumenten und Papierkram auch sein Lunch mitnehmen kann. Deinen Kartoffelsalat oder belegte Brote. Mit einem Stück Leckerbissen oder Obst. Wer fragt sich, wenn er ein Brot oder Müsli isst, was alles davor geschah... Solche Dinge also. Oder das Gemälde „Bouwer“, auf dem ein Junge und eine kleine Kranauslage und ein ordentlicher Stapel Basaltblöcke zu sehen sind, die natürlich niemals von diesem kleinen Kran gehoben werden könnten. Eine Galerie sollte voller Menschen sein, die sich über das Gesehene wundern, darüber lachen oder davon ergriffen sind. Und im Anschluss miteinander darüber reden...

4.
Hans Pruijn ist ein Musterbeispiel für den aufkommenden Trend in der figurativen Malerei mit einem surrealen Anflug. Er verzerrt, übertreibt, steigert, schlicht: Er steigert die Wirklichkeit. Die Melancholie lauert in seiner Arbeit, aber dennoch stimmen seine Gemälde nicht düster. Die Werke enthalten oft offene Räume, in denen der Betrachter sich mit seinen Gedanken verlieren kann. Gerade weil Pruijn das ‚Groteske‘ so intensiv bespielt, wird man nicht in die Traurigkeit hineingezogen, versinkt nicht im leeren Blickfeld seiner anonymen Figuren. Bei einer Karikatur gehören extrem übertriebene Details und Hauch von Humor dazu, und das findet sich bei Pruijns Werk in reicher Form wieder. Pruijn versteht es, sowohl Details als auch den großen Kontext überzeugend wiederzugeben, wodurch er die untergründige Atmosphäre in seinem Werk optimal beherrscht. Er zeigt, dass persönlich Erzähltes innerhalb der Kunst wieder Wert hat, nach dem Strom kühler registrierender Beobachtungen der Wirklichkeit im vergangenen Jahrzehnt.

5.
Wenn Hans Pruijn die Hintergründe seiner Gemälde auf die Leinwand setzt, benutzt er vermutlich eine Mörteltruffel statt eines Pinsels oder Spachtels. Dramatische Farbstreiche für heftige Landschaften, mit dunklen Unwetterwolken über weiten Panorama. Und dann steht in dieser bewegten Kulisse plötzlich ein Mann in einem schlecht sitzenden Anzug, der schweigend zu seiner Jojo schaut, viel feiner gemalt als seine Umgebung. Der Effekt ist surreal. Durch eine Kombination aus heftigen und zurückhaltenden Farbstrichen hat seine Arbeit etwas von den sehr schönen Gemälden und Interpretationen spanischer Barockmaler wie Murillo. Dann ist es egal, ob die Figuren ein Kaukastenfeld anbauen oder eine sinnliche Tango tanzen. Dieses etwas zu viel an Drama macht Pruijns Gemälde gerade so stark und ‚witzig‘.

6.
Hans ist ein Maler, der geschickt Suggestion und Figuration in einem Bild zu vereinen weiß. Er sucht nach dem Spannungsfeld zwischen Sinngebung und Materie und präsentiert dem Betrachter expressive dramatische Bilder.

Eine Linie im Werk von Hans Pruijn bildet die strukturelle Zwiespalt zwischen Mensch, Natur und Kultur. Der Realismus erhält in seinem Werk eine unwirkliche Ausstrahlung. Verschiedene Kulturen, Zeiten und Sphären werden kombiniert und wie in einer Collage miteinander verbunden. Es verleihen seine Bildmotive eine seltsame Intensität. Sein Werk ist dynamisch und expressiv. Die Grenzen zwischen Licht und Schatten, Luft, Land und Mensch sind scharf. Die Farben sind stark und kontrastreich, zudem wird die Farbe auffallend kraftvoll aufgetragen. Die Perspektive verstärkt diesen dynamischen Eindruck. Seine Charaktere platziert er meist im Vordergrund seiner Gemälde, in sich versunken, vom Hintergrund isoliert. Manchmal fällt einem eine Farbe oder ein wunderbarer Pinselstrich ins Auge. Dann erkennt man erst, dass kein einzelnes Figur dich anschaut. Das Werk erhält dadurch einen bewusst anonymen Charakter für den Beobachter. Der Blick ist abgewandt. Als ob das Porträt durch die Tatsache bestimmt wird, dass es nur einen Blick gibt, der nach außen bestimmt ist, und einen, der für den Dargestellten selbst bestimmt ist. So projiziert er seinen Wunsch und seine Träume auf die Erfahrungswelt seiner gemalten Figuren. Das Spiel der Farben schneidet die Beziehungen zwischen Mensch und Umgebung nicht vollständig voneinander ab, sondern schafft auch Zusammenhang. Dennoch wird die Wirklichkeit auf Distanz gehalten, sodass deine Fantasie unbegrenzt angeregt wird.

Über Hans Pruijn

Hans Pruijn (1957) promovierte an der Akademie der Bildenden Künste in Arnhem. Er lebt und arbeitet in seinem Atelierwohnsitz mit der „TOONKAMER“ an der Steynlaan in Zeist, wo er seine Gemälde ausstellt, meist in Verbindung mit Arbeiten befreundeter Künstlerinnen und Künstler. Eine Linie durch sein Werk bildet die strukturelle Zwiespalt zwischen Mensch/Natur und Kultur. Sein Material- und Farbgebrauch ist vibrierend und voll. Trau dich, hineinzuschauen, dann saugt es dich auf. Seine Gemälde relativieren, deuten, analysieren, träumen und verführen. Es geht ihm mehr darum, die Atmosphäre und Erfahrung einer Landschaft wiederzugeben als eine genaue, naturgetreue Wiedergabe der Wirklichkeit. Durch die oft vorhandenen Pfähle in seinen gemalten Landschaften gibt es immer ‚einen Weg‘ zurück, sie geben Halt/Stabilität. Ein gangbarer Weg in unserem Leben.

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

Hiermit biete ich ein wunderbares Acrylbild auf Leinwand mit dem Titel „Paaldansen“ von Hans Pruijn an.
Maße: h70 x b90 cm.
Signatur Hans Pruijn vorne und hinten.
2011 gekauft für 2250 €, (siehe Foto der Rechnung).

Befindet sich in sehr gutem Zustand.

Gedicht zu Hans Pruijn „Palen“ (siehe Foto)
Artikel „Hans Pruijn lässt dich allein mit den Kräften der Natur“ (siehe Foto).

Rezensionen unter anderem aus Art-garden Drenthe (1); Gemeente Zeist Beeldende Kunst (2); De Gelderlander (3); Martin Pieterse Kunstrezensent (4); De Gelderlander während Ausstellung Velp (5); Struktureller Zwiespalt (6).

1.
Hans Pruijn ist eine Repräsentantfigur der figurativen Malerei auf nationaler Bühne. Seine Figuration wurzelt im Surrealismus und trägt eine humorvolle Note. Die Figuren besitzen durch ihre Erscheinungsform, ihre Haltung (meist von hinten oder seitlich gesehen) sowie durch die Umgebung, in der sie erscheinen, eine realistische und dramatische Ausstrahlung. Es ist ein Werk mit stark emotionalem Ausdruck, das nicht auf komplizierte Absichten basiert, sondern einfach auf der Kraft der Vorstellungskraft und handwerklichen Fähigkeiten, um Emotionen zu vermitteln und so Stimmungen zu erzeugen. Es gelingt ihm, das handwerkliche Malen nicht so absolut zu machen, dass die Gemälde daran scheitern würden. Seine Leinwände zeigen viel Varianz, auch stilistisch. Das Werk ist sowohl realistisch und sorgfältig detailreich – kultiviert – als auch wild und abstrakt – roh. Diese Kombination macht sein Werk attraktiv und sorgt oft für visuelles Spektakel. Hans gelingt es immer, eine richtige Portion Leichtigkeit in seine Arbeiten zu legen, die den Bildern eine zeitgenössische Relevanz verleiht.

2.
Der Mensch und die Natur in seiner/ihrer Umgebung bilden den Ausgangspunkt in Hans Pruijns Werk. Die Räumlichkeit und das Zugehörigkeitsgefühl dazu fesseln ihn. Diese Faszination setzt er in äußerst fesselnde und oft expressive Bilder um. Ein Mensch, landschaftliche Elemente, eine Verweisung auf Architektur. „Malen ist, seine eigene Geschichte zu erzählen. Ich halte die Wirklichkeit auf Distanz, damit ich sie nach meinen Vorstellungen formen und manipulieren kann.“ Als Betrachter kannst du der Fantasie freien Lauf lassen und immer wieder andere Interpretationen an sein Werk herantragen. Die angedeuteten Elemente verleihen dem Werk manchmal eine untergründige Ladung. Offen komponiert und mit einer manchmal unverhohlenen materialhaften Behandlung wird eine bestimmte Stimmung im Werk erzeugt. Die Figuren platziert er oft in einer mythischen Umgebung, sodass manche Bilder etwas ‘träumerisch’ wirken, trotz seiner direkten und reinen Arbeitsweise. Er verwendet die Farbe oft direkt aus der Tube. Ein anderes Mal arbeitet er in stark verdünnter Form oder nutzt Spraydosen. Das verleiht mehr Kraft und Geschwindigkeit. An einem bestimmten Moment scheinen seine Gefühle eindeutig, ein winziger Moment später ist dieser Moment wieder vorbei. Es ist monumentale Arbeit, die eine vornehme, aber bewegte expressive Qualität besitzt. Lässt man die Augen wandern, begibst du dich auf eine Entdeckungsreise, die dich immer wieder vor neue Überraschungen stellt.

3.
Als wären wir in höheren Regionen...
Aber zugegeben, Kunstbetrachtung ist eine Anstrengung. Wie schaut man? Wie lange? Mit welchem Blick und aus welchem Hintergrund heraus. Die Gemälde von Hans Pruijn (1957) lassen dich nicht einfach gehen. Er ist ein Farbbegeisterter von Ausstrahlung. Und Farbbegeister kommen gerne zu Guus Dijkhuizen in Klas Vijf. Da ist nach neun Ausstellungen wohl jeder so weit darüber im Bilde. Pruijn malt. Er malt unablässig, vibrierend und mit seinen Pinselstrichen und Farben. Heftige Werke. Trau dich hineinzusehen, sie saugen dich auf. Und ziehen dich mit. Was sehen wir? Bei Pruijn ist das nicht nur eine handwerkliche Angelegenheit. Seine Gemälde, die schön groß sind, relativieren, deuten, analysieren, träumen und verführen. Und es stehen Menschen darauf. Es passiert immer etwas, aber du bekommst es nicht geschenkt. Wenn ein Gemälde von Pruijn dich berührt, bist du verkauft. Nimm das Tuch „Drei Meter vor dem Lunch“. Gebogene Figuren arbeiten auf dem Feld. Es wird rodet, geerntet. Bald wird es gegessen. Die Nahrung. Roh oder gekocht. Spielt keine Rolle. Für wen? Das musst du nicht wissen. Im Vordergrund sehen wir eine Aktenkoffer. Ein Bürokoffer, in dem man neben Dokumenten und Papierkram auch sein Lunch mitnehmen kann. Deinen Kartoffelsalat oder belegte Brote. Mit einem Stück Leckerbissen oder Obst. Wer fragt sich, wenn er ein Brot oder Müsli isst, was alles davor geschah... Solche Dinge also. Oder das Gemälde „Bouwer“, auf dem ein Junge und eine kleine Kranauslage und ein ordentlicher Stapel Basaltblöcke zu sehen sind, die natürlich niemals von diesem kleinen Kran gehoben werden könnten. Eine Galerie sollte voller Menschen sein, die sich über das Gesehene wundern, darüber lachen oder davon ergriffen sind. Und im Anschluss miteinander darüber reden...

4.
Hans Pruijn ist ein Musterbeispiel für den aufkommenden Trend in der figurativen Malerei mit einem surrealen Anflug. Er verzerrt, übertreibt, steigert, schlicht: Er steigert die Wirklichkeit. Die Melancholie lauert in seiner Arbeit, aber dennoch stimmen seine Gemälde nicht düster. Die Werke enthalten oft offene Räume, in denen der Betrachter sich mit seinen Gedanken verlieren kann. Gerade weil Pruijn das ‚Groteske‘ so intensiv bespielt, wird man nicht in die Traurigkeit hineingezogen, versinkt nicht im leeren Blickfeld seiner anonymen Figuren. Bei einer Karikatur gehören extrem übertriebene Details und Hauch von Humor dazu, und das findet sich bei Pruijns Werk in reicher Form wieder. Pruijn versteht es, sowohl Details als auch den großen Kontext überzeugend wiederzugeben, wodurch er die untergründige Atmosphäre in seinem Werk optimal beherrscht. Er zeigt, dass persönlich Erzähltes innerhalb der Kunst wieder Wert hat, nach dem Strom kühler registrierender Beobachtungen der Wirklichkeit im vergangenen Jahrzehnt.

5.
Wenn Hans Pruijn die Hintergründe seiner Gemälde auf die Leinwand setzt, benutzt er vermutlich eine Mörteltruffel statt eines Pinsels oder Spachtels. Dramatische Farbstreiche für heftige Landschaften, mit dunklen Unwetterwolken über weiten Panorama. Und dann steht in dieser bewegten Kulisse plötzlich ein Mann in einem schlecht sitzenden Anzug, der schweigend zu seiner Jojo schaut, viel feiner gemalt als seine Umgebung. Der Effekt ist surreal. Durch eine Kombination aus heftigen und zurückhaltenden Farbstrichen hat seine Arbeit etwas von den sehr schönen Gemälden und Interpretationen spanischer Barockmaler wie Murillo. Dann ist es egal, ob die Figuren ein Kaukastenfeld anbauen oder eine sinnliche Tango tanzen. Dieses etwas zu viel an Drama macht Pruijns Gemälde gerade so stark und ‚witzig‘.

6.
Hans ist ein Maler, der geschickt Suggestion und Figuration in einem Bild zu vereinen weiß. Er sucht nach dem Spannungsfeld zwischen Sinngebung und Materie und präsentiert dem Betrachter expressive dramatische Bilder.

Eine Linie im Werk von Hans Pruijn bildet die strukturelle Zwiespalt zwischen Mensch, Natur und Kultur. Der Realismus erhält in seinem Werk eine unwirkliche Ausstrahlung. Verschiedene Kulturen, Zeiten und Sphären werden kombiniert und wie in einer Collage miteinander verbunden. Es verleihen seine Bildmotive eine seltsame Intensität. Sein Werk ist dynamisch und expressiv. Die Grenzen zwischen Licht und Schatten, Luft, Land und Mensch sind scharf. Die Farben sind stark und kontrastreich, zudem wird die Farbe auffallend kraftvoll aufgetragen. Die Perspektive verstärkt diesen dynamischen Eindruck. Seine Charaktere platziert er meist im Vordergrund seiner Gemälde, in sich versunken, vom Hintergrund isoliert. Manchmal fällt einem eine Farbe oder ein wunderbarer Pinselstrich ins Auge. Dann erkennt man erst, dass kein einzelnes Figur dich anschaut. Das Werk erhält dadurch einen bewusst anonymen Charakter für den Beobachter. Der Blick ist abgewandt. Als ob das Porträt durch die Tatsache bestimmt wird, dass es nur einen Blick gibt, der nach außen bestimmt ist, und einen, der für den Dargestellten selbst bestimmt ist. So projiziert er seinen Wunsch und seine Träume auf die Erfahrungswelt seiner gemalten Figuren. Das Spiel der Farben schneidet die Beziehungen zwischen Mensch und Umgebung nicht vollständig voneinander ab, sondern schafft auch Zusammenhang. Dennoch wird die Wirklichkeit auf Distanz gehalten, sodass deine Fantasie unbegrenzt angeregt wird.

Über Hans Pruijn

Hans Pruijn (1957) promovierte an der Akademie der Bildenden Künste in Arnhem. Er lebt und arbeitet in seinem Atelierwohnsitz mit der „TOONKAMER“ an der Steynlaan in Zeist, wo er seine Gemälde ausstellt, meist in Verbindung mit Arbeiten befreundeter Künstlerinnen und Künstler. Eine Linie durch sein Werk bildet die strukturelle Zwiespalt zwischen Mensch/Natur und Kultur. Sein Material- und Farbgebrauch ist vibrierend und voll. Trau dich, hineinzuschauen, dann saugt es dich auf. Seine Gemälde relativieren, deuten, analysieren, träumen und verführen. Es geht ihm mehr darum, die Atmosphäre und Erfahrung einer Landschaft wiederzugeben als eine genaue, naturgetreue Wiedergabe der Wirklichkeit. Durch die oft vorhandenen Pfähle in seinen gemalten Landschaften gibt es immer ‚einen Weg‘ zurück, sie geben Halt/Stabilität. Ein gangbarer Weg in unserem Leben.

Details

Künstler
Hans Pruijn (XX)
Angeboten mit Rahmen
Ja
Verkauft von
Eigentümer oder Wiederverkäufer
Auflage
Original
Titel des Kunstwerks
Paaldansen
Technik
Acrylmalerei
Signatur
Handsigniert
Herkunftsland
Niederlande
Jahr
2011
Zustand
exzellenter Zustand
Höhe
70 cm
Breite
90 cm
Stil
Zeitgenössisch
Periode
2000-2010
Verkauft von
NiederlandeVerifiziert
Neu
auf Catawiki
Privat

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