Lemaistre de Sacy - La Gloire - 1745






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Traité de la Gloire von Louis-Isaac Lemaistre de Sacy, 1745, 1. Ausgabe in diesem Format, originale Sprache Französisch, veröffentlicht in Den Haag von La Haye, Chez Henri du Sauzet, 1745; zeitgenössischer brauner Marmorpelledereinband; 402 Seiten; 162 × 102 mm; Fachgebiet: Philosophie.
Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
WIE ERREICHT MAN RUHM? EIN ABHANDLUNG ZUR ERZIEHUNG DES KÖNIGS, DER HOFLEUTE UND DER SOCIALEN AUFSTIEGSTRÄGER
Elegante und raffinierte, siebzehnteljährige Edition des Traité de la Gloire von Louis-Isaac Lemaistre de Sacy, eines der repräsentativsten Moralphilosophie-texte der französischen Aufklärung, hier begleitet von Du Rondels Abhandlung zum gleichen Thema. Veröffentlicht in Den Haag 1745, spiegelt der Band jene typisch französische Spannung zwischen klassischer Moral, ziviler Philosophie und Psychologie der Leidenschaften wider, die das gesamte 18. Jahrhundert durchzieht. Das Thema der „Glorie“ wird nicht als bloße weltliche Eitelkeit behandelt, sondern als politische, soziale und sogar metaphysische Kraft, die menschliche Verhaltensweisen, Reiche, Künste und Briefe zu lenken vermag. Das Werk präsentiert sich in einer schmucklosen, aber faszinierenden zeitgenössischen Lederbindung mit marmortem Ober- und Unterdeckel, Rücken mit Goldornamenten und lebhaften roten Schnitten, die dem Band eine besonders elegante Bühnenpräsenz verleihen. Ein kleiner Traktat, scheinbar unauffällig, aber tatsächlich tief in die europäische Debatte über Ehre, Ruf und die Regierung der Seelen eingebettet.
MARKET VALUE
Die siebzehnteljährigen Ausgaben des Traité de la Gloire erscheinen am internationalen Markt selten in vollständiger Form und in zeitgenössischer, gut erhaltener Bindung. Standardsexemplare schwanken in der Regel zwischen 380 und 500 Euro, während frische Kopien mit schöner Bindung und großzügigen Rändern 500–700 Euro bei Antiquariaten, die sich auf französische Moralphilosophie des XVIII. Jahrhunderts spezialisiert haben, erreichen können. Die Anwesenheit der zusätzlichen Dissertation von Du Rondel und die vollständig zeitgenössische Bindung erhöhen das Sammlerinteresse am Exemplar.
PHYSICAL DESCRIPTION AND CONDITION
Zeitgenössische Präge-Lederbindung in braunem Marmorpapier, Rücken mit Goldornamenten dekoriert, Schild mit goldener Titelinschrift; Deckel mit Lederänsläufentexturen. Rote Schnitte. Titelseite mit typografischer vignette, Initialen und historierten Initialen. Pergamentblätter mit altersbedingten Braunfärbungen. Bei alten Büchern, die eine mehrhundertjährige Geschichte haben, können einige Fehler auftreten, die in der Beschreibung nicht immer erkannt werden. Pp. (4); 32nn; 264; 44; 56; (2).
FULL TITLE AND AUTHOR
Traité de la Gloire.
La Haye, Chez Henri du Sauzet, 1745.
Louis-Isaac Lemaistre de Sacy.
CONTEXT AND SIGNIFICANCE
Der Traité de la Gloire gehört zu jener großen französischen Morallehre-Tradition, die von Pascal und La Rochefoucauld bis zu den Encyclopédistes und den aufgeklärten Moralisten reicht. Lemaistre de Sacy behandelt die Gloria als ambivalente Triebkraft menschlichen Handelns: eine Kraft, die Tugend der Bürgerlichkeit, Heldentum und Disziplin hervorbringen kann, aber auch Kunstgriff, Show und das Verlangen nach dominance. Im Text finden sich ständige Bezüge zu Vorbildern der Antike — Rom, Sparta, die philosophierenden Kaiser —, die als moralische Spiegel dienen, um die moderne Gesellschaft zu interpretieren. Das Werk reflektiert zudem den feinen Übergang zwischen christlicher Moral und säkularer Philosophie: Die Glory wird schrittweise nicht mehr nur als Hochmutssünde, sondern als gesellschaftliche Energie verstanden, die notwendig ist, um den Staat zu errichten und das öffentliche Verhalten zu regulieren. In diesem Sinn dialogiert das Traktat indirekt mit Montesquieu und mit der gesamten aufgeklärten Reflexion über politischen Prestig, Ehre und öffentlichen Ruf. Besonders interessant ist die Dissertation von Du Rondel, die das Thema erweitert und es nahezu zu einer psychologischen Analyse menschlicher Leidenschaften macht. Der elegante, klare und rationale Stil macht das Werk zu einem der kleinen Juwelen der französischen Moralphilosophie des XVIII. Jahrhunderts.
BIOGRAPHY OF THE AUTHOR
Louis-Isaac Lemaistre de Sacy (1613-1684), berühmter Theologe, Humanist und französischer Übersetzer, verbunden mit Port-Royal, war eine der einflussreichsten Figuren des französischen Jansenismus. Mitglied einer der bedeutendsten intellektuellen Familien des Seicento, widmete er einen großen Teil seines Lebens der Übersetzung und dem Kommentar der Schriften sowie der moralischen und philosophischen Reflexion. Seine klare und elegante Prosa hatte einen starken Einfluss auf die klassische französische Sprache und die nachfolgende Moralliteratur.
PRINTING HISTORY AND CIRCULATION
Die Ausgabe von 1745 wurde in Den Haag von Henri du Sauzet gedruckt, einem wichtigen Buchhändler-Verleger, der in den Niederlanden tätig war und für die Verbreitung französischer philosophischer, moraler und teils umstrittener Werke bekannt war, die den europäischen Markt erreichten. Die niederländischen Drucke in französischer Sprache des XVIII. Jahrhunderts nehmen eine zentrale Rolle in der internationalen Verbreitung der Ideen der Aufklärung ein, dank der relativen Pressefreiheit, die von den Vereinigten Provinzen gewährleistet wurde. Dieses kleine Volumen passt perfekt in jenes raffinierte, kosmopolitische Verlagsnetz, das Paris, Amsterdam, Den Haag und Genf verband.
BIBLIOGRAPHY AND REFERENCES
BNF, Catalogue général, notice relative au Traité de la Gloire, éd. La Haye, 1745.
WorldCat/OCLC, censimento internazionale delle edizioni settecentesche del Traité de la Gloire.
Catalogue collectif de France (CCFr), schede bibliografiche relative alle edizioni Du Sauzet.
Barbier, Dictionnaire des ouvrages anonymes, III, pp. 873-874.
Quérard, La France Littéraire, VIII, pp. 245-246.
Brunet, Manuel du Libraire, V, col. 45.
ICCU/OPAC SBN, repertorio delle copie conservate in biblioteche italiane.
Studies on French Moralists and Jansenist Literature, passim.
Catalogue de la Librairie Hollandaise du XVIIIe siècle, section Henri du Sauzet.
Der Verkäufer stellt sich vor
WIE ERREICHT MAN RUHM? EIN ABHANDLUNG ZUR ERZIEHUNG DES KÖNIGS, DER HOFLEUTE UND DER SOCIALEN AUFSTIEGSTRÄGER
Elegante und raffinierte, siebzehnteljährige Edition des Traité de la Gloire von Louis-Isaac Lemaistre de Sacy, eines der repräsentativsten Moralphilosophie-texte der französischen Aufklärung, hier begleitet von Du Rondels Abhandlung zum gleichen Thema. Veröffentlicht in Den Haag 1745, spiegelt der Band jene typisch französische Spannung zwischen klassischer Moral, ziviler Philosophie und Psychologie der Leidenschaften wider, die das gesamte 18. Jahrhundert durchzieht. Das Thema der „Glorie“ wird nicht als bloße weltliche Eitelkeit behandelt, sondern als politische, soziale und sogar metaphysische Kraft, die menschliche Verhaltensweisen, Reiche, Künste und Briefe zu lenken vermag. Das Werk präsentiert sich in einer schmucklosen, aber faszinierenden zeitgenössischen Lederbindung mit marmortem Ober- und Unterdeckel, Rücken mit Goldornamenten und lebhaften roten Schnitten, die dem Band eine besonders elegante Bühnenpräsenz verleihen. Ein kleiner Traktat, scheinbar unauffällig, aber tatsächlich tief in die europäische Debatte über Ehre, Ruf und die Regierung der Seelen eingebettet.
MARKET VALUE
Die siebzehnteljährigen Ausgaben des Traité de la Gloire erscheinen am internationalen Markt selten in vollständiger Form und in zeitgenössischer, gut erhaltener Bindung. Standardsexemplare schwanken in der Regel zwischen 380 und 500 Euro, während frische Kopien mit schöner Bindung und großzügigen Rändern 500–700 Euro bei Antiquariaten, die sich auf französische Moralphilosophie des XVIII. Jahrhunderts spezialisiert haben, erreichen können. Die Anwesenheit der zusätzlichen Dissertation von Du Rondel und die vollständig zeitgenössische Bindung erhöhen das Sammlerinteresse am Exemplar.
PHYSICAL DESCRIPTION AND CONDITION
Zeitgenössische Präge-Lederbindung in braunem Marmorpapier, Rücken mit Goldornamenten dekoriert, Schild mit goldener Titelinschrift; Deckel mit Lederänsläufentexturen. Rote Schnitte. Titelseite mit typografischer vignette, Initialen und historierten Initialen. Pergamentblätter mit altersbedingten Braunfärbungen. Bei alten Büchern, die eine mehrhundertjährige Geschichte haben, können einige Fehler auftreten, die in der Beschreibung nicht immer erkannt werden. Pp. (4); 32nn; 264; 44; 56; (2).
FULL TITLE AND AUTHOR
Traité de la Gloire.
La Haye, Chez Henri du Sauzet, 1745.
Louis-Isaac Lemaistre de Sacy.
CONTEXT AND SIGNIFICANCE
Der Traité de la Gloire gehört zu jener großen französischen Morallehre-Tradition, die von Pascal und La Rochefoucauld bis zu den Encyclopédistes und den aufgeklärten Moralisten reicht. Lemaistre de Sacy behandelt die Gloria als ambivalente Triebkraft menschlichen Handelns: eine Kraft, die Tugend der Bürgerlichkeit, Heldentum und Disziplin hervorbringen kann, aber auch Kunstgriff, Show und das Verlangen nach dominance. Im Text finden sich ständige Bezüge zu Vorbildern der Antike — Rom, Sparta, die philosophierenden Kaiser —, die als moralische Spiegel dienen, um die moderne Gesellschaft zu interpretieren. Das Werk reflektiert zudem den feinen Übergang zwischen christlicher Moral und säkularer Philosophie: Die Glory wird schrittweise nicht mehr nur als Hochmutssünde, sondern als gesellschaftliche Energie verstanden, die notwendig ist, um den Staat zu errichten und das öffentliche Verhalten zu regulieren. In diesem Sinn dialogiert das Traktat indirekt mit Montesquieu und mit der gesamten aufgeklärten Reflexion über politischen Prestig, Ehre und öffentlichen Ruf. Besonders interessant ist die Dissertation von Du Rondel, die das Thema erweitert und es nahezu zu einer psychologischen Analyse menschlicher Leidenschaften macht. Der elegante, klare und rationale Stil macht das Werk zu einem der kleinen Juwelen der französischen Moralphilosophie des XVIII. Jahrhunderts.
BIOGRAPHY OF THE AUTHOR
Louis-Isaac Lemaistre de Sacy (1613-1684), berühmter Theologe, Humanist und französischer Übersetzer, verbunden mit Port-Royal, war eine der einflussreichsten Figuren des französischen Jansenismus. Mitglied einer der bedeutendsten intellektuellen Familien des Seicento, widmete er einen großen Teil seines Lebens der Übersetzung und dem Kommentar der Schriften sowie der moralischen und philosophischen Reflexion. Seine klare und elegante Prosa hatte einen starken Einfluss auf die klassische französische Sprache und die nachfolgende Moralliteratur.
PRINTING HISTORY AND CIRCULATION
Die Ausgabe von 1745 wurde in Den Haag von Henri du Sauzet gedruckt, einem wichtigen Buchhändler-Verleger, der in den Niederlanden tätig war und für die Verbreitung französischer philosophischer, moraler und teils umstrittener Werke bekannt war, die den europäischen Markt erreichten. Die niederländischen Drucke in französischer Sprache des XVIII. Jahrhunderts nehmen eine zentrale Rolle in der internationalen Verbreitung der Ideen der Aufklärung ein, dank der relativen Pressefreiheit, die von den Vereinigten Provinzen gewährleistet wurde. Dieses kleine Volumen passt perfekt in jenes raffinierte, kosmopolitische Verlagsnetz, das Paris, Amsterdam, Den Haag und Genf verband.
BIBLIOGRAPHY AND REFERENCES
BNF, Catalogue général, notice relative au Traité de la Gloire, éd. La Haye, 1745.
WorldCat/OCLC, censimento internazionale delle edizioni settecentesche del Traité de la Gloire.
Catalogue collectif de France (CCFr), schede bibliografiche relative alle edizioni Du Sauzet.
Barbier, Dictionnaire des ouvrages anonymes, III, pp. 873-874.
Quérard, La France Littéraire, VIII, pp. 245-246.
Brunet, Manuel du Libraire, V, col. 45.
ICCU/OPAC SBN, repertorio delle copie conservate in biblioteche italiane.
Studies on French Moralists and Jansenist Literature, passim.
Catalogue de la Librairie Hollandaise du XVIIIe siècle, section Henri du Sauzet.
