Eine Holzskulptur - Yoruba - Nigeria (Ohne mindestpreis)






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Ein hölzernes Skulptur, Yoruba-Deckeldeckel einer Wahrsage-Schale aus Nigeria, 52 cm hoch, 1,5 kg, in farem Zustand, ohne Ständer verkauft.
Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
Ein Yoruba-Wurfschale-Deckel aus Nigeria mit einem Kopf mit hoher Hochsteckfrisur und Gesichtsscarifikationen. Überreste blauer Pigmente auf der Hochsteckfrisur.
Yoruba-Wurfschalendeckel, bekannt innerhalb der heiligen künstlerischen und rituellen Traditionen des Yoruba-Volkes im Südwesten Nigerias, sind kunstvoll geschnitzte hölzerne Objekte, die sowohl praktische als auch symbolische Zwecke in der Praxis der Ifá-Orakelung erfüllen. Ifá, ein komplexes System von Wissen, das mit der Gottheit Orunmila verbunden ist, stützt sich auf eine Orakelplatte (opon Ifá) und verwandte rituelle Werkzeuge, um Weisheit und Führung zu vermitteln. Der Deckel, der eine Orakel-Schale begleitet, ist nicht nur eine Abdeckung; er ist ein bedeutendes skulpturales Element, das spirituelle Autorität, kosmologische Vorstellungen und den Status des Orakelkundigen (babalawo) widerspiegelt.
Typischerweise aus einem einzigen Stück Holz geschnitzt, zeigen diese Deckel oft eine zentrale Figur – häufig in knieender oder sitzender Frauenform – umgeben von kleineren Begleitern, Tieren oder symbolischen Motiven. Die Bedeutung der weiblichen Figur ist nicht zufällig. In der Yoruba-Kosmologie sind Frauen eng mit ase verbunden, der lebenswichtigen spirituellen Kraft, die Transformation und Wirksamkeit in ritueller Praxis ermöglicht. Indem der Künstler eine weibliche Figur ins Zentrum stellt, betont er die unentbehrliche Rolle weiblicher Macht bei der Vermittlung zwischen menschlicher und spiritueller Sphäre. Der Deckel wird somit zu einer visuellen Theologie, die Überzeugungen über Gleichgewicht, Autorität und Interdependenz codiert.
Die stilistischen Merkmale dieser Deckel variieren je nach Region und Werkstatt, sie teilen jedoch bestimmte ästhetische Prinzipien, die für Yoruba-Kunst charakteristisch sind: Gelassenheit, Klarheit der Form und Betonung des Kopfes als Ort von Schicksal und Bewusstsein. Die Figuren werden oft mit vergrößerten Köpfen, aufwändigen Hochsteckfrisuren und ruhigen, introspektiven Ausdrücken dargestellt. Oberflächenmuster, einschließlich Scarifikationszeichen oder geometrischer Designs, können Identität, Status oder symbolische Bedeutung weiter kommunizieren. Obwohl sie visuell eindrucksvoll sind, dienen diese Elemente niemals rein dekorativen Zwecken; sie fungieren als Träger vielschichtigen kulturellen Wissens.
Über ihre visuellen Qualitäten hinaus spielen die Deckel eine wichtige Rolle in der rituellen Praxis. Sie schützen den heiligen Inhalt der Orakel-Schale, zu dem Palmenkerne, Muränen (Kauris) oder andere geweihte Materialien gehören können. Das Abdecken der Schale hilft, ihre spirituelle Potenz zu bewahren und eine Kontamination durch äußere Kräfte zu verhindern. Zugleich kann die Handlung des Entdeckens der Schale während der Orakelung als performative Geste verstanden werden – verborgene Wissen preiszugeben und die Gegenwart spiritueller Einsicht einzuladen.
In weiterem Sinn veranschaulichen Yoruba-Wurfschalendeckel die Untrennbarkeit von Kunst und Spiritualität in der Yoruba-Kultur. Sie sind nicht autonome Kunstwerke im modernen westlichen Sinn, sondern integrale Bestandteile lebendiger religiöser Praxis. Ihre Bedeutungen werden durch Nutzung, Geschichtenerzählen und rituelles Engagement aktiviert, wodurch sie dynamisch statt statisch bleiben. Als solche bieten sie wertvolle Einblicke darin, wie materielles Kulturerbe komplexe Glaubenssysteme verkörpern und übertragen kann.
Referenzen
Abiodun, Rowland. Yoruba Art and Language: Seeking the African in African Art. Cambridge University Press.
Drewal, Henry John, und John Pemberton III. Yoruba: Nine Centuries of African Art and Thought. The Center for African Art.
Bascom, William. Ifa Divination: Communication Between Gods and Men in West Africa. Indiana University Press.
Der Verkäufer stellt sich vor
Ein Yoruba-Wurfschale-Deckel aus Nigeria mit einem Kopf mit hoher Hochsteckfrisur und Gesichtsscarifikationen. Überreste blauer Pigmente auf der Hochsteckfrisur.
Yoruba-Wurfschalendeckel, bekannt innerhalb der heiligen künstlerischen und rituellen Traditionen des Yoruba-Volkes im Südwesten Nigerias, sind kunstvoll geschnitzte hölzerne Objekte, die sowohl praktische als auch symbolische Zwecke in der Praxis der Ifá-Orakelung erfüllen. Ifá, ein komplexes System von Wissen, das mit der Gottheit Orunmila verbunden ist, stützt sich auf eine Orakelplatte (opon Ifá) und verwandte rituelle Werkzeuge, um Weisheit und Führung zu vermitteln. Der Deckel, der eine Orakel-Schale begleitet, ist nicht nur eine Abdeckung; er ist ein bedeutendes skulpturales Element, das spirituelle Autorität, kosmologische Vorstellungen und den Status des Orakelkundigen (babalawo) widerspiegelt.
Typischerweise aus einem einzigen Stück Holz geschnitzt, zeigen diese Deckel oft eine zentrale Figur – häufig in knieender oder sitzender Frauenform – umgeben von kleineren Begleitern, Tieren oder symbolischen Motiven. Die Bedeutung der weiblichen Figur ist nicht zufällig. In der Yoruba-Kosmologie sind Frauen eng mit ase verbunden, der lebenswichtigen spirituellen Kraft, die Transformation und Wirksamkeit in ritueller Praxis ermöglicht. Indem der Künstler eine weibliche Figur ins Zentrum stellt, betont er die unentbehrliche Rolle weiblicher Macht bei der Vermittlung zwischen menschlicher und spiritueller Sphäre. Der Deckel wird somit zu einer visuellen Theologie, die Überzeugungen über Gleichgewicht, Autorität und Interdependenz codiert.
Die stilistischen Merkmale dieser Deckel variieren je nach Region und Werkstatt, sie teilen jedoch bestimmte ästhetische Prinzipien, die für Yoruba-Kunst charakteristisch sind: Gelassenheit, Klarheit der Form und Betonung des Kopfes als Ort von Schicksal und Bewusstsein. Die Figuren werden oft mit vergrößerten Köpfen, aufwändigen Hochsteckfrisuren und ruhigen, introspektiven Ausdrücken dargestellt. Oberflächenmuster, einschließlich Scarifikationszeichen oder geometrischer Designs, können Identität, Status oder symbolische Bedeutung weiter kommunizieren. Obwohl sie visuell eindrucksvoll sind, dienen diese Elemente niemals rein dekorativen Zwecken; sie fungieren als Träger vielschichtigen kulturellen Wissens.
Über ihre visuellen Qualitäten hinaus spielen die Deckel eine wichtige Rolle in der rituellen Praxis. Sie schützen den heiligen Inhalt der Orakel-Schale, zu dem Palmenkerne, Muränen (Kauris) oder andere geweihte Materialien gehören können. Das Abdecken der Schale hilft, ihre spirituelle Potenz zu bewahren und eine Kontamination durch äußere Kräfte zu verhindern. Zugleich kann die Handlung des Entdeckens der Schale während der Orakelung als performative Geste verstanden werden – verborgene Wissen preiszugeben und die Gegenwart spiritueller Einsicht einzuladen.
In weiterem Sinn veranschaulichen Yoruba-Wurfschalendeckel die Untrennbarkeit von Kunst und Spiritualität in der Yoruba-Kultur. Sie sind nicht autonome Kunstwerke im modernen westlichen Sinn, sondern integrale Bestandteile lebendiger religiöser Praxis. Ihre Bedeutungen werden durch Nutzung, Geschichtenerzählen und rituelles Engagement aktiviert, wodurch sie dynamisch statt statisch bleiben. Als solche bieten sie wertvolle Einblicke darin, wie materielles Kulturerbe komplexe Glaubenssysteme verkörpern und übertragen kann.
Referenzen
Abiodun, Rowland. Yoruba Art and Language: Seeking the African in African Art. Cambridge University Press.
Drewal, Henry John, und John Pemberton III. Yoruba: Nine Centuries of African Art and Thought. The Center for African Art.
Bascom, William. Ifa Divination: Communication Between Gods and Men in West Africa. Indiana University Press.
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- Jaenicke Njoya GmbH
- Repräsentant:
- Wolfgang Jaenicke
- Adresse:
- Jaenicke Njoya GmbH
Klausenerplatz 7
14059 Berlin
GERMANY - Telefonnummer:
- +493033951033
- Email:
- w.jaenicke@jaenicke-njoya.com
- USt-IdNr.:
- DE241193499
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