Yoshida Tōshi • Sommer • 1963 • Abstrakt • Handsigniert • Japanischer Holzschnitt - Japan - 20. Jahrhundert






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Originaler japanischer Holzdruck von Toshi Yoshida, Summer (Natsu), 1963, handsigniert, vom Yoshida Studio eigenverlegt, Edition 23/100, Maße 41 × 28 cm, exzellenter Zustand.
Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
Toshi Yoshida (吉田遠志)
Natsu (夏) – Sommer
Technik: Holzstich (mokuhanga) — Sōsaku Hanga
Datum: 1963
Verleger: Yoshida Studio (Selbstverlag), 23/100 (Limitierte Auflage)
Format: 27,5 × 41,0 cm (10,8 × 16,1 Zoll)
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Impression & Farben: Ausgezeichnet. Die Farben sind lebendig und durchgehend schön erhalten. Der tiefes karminrot gefasste Grundton behält seine volle Intensität, während die schichtweise holzmaserige Textur im Hintergrund feines Druckdetail zeigt. Die Gold- und Ockertöne der zentralen pyramidenförmigen Struktur sind reich und leuchtend, und der grau-bläuliche Keil weist eine subtile Bokashi-Gradierung auf. Der gold-orangefarbene Bogen am unteren Rand geht sanft in warme Gelbtöne über. Eine starke, gut registrierte Impression ohne Ausbleichen oder Verfärbungen.
Papier: Ausgezeichnet. Das Washi-Papier ist fest und unversehrt, ohne Risse, Löcher oder Verluste. Vollständige Ränder sind vorhanden, die ursprünglichen Deckelfrandungen sind sichtbar. An den Rändern gibt es geringe altersbedingte Randverfärbungen sowie sehr leichte Handling-Spuren. Das Blatt ist insgesamt sauber und gut erhalten. Bitte prüfen Sie alle Fotografien sorgfältig.
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Sommer – Hitze sichtbar gemacht
Zwei abstrakte Strukturen erheben sich von einer goldenen Erde in einen lodernen karminroten Himmel. Die dominierende Form — eine turmhohe, gestufte Pyramide, überzogen mit dichten Bändern geometrischer Muster — ruft antike Architektur herauf, die von Hitze-Strahlung verzehrt wird, deren Kanten sich in die rote Atmosphäre auflösen, die sie umgibt. Neben ihr sorgt ein kühleres grau-blaues Keilmoment für Kontrast, als ob ein Schatten oder ein Spalt Himmel in den Ofen geschnitten worden wäre. Die gesamte Komposition strahlt aus: Die wellige, holzmaserartige Struktur des roten Hintergrunds deutet auf Hitze hin, die von sonnengetrocknetem Stein flimmert, während der gold-orangefarbene Bogen am Sockel wie ausgedörrte Erde wirkt, die sich dem Horizont zuneigt.
Was diesen Druck so eindrucksvoll macht, ist seine Abstraktion der Temperatur. Hier handelt es sich nicht um eine Landschaft mit Thermometer — es ist das Gefühl des Sommers selbst, das in Farbe und Form übersetzt wird. Die geometrische Musterung der pyramidenförmigen Struktur trägt Echoes frühamer Ornamentik, mesopotamische Ziggurate oder die dekorativen Motive southeastasiatischer Tempel — Orte, die Yoshida aus seinen umfangreichen Reisen kannte.Doch die Komposition bleibt eindeutig modernistisch: flache Farbhintergründe, kühne Kontraste, die Spannung zwischen geometrischer Ordnung und organischer Textur. Die schichtweise Holzblockdrucktechnik erreicht eine außergewöhnliche Tiefe und Subtilität, wobei mehrere Farbdurchläufe eine Oberflächenfülle erzeugen, die keine Reproduktion vollständig wiedergeben kann.
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Toshi Yoshida: Die abstrakten Jahre — Ein geheimes Kapitel
Toshi Yoshida (1911–1995) wurde in eine königliche Linie japanischer Druckkunst hineingeboren, als ältester Sohn von Hiroshi Yoshida, einem der international bekanntesten Shin Hanga-Künstler des zwanzigsten Jahrhunderts. In der Familienwerkstatt aufgewachsen, erlernte Toshi von Kindheit an jeden Schritt des Holzschnittprozesses und begleitete seinen Vater ab dem Alter von neunzehn Jahren auf Skizzenreisen nach Indien und Südostasien. Er entwickelte einen eigenständigen Stil, geprägt von kräftigen Farben und großen, vereinfachten Formen — insbesondere in seinen gefeierten Tier- und Landschaftsdrucken — und erhielt den Orden der Aufgehenden Sonne, eine der höchsten zivilen Auszeichnungen Japans, für seine Beiträge zur japanischen Kunst. Seine Werke befinden sich im Museum of Modern Art (New York), im British Museum (London), im Art Institute of Chicago und im National Museum of Modern Art (Tokyo).
Doch gibt es ein weniger bekanntes Kapitel in Tos his Karriere, das Sammler zunehmend schätzen. Ungefähr zwanzig Jahre nach Hiroshis Tod im Jahr 1950 schuf Toshi rund 300 abstrakte Holzschnittwerke — eine Werkgruppe, die er zu Lebzeiten seines Vaters aus Respekt unterdrückte, da Hiroshi Yoshida offen gegen nicht-figurative Kunst war. Diese abstrakten Entwürfe, entstanden ungefähr von 1952 bis Anfang der 1970er Jahre, stellen Tos his persönlichste künstlerische Aussage dar: eine absichtliche Abkehr von der Familientradition, eine Auseinandersetzung mit internationalem Postwar-Modernismus und eine Erkundung dessen, was das traditionelle Mokuhanga-Medium erreichen konnte, wenn es von der Darstellung befreit ist. Bis in die späten 1960er Jahre kehrte Toshi allmählich zu dem figurativen Stil zurück, der seine spätere Karriere prägte. „Sommer“, datiert 1963, liegt genau im Zentrum dieser abstrakten Periode — ein reifes, selbstbewusstes Werk eines Künstlers, der sowohl sein Medium als auch seine Vision vollständig beherrscht."
Der Verkäufer stellt sich vor
Toshi Yoshida (吉田遠志)
Natsu (夏) – Sommer
Technik: Holzstich (mokuhanga) — Sōsaku Hanga
Datum: 1963
Verleger: Yoshida Studio (Selbstverlag), 23/100 (Limitierte Auflage)
Format: 27,5 × 41,0 cm (10,8 × 16,1 Zoll)
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Impression & Farben: Ausgezeichnet. Die Farben sind lebendig und durchgehend schön erhalten. Der tiefes karminrot gefasste Grundton behält seine volle Intensität, während die schichtweise holzmaserige Textur im Hintergrund feines Druckdetail zeigt. Die Gold- und Ockertöne der zentralen pyramidenförmigen Struktur sind reich und leuchtend, und der grau-bläuliche Keil weist eine subtile Bokashi-Gradierung auf. Der gold-orangefarbene Bogen am unteren Rand geht sanft in warme Gelbtöne über. Eine starke, gut registrierte Impression ohne Ausbleichen oder Verfärbungen.
Papier: Ausgezeichnet. Das Washi-Papier ist fest und unversehrt, ohne Risse, Löcher oder Verluste. Vollständige Ränder sind vorhanden, die ursprünglichen Deckelfrandungen sind sichtbar. An den Rändern gibt es geringe altersbedingte Randverfärbungen sowie sehr leichte Handling-Spuren. Das Blatt ist insgesamt sauber und gut erhalten. Bitte prüfen Sie alle Fotografien sorgfältig.
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Sommer – Hitze sichtbar gemacht
Zwei abstrakte Strukturen erheben sich von einer goldenen Erde in einen lodernen karminroten Himmel. Die dominierende Form — eine turmhohe, gestufte Pyramide, überzogen mit dichten Bändern geometrischer Muster — ruft antike Architektur herauf, die von Hitze-Strahlung verzehrt wird, deren Kanten sich in die rote Atmosphäre auflösen, die sie umgibt. Neben ihr sorgt ein kühleres grau-blaues Keilmoment für Kontrast, als ob ein Schatten oder ein Spalt Himmel in den Ofen geschnitten worden wäre. Die gesamte Komposition strahlt aus: Die wellige, holzmaserartige Struktur des roten Hintergrunds deutet auf Hitze hin, die von sonnengetrocknetem Stein flimmert, während der gold-orangefarbene Bogen am Sockel wie ausgedörrte Erde wirkt, die sich dem Horizont zuneigt.
Was diesen Druck so eindrucksvoll macht, ist seine Abstraktion der Temperatur. Hier handelt es sich nicht um eine Landschaft mit Thermometer — es ist das Gefühl des Sommers selbst, das in Farbe und Form übersetzt wird. Die geometrische Musterung der pyramidenförmigen Struktur trägt Echoes frühamer Ornamentik, mesopotamische Ziggurate oder die dekorativen Motive southeastasiatischer Tempel — Orte, die Yoshida aus seinen umfangreichen Reisen kannte.Doch die Komposition bleibt eindeutig modernistisch: flache Farbhintergründe, kühne Kontraste, die Spannung zwischen geometrischer Ordnung und organischer Textur. Die schichtweise Holzblockdrucktechnik erreicht eine außergewöhnliche Tiefe und Subtilität, wobei mehrere Farbdurchläufe eine Oberflächenfülle erzeugen, die keine Reproduktion vollständig wiedergeben kann.
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Toshi Yoshida: Die abstrakten Jahre — Ein geheimes Kapitel
Toshi Yoshida (1911–1995) wurde in eine königliche Linie japanischer Druckkunst hineingeboren, als ältester Sohn von Hiroshi Yoshida, einem der international bekanntesten Shin Hanga-Künstler des zwanzigsten Jahrhunderts. In der Familienwerkstatt aufgewachsen, erlernte Toshi von Kindheit an jeden Schritt des Holzschnittprozesses und begleitete seinen Vater ab dem Alter von neunzehn Jahren auf Skizzenreisen nach Indien und Südostasien. Er entwickelte einen eigenständigen Stil, geprägt von kräftigen Farben und großen, vereinfachten Formen — insbesondere in seinen gefeierten Tier- und Landschaftsdrucken — und erhielt den Orden der Aufgehenden Sonne, eine der höchsten zivilen Auszeichnungen Japans, für seine Beiträge zur japanischen Kunst. Seine Werke befinden sich im Museum of Modern Art (New York), im British Museum (London), im Art Institute of Chicago und im National Museum of Modern Art (Tokyo).
Doch gibt es ein weniger bekanntes Kapitel in Tos his Karriere, das Sammler zunehmend schätzen. Ungefähr zwanzig Jahre nach Hiroshis Tod im Jahr 1950 schuf Toshi rund 300 abstrakte Holzschnittwerke — eine Werkgruppe, die er zu Lebzeiten seines Vaters aus Respekt unterdrückte, da Hiroshi Yoshida offen gegen nicht-figurative Kunst war. Diese abstrakten Entwürfe, entstanden ungefähr von 1952 bis Anfang der 1970er Jahre, stellen Tos his persönlichste künstlerische Aussage dar: eine absichtliche Abkehr von der Familientradition, eine Auseinandersetzung mit internationalem Postwar-Modernismus und eine Erkundung dessen, was das traditionelle Mokuhanga-Medium erreichen konnte, wenn es von der Darstellung befreit ist. Bis in die späten 1960er Jahre kehrte Toshi allmählich zu dem figurativen Stil zurück, der seine spätere Karriere prägte. „Sommer“, datiert 1963, liegt genau im Zentrum dieser abstrakten Periode — ein reifes, selbstbewusstes Werk eines Künstlers, der sowohl sein Medium als auch seine Vision vollständig beherrscht."
