Eine eiserne Skulptur - Mumuye - Nigeria (Ohne mindestpreis)






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Eine Eisenskulptur der Mumuye aus Nigeria, aus schwarzem Eisen, 64 cm hoch, 1,3 kg schwer, Provenienz im Jaenicke-Njoya-Archiv dokumentiert, mit Ständer verkauft, fairem Zustand.
Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
Das Objekt – dokumentiert im Jaenicke-Njoya-Archiv – gehört zur Kategorie der gegossenen Eisen-Währungen, die unter den Mumuye und benachbarten Gruppen im nordöstlichen Nigeria verwendet wurden. Diese Eisenobjekte sind typischerweise verlängert oder abstrakt geformt, von Hand aus geschmiedetem Eisen geschmiedet und zeigen oft gebogene, verdrehte oder Schleifen-erweiterungen. Ihre visuelle Form spiegelt sowohl metallurgische Fertigkeit als auch eine kulturelle Ästhetik wider, in der Metallbearbeitung nicht nur funktional, sondern auch sozial bedeutsam war.
In der Gesellschaft der Mumuye und in angrenzenden Regionen des Benue-Fluss-Beckens fungierten solche Eisenteile als Teil dessen, was in der Fachliteratur üblicherweise als „primitives Geld“ beschrieben wird, obwohl dieser Begriff heute kritisch gesehen wird. Diese Objekte dienten nicht als standardisierte Münzen, die von einer staatlichen Autorität ausgestellt würden, sondern als lokal akzeptierte Wertobjekte, die in sozialen und wirtschaftlichen Praktiken eingebettet waren. Sie konnten im Austausch gegen Güter, Vieh und Dienstleistungen verwendet werden, spielten aber auch eine bedeutende Rolle in Hochzeitsgaben, Entschädigungszahlungen und rituellen Austauschen. In vielen Fällen ging ihre Funktion über den Handel hinaus in den Bereich sozialer Verpflichtungen und ritueller Ökonomie.
Eisen war ein besonders bedeutendes Material in Westafrika, weil es bereits zentral für Landwirtschaft und Kriegführung war. Die Verwandlung von Eisen in geformte Währungsobjekte steigerte seinen symbolischen Wert: Aus Werkzeugen wurden damit zu gewinnbringende Vermögensformen. Die Produktion solcher Objekte erforderte geschickte Schmiedekunst und erheblichen Arbeitsaufwand, was ihren Wert weiter verstärkte. Wie ethnografische und historische Studien zeigen, zirkulierte Eisengeld in Westafrika oft neben anderen Wertformen wie Muscheln (Kauris), Stoffen und Kupferlegierungen, wodurch eine pluralistische monetäre Landschaft entstand statt eines einzigen einheitlichen Systems.
Der Begriff „primitives Geld“ wird in der wirtschaftsantropologischen Forschung verwendet, um Objekte zu beschreiben, die zwischen Warentauschsystemen und modernen, münzbasierten Währungssystemen funktionieren. Diese Objekte sind typischerweise bis zu einem Grad standardisiert, bleiben jedoch individuell geprüft und bewertet, statt reinen abstrakten Kontosymbolen zu dienen. In westafrikanischen Kontexten bedeutete dies, dass Eisengeld sowohl materieller Reichtum als auch soziales Instrument war, das je nach Kontext gespeichert, ausgestellt, ausgetauscht oder vererbt werden konnte.
Quellen
Einzig, Paul (1949): Primitive Money in Its Ethnological, Historical and Economic Aspects
Bohannan, Paul (1959): The Impact of Money on an African Subsistence Economy
Guyer, Jane I. (2004): Marginal Gains: Monetary Transactions in Atlantic Africa
Herbert, Eugenia W. (1993): Iron, Gender, and Power in West Africa
Herbert, Eugenia W. (1984): Red Gold of Africa: Copper in Precolonial History and Culture
Numista catalogue entry on West African iron currency forms (Tajere/Losol/Saka complex)
Der Verkäufer stellt sich vor
Das Objekt – dokumentiert im Jaenicke-Njoya-Archiv – gehört zur Kategorie der gegossenen Eisen-Währungen, die unter den Mumuye und benachbarten Gruppen im nordöstlichen Nigeria verwendet wurden. Diese Eisenobjekte sind typischerweise verlängert oder abstrakt geformt, von Hand aus geschmiedetem Eisen geschmiedet und zeigen oft gebogene, verdrehte oder Schleifen-erweiterungen. Ihre visuelle Form spiegelt sowohl metallurgische Fertigkeit als auch eine kulturelle Ästhetik wider, in der Metallbearbeitung nicht nur funktional, sondern auch sozial bedeutsam war.
In der Gesellschaft der Mumuye und in angrenzenden Regionen des Benue-Fluss-Beckens fungierten solche Eisenteile als Teil dessen, was in der Fachliteratur üblicherweise als „primitives Geld“ beschrieben wird, obwohl dieser Begriff heute kritisch gesehen wird. Diese Objekte dienten nicht als standardisierte Münzen, die von einer staatlichen Autorität ausgestellt würden, sondern als lokal akzeptierte Wertobjekte, die in sozialen und wirtschaftlichen Praktiken eingebettet waren. Sie konnten im Austausch gegen Güter, Vieh und Dienstleistungen verwendet werden, spielten aber auch eine bedeutende Rolle in Hochzeitsgaben, Entschädigungszahlungen und rituellen Austauschen. In vielen Fällen ging ihre Funktion über den Handel hinaus in den Bereich sozialer Verpflichtungen und ritueller Ökonomie.
Eisen war ein besonders bedeutendes Material in Westafrika, weil es bereits zentral für Landwirtschaft und Kriegführung war. Die Verwandlung von Eisen in geformte Währungsobjekte steigerte seinen symbolischen Wert: Aus Werkzeugen wurden damit zu gewinnbringende Vermögensformen. Die Produktion solcher Objekte erforderte geschickte Schmiedekunst und erheblichen Arbeitsaufwand, was ihren Wert weiter verstärkte. Wie ethnografische und historische Studien zeigen, zirkulierte Eisengeld in Westafrika oft neben anderen Wertformen wie Muscheln (Kauris), Stoffen und Kupferlegierungen, wodurch eine pluralistische monetäre Landschaft entstand statt eines einzigen einheitlichen Systems.
Der Begriff „primitives Geld“ wird in der wirtschaftsantropologischen Forschung verwendet, um Objekte zu beschreiben, die zwischen Warentauschsystemen und modernen, münzbasierten Währungssystemen funktionieren. Diese Objekte sind typischerweise bis zu einem Grad standardisiert, bleiben jedoch individuell geprüft und bewertet, statt reinen abstrakten Kontosymbolen zu dienen. In westafrikanischen Kontexten bedeutete dies, dass Eisengeld sowohl materieller Reichtum als auch soziales Instrument war, das je nach Kontext gespeichert, ausgestellt, ausgetauscht oder vererbt werden konnte.
Quellen
Einzig, Paul (1949): Primitive Money in Its Ethnological, Historical and Economic Aspects
Bohannan, Paul (1959): The Impact of Money on an African Subsistence Economy
Guyer, Jane I. (2004): Marginal Gains: Monetary Transactions in Atlantic Africa
Herbert, Eugenia W. (1993): Iron, Gender, and Power in West Africa
Herbert, Eugenia W. (1984): Red Gold of Africa: Copper in Precolonial History and Culture
Numista catalogue entry on West African iron currency forms (Tajere/Losol/Saka complex)
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Details
Rechtliche Informationen des Verkäufers
- Unternehmen:
- Jaenicke Njoya GmbH
- Repräsentant:
- Wolfgang Jaenicke
- Adresse:
- Jaenicke Njoya GmbH
Klausenerplatz 7
14059 Berlin
GERMANY - Telefonnummer:
- +493033951033
- Email:
- w.jaenicke@jaenicke-njoya.com
- USt-IdNr.:
- DE241193499
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