Eine Hautskulptur - Djembe - Unbekannt - Mali (Ohne mindestpreis)






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Eine Haut-Skulptur aus Mali, mit dem Titel 'A skin sculpture', ein Djembé-ähnliches Schlaginstrument aus Hautmaterial, 19 cm hoch, 18 cm tief, 470 g schwer, in befriedigendem Zustand.
Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
Dieses Instrument der breiteren westafrikanischen Djembé-Tradition stellt zugleich eine materialbezogene Anpassung dar, die in ländlichen wie städtischen Kontexten immer häufiger anzutreffen ist. Obwohl die kanonische Djembé aus einem einzigen Holzstück geschnitzt und mit einem Ziegenlederkopf versehen ist, der durch Seilsysteme gespannt wird, ist dem zugrunde liegenden Prinzip des Instruments kein Materialzwang auferlegt. Definierend ist die Membran, der offene resonierende Körper und die spezifische auf den Händen basierende Spieltechnik, die Bass-, Ton- und Slap-Artikulationen erzeugt.
Im Mande-Kulturraum (Mali, Guinea, Senegal, Burkina Faso) ist die Djembé historisch in soziale, zeremonielle und kommunikative Praktiken eingebettet. Sie wird in Initiationsriten, Erntefeiern, Hochzeiten und Tanzzeremonien eingesetzt, oft im Ensemble mit Dunun-Bassdrums. Ihre Funktion ist tief sozial statt rein musikalisch und dient als Medium der Koordination, des Gedächtnisses und des gemeinschaftlichen Ausdrucks.
Gleichzeitig haben ethnografische und organologische Studien eine lange Tradition materieller Flexibilität dokumentiert. In vielen westafrikanischen Umgebungen werden Trommeln aus verfügbaren oder recycelten Materialien wie Metallbehältern, Ölfässern, Dosen oder Industriemüll hergestellt. Diese werden mit Tierhäuten und Spannsystemen versehen, die die akustische Logik der traditionellen Djembé reproduzieren. Solche Hybridinstrumente entstehen oft in Kontexten mit begrenztem Zugang zu Hartholz oder als Teil urbaner musikalischer Innovation. Anstatt marginalisiert zu sein, können sie vollständig in die Performancekultur integriert werden, insbesondere unter Jugendlichen und in informellen Ensembles.
Aus organologischer Sicht spiegelt dein Beispiel das wider, was Wissenschaftler als „adaptive Instrumentenbauweise“ beschreiben, bei der akustische Funktion und kulturelle Bedeutung auch dann erhalten bleiben, wenn sich die Materialform ändert. Die metalkörperne Trommel bewahrt die wesentliche Djembé-Logik: eine resonante Kammer, eine gespannt aufgelegte Membran und ein Hochspannungssystem, das den charakteristischen scharfen Attack und die tiefe Bassreaktion ermöglicht. Die Djembé ist rituell genutzt und hat einen schönen, klangvollen Klang.
Referenzen
Ralph A. Austen, „The Djembé Drum in West African History and Culture“, im African Arts Journal, UCLA.
P aul F. Berliner, The Soul of Mbira and related works on African musical systems (kontextuellem Vergleich von mündlichen Instrumententraditionen und Ensemble-Logik).
James K. “Jim” Stone, „West African Drum Construction and Acoustics“, Journal of Ethnomusicology (verschiedene Artikel über Membranophone und Konstruktionsvariabilität).
Eric Charry, Mande Music: Traditional and Modern Music of the Maninka and Mandinka of Western Africa, University of Chicago Press, 2000.
Gerhard Kubik, Theory of African Music, University of Chicago Press, 1994.
Sylvia O. Smith, „Adaptive Technologies in African Percussion Instruments“, African Music: Journal of the International Library of African Music. John T. Koetting, „The Djembé Ensemble in Mali“, The Galpin Society Journal.
Der Verkäufer stellt sich vor
Dieses Instrument der breiteren westafrikanischen Djembé-Tradition stellt zugleich eine materialbezogene Anpassung dar, die in ländlichen wie städtischen Kontexten immer häufiger anzutreffen ist. Obwohl die kanonische Djembé aus einem einzigen Holzstück geschnitzt und mit einem Ziegenlederkopf versehen ist, der durch Seilsysteme gespannt wird, ist dem zugrunde liegenden Prinzip des Instruments kein Materialzwang auferlegt. Definierend ist die Membran, der offene resonierende Körper und die spezifische auf den Händen basierende Spieltechnik, die Bass-, Ton- und Slap-Artikulationen erzeugt.
Im Mande-Kulturraum (Mali, Guinea, Senegal, Burkina Faso) ist die Djembé historisch in soziale, zeremonielle und kommunikative Praktiken eingebettet. Sie wird in Initiationsriten, Erntefeiern, Hochzeiten und Tanzzeremonien eingesetzt, oft im Ensemble mit Dunun-Bassdrums. Ihre Funktion ist tief sozial statt rein musikalisch und dient als Medium der Koordination, des Gedächtnisses und des gemeinschaftlichen Ausdrucks.
Gleichzeitig haben ethnografische und organologische Studien eine lange Tradition materieller Flexibilität dokumentiert. In vielen westafrikanischen Umgebungen werden Trommeln aus verfügbaren oder recycelten Materialien wie Metallbehältern, Ölfässern, Dosen oder Industriemüll hergestellt. Diese werden mit Tierhäuten und Spannsystemen versehen, die die akustische Logik der traditionellen Djembé reproduzieren. Solche Hybridinstrumente entstehen oft in Kontexten mit begrenztem Zugang zu Hartholz oder als Teil urbaner musikalischer Innovation. Anstatt marginalisiert zu sein, können sie vollständig in die Performancekultur integriert werden, insbesondere unter Jugendlichen und in informellen Ensembles.
Aus organologischer Sicht spiegelt dein Beispiel das wider, was Wissenschaftler als „adaptive Instrumentenbauweise“ beschreiben, bei der akustische Funktion und kulturelle Bedeutung auch dann erhalten bleiben, wenn sich die Materialform ändert. Die metalkörperne Trommel bewahrt die wesentliche Djembé-Logik: eine resonante Kammer, eine gespannt aufgelegte Membran und ein Hochspannungssystem, das den charakteristischen scharfen Attack und die tiefe Bassreaktion ermöglicht. Die Djembé ist rituell genutzt und hat einen schönen, klangvollen Klang.
Referenzen
Ralph A. Austen, „The Djembé Drum in West African History and Culture“, im African Arts Journal, UCLA.
P aul F. Berliner, The Soul of Mbira and related works on African musical systems (kontextuellem Vergleich von mündlichen Instrumententraditionen und Ensemble-Logik).
James K. “Jim” Stone, „West African Drum Construction and Acoustics“, Journal of Ethnomusicology (verschiedene Artikel über Membranophone und Konstruktionsvariabilität).
Eric Charry, Mande Music: Traditional and Modern Music of the Maninka and Mandinka of Western Africa, University of Chicago Press, 2000.
Gerhard Kubik, Theory of African Music, University of Chicago Press, 1994.
Sylvia O. Smith, „Adaptive Technologies in African Percussion Instruments“, African Music: Journal of the International Library of African Music. John T. Koetting, „The Djembé Ensemble in Mali“, The Galpin Society Journal.
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