Shamisen-Spieler - Ueno Tadamasa - japanischer Holzschnitt - Ukiyo-e - Japan - 20. Jahrhundert






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Originaler 20. Jahrhundert Mokuhan-Holzschnitt von Ueno Tadamasa, Titel Shamisen Player, aus der Serie Kabuki Sugata-goyomi (Dezember), 40 × 27 cm, in ausgezeichnetem Zustand, Provenienz: Privatsammlung.
Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
Künstler: Ueno Tadamasa 上野忠雅 (1904–1970), später Torii Tadamasa
Serie: Kabuki Sugata-goyomi 歌舞伎姿暦 (Kalender der Kabuki‑Figuren / Kalender der Kabuki‑Rollen und Schauspieler)
Blatt: Dezember
Motiv: Shamisen-Spieler
Datum: ca. 1950
Format: yoko-ōban (horizontaler ōban), Randvollrand ca. 40 × 27 cm
Technik: mokuhanga — mehrfarbiger Holzschnitt in Hok-sho (Hōsho)
1. Eindruck und Farbe
Ein lebendiger, fein registrierter Eindruck.
2. Papier und Zustand
Schweres Hōsho-Papier mit Randvollrand. Leichte Fleckbildung vorhanden.
3. Der Künstler und die Serie
Ueno Tadamasa (1904–1970), geboren als Ueno Katsumi, war der bedeutendste Kabuki‑Druckkünstler der Mitte des 20. Jahrhunderts. Er arbeitete unter Torii Kiyotada VII (Kiyotada IV in einigen Nummerierungen, 1875–1941), dem Oberhaupt der Torii-Schule — der Maler-Drucker‑Linie, die Edo’s Kabuki‑Theater seit dem siebzehnten Jahrhundert mit Plakaten und Actor‑Prints versorgt hatte. Der Silbe „tada“ in seinem Künstlernamen war ein direkter Weggab-Wert des Namens seines Meisters, Kyotada. 1949 verlieh ihm die Torii‑Familie das Recht, ihren eigenen Familiennamen anzunehmen, und er wurde Tadamasa Torii — eine außergewöhnliche Ehre, die ihn als ihren Nachfolger bestätigte.
Die Kabuki Sugata-goyomi (Kalender der Kabuki‑Figuren) ist eine Serie von zwölf Blättern, jeweils eines für jeden Monat des Jahres, wobei sich jedes Blatt einem anderen bekannten Kabuki‑Rollen gewidmet ist. Die kühnen Kompositionen zeichnen sich durch dramatisch stark beschnittene Bildausschnitte aus, die sich auf Mimik und Frisur konzentrieren, mit kräftiger kalligraphischer Linie und lebendiger Farbe, wodurch die spektakuläre Welt des Kabuki zum Leben erweckt wird. Es ist eine der feinsten Serien Tadamasas und wird am Markt selten als vollständiges Set gesehen.
5. Zwei Wege nach Edo: wo dieses Blatt steht
Im zwanzigsten Jahrhundert nahmen Holzschnittdrucke des Kabuki zwei klar divergierende Pfade. Ein Weg war verfeinert, stimmungsvoll und tief vom westlichen bildnerischen Werten beeinflusst — die Tradition von Natori Shunsen und Ōta Masamitsu (Gakō), die unter Watanabe Shōzaburō und anderen Shin-hanga‑Verlegern arbeiteten, und den Kabuki‑Schauspieler als psychologisches Subjekt behandelten und ihn in sanfter tonaler Modellierung und naturalistischer Farbe umgaben.
Der andere Weg blieb den gewagten Konventionen des Edo‑Yakusha‑e treu — flache Felder, dekoratives Muster, übertriebene Kumadori und die Theatralik der Billboard‑Tradition der Torii‑Schule. Diesem Weg führten Torii Kiyotada IV/VII und trugen ihn in die Nachkriegsjahrzehnte von seinem Schüler Ueno Tadamasa, dem gegenwärtigen Künstler.
Drucke dieser zweiten Tradition nehmen eine faszinierende Stellung ein. Sie sind nicht ganz Ukiyo-e im Edo-Sinn — zu modern, zu synthetisiert, zu sehr darauf bedacht, Design als Design zu sehen. Und sie sind auch kein Shin-hanga — zu flach, zu grafisch, zu wenig bereit, die grobe Stilisierung der Kabuki‑Bühne in atmosphereische Stimmung zu mildern. Sie stehen in ihrem eigenen Territorium: ausdrucksstark, deklarativ, fast plakativ in ihrer grafischen Kühnheit, doch verankert in einer Handwerks-Tradition mit drei Jahrhunderten kontinuierlicher Praxis dahinter. Das Kagamijishi‑Blatt ist ein Lehrbuchbeispiel — der Hintergrund ist ein einzelnes abgestuftes Goldfeld, die Figur wird auf Silhouette, Linie und Pigment reduziert, und doch trägt jede Linie das Gewicht der angesammelten Bühnentechnik der Torii‑Schule.
Genau diese Unabhängigkeit von beiden Lagern — Ukiyo-e und Shin-hanga — macht Tadamasas Drucke so markant, und zunehmend, je mehr Sammler die Originalität dessen erkennen, was er tat.
Der Verkäufer stellt sich vor
Künstler: Ueno Tadamasa 上野忠雅 (1904–1970), später Torii Tadamasa
Serie: Kabuki Sugata-goyomi 歌舞伎姿暦 (Kalender der Kabuki‑Figuren / Kalender der Kabuki‑Rollen und Schauspieler)
Blatt: Dezember
Motiv: Shamisen-Spieler
Datum: ca. 1950
Format: yoko-ōban (horizontaler ōban), Randvollrand ca. 40 × 27 cm
Technik: mokuhanga — mehrfarbiger Holzschnitt in Hok-sho (Hōsho)
1. Eindruck und Farbe
Ein lebendiger, fein registrierter Eindruck.
2. Papier und Zustand
Schweres Hōsho-Papier mit Randvollrand. Leichte Fleckbildung vorhanden.
3. Der Künstler und die Serie
Ueno Tadamasa (1904–1970), geboren als Ueno Katsumi, war der bedeutendste Kabuki‑Druckkünstler der Mitte des 20. Jahrhunderts. Er arbeitete unter Torii Kiyotada VII (Kiyotada IV in einigen Nummerierungen, 1875–1941), dem Oberhaupt der Torii-Schule — der Maler-Drucker‑Linie, die Edo’s Kabuki‑Theater seit dem siebzehnten Jahrhundert mit Plakaten und Actor‑Prints versorgt hatte. Der Silbe „tada“ in seinem Künstlernamen war ein direkter Weggab-Wert des Namens seines Meisters, Kyotada. 1949 verlieh ihm die Torii‑Familie das Recht, ihren eigenen Familiennamen anzunehmen, und er wurde Tadamasa Torii — eine außergewöhnliche Ehre, die ihn als ihren Nachfolger bestätigte.
Die Kabuki Sugata-goyomi (Kalender der Kabuki‑Figuren) ist eine Serie von zwölf Blättern, jeweils eines für jeden Monat des Jahres, wobei sich jedes Blatt einem anderen bekannten Kabuki‑Rollen gewidmet ist. Die kühnen Kompositionen zeichnen sich durch dramatisch stark beschnittene Bildausschnitte aus, die sich auf Mimik und Frisur konzentrieren, mit kräftiger kalligraphischer Linie und lebendiger Farbe, wodurch die spektakuläre Welt des Kabuki zum Leben erweckt wird. Es ist eine der feinsten Serien Tadamasas und wird am Markt selten als vollständiges Set gesehen.
5. Zwei Wege nach Edo: wo dieses Blatt steht
Im zwanzigsten Jahrhundert nahmen Holzschnittdrucke des Kabuki zwei klar divergierende Pfade. Ein Weg war verfeinert, stimmungsvoll und tief vom westlichen bildnerischen Werten beeinflusst — die Tradition von Natori Shunsen und Ōta Masamitsu (Gakō), die unter Watanabe Shōzaburō und anderen Shin-hanga‑Verlegern arbeiteten, und den Kabuki‑Schauspieler als psychologisches Subjekt behandelten und ihn in sanfter tonaler Modellierung und naturalistischer Farbe umgaben.
Der andere Weg blieb den gewagten Konventionen des Edo‑Yakusha‑e treu — flache Felder, dekoratives Muster, übertriebene Kumadori und die Theatralik der Billboard‑Tradition der Torii‑Schule. Diesem Weg führten Torii Kiyotada IV/VII und trugen ihn in die Nachkriegsjahrzehnte von seinem Schüler Ueno Tadamasa, dem gegenwärtigen Künstler.
Drucke dieser zweiten Tradition nehmen eine faszinierende Stellung ein. Sie sind nicht ganz Ukiyo-e im Edo-Sinn — zu modern, zu synthetisiert, zu sehr darauf bedacht, Design als Design zu sehen. Und sie sind auch kein Shin-hanga — zu flach, zu grafisch, zu wenig bereit, die grobe Stilisierung der Kabuki‑Bühne in atmosphereische Stimmung zu mildern. Sie stehen in ihrem eigenen Territorium: ausdrucksstark, deklarativ, fast plakativ in ihrer grafischen Kühnheit, doch verankert in einer Handwerks-Tradition mit drei Jahrhunderten kontinuierlicher Praxis dahinter. Das Kagamijishi‑Blatt ist ein Lehrbuchbeispiel — der Hintergrund ist ein einzelnes abgestuftes Goldfeld, die Figur wird auf Silhouette, Linie und Pigment reduziert, und doch trägt jede Linie das Gewicht der angesammelten Bühnentechnik der Torii‑Schule.
Genau diese Unabhängigkeit von beiden Lagern — Ukiyo-e und Shin-hanga — macht Tadamasas Drucke so markant, und zunehmend, je mehr Sammler die Originalität dessen erkennen, was er tat.
