Sylvain Barberot - Marie Madeleine





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Skulptur von Sylvain Barberot mit dem Titel Marie Madeleine, Resin, Haare und 22 Karat Goldfolie, Maße 46 cm Breite, 145 cm Höhe, 50 cm Tiefe, Gewicht 6,2 kg, handsigniert, Jahr 2025, Herkunft Frankreich, in ausgezeichnetem Zustand, direkt vom Künstler verkauft.
Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
22-Karat-Goldfolie über einem Gipsabdruck einer Büste, synthetische Haare, imprägniert mit Chanel Nr. 5.
In Marie Madeleine präsentiert die Künstlerin ein Fragment eines Körpers, das zwischen Gegenwart und Verschwinden schwebt. Aus dem Gipsabdruck ihres eigenen Bustes geschaffen, entfaltet sich das Werk wie ein Wandauftritt: Ein goldenes Gesicht, zum Himmel geneigt, das fast unter einer Masse roter Haare, die bis zum Boden herabstürzen, verschlungen wird.
Das Goldblatt bedeckt die Oberfläche des Abforms und verleiht der Gestalt eine ikonische Dimension. Gold, traditionelles Material des Heiligen und der Darstellung der Heiligen, verwandelt dieses autobiografische Fragment in eine zeitgenössische Reliquie. Doch das Gesicht bleibt teilweise verdeckt. Was sichtbar wird, ist nicht die Identität, sondern ihr Auslöschen, absorbiert durch die Haarmasse, die zu eigenständigem Skulpturmaterial wird.
Die Bezugnahme auf Maria Magdalena drängt sich durch dieses historische und symbolische Attribut auf. In der westlichen Ikonografie wird die Heilige oft durch ihr langes Haar dargestellt, ein ambivalentes Zeichen von Sinnlichkeit, Buße und Hingabe. Hier verschieben synthetische, artificielle und übersteigerte Haare diese Tradition in den Bereich der zeitgenössischen Kultur, in dem die Konstruktionen von Weiblichkeit zwischen Authentizität und Fälschung schwanken.
Das Werk wird auch von einer olfaktorischen Dimension durchzogen. Die Haare sind mit Chanel Nr. 5 imprägniert, einem mythologischen Duft, dessen kulturelle Aura Luxus, Verlangen und Erinnerung zugleich evoziert. Unsichtbar aber beständig erweitert diese duftende Präsenz die Skulptur über den Blick hinaus und bindet den Körper des Betrachters in eine sinnliche Erfahrung ein. Der Duft wirkt wie eine Spur, eine Überlebensspur, eine verkörperte Erinnerung, die den Ausstellungsraum heimsucht.
Zwischen Reliquie, Selbstporträt und mythifizierter Gestalt hinterfragt Marie Madeleine die Mechanismen der Heiligsprechung des weiblichen Körpers. Das Werk beschwört simultan religiöse Vokabular, die Codes des Luxus und die Zeichen der Verführung, um eine paradoxe Präsenz zu schaffen: zugleich monumentale und zerbrechliche, intime und unerreichbare.
22-Karat-Goldfolie über einem Gipsabdruck einer Büste, synthetische Haare, imprägniert mit Chanel Nr. 5.
In Marie Madeleine präsentiert die Künstlerin ein Fragment eines Körpers, das zwischen Gegenwart und Verschwinden schwebt. Aus dem Gipsabdruck ihres eigenen Bustes geschaffen, entfaltet sich das Werk wie ein Wandauftritt: Ein goldenes Gesicht, zum Himmel geneigt, das fast unter einer Masse roter Haare, die bis zum Boden herabstürzen, verschlungen wird.
Das Goldblatt bedeckt die Oberfläche des Abforms und verleiht der Gestalt eine ikonische Dimension. Gold, traditionelles Material des Heiligen und der Darstellung der Heiligen, verwandelt dieses autobiografische Fragment in eine zeitgenössische Reliquie. Doch das Gesicht bleibt teilweise verdeckt. Was sichtbar wird, ist nicht die Identität, sondern ihr Auslöschen, absorbiert durch die Haarmasse, die zu eigenständigem Skulpturmaterial wird.
Die Bezugnahme auf Maria Magdalena drängt sich durch dieses historische und symbolische Attribut auf. In der westlichen Ikonografie wird die Heilige oft durch ihr langes Haar dargestellt, ein ambivalentes Zeichen von Sinnlichkeit, Buße und Hingabe. Hier verschieben synthetische, artificielle und übersteigerte Haare diese Tradition in den Bereich der zeitgenössischen Kultur, in dem die Konstruktionen von Weiblichkeit zwischen Authentizität und Fälschung schwanken.
Das Werk wird auch von einer olfaktorischen Dimension durchzogen. Die Haare sind mit Chanel Nr. 5 imprägniert, einem mythologischen Duft, dessen kulturelle Aura Luxus, Verlangen und Erinnerung zugleich evoziert. Unsichtbar aber beständig erweitert diese duftende Präsenz die Skulptur über den Blick hinaus und bindet den Körper des Betrachters in eine sinnliche Erfahrung ein. Der Duft wirkt wie eine Spur, eine Überlebensspur, eine verkörperte Erinnerung, die den Ausstellungsraum heimsucht.
Zwischen Reliquie, Selbstporträt und mythifizierter Gestalt hinterfragt Marie Madeleine die Mechanismen der Heiligsprechung des weiblichen Körpers. Das Werk beschwört simultan religiöse Vokabular, die Codes des Luxus und die Zeichen der Verführung, um eine paradoxe Präsenz zu schaffen: zugleich monumentale und zerbrechliche, intime und unerreichbare.

