Schmuckschatulle - Holz und dünnes Leder oder Haut





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Antike geschnitzte Holzkassette mit Leder- oder Cuir-bouilli-Verzierungen im Schwarzwald-Stil, ca. 1850–1900, Herkunft Frankreich, 28 cm breit, 9 cm tief, 8 cm hoch,gebraucht mit wahrscheinlichen kleinen fehlenden Teilen.
Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
Diese antike, kunstvoll geschnitzte Holzkiste präsentiert ein reich gestaltetes, erhabenes Blumendekor, der die gesamte Oberfläche bedeckt. Die Details sind aus Leder (sehr fein oder gepresstem Papier) gefertigt und zeigen typischerweise Eichenblätter, Eicheln – typisch für den „Schwarzwald“-Stil des 19. Jahrhunderts.
Oft wurden diese rechteckigen Kisten als Schmuckkästchen verwendet.
Eine sehr spezifische dekorative Technik des 19. Jahrhunderts, die genau dazu diente, Holzschnitte zu imitieren. Es gibt zwei historische Optionen: Leder oder gepresstes Kautschukleder (Stil Cuir Bouilli oder Lederapplikationen) oder Papier bzw. gepresstes Karton (Papier-mâché / Dichtpappkarton).
Einige Blüten sind lose, einige befinden sich im Inneren der Kiste, wie im Hintergrund eines Fotos zu sehen: Diese dekorativen Elemente wurden mittels Klebstoff an der Holztragekonstruktion befestigt, wobei der Klebstoff der Epoche (oft Knochenleim oder hydrolysierbar) im Laufe der Zeit seine Haftung verlor.
Sie wirken wie Leder oder Haut in der Textur, könnten aber auch eine weichere Sorte von Karton- oder Pappmaché sein.
Der Aufschwung des Cuir Bouilli (gekochtes Leder) schöpfte der Handwerker aus einer alten Technik, die bis ins Mittelalter zurückreicht: das cuir bouilli (gekochtes Leder). Der Prozess: Tierhäute, naturgerbte Kalbsleder, wurden in warmem Wasser oder in Harz- und Klebelösungen eingeweicht, um sie formbar zu machen. Die Verpressung: Dann wurden sie mit Gewalt in Metall- oder hölzerne Stempel mit sehr tiefen Blumendekors gepresst, um den skulpturalen Stil des Schwarzwalds zu replizieren. Das Ergebnis: Nach dem Trocknen wurde das Leder hart, leicht und wasserabweisend, wobei die dreidimensionalen Details erhalten blieben. Anschließend wurde es auf das Holz geklebt und mit dunklen Mordantien eingefärbt, um das Stück zu vereinheitlichen und einen einzigen holzartigen Block zu simulieren.
Das Herstellungszeitfenster dieser Kiste liegt in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts (ca. 1860–1890), im viktorianischen Zeitalter und während Napoléon III. in Frankreich herrschte. Dieser spezifische Zeitrahmen wird durch mehrere historische und konstruktive Merkmale bestätigt: Der Boom der imitierenden Techniken (1860–1880): In diesen Jahrzehnten entstand eine echte Industrie, die darauf spezialisiert war, den Stil des „Schwarzwalds“ nachzubilden (damals außerordentlich modebewusst für die europäische Bourgeoisie) und hierzu das gekochte Leder (cuir bouilli) in Bronzetemplen verpresste. Diese Technik ermöglichte es, dreidimensionale Blattwerkstücke in Serie herzustellen, die auf kostengünstigere Holzkisten geklebt wurden. Der industrielle Beschlag: Der kleine rechteckige Messingverschluss, sichtbar im inneren Bild, der mit flacher Kreuzschraube befestigt ist, typisiert die Fertigung der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Die Präzision der Holzzuschnitte, in die der Verschluss eingesetzt ist, deutet auf den Einsatz industrieller Maschinen in Verbindung mit manueller Montage hin. Die geografische Herkunft: Diese Art von Kisten mit Lederapplikationen zur Nachbildung geschnitzten Holzes wurde hauptsächlich in Frankreich (für den Luxusgütermarkt) und in Deutschland/Österreich hergestellt. Wir stehen also vor einem Originalstück des 19. Jahrhunderts, einem hervorragenden Beispiel dafür, wie das handwerkliche Können der Epoche die Lederbearbeitung mit der Schreinerarbeit zu verbinden vermochte. Ein einzigartiges, kaum auffindbares Exemplar.
Diese antike, kunstvoll geschnitzte Holzkiste präsentiert ein reich gestaltetes, erhabenes Blumendekor, der die gesamte Oberfläche bedeckt. Die Details sind aus Leder (sehr fein oder gepresstem Papier) gefertigt und zeigen typischerweise Eichenblätter, Eicheln – typisch für den „Schwarzwald“-Stil des 19. Jahrhunderts.
Oft wurden diese rechteckigen Kisten als Schmuckkästchen verwendet.
Eine sehr spezifische dekorative Technik des 19. Jahrhunderts, die genau dazu diente, Holzschnitte zu imitieren. Es gibt zwei historische Optionen: Leder oder gepresstes Kautschukleder (Stil Cuir Bouilli oder Lederapplikationen) oder Papier bzw. gepresstes Karton (Papier-mâché / Dichtpappkarton).
Einige Blüten sind lose, einige befinden sich im Inneren der Kiste, wie im Hintergrund eines Fotos zu sehen: Diese dekorativen Elemente wurden mittels Klebstoff an der Holztragekonstruktion befestigt, wobei der Klebstoff der Epoche (oft Knochenleim oder hydrolysierbar) im Laufe der Zeit seine Haftung verlor.
Sie wirken wie Leder oder Haut in der Textur, könnten aber auch eine weichere Sorte von Karton- oder Pappmaché sein.
Der Aufschwung des Cuir Bouilli (gekochtes Leder) schöpfte der Handwerker aus einer alten Technik, die bis ins Mittelalter zurückreicht: das cuir bouilli (gekochtes Leder). Der Prozess: Tierhäute, naturgerbte Kalbsleder, wurden in warmem Wasser oder in Harz- und Klebelösungen eingeweicht, um sie formbar zu machen. Die Verpressung: Dann wurden sie mit Gewalt in Metall- oder hölzerne Stempel mit sehr tiefen Blumendekors gepresst, um den skulpturalen Stil des Schwarzwalds zu replizieren. Das Ergebnis: Nach dem Trocknen wurde das Leder hart, leicht und wasserabweisend, wobei die dreidimensionalen Details erhalten blieben. Anschließend wurde es auf das Holz geklebt und mit dunklen Mordantien eingefärbt, um das Stück zu vereinheitlichen und einen einzigen holzartigen Block zu simulieren.
Das Herstellungszeitfenster dieser Kiste liegt in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts (ca. 1860–1890), im viktorianischen Zeitalter und während Napoléon III. in Frankreich herrschte. Dieser spezifische Zeitrahmen wird durch mehrere historische und konstruktive Merkmale bestätigt: Der Boom der imitierenden Techniken (1860–1880): In diesen Jahrzehnten entstand eine echte Industrie, die darauf spezialisiert war, den Stil des „Schwarzwalds“ nachzubilden (damals außerordentlich modebewusst für die europäische Bourgeoisie) und hierzu das gekochte Leder (cuir bouilli) in Bronzetemplen verpresste. Diese Technik ermöglichte es, dreidimensionale Blattwerkstücke in Serie herzustellen, die auf kostengünstigere Holzkisten geklebt wurden. Der industrielle Beschlag: Der kleine rechteckige Messingverschluss, sichtbar im inneren Bild, der mit flacher Kreuzschraube befestigt ist, typisiert die Fertigung der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Die Präzision der Holzzuschnitte, in die der Verschluss eingesetzt ist, deutet auf den Einsatz industrieller Maschinen in Verbindung mit manueller Montage hin. Die geografische Herkunft: Diese Art von Kisten mit Lederapplikationen zur Nachbildung geschnitzten Holzes wurde hauptsächlich in Frankreich (für den Luxusgütermarkt) und in Deutschland/Österreich hergestellt. Wir stehen also vor einem Originalstück des 19. Jahrhunderts, einem hervorragenden Beispiel dafür, wie das handwerkliche Können der Epoche die Lederbearbeitung mit der Schreinerarbeit zu verbinden vermochte. Ein einzigartiges, kaum auffindbares Exemplar.

