MORSELLI E. - 1876 IL SUICIDIO - SAGGIO DI STATISTICA MORALE - E. MORSELLI - 1876





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Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
„Der Selbstmord. Abhandlung über vergleichende moralische Statistik“ (1879) von Enrico Morselli wird als Meilenstein der italienischen Soziologie und der positivistischen Psychiatrie angesehen.
Die Arbeit repräsentiert einen der ersten und ehrgeizigsten europäischen Versuche, eine strenge statistische und wissenschaftliche Methode auf die Analyse moralischer und sozialer Verhaltensweisen anzuwenden, und antizipiert fast zwanzig Jahre lang die bekannteste gleichnamige Studie des französischen Soziologen Émile Durkheim.
Das innovativste Element der kritischen Rezension der Arbeit liegt in der titanischen Sammlung quantitativer Daten. Morselli behandelt den Selbstmord nicht als isolierte philosophische oder theologische Tragödie, sondern sammelt umfangreiche historische Serien zu Geschlecht, Alter, Beruf, Klima, Religion und Familienstand.
Von den positivistischen Strömungen und dem darwinistischen Evolutionismus beeinflusst, kommt Morselli zu stark deterministischen Schlussfolgerungen. Die Tat des Selbstmords verliert ihre Aura der „freien ethischen Entscheidung“ und wird als unvermeidliche Folge sozialer und biologischer Kräfte behandelt, die auf den Einzelnen wirken.
* Der Preis des Fortschritts: Eine der zentralen (und meist diskutierten) Thesen Morsellis ist, dass der fortschreitende und stetige Anstieg der Selbstmorde direkt mit dem Begriff der „Entcivilisierung“ korreliert. Für den Gelehrten erzeugt die Entwicklung der Industriegesellschaft und der Moderne einen psychologischen und wettbewerbsorientierten Druck, der die schwächeren Subjekte zur Selbstelimierung treibt. [3]
* Die natürliche Auslese auf die Gesellschaft angewendet: Morselli interpretiert den Selbstmord in fast biologischer Weise und definiert ihn als eine Form spontaner Eliminierung der weniger gut geeigneten Elemente, den Rhythmus und die Konflikte des modernen Lebens zu tragen.
Punkte der Stärke: Der Text ist systematisch, rigoros und hat den Weg zur modernen empirischen Soziologie in Italien geebnet. Er hatte sofort internationale Resonanz und wurde rasch ins Englische und Deutsche übersetzt. [1, 5, 6]
Aus den Augen des zeitgenössischen Lesers leidet Morsellis Sicht unter der übermäßigen deterministischen Strenge der Epoche. Die Reduktion der komplexen psychischen Leiden und der Einzigartigkeit des Individuums auf eine bloße statistische Größe oder auf ein „Naturgesetz“ erscheint heute limitierend und fehlt einer echten empathischen oder klinischen Dimension der psychischen Gesundheit.
Legatura in karton/cardboard mit handschriftlichen Titeln
Der Band umfasst 3 farbige Tafeln, getrennt vom Einband
„Der Selbstmord. Abhandlung über vergleichende moralische Statistik“ (1879) von Enrico Morselli wird als Meilenstein der italienischen Soziologie und der positivistischen Psychiatrie angesehen.
Die Arbeit repräsentiert einen der ersten und ehrgeizigsten europäischen Versuche, eine strenge statistische und wissenschaftliche Methode auf die Analyse moralischer und sozialer Verhaltensweisen anzuwenden, und antizipiert fast zwanzig Jahre lang die bekannteste gleichnamige Studie des französischen Soziologen Émile Durkheim.
Das innovativste Element der kritischen Rezension der Arbeit liegt in der titanischen Sammlung quantitativer Daten. Morselli behandelt den Selbstmord nicht als isolierte philosophische oder theologische Tragödie, sondern sammelt umfangreiche historische Serien zu Geschlecht, Alter, Beruf, Klima, Religion und Familienstand.
Von den positivistischen Strömungen und dem darwinistischen Evolutionismus beeinflusst, kommt Morselli zu stark deterministischen Schlussfolgerungen. Die Tat des Selbstmords verliert ihre Aura der „freien ethischen Entscheidung“ und wird als unvermeidliche Folge sozialer und biologischer Kräfte behandelt, die auf den Einzelnen wirken.
* Der Preis des Fortschritts: Eine der zentralen (und meist diskutierten) Thesen Morsellis ist, dass der fortschreitende und stetige Anstieg der Selbstmorde direkt mit dem Begriff der „Entcivilisierung“ korreliert. Für den Gelehrten erzeugt die Entwicklung der Industriegesellschaft und der Moderne einen psychologischen und wettbewerbsorientierten Druck, der die schwächeren Subjekte zur Selbstelimierung treibt. [3]
* Die natürliche Auslese auf die Gesellschaft angewendet: Morselli interpretiert den Selbstmord in fast biologischer Weise und definiert ihn als eine Form spontaner Eliminierung der weniger gut geeigneten Elemente, den Rhythmus und die Konflikte des modernen Lebens zu tragen.
Punkte der Stärke: Der Text ist systematisch, rigoros und hat den Weg zur modernen empirischen Soziologie in Italien geebnet. Er hatte sofort internationale Resonanz und wurde rasch ins Englische und Deutsche übersetzt. [1, 5, 6]
Aus den Augen des zeitgenössischen Lesers leidet Morsellis Sicht unter der übermäßigen deterministischen Strenge der Epoche. Die Reduktion der komplexen psychischen Leiden und der Einzigartigkeit des Individuums auf eine bloße statistische Größe oder auf ein „Naturgesetz“ erscheint heute limitierend und fehlt einer echten empathischen oder klinischen Dimension der psychischen Gesundheit.
Legatura in karton/cardboard mit handschriftlichen Titeln
Der Band umfasst 3 farbige Tafeln, getrennt vom Einband

