Palazzi - Aquila Saxonica - 1673





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Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
SYMBOLE UND BLUT: DRACHE, ADLER UND KRONE, DIE GEHEIME SPRACHE DER IMPERIALEN MACHT
ERSTE AUSGABE 1673 von Giovanni Palazzi oder Joannes Palatius (1643-1712).
Zwei Teile in einem Band, prachtvolles illustrirtes Buch über die ersten deutschen Könige vom 8. bis zum 11. Jahrhundert, die das Königreich Deutschland und Italien unter dem Heiligen Römischen Reich vereinten.
82 RADIERUNGEN AUF BRONZE und zahlreiche ganzseitige Abbildungen Höhe 380 x Breite 260.
Ein ikonografisches Meisterwerk, das den Aufstieg und die Konsolidierung des Heiligen Römischen Reiches unter den sächsischen Herrschern feiert. Prachtbeispiel barocker bildlicher Geschichtsschreibung, das Werk verbindet historische Strenge, symbolische Vorstellungskraft und figürliche Majestät in einer Ausgabe von großem Wert für ein gebildetes Publikum, dem die imperialen Autoritäten heilig sind.
MARKTWERTE
Das Werk ist selten und bei Sammlern illustrativer Bücher des 17. Jahrhunderts sehr geschätzt: vollständige Exemplare in gutem Zustand liegen bei ca. 3.000 bis 6.000 €, mit Spitzenwerten für Exemplare im zeitgenössischen Einband oder reich verziert. Der Wert steigt deutlich, wenn die Tafeln gut erhalten sind, mit scharfen Abzügen und breiten Rändern. Exemplare mit originalem Einband, Frontispiz in ausgezeichnetem Zustand und dem Fehlen invasiver Restaurierungen werden auf internationalen Auktionen für visuelle Kultur und barocke Politik zunehmend gesucht.
PHYSISCHE BESCHREIBUNG UND ZUSTAND – EXEMPLAR VON COLLECTRO
Im Folio: Höhe 380 mm x Breite 260 mm oder 14,9 x 10,3 Zoll. Zwei Teile in einem Band, vollständige Ausgabe. Seiten [6], 254; 65, [1], gefolgt von [6] für das Inhaltsverzeichnis, gefolgt von einem weißen Blatt, das dem Frontispiz aufgesetzt ist. Mit 1 Frontispiz in Kupfer ganzseitig, rotem und schwarzem Frontispiz mit großer Kupferstich-Vignette, 1 ganzseitiges Porträt von Ludwig XIV. und 7 wunderschönen Ganzseitenstichen allegorischer Darstellungen, Porträts und 1 Stammbaum, sowie 72 Kupferporträts von Königen, Kaisern und europäischen Herrschern im Text. Eine ausgezeichnete Kopie in zeitgenössischem Rindsleder, solider Einband mit restaurierten Klemmnähten. Einige Gebrauchsspuren, leichte Flecken und geringe Abplatzungen auf den Tafeln, aber fest. Rücken mit 6 Rippen, Goldprägung auf roter Banderole und goldene Verzierungen an den Fächern, Frontissaus in marmoriertem Papier, roter Schnitt. Eine gute Ausgabe dieser Geschichte der deutschen Kaiser, wunderbar illustriert mit zahlreichen feinstichigen Porträts, und demütlich dem Sonnenkönig oder Ludwig XIV. gewidmet. Seiten und Tafeln sauber, gelegentliche leichte Flecken und seltene Defekte. Text in Latein.
VOLLSTÄNDIGER TITEL UND AUTOR
Aquila Saxonica, sub qua imperatores Saxones ab Henrico Aucupe usque ad Henricum Sanctum Occidentis imperatorem XV, elogiis, hierogliphycis, numismatibus, insignibus, simbolis, imaginibus antiquis ad vivum exhibentur exculpti & longa historiarum serie exarati.
Venezia, apud Jacobum Herz, 1673.
Giovanni Palazzi.
ZENIA UND BEDEUTUNG
Das Werk feiert die fünf sächsischen Kaiser – von Heinrich dem Vogeler bis Heinrich II. dem Heiligen – die Deutschland und Italien unter dem Schutz des Heiligen Römischen Reiches unter sich vereinten. Palazzi erzählt mit Gelehrsamkeit von Kriegen, dynastischen Allianzen, juridischen Reformen und Beziehungen zur Kirche und bereichert die Erzählung durch eine prächtige Galerie von Porträts, Wappen, Münzen, historischen und mythologischen Szenen. Die symbolische Anlage ist als wirklicher imperialer Initiationsweg konzipiert, in dem jedes Bild allegorischen Wert hat und jeder Elzevir eine Miniatur-Narrazione der Macht ist. Die Allegorie kulminiert in der triumphierenden Figur von Ludwig XIV., der den Drachen mit sieben Köpfen bezwingt, Symbol des Bösen und der politischen Zerlegung: ein starkes Bild der imperialen Rolle als Ordnungsmittel des Chaos und Garant des christlichen Europas. Der Text, von großer rechtlicher und historiografischer Strenge, verwebt sich mit einem visuellen Programm, das die barocke Kultur der Macht, der ikonografischen Kontrolle und der Heiligung der Monarchie widerspiegelt.
AUTOREN- BIOGRAPHIE
Giovanni Palazzi (ca. 1625–1701), Historiker, Jurist und Graveur, war Professor descanonischen Rechts an der Universität Padua und Berater des Kaisers Leopold I. Eine gebildete und vielgestaltige Persönlichkeit, die Quellenanalyse mit dem Geschmack der visuellen Bühnensetzung verband, in einem Ansatz, der Recht, Symbolik und Kunst vereinte. Er verfasste auch juristische Traktate und kanonische Kommentare, doch Aquila Saxonica repräsentiert sein ehrgeizigstes Verlagsprojekt, in dem die Gestalt des Kaisers als Garant der universellen Harmonie und der historischen Kontinuität erscheint.
PRINTING HISTORY AND CIRCULATION
In Venedig bei Jacobum Herz gedruckt, wurde Aquila Saxonica als hochrangige commemorative Arbeit konzipiert, gedacht für Hofbibliotheken, akademische Zirkel und europäische Kanzleien. Die Verbreitung war begrenzt, aber selektiv: Die Kopien zirkulierten in imperialen Zentren, bei Botschaftern und Prälaten der Kurie. Die direkte Beteiligung des Autors an der Gestaltung der Stiche gewährleistet ein außergewöhnlich kohärentes Verhältnis von Text und Bild. Das Buch gehört zur Tradition der Emblem-Bücher des Imperiums, neben Arbeiten von Valvasor, Picinelli und Menestrier.
BIBLIOGRAPHY UND REFERENZEN
F. W. Sanders, Symbolic Images in Baroque Historiography, Leiden, 1999
Dizionario Biografico degli Italiani, s.v. “Palazzi, Giovanni”
R. Mandrella, L’iconografia del potere: Luigi XIV e l’Europa barocca, Parigi, 2008
I. Rowland, The Culture of the Book in Baroque Venice, Rom, 2012
M. Fagiolo, Barocco e Neobarocco, Rom-Bari, 2004
C. Ginzburg, Simboli, riti e storia, Torino, 2000
C. D. Eberhart, Heraldry and Imperial Identity in Early Modern Europe, Cambridge, 2011
OPAC ICCU – Biblioteca Nazionale Marciana; WorldCat OCLC 954326253
Der Verkäufer stellt sich vor
SYMBOLE UND BLUT: DRACHE, ADLER UND KRONE, DIE GEHEIME SPRACHE DER IMPERIALEN MACHT
ERSTE AUSGABE 1673 von Giovanni Palazzi oder Joannes Palatius (1643-1712).
Zwei Teile in einem Band, prachtvolles illustrirtes Buch über die ersten deutschen Könige vom 8. bis zum 11. Jahrhundert, die das Königreich Deutschland und Italien unter dem Heiligen Römischen Reich vereinten.
82 RADIERUNGEN AUF BRONZE und zahlreiche ganzseitige Abbildungen Höhe 380 x Breite 260.
Ein ikonografisches Meisterwerk, das den Aufstieg und die Konsolidierung des Heiligen Römischen Reiches unter den sächsischen Herrschern feiert. Prachtbeispiel barocker bildlicher Geschichtsschreibung, das Werk verbindet historische Strenge, symbolische Vorstellungskraft und figürliche Majestät in einer Ausgabe von großem Wert für ein gebildetes Publikum, dem die imperialen Autoritäten heilig sind.
MARKTWERTE
Das Werk ist selten und bei Sammlern illustrativer Bücher des 17. Jahrhunderts sehr geschätzt: vollständige Exemplare in gutem Zustand liegen bei ca. 3.000 bis 6.000 €, mit Spitzenwerten für Exemplare im zeitgenössischen Einband oder reich verziert. Der Wert steigt deutlich, wenn die Tafeln gut erhalten sind, mit scharfen Abzügen und breiten Rändern. Exemplare mit originalem Einband, Frontispiz in ausgezeichnetem Zustand und dem Fehlen invasiver Restaurierungen werden auf internationalen Auktionen für visuelle Kultur und barocke Politik zunehmend gesucht.
PHYSISCHE BESCHREIBUNG UND ZUSTAND – EXEMPLAR VON COLLECTRO
Im Folio: Höhe 380 mm x Breite 260 mm oder 14,9 x 10,3 Zoll. Zwei Teile in einem Band, vollständige Ausgabe. Seiten [6], 254; 65, [1], gefolgt von [6] für das Inhaltsverzeichnis, gefolgt von einem weißen Blatt, das dem Frontispiz aufgesetzt ist. Mit 1 Frontispiz in Kupfer ganzseitig, rotem und schwarzem Frontispiz mit großer Kupferstich-Vignette, 1 ganzseitiges Porträt von Ludwig XIV. und 7 wunderschönen Ganzseitenstichen allegorischer Darstellungen, Porträts und 1 Stammbaum, sowie 72 Kupferporträts von Königen, Kaisern und europäischen Herrschern im Text. Eine ausgezeichnete Kopie in zeitgenössischem Rindsleder, solider Einband mit restaurierten Klemmnähten. Einige Gebrauchsspuren, leichte Flecken und geringe Abplatzungen auf den Tafeln, aber fest. Rücken mit 6 Rippen, Goldprägung auf roter Banderole und goldene Verzierungen an den Fächern, Frontissaus in marmoriertem Papier, roter Schnitt. Eine gute Ausgabe dieser Geschichte der deutschen Kaiser, wunderbar illustriert mit zahlreichen feinstichigen Porträts, und demütlich dem Sonnenkönig oder Ludwig XIV. gewidmet. Seiten und Tafeln sauber, gelegentliche leichte Flecken und seltene Defekte. Text in Latein.
VOLLSTÄNDIGER TITEL UND AUTOR
Aquila Saxonica, sub qua imperatores Saxones ab Henrico Aucupe usque ad Henricum Sanctum Occidentis imperatorem XV, elogiis, hierogliphycis, numismatibus, insignibus, simbolis, imaginibus antiquis ad vivum exhibentur exculpti & longa historiarum serie exarati.
Venezia, apud Jacobum Herz, 1673.
Giovanni Palazzi.
ZENIA UND BEDEUTUNG
Das Werk feiert die fünf sächsischen Kaiser – von Heinrich dem Vogeler bis Heinrich II. dem Heiligen – die Deutschland und Italien unter dem Schutz des Heiligen Römischen Reiches unter sich vereinten. Palazzi erzählt mit Gelehrsamkeit von Kriegen, dynastischen Allianzen, juridischen Reformen und Beziehungen zur Kirche und bereichert die Erzählung durch eine prächtige Galerie von Porträts, Wappen, Münzen, historischen und mythologischen Szenen. Die symbolische Anlage ist als wirklicher imperialer Initiationsweg konzipiert, in dem jedes Bild allegorischen Wert hat und jeder Elzevir eine Miniatur-Narrazione der Macht ist. Die Allegorie kulminiert in der triumphierenden Figur von Ludwig XIV., der den Drachen mit sieben Köpfen bezwingt, Symbol des Bösen und der politischen Zerlegung: ein starkes Bild der imperialen Rolle als Ordnungsmittel des Chaos und Garant des christlichen Europas. Der Text, von großer rechtlicher und historiografischer Strenge, verwebt sich mit einem visuellen Programm, das die barocke Kultur der Macht, der ikonografischen Kontrolle und der Heiligung der Monarchie widerspiegelt.
AUTOREN- BIOGRAPHIE
Giovanni Palazzi (ca. 1625–1701), Historiker, Jurist und Graveur, war Professor descanonischen Rechts an der Universität Padua und Berater des Kaisers Leopold I. Eine gebildete und vielgestaltige Persönlichkeit, die Quellenanalyse mit dem Geschmack der visuellen Bühnensetzung verband, in einem Ansatz, der Recht, Symbolik und Kunst vereinte. Er verfasste auch juristische Traktate und kanonische Kommentare, doch Aquila Saxonica repräsentiert sein ehrgeizigstes Verlagsprojekt, in dem die Gestalt des Kaisers als Garant der universellen Harmonie und der historischen Kontinuität erscheint.
PRINTING HISTORY AND CIRCULATION
In Venedig bei Jacobum Herz gedruckt, wurde Aquila Saxonica als hochrangige commemorative Arbeit konzipiert, gedacht für Hofbibliotheken, akademische Zirkel und europäische Kanzleien. Die Verbreitung war begrenzt, aber selektiv: Die Kopien zirkulierten in imperialen Zentren, bei Botschaftern und Prälaten der Kurie. Die direkte Beteiligung des Autors an der Gestaltung der Stiche gewährleistet ein außergewöhnlich kohärentes Verhältnis von Text und Bild. Das Buch gehört zur Tradition der Emblem-Bücher des Imperiums, neben Arbeiten von Valvasor, Picinelli und Menestrier.
BIBLIOGRAPHY UND REFERENZEN
F. W. Sanders, Symbolic Images in Baroque Historiography, Leiden, 1999
Dizionario Biografico degli Italiani, s.v. “Palazzi, Giovanni”
R. Mandrella, L’iconografia del potere: Luigi XIV e l’Europa barocca, Parigi, 2008
I. Rowland, The Culture of the Book in Baroque Venice, Rom, 2012
M. Fagiolo, Barocco e Neobarocco, Rom-Bari, 2004
C. Ginzburg, Simboli, riti e storia, Torino, 2000
C. D. Eberhart, Heraldry and Imperial Identity in Early Modern Europe, Cambridge, 2011
OPAC ICCU – Biblioteca Nazionale Marciana; WorldCat OCLC 954326253
