Cesare - Commentarii - 1531






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Commentarii von Gaius Iulius Caesar, lateinisch, venezianische illustrirte Ausgabe 1531 in Vollleder gebunden „alla Fortuna“ mit Fortuna auf dem Einband, 496 Seiten, 162 x 110 mm, Verlag in Venezien von Francesco Bindoni und Mapheo Pasini, 1. Ausgabe in diesem Format.
Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
WICHTIGE Venedig-Bindung: EIN KRIEGSBAND IN EINER BINDUNG MIT DEM VERGNÜGEN ZU GETRAGEN
Faszinierende venezianische Ausgabe von 1531 der Commentarii von Julius Cäsar in der volkstümlichen Übersetzung von Agostino Ortica della Porta, exemplares Zeugnis der neulateinischen Rezeption der Klassiker und deren Verwandlung in lebendige Instrumente von Wissen und Macht. Hier verbindet sich der grundlegende Text der römischen Militärhistoriographie mit einer materiellen Gestalt von außerordentlich dichter symbolischer Bedeutung: Die zeitgenössische Bindung „alla fortuna“ mit der Abbildung der Göttin auf dem Einband verwandelt den Band in ein allegorisches Objekt, wobei die Erzählung der Caesarianischen Taten im Licht der Unbeständigkeit des Schicksals gelesen wird. Das reiche Holzschnittwerk, mit Kriegsdarstellungen und erzählerischen Szenen, beschränkt sich nicht darauf zu illustrieren, sondern baut eine echte visuelle Dramatik des Krieges auf, verstärkt den didaktischen und mnemonischen Wert des Werks und macht es zu einem komplexen kulturellen Instrument zwischen Text, Bild und Symbol.
MARKET VALUE
Die venezianischen Ausgaben der Commentarii in volkstümlicher Übersetzung aus dem 16. Jahrhundert liegen allgemein in einer Spanne von 900 bis 1.500 Euro, doch Exemplare mit zeitgenössisch figurierten Bindungen, insbesondere „alla fortuna“, können 2.000 Euro oder mehr übersteigen, gelegentlich auch deutlich, aufgrund des hohen Sammlerwertes, der mit der ikonografischen und symbolischen Komponente der Bindung verbunden ist.
PHYSICAL DESCRIPTION AND CONDITION
Zeitgenössische venezianische Ganzlederbindung, dekoriert „alla fortuna“, mit zentralem, trocken gedrucktem Figurenmotiv der Fortuna auf der Scheibe, stark symbolisch wirkendes ikonografisches Element; eingefasste Bordüren und dekorative Eckbeschläge vervollständigen die ornamentale Gestaltung. Rücken mit Rillen und Rest eines handschriftlichen Etiketts. Titelblatt in holzschnittartig gerahmtem Schmuckrahmen, in Rot und Schwarz gedruckt, gedruckt auf altes Pergamentpapier. Reiches illustratives Beiblatt bestehend aus Holzschnitten von englischen Seiten des Kapitelsanfangs und weiteren Vignetten im Text, darstellend militärische Szenen, Belagerungen, Aufstellung und erzählerische Momente, mit erklärender und spektakulärer Funktion. Typografische Marke am Kolophon. Nicht geklebt, vorhandene Seitenzählungsfehler und Auslassungen. Einige Braunfärbungen und Flecken. Seitennummerierung: pp. 494; (2). Bei alten Büchern mit jahrhundertelanger Geschichte können manche Unregelmäßigkeiten auftreten, die in der Beschreibung nicht immer erfasst sind.
FULL TITLE AND AUTHOR
Commentarii di Caio Giulio Cesare tradotti di latino in volgar lingua per Agostino Ortica de la Porta.
Veneza, per Francesco di Alessandro Bindoni et Mapheo Pasini, 1531.
Gaius Julius Caesar.
CONTEXT AND SIGNIFICANCE
Die Commentarii Caesars bilden einen der Eckpfeiler des historischen und militärischen Gedächtnisses des Westens, ein unvergleichliches Modell strategischer und politischer Narration. Die volkstümliche Übersetzung von Agostino Ortica della Porta fügt sich in das breitere renaissancistische Projekt der „Volgarisierung“ der Klassiker ein, um grundlegende Texte auch einem nicht lateinischsprachigen Publikum zugänglich zu machen und so die Verbreitung historischen und militärischen Wissens zu erweitern.
In diesem Exemplar jedoch verwandelt die Bindung den Sinn des Buches grundlegend: Die Fortuna, auf der Scheibe dargestellt, führt einen allegorischen Deutungsschlüssel ein, der stark und zugleich ambivalent ist. Die Taten Caesars, Beispiel für strategische Rationalität und Kontrolle, stehen implizit unter der Herrschaft des Unvorhersehbaren, was andeutet, dass jeder Eroberung prekär ist, jeder Sieg reversibel. Das Buch wird so nicht nur zum Erzählwerk des Krieges, sondern zur Meditation über Macht und Zufall.
Die Holzstiche, im Text verteilt, tragen dazu bei, eine echte visuelle Sequenz des Caesarianischen Krieges zu konstruieren: Schlachten, Truppenbewegungen, Belagerungen und Begegnungen werden in Bilder übersetzt, die die Erzählung begleiten und verstärken, wodurch das Lesen zu einem immersiven, stark visuellen Erlebnis wird.
BIOGRAPHY OF THE AUTHOR
Gaius Julius Caesar (100–44 v. Chr.) war römischer General, Politiker und Schriftsteller, zentrale Figur in der Krise der Republik und im Übergang zum Kaiserreich. Zu seinen Werken gehören die Commentarii de bello Gallico und de bello civili; sie zeichnen sich durch Klarheit, Präzision und scheinbare Objektivität aus und fungieren gleichzeitig als politische Propagandawerkzeuge und als unübertroffene Modelle lateinischer Prosa.
PRINTING HISTORY AND CIRCULATION
In Venedig 1531 von Francesco Bindoni und Mapheo Pasini gedruckt, fügt sich die Ausgabe in die große venezianische Typografietradition ein, die im 16. Jahrhundert eine zentrale Rolle bei der Verbreitung der Klassiker in volkstümlicher Übersetzung spielte. Die italienischen Ausgaben der Commentarii erlebten breite Verbreitung und wurden zu wesentlichen Instrumenten für die Ausbildung einer gemeinsamen historischen und militärischen Kultur. Die Exemplare mit zeitgenössischer figurierter Bindung, wie im vorliegenden Fall, sind heute relativ selten und besonders begehrt wegen ihres historischen-künstlerischen Werts sowie des textlichen Materials.
BIBLIOGRAPHY AND REFERENCES
EDIT16 (CNCE), Registrierungen zu Caesare, Venedig 1531, Bindoni und Pasini.
ICCU/OPAC SBN, Datensatz zu Commentarii volgari, Venedig 1531.
Adams, Catalogue of Books Printed on the Continent of Europe 1501–1600, Einträge zu Caesar.
USTC, venezianische Ausgaben von Caesar im XVI. Jahrhundert.
De Marinis, Tammaro, Die künstlerische Buchbindung in Italien, Abschnitte zu venezianischen figurierten Bindungen und „alla fortuna“.
Der Verkäufer stellt sich vor
WICHTIGE Venedig-Bindung: EIN KRIEGSBAND IN EINER BINDUNG MIT DEM VERGNÜGEN ZU GETRAGEN
Faszinierende venezianische Ausgabe von 1531 der Commentarii von Julius Cäsar in der volkstümlichen Übersetzung von Agostino Ortica della Porta, exemplares Zeugnis der neulateinischen Rezeption der Klassiker und deren Verwandlung in lebendige Instrumente von Wissen und Macht. Hier verbindet sich der grundlegende Text der römischen Militärhistoriographie mit einer materiellen Gestalt von außerordentlich dichter symbolischer Bedeutung: Die zeitgenössische Bindung „alla fortuna“ mit der Abbildung der Göttin auf dem Einband verwandelt den Band in ein allegorisches Objekt, wobei die Erzählung der Caesarianischen Taten im Licht der Unbeständigkeit des Schicksals gelesen wird. Das reiche Holzschnittwerk, mit Kriegsdarstellungen und erzählerischen Szenen, beschränkt sich nicht darauf zu illustrieren, sondern baut eine echte visuelle Dramatik des Krieges auf, verstärkt den didaktischen und mnemonischen Wert des Werks und macht es zu einem komplexen kulturellen Instrument zwischen Text, Bild und Symbol.
MARKET VALUE
Die venezianischen Ausgaben der Commentarii in volkstümlicher Übersetzung aus dem 16. Jahrhundert liegen allgemein in einer Spanne von 900 bis 1.500 Euro, doch Exemplare mit zeitgenössisch figurierten Bindungen, insbesondere „alla fortuna“, können 2.000 Euro oder mehr übersteigen, gelegentlich auch deutlich, aufgrund des hohen Sammlerwertes, der mit der ikonografischen und symbolischen Komponente der Bindung verbunden ist.
PHYSICAL DESCRIPTION AND CONDITION
Zeitgenössische venezianische Ganzlederbindung, dekoriert „alla fortuna“, mit zentralem, trocken gedrucktem Figurenmotiv der Fortuna auf der Scheibe, stark symbolisch wirkendes ikonografisches Element; eingefasste Bordüren und dekorative Eckbeschläge vervollständigen die ornamentale Gestaltung. Rücken mit Rillen und Rest eines handschriftlichen Etiketts. Titelblatt in holzschnittartig gerahmtem Schmuckrahmen, in Rot und Schwarz gedruckt, gedruckt auf altes Pergamentpapier. Reiches illustratives Beiblatt bestehend aus Holzschnitten von englischen Seiten des Kapitelsanfangs und weiteren Vignetten im Text, darstellend militärische Szenen, Belagerungen, Aufstellung und erzählerische Momente, mit erklärender und spektakulärer Funktion. Typografische Marke am Kolophon. Nicht geklebt, vorhandene Seitenzählungsfehler und Auslassungen. Einige Braunfärbungen und Flecken. Seitennummerierung: pp. 494; (2). Bei alten Büchern mit jahrhundertelanger Geschichte können manche Unregelmäßigkeiten auftreten, die in der Beschreibung nicht immer erfasst sind.
FULL TITLE AND AUTHOR
Commentarii di Caio Giulio Cesare tradotti di latino in volgar lingua per Agostino Ortica de la Porta.
Veneza, per Francesco di Alessandro Bindoni et Mapheo Pasini, 1531.
Gaius Julius Caesar.
CONTEXT AND SIGNIFICANCE
Die Commentarii Caesars bilden einen der Eckpfeiler des historischen und militärischen Gedächtnisses des Westens, ein unvergleichliches Modell strategischer und politischer Narration. Die volkstümliche Übersetzung von Agostino Ortica della Porta fügt sich in das breitere renaissancistische Projekt der „Volgarisierung“ der Klassiker ein, um grundlegende Texte auch einem nicht lateinischsprachigen Publikum zugänglich zu machen und so die Verbreitung historischen und militärischen Wissens zu erweitern.
In diesem Exemplar jedoch verwandelt die Bindung den Sinn des Buches grundlegend: Die Fortuna, auf der Scheibe dargestellt, führt einen allegorischen Deutungsschlüssel ein, der stark und zugleich ambivalent ist. Die Taten Caesars, Beispiel für strategische Rationalität und Kontrolle, stehen implizit unter der Herrschaft des Unvorhersehbaren, was andeutet, dass jeder Eroberung prekär ist, jeder Sieg reversibel. Das Buch wird so nicht nur zum Erzählwerk des Krieges, sondern zur Meditation über Macht und Zufall.
Die Holzstiche, im Text verteilt, tragen dazu bei, eine echte visuelle Sequenz des Caesarianischen Krieges zu konstruieren: Schlachten, Truppenbewegungen, Belagerungen und Begegnungen werden in Bilder übersetzt, die die Erzählung begleiten und verstärken, wodurch das Lesen zu einem immersiven, stark visuellen Erlebnis wird.
BIOGRAPHY OF THE AUTHOR
Gaius Julius Caesar (100–44 v. Chr.) war römischer General, Politiker und Schriftsteller, zentrale Figur in der Krise der Republik und im Übergang zum Kaiserreich. Zu seinen Werken gehören die Commentarii de bello Gallico und de bello civili; sie zeichnen sich durch Klarheit, Präzision und scheinbare Objektivität aus und fungieren gleichzeitig als politische Propagandawerkzeuge und als unübertroffene Modelle lateinischer Prosa.
PRINTING HISTORY AND CIRCULATION
In Venedig 1531 von Francesco Bindoni und Mapheo Pasini gedruckt, fügt sich die Ausgabe in die große venezianische Typografietradition ein, die im 16. Jahrhundert eine zentrale Rolle bei der Verbreitung der Klassiker in volkstümlicher Übersetzung spielte. Die italienischen Ausgaben der Commentarii erlebten breite Verbreitung und wurden zu wesentlichen Instrumenten für die Ausbildung einer gemeinsamen historischen und militärischen Kultur. Die Exemplare mit zeitgenössischer figurierter Bindung, wie im vorliegenden Fall, sind heute relativ selten und besonders begehrt wegen ihres historischen-künstlerischen Werts sowie des textlichen Materials.
BIBLIOGRAPHY AND REFERENCES
EDIT16 (CNCE), Registrierungen zu Caesare, Venedig 1531, Bindoni und Pasini.
ICCU/OPAC SBN, Datensatz zu Commentarii volgari, Venedig 1531.
Adams, Catalogue of Books Printed on the Continent of Europe 1501–1600, Einträge zu Caesar.
USTC, venezianische Ausgaben von Caesar im XVI. Jahrhundert.
De Marinis, Tammaro, Die künstlerische Buchbindung in Italien, Abschnitte zu venezianischen figurierten Bindungen und „alla fortuna“.
