Iosepho de Iusticis - An et Quando Libri ... - 1598






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Autor/Illustrator: Iosepho de Iusticis; Buchtitel: An et Quando Libri ...; Sprache: Latein; Originalsprache: wahr; Erscheinungsjahr: 1598; Verlag: Venedig, ex officina Damiani Zenari; Edition: 1. Ausgabe in diesem Format; Bindung: Broschur; Seiten: 380; Maße: 332 mm x 220 mm; Beilagen: Tafeln außerhalb des Textes; Zustand: Gut.
Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
DIE FEINE KUNST DES SCHREIBENS OHNE SICH DEM FEGEFEUER AUSZULIEFERN
Dieses Werk, das 1598 in Venedig von Damiano Zenaro gedruckt wurde, stellt ein seltenes Beispiel politisch-rechtlicher Traktatistik der späten Renaissance dar, das dem König Philipp II. von Habsburg gewidmet ist. Der Autor, Iosepho de Iusticis, Patrizio Aquilanus, behandelt die Frage, unter welchen Bedingungen Bücher als subversiv oder verboten gelten können oder nicht, und reiht sich damit in die heiße Debatte der Gegenreformation und der kirchlichen Zensur ein. Die Widmung an den mächtigen spanischen Monarchen, der damals die weiten europäischen und kolonialen Territorien beherrschte, offenbart den politischen Willen, juristisches und moralisches Wissen an die Autorität des katholischen Souveräns zu binden. Das Werk präsentiert sich als bedeutendes Dokument der Spannung zwischen intellektueller Freiheit und Wissenskontrolle am Ende des 16. Jahrhunderts.
MARKTVALUE
Italienische rechts- und politikwissenschaftliche Broschüren des späten 16. Jahrhunderts sind am Antiquariatsmarkt sehr selten. Ähnliche Exemplare erscheinen nur sporadisch und können Werte zwischen 1.000 und 2.000 Euro erreichen, wobei höhere Beträge für gut erhaltene Exemplare, vollständige und in erster Bindung vorliegen.
PHYSICALE BESCHREIBUNG UND ZUSTAND
Zeitgenössische Einbandung in kartoniertem Hartdeckel. Vorder- und Rücktitel in Rot und Schwarz, mit großem, im Zentrum eingraviertem Typografie-Brand. Einige Gebrauchsspuren und leichte Fading-Flecken. Pp. (2); 40 nn; 338.
VOLLSTÄNDIGER TITEL UND AUTOR
An et quando libri in conditione positi vocentur, tractatus ad potentissimum ac invictiss regem Don Philippum II, Austriacum.
Venetiis, ex officina Damiani Zenari, 1598.
Iosepho de Iusticis.
KONTEXT UND BEDEUTUNG
Der Text gehört zur rechtlich-politischen Literatur der Gegenreformation und behandelt Fragen von Zensur und Legitimität der intellektuellen Quellen. Die Widmung an Philipp II., den universell katholischen Monarchen und zentralen Akteur der europäischen Politik, verortet das Werk in einem Kontext von Loyalität und Huldigung gegenüber der spanischen Monarchie. Die Reflexion über Bücher und rechtliche Ratschläge verweist auf das Problem der kirchlichen Kontrolle über das Wissen und die Rolle der Juristen in der Ära der katholischen Restaurierung. Gedruckt in Venedig, einem zentralen Knotenpunkt des Buchhandels, hebt der Text die Rolle des italienischen Druckwesens bei der Verbreitung Schriften hervor, die zu den großen religiösen und politischen Debatten der Zeit gehören.
BIOGRAPHIE DES AUTORS
Iosepho de Iusticis, Patrizio Aquilano, war Jurist und Schriftsteller in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Obwohl biografische Daten spärlich sind, ordnet sich seine Tätigkeit in die Tradition des Forums und der humanistischen Rechtswissenschaft ein. Sein Name bleibt vor allem mit diesem Traktat verbunden, einem bedeutenden Beispiel für die Spannung zwischen Recht, Politik und Glauben.
DRUCKGESCHICHTE UND VERBREITUNG
Gedruckt von Damiano Zenaro in Venedig im Jahr 1598, hatte das Büchlein vermutlich eine begrenzte Verbreitung, bestimmt für ein gebildetes Publikum aus Juristen, Theologen und Regierungsvertretern. Die Zenaro-Druckerei zeichnete sich durch die Produktion gelehrter und spezialisierter Texte aus. Aufgrund der occasionellen und hoch spezifischen Natur ist das Werk heute äußerst selten auffindbar und in vielen europäischen Bibliotheken nicht vorhanden.
BIBLIOGRAPHIE UND VERZEICHNIS
EDIT16, Karte (Daten 1598 zu verifizieren)
U. Baldini, La censura libraria nella Controriforma, Firenze, 1994
J. H. Elliott, Imperial Spain 1469–1716, London, 1963
S. Cavallo, La tipografia veneziana nel tardo Cinquecento, Venezia, 2001
ICC (Italian Collective Catalogue), voce Iosepho de Iusticis, An et quando libri…, 1598
Der Verkäufer stellt sich vor
DIE FEINE KUNST DES SCHREIBENS OHNE SICH DEM FEGEFEUER AUSZULIEFERN
Dieses Werk, das 1598 in Venedig von Damiano Zenaro gedruckt wurde, stellt ein seltenes Beispiel politisch-rechtlicher Traktatistik der späten Renaissance dar, das dem König Philipp II. von Habsburg gewidmet ist. Der Autor, Iosepho de Iusticis, Patrizio Aquilanus, behandelt die Frage, unter welchen Bedingungen Bücher als subversiv oder verboten gelten können oder nicht, und reiht sich damit in die heiße Debatte der Gegenreformation und der kirchlichen Zensur ein. Die Widmung an den mächtigen spanischen Monarchen, der damals die weiten europäischen und kolonialen Territorien beherrschte, offenbart den politischen Willen, juristisches und moralisches Wissen an die Autorität des katholischen Souveräns zu binden. Das Werk präsentiert sich als bedeutendes Dokument der Spannung zwischen intellektueller Freiheit und Wissenskontrolle am Ende des 16. Jahrhunderts.
MARKTVALUE
Italienische rechts- und politikwissenschaftliche Broschüren des späten 16. Jahrhunderts sind am Antiquariatsmarkt sehr selten. Ähnliche Exemplare erscheinen nur sporadisch und können Werte zwischen 1.000 und 2.000 Euro erreichen, wobei höhere Beträge für gut erhaltene Exemplare, vollständige und in erster Bindung vorliegen.
PHYSICALE BESCHREIBUNG UND ZUSTAND
Zeitgenössische Einbandung in kartoniertem Hartdeckel. Vorder- und Rücktitel in Rot und Schwarz, mit großem, im Zentrum eingraviertem Typografie-Brand. Einige Gebrauchsspuren und leichte Fading-Flecken. Pp. (2); 40 nn; 338.
VOLLSTÄNDIGER TITEL UND AUTOR
An et quando libri in conditione positi vocentur, tractatus ad potentissimum ac invictiss regem Don Philippum II, Austriacum.
Venetiis, ex officina Damiani Zenari, 1598.
Iosepho de Iusticis.
KONTEXT UND BEDEUTUNG
Der Text gehört zur rechtlich-politischen Literatur der Gegenreformation und behandelt Fragen von Zensur und Legitimität der intellektuellen Quellen. Die Widmung an Philipp II., den universell katholischen Monarchen und zentralen Akteur der europäischen Politik, verortet das Werk in einem Kontext von Loyalität und Huldigung gegenüber der spanischen Monarchie. Die Reflexion über Bücher und rechtliche Ratschläge verweist auf das Problem der kirchlichen Kontrolle über das Wissen und die Rolle der Juristen in der Ära der katholischen Restaurierung. Gedruckt in Venedig, einem zentralen Knotenpunkt des Buchhandels, hebt der Text die Rolle des italienischen Druckwesens bei der Verbreitung Schriften hervor, die zu den großen religiösen und politischen Debatten der Zeit gehören.
BIOGRAPHIE DES AUTORS
Iosepho de Iusticis, Patrizio Aquilano, war Jurist und Schriftsteller in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Obwohl biografische Daten spärlich sind, ordnet sich seine Tätigkeit in die Tradition des Forums und der humanistischen Rechtswissenschaft ein. Sein Name bleibt vor allem mit diesem Traktat verbunden, einem bedeutenden Beispiel für die Spannung zwischen Recht, Politik und Glauben.
DRUCKGESCHICHTE UND VERBREITUNG
Gedruckt von Damiano Zenaro in Venedig im Jahr 1598, hatte das Büchlein vermutlich eine begrenzte Verbreitung, bestimmt für ein gebildetes Publikum aus Juristen, Theologen und Regierungsvertretern. Die Zenaro-Druckerei zeichnete sich durch die Produktion gelehrter und spezialisierter Texte aus. Aufgrund der occasionellen und hoch spezifischen Natur ist das Werk heute äußerst selten auffindbar und in vielen europäischen Bibliotheken nicht vorhanden.
BIBLIOGRAPHIE UND VERZEICHNIS
EDIT16, Karte (Daten 1598 zu verifizieren)
U. Baldini, La censura libraria nella Controriforma, Firenze, 1994
J. H. Elliott, Imperial Spain 1469–1716, London, 1963
S. Cavallo, La tipografia veneziana nel tardo Cinquecento, Venezia, 2001
ICC (Italian Collective Catalogue), voce Iosepho de Iusticis, An et quando libri…, 1598
