Sasha Stone - Paris - 1930





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Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
SCARCE OPPORTUNITY, dieses sehr schöne, kleine Buch mit den großartigen Fotos des alten Paris von dem Avantgarde-Künstler Sasha Stone zu erwerben.
Sasha Stone war einer der wichtigsten Fotografen der ‚Weimarer Republik‘ und wird im selben Atemzug wie Edward Steichen, Albert Renger-Patzsch oder Man Ray genannt und ist prominent vertreten in bedeutenden Ausstellungen wie der Stuttgarter Ausstellung ‚Film und Foto‘. 1930 veröffentlichte Klinkhardt & Biermann, ein Berliner Verlag, der auch wichtige Fotoalben von Aenne Biermann und László Moholy-Nagy (‚Fototek‘) veröffentlicht hat, ‚Paris‘, einen vergleichsweise bescheidenen Reiseführer, der dennoch innovativ war in seiner Betonung des Alltagslebens in der Stadt.
Buch wird hier erwähnt:
- Hans-Michael Koetzle, 'Eyes on Paris. Paris im Fotobuch. 1890 bis heute' ('Paris in Photobooks. 1890 until today'), Seiten 94-95
Sie besuchen die SUPER POPULAR SINGLE-SELLER-AUCTION von 5Uhr30.com (Ecki Heuser, Köln, Deutschland) - mit INTERNATIONAL PHOTBOOKS aus meiner PRIVATEN SAMMLUNG und aus JÜNGSTER ERWORBENEM.
Der Begriff Avantgarde wird verwendet, wenn ein Künstler einen innovativen und experimentellen Ansatz in einem Aspekt seiner Kunst verfolgt. Die Avantgarde in der Fotografie nimmt eine kritische Haltung gegenüber bestehenden ästhetischen Sichtweisen ein. Es ist wichtig zu verstehen, dass Avantgarde sich auf eine künstlerische Bewegung bezieht, die bestehende ästhetische Normen in Frage stellt und neue Ausdrucksformen sucht.
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Klinkhardt und Biermann, Berlin. 1930. Erstausgabe, erste Auflage.
Hardcover. 97 x 155 mm. 224 Seiten. 16 Fotos in Schwarzweiß; 15 von Sasha Stone. Text: Paul Cohen-Portheim. Text auf Deutsch.
Zustand:
Buch innen frisch und makellos, sauber, ohne Vergilbung (sehr oft innen stark vergilbt), gepflegt, alter Bucheinband-Verkäufer-Aufkleber oben links am hinteren Cover, keine weiteren Markierungen; deutlich besser und frischer als üblich. Buch außen benutzt und beschmutzt; am oberen und unteren Rand des Rückens eingerissen. Fest gebundene Bindung. Fehlt der extrem seltene Schutzumschlag von Georg Salter. Insgesamt guter Zustand.
Scarce photobook by Sasha Stone with the great pictures of the old Paris.
'In erster Linie ist dies Paul Cohen-Portheims Buch.
Es ist kein illustriertes Buch, sondern ein grandioser Essay über Paris, der alles zusammenbringt: Liebe zur Stadt, Kenntnis ihrer Geschichte, Fachwissen in der Bewertung von Kunst und Kultur, eine kenntnisreiche Sicht auf das Alltagsleben sowie die Museen. Cohen-Portheim blickt weit zurück, schaut in die Vergangenheit, widmet sich aber auch dem Paris seiner Zeit. Was Geschichte für uns ist, wie der künstlerische Lebensbereich um Montparnasse, ist für ihn lebendige Gegenwart. Das, nicht zuletzt, zieht die Anziehungskraft eines Prosawerks nach sich, das sich noch immer über die kurze Frauenfrisur wundern kann. Für Cohen-Portheim sind Sylvia Beach oder Adrienne Monnier, James Joyce oder Louis Aragon, Picasso oder Marc Chagall nicht historische Größen, sondern Zeitgenossen. Im Dôme trifft man zum Beispiel Man Ray, Desnos, André Derain oder die weltberühmte Madame Kiki: Leuchtsterne um die Ecke. Sogar Kurt Tucholsky schätzte Portheims Buch. In der Weltbühne (44/1930) widmete er dem Band eine fast hymnenartige Rezension, die kaum größer als seine Hand war, und fand in jeder Zeile „einen Reichtum an Wissen, Sachverstand und guten Beobachtungen“ und nannte das Heft „den besten Parisführer“, den er im Deutschen kannte – „bravo!“. Not a word about the interspersed photos, 16 in number, including one archive image, the rest by Sasha Stone. Stone, born Aleksander Serge Steinsapir in St. Petersburg in 1895, is considered ‚one of the most important photographers of the Weimar Republic‘ - trotz einer labyrinthartigen Karriere mit Stationen in Warschau, New York, Paris, Berlin und Brüssel, eine vergleichsweise kurze Karriere in der Fotografie und ein kleines Oeuvre, das überlebt hat?
Ursprünglich Elektroniker, studierte Stone nach dem Ersten Weltkrieg in Paris bildende Kunst (mit Hilfe eines Stipendiums der US-Armee). 1922 zog er nach Berlin, besuchte Kurse bei Alexander Archipenko, freundete sich mit Walter Benjamin an und entschied sich schließlich - unter dem Einfluss des Konstruktivismus - für die Fotografie: ein Medium, in dem Technologie, Ästhetik und Kommunikation in seinen Augen ideal verbunden seien. Der autodidaktische Fotograf wurde rasch zu einem weit verbreitet interpretierten Vermittler einer sich drastisch wandelnden Welt. In den 1920er Jahren gab es kaum eine Zeitung - von der Ouerschnitt bis zur Berliner Illustrirten - in der sein Name nicht zu finden war. Er wird im selben Atemzug wie Steichen, Renger-Patzsch oder Man Ray genannt und ist prominent vertreten auf bedeutenden Ausstellungen wie der Stuttgarter Ausstellung ‚Film und Foto‘. Stone hatte bereits das Buch ‚Berlin in Bildern‘ veröffentlicht von Adolf Behne im Jahr 1929.
Ein Jahr später veröffentlichte Klinkhardt & Biermann (ein Berliner Verlag, der auch wichtige Fotoeben von Aenne Biermann und László Moholy-Nagy publizierte, zum Beispiel) ‚Paris‘, einen vergleichsweise bescheidenen Reiseführer, der dennoch innovativ war in seiner Betonung des Alltagslebens in der Stadt.
Stone folgt dem von Cohen-Portheim eingeschlagenen Bildweg: Von den 15 Motiven zeigen nur zwei bekannte Sehenswürdigkeiten (die Champs-Élysées und der Eiffelturm). Ansonsten fällt Stones Blick auf ein Kino oder einen Seine-Dampfschiff, Menschen in einem Café oder den Montparnasse-Friedhof. Oder er widmet sich gemütlichen Ecken, wie Atget sie schon erkundet hatte. Dass der Name des Fotografen auf dem bebilderten Schutzumschlag erscheint, zeigt, wie wichtig Stones visuelle Beitrag für den Verlag war. In zeitlicher Hinsicht markierte ‚Paris‘ das Ende von Stones fotografischer Karriere. Nach 1930 gibt es kaum noch Bilder von ihm in deutschen Magazinen. Stone starb, während er vor den Nazis in der Nähe von Perpignan 1940 floh. Wenige Wochen später und nicht weit entfernt nahm auch Walter Benjamin sich das Leben.'
(Hans-Michael Koetzle)
Der Verkäufer stellt sich vor
SCARCE OPPORTUNITY, dieses sehr schöne, kleine Buch mit den großartigen Fotos des alten Paris von dem Avantgarde-Künstler Sasha Stone zu erwerben.
Sasha Stone war einer der wichtigsten Fotografen der ‚Weimarer Republik‘ und wird im selben Atemzug wie Edward Steichen, Albert Renger-Patzsch oder Man Ray genannt und ist prominent vertreten in bedeutenden Ausstellungen wie der Stuttgarter Ausstellung ‚Film und Foto‘. 1930 veröffentlichte Klinkhardt & Biermann, ein Berliner Verlag, der auch wichtige Fotoalben von Aenne Biermann und László Moholy-Nagy (‚Fototek‘) veröffentlicht hat, ‚Paris‘, einen vergleichsweise bescheidenen Reiseführer, der dennoch innovativ war in seiner Betonung des Alltagslebens in der Stadt.
Buch wird hier erwähnt:
- Hans-Michael Koetzle, 'Eyes on Paris. Paris im Fotobuch. 1890 bis heute' ('Paris in Photobooks. 1890 until today'), Seiten 94-95
Sie besuchen die SUPER POPULAR SINGLE-SELLER-AUCTION von 5Uhr30.com (Ecki Heuser, Köln, Deutschland) - mit INTERNATIONAL PHOTBOOKS aus meiner PRIVATEN SAMMLUNG und aus JÜNGSTER ERWORBENEM.
Der Begriff Avantgarde wird verwendet, wenn ein Künstler einen innovativen und experimentellen Ansatz in einem Aspekt seiner Kunst verfolgt. Die Avantgarde in der Fotografie nimmt eine kritische Haltung gegenüber bestehenden ästhetischen Sichtweisen ein. Es ist wichtig zu verstehen, dass Avantgarde sich auf eine künstlerische Bewegung bezieht, die bestehende ästhetische Normen in Frage stellt und neue Ausdrucksformen sucht.
5Uhr30.com garantiert detaillierte und präzise Beschreibungen, 100%igen Schutz, 100% Versicherung und weltweiten Kombiversand.
Klinkhardt und Biermann, Berlin. 1930. Erstausgabe, erste Auflage.
Hardcover. 97 x 155 mm. 224 Seiten. 16 Fotos in Schwarzweiß; 15 von Sasha Stone. Text: Paul Cohen-Portheim. Text auf Deutsch.
Zustand:
Buch innen frisch und makellos, sauber, ohne Vergilbung (sehr oft innen stark vergilbt), gepflegt, alter Bucheinband-Verkäufer-Aufkleber oben links am hinteren Cover, keine weiteren Markierungen; deutlich besser und frischer als üblich. Buch außen benutzt und beschmutzt; am oberen und unteren Rand des Rückens eingerissen. Fest gebundene Bindung. Fehlt der extrem seltene Schutzumschlag von Georg Salter. Insgesamt guter Zustand.
Scarce photobook by Sasha Stone with the great pictures of the old Paris.
'In erster Linie ist dies Paul Cohen-Portheims Buch.
Es ist kein illustriertes Buch, sondern ein grandioser Essay über Paris, der alles zusammenbringt: Liebe zur Stadt, Kenntnis ihrer Geschichte, Fachwissen in der Bewertung von Kunst und Kultur, eine kenntnisreiche Sicht auf das Alltagsleben sowie die Museen. Cohen-Portheim blickt weit zurück, schaut in die Vergangenheit, widmet sich aber auch dem Paris seiner Zeit. Was Geschichte für uns ist, wie der künstlerische Lebensbereich um Montparnasse, ist für ihn lebendige Gegenwart. Das, nicht zuletzt, zieht die Anziehungskraft eines Prosawerks nach sich, das sich noch immer über die kurze Frauenfrisur wundern kann. Für Cohen-Portheim sind Sylvia Beach oder Adrienne Monnier, James Joyce oder Louis Aragon, Picasso oder Marc Chagall nicht historische Größen, sondern Zeitgenossen. Im Dôme trifft man zum Beispiel Man Ray, Desnos, André Derain oder die weltberühmte Madame Kiki: Leuchtsterne um die Ecke. Sogar Kurt Tucholsky schätzte Portheims Buch. In der Weltbühne (44/1930) widmete er dem Band eine fast hymnenartige Rezension, die kaum größer als seine Hand war, und fand in jeder Zeile „einen Reichtum an Wissen, Sachverstand und guten Beobachtungen“ und nannte das Heft „den besten Parisführer“, den er im Deutschen kannte – „bravo!“. Not a word about the interspersed photos, 16 in number, including one archive image, the rest by Sasha Stone. Stone, born Aleksander Serge Steinsapir in St. Petersburg in 1895, is considered ‚one of the most important photographers of the Weimar Republic‘ - trotz einer labyrinthartigen Karriere mit Stationen in Warschau, New York, Paris, Berlin und Brüssel, eine vergleichsweise kurze Karriere in der Fotografie und ein kleines Oeuvre, das überlebt hat?
Ursprünglich Elektroniker, studierte Stone nach dem Ersten Weltkrieg in Paris bildende Kunst (mit Hilfe eines Stipendiums der US-Armee). 1922 zog er nach Berlin, besuchte Kurse bei Alexander Archipenko, freundete sich mit Walter Benjamin an und entschied sich schließlich - unter dem Einfluss des Konstruktivismus - für die Fotografie: ein Medium, in dem Technologie, Ästhetik und Kommunikation in seinen Augen ideal verbunden seien. Der autodidaktische Fotograf wurde rasch zu einem weit verbreitet interpretierten Vermittler einer sich drastisch wandelnden Welt. In den 1920er Jahren gab es kaum eine Zeitung - von der Ouerschnitt bis zur Berliner Illustrirten - in der sein Name nicht zu finden war. Er wird im selben Atemzug wie Steichen, Renger-Patzsch oder Man Ray genannt und ist prominent vertreten auf bedeutenden Ausstellungen wie der Stuttgarter Ausstellung ‚Film und Foto‘. Stone hatte bereits das Buch ‚Berlin in Bildern‘ veröffentlicht von Adolf Behne im Jahr 1929.
Ein Jahr später veröffentlichte Klinkhardt & Biermann (ein Berliner Verlag, der auch wichtige Fotoeben von Aenne Biermann und László Moholy-Nagy publizierte, zum Beispiel) ‚Paris‘, einen vergleichsweise bescheidenen Reiseführer, der dennoch innovativ war in seiner Betonung des Alltagslebens in der Stadt.
Stone folgt dem von Cohen-Portheim eingeschlagenen Bildweg: Von den 15 Motiven zeigen nur zwei bekannte Sehenswürdigkeiten (die Champs-Élysées und der Eiffelturm). Ansonsten fällt Stones Blick auf ein Kino oder einen Seine-Dampfschiff, Menschen in einem Café oder den Montparnasse-Friedhof. Oder er widmet sich gemütlichen Ecken, wie Atget sie schon erkundet hatte. Dass der Name des Fotografen auf dem bebilderten Schutzumschlag erscheint, zeigt, wie wichtig Stones visuelle Beitrag für den Verlag war. In zeitlicher Hinsicht markierte ‚Paris‘ das Ende von Stones fotografischer Karriere. Nach 1930 gibt es kaum noch Bilder von ihm in deutschen Magazinen. Stone starb, während er vor den Nazis in der Nähe von Perpignan 1940 floh. Wenige Wochen später und nicht weit entfernt nahm auch Walter Benjamin sich das Leben.'
(Hans-Michael Koetzle)
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- Repräsentant:
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