Stefanie Schneider - Floaties I (Beachshoot)





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Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
Floaties I (Beachshoot) - 2005
Archivdruck C-Print, basierend auf dem ursprünglichen Polaroid.
20x20cm.
Edition von 10, zuzüglich 2 Künstlerabdrücke.
Zertifikat und Signaturlabel.
Künstlerinventar Nr. 1430.
In ausgezeichnetem Zustand.
Nicht montiert.
Beachshoot
Diese fotografischen Fantasien ergeben sich aus sorgfältig gewählten Zwängen und dem Einsatz symbolischer Attribute. Telegraphenmasten, Flugzeuge, weite Ödländer, eine Eisenbahnbrücke oder ein amerikanisches Auto aus den Fünfzigerjahren erzählen dabei auf ähnliche Weise verschiedene Geschichten, ebenso wie grelle Perücken, Spielzeug für Kinder, ein Kopftuch oder eine alte Super-8-Kamera.
Schneiders Arbeit nährt sich von Anekdoten und Erzählung, aber auch von ihrer spezifischen europäischen Perspektive auf Amerika. Die Welt ihrer Fotografien wird bevölkert von schmalbrüstigen Jungen und zerbrechlich wirkenden Mädchen, die sich ihrer eigenen Jugend und Schönheit offenbar nicht bewusst zu sein scheinen. Ihre Leichtigkeit wird von einer bedrohlichen Erwachsenenwelt überlagert, der sie ihren jugendlichen Mangel an Kompromissen entgegensetzen.
Und tatsächlich besitzt ihre Arbeit einen autobiografischen Aspekt, da die Künstlerin sich selbst und ihre Freundinnen zum Mittelpunkt der Kamera macht.
Stefanie Schneider fotografiert ihre ‚mise en scene‘ mit einer Polaroid-Kamera, überhaupt mit einer Polaroidkamera. Das Medium, das üblicherweise als Mittel zur Bewahrung dokumentarischer Unmittelbarkeit verstanden wird, wird in seinem gegenteiligen Sinn verwendet, da Orte, Haltungen, Kostüme und vor allem die auffälligen Bildausschnitte inszeniert werden. Dieses technische ‚Plot-Device‘ spiegelt sowohl ihre Methode als auch ihr Ziel wider: Die Laureatin der Folkwangschule Essen verwendet ausschließlich abgelaufenes Polaroid-Material. Markierungen, Funken, schwarze leere Schmierflecken und deutliche Farbveränderungen fügen den Aufnahmen eine zweite Realitätsebene hinzu und hinterfragen die Gültigkeit von Bildmaterial, die Symbole und die Relevanz ordentlicher Erinnerungen.
Aus diesen Bildern, die amateurhaft und lässig wirken, entsteht der Eindruck von Authentizität, dem wir von Moment zu Moment begegnen. - Petra Prahl
Floaties I (Beachshoot) - 2005
Archivdruck C-Print, basierend auf dem ursprünglichen Polaroid.
20x20cm.
Edition von 10, zuzüglich 2 Künstlerabdrücke.
Zertifikat und Signaturlabel.
Künstlerinventar Nr. 1430.
In ausgezeichnetem Zustand.
Nicht montiert.
Beachshoot
Diese fotografischen Fantasien ergeben sich aus sorgfältig gewählten Zwängen und dem Einsatz symbolischer Attribute. Telegraphenmasten, Flugzeuge, weite Ödländer, eine Eisenbahnbrücke oder ein amerikanisches Auto aus den Fünfzigerjahren erzählen dabei auf ähnliche Weise verschiedene Geschichten, ebenso wie grelle Perücken, Spielzeug für Kinder, ein Kopftuch oder eine alte Super-8-Kamera.
Schneiders Arbeit nährt sich von Anekdoten und Erzählung, aber auch von ihrer spezifischen europäischen Perspektive auf Amerika. Die Welt ihrer Fotografien wird bevölkert von schmalbrüstigen Jungen und zerbrechlich wirkenden Mädchen, die sich ihrer eigenen Jugend und Schönheit offenbar nicht bewusst zu sein scheinen. Ihre Leichtigkeit wird von einer bedrohlichen Erwachsenenwelt überlagert, der sie ihren jugendlichen Mangel an Kompromissen entgegensetzen.
Und tatsächlich besitzt ihre Arbeit einen autobiografischen Aspekt, da die Künstlerin sich selbst und ihre Freundinnen zum Mittelpunkt der Kamera macht.
Stefanie Schneider fotografiert ihre ‚mise en scene‘ mit einer Polaroid-Kamera, überhaupt mit einer Polaroidkamera. Das Medium, das üblicherweise als Mittel zur Bewahrung dokumentarischer Unmittelbarkeit verstanden wird, wird in seinem gegenteiligen Sinn verwendet, da Orte, Haltungen, Kostüme und vor allem die auffälligen Bildausschnitte inszeniert werden. Dieses technische ‚Plot-Device‘ spiegelt sowohl ihre Methode als auch ihr Ziel wider: Die Laureatin der Folkwangschule Essen verwendet ausschließlich abgelaufenes Polaroid-Material. Markierungen, Funken, schwarze leere Schmierflecken und deutliche Farbveränderungen fügen den Aufnahmen eine zweite Realitätsebene hinzu und hinterfragen die Gültigkeit von Bildmaterial, die Symbole und die Relevanz ordentlicher Erinnerungen.
Aus diesen Bildern, die amateurhaft und lässig wirken, entsteht der Eindruck von Authentizität, dem wir von Moment zu Moment begegnen. - Petra Prahl
