Eine Skulptur aus Holz - Tiv - Nigeria (Ohne mindestpreis)






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Eine Holzskulptur aus Nigeria, Tiv-Kultur, aus der Makurdi-Region, sitzendes Skelett, 48 cm hoch, 2,23 kg, inklusive Stand, in fairem Zustand.
Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
Diese knöchige Skulptur aus der Makurdi-Region gehört zum kulturellen Umfeld der Tiv-Bevölkerung, deren Siedlungsgebiet sich entlang des zentralen Benue-Tals erstreckt. Die materielle Kultur der Tiv ist eng mit Konzepten von Abstammung, sozialer Balance und dem Verhältnis zwischen Lebenden und ihren Ahnen verbunden. Figurative Darstellungen dienten oft als Medien der Erinnerung, moralischen Belehrung oder zur Visualisierung unsichtbarer Kräfte. Inkl. Stand.
Die Skulptur zeigt ein sitzendes Skelett von eindrucksvoller Präsenz. Trotz der vereinfachten anatomischen Darstellung wirkt die Figur bemerkenswert gefasst und gelassen. Der frontale Blick und der leicht geöffnete Mund erzeugen den Eindruck einer stillen Ansprache und verleihen dem Werk eine existentielle Spannung. Die Arme hängen locker seitlich herab, die Handflächen nach innen, betonen eine Haltung der Passivität und Kontemplation, während der einfache Hocker die Figur fest in die menschliche Welt verankert.
Innerhalb zahlreicher afrikanischer bildlicher Traditionen schildern skeletale Darstellungen primär nicht den Tod im westlichen Sinn, sondern deuten Vergänglichkeit, die Gegenwart der Ahnen und den fortbestehenden Einfluss früherer Generationen an. Das freiliegende Skelett fungiert als sichtbare Metapher für die grundlegende Struktur menschlicher Existenz. Die ausgeprägten Austrocknungsknacken, Absplitterungen und Zeichen des Alters dokumentieren eine lange Nutzungsgeschichte und verleihen dem Objekt eine zusätzliche historische Tiefe. Die Skulptur verbindet eindrucksvoll physische Reduktion mit einer komplexen Reflektion über Erinnerung, Sterblichkeit und die Kontinuität sozialer Gemeinschaft.
Literatur (Auswahl)
Paul Bohannan, Justice and Judgment among the Tiv, London 1957.
Paul Bohannan, The Tiv of Central Nigeria, London 1953.
Herbert M. Cole, Icons: Ideals and Power in the Art of Africa, Washington D.C. 1989.
Sidney L. Kasfir, African Art and the Colonial Encounter, Bloomington 2007.
Suzanne Preston Blier, The History of African Art, London 2023.
Jacques Kerchache, Jean-Louis Paudrat and Lucien Stéphan, L'Art africain, Paris 1988.
Note: Skeleton figures are relatively rarely documented within published Tiv art.
MAZ13895
Der Verkäufer stellt sich vor
Diese knöchige Skulptur aus der Makurdi-Region gehört zum kulturellen Umfeld der Tiv-Bevölkerung, deren Siedlungsgebiet sich entlang des zentralen Benue-Tals erstreckt. Die materielle Kultur der Tiv ist eng mit Konzepten von Abstammung, sozialer Balance und dem Verhältnis zwischen Lebenden und ihren Ahnen verbunden. Figurative Darstellungen dienten oft als Medien der Erinnerung, moralischen Belehrung oder zur Visualisierung unsichtbarer Kräfte. Inkl. Stand.
Die Skulptur zeigt ein sitzendes Skelett von eindrucksvoller Präsenz. Trotz der vereinfachten anatomischen Darstellung wirkt die Figur bemerkenswert gefasst und gelassen. Der frontale Blick und der leicht geöffnete Mund erzeugen den Eindruck einer stillen Ansprache und verleihen dem Werk eine existentielle Spannung. Die Arme hängen locker seitlich herab, die Handflächen nach innen, betonen eine Haltung der Passivität und Kontemplation, während der einfache Hocker die Figur fest in die menschliche Welt verankert.
Innerhalb zahlreicher afrikanischer bildlicher Traditionen schildern skeletale Darstellungen primär nicht den Tod im westlichen Sinn, sondern deuten Vergänglichkeit, die Gegenwart der Ahnen und den fortbestehenden Einfluss früherer Generationen an. Das freiliegende Skelett fungiert als sichtbare Metapher für die grundlegende Struktur menschlicher Existenz. Die ausgeprägten Austrocknungsknacken, Absplitterungen und Zeichen des Alters dokumentieren eine lange Nutzungsgeschichte und verleihen dem Objekt eine zusätzliche historische Tiefe. Die Skulptur verbindet eindrucksvoll physische Reduktion mit einer komplexen Reflektion über Erinnerung, Sterblichkeit und die Kontinuität sozialer Gemeinschaft.
Literatur (Auswahl)
Paul Bohannan, Justice and Judgment among the Tiv, London 1957.
Paul Bohannan, The Tiv of Central Nigeria, London 1953.
Herbert M. Cole, Icons: Ideals and Power in the Art of Africa, Washington D.C. 1989.
Sidney L. Kasfir, African Art and the Colonial Encounter, Bloomington 2007.
Suzanne Preston Blier, The History of African Art, London 2023.
Jacques Kerchache, Jean-Louis Paudrat and Lucien Stéphan, L'Art africain, Paris 1988.
Note: Skeleton figures are relatively rarely documented within published Tiv art.
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- Jaenicke Njoya GmbH
- Repräsentant:
- Wolfgang Jaenicke
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- Jaenicke Njoya GmbH
Klausenerplatz 7
14059 Berlin
GERMANY - Telefonnummer:
- +493033951033
- Email:
- w.jaenicke@jaenicke-njoya.com
- USt-IdNr.:
- DE241193499
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